
Rezension – „Die anderen denken bestimmt, dass ich voll komisch okay bin“ von Lea Banasch

Infos zum Buch:
Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH; 3. Edition (7. November 2024)
ISBN: 978-3833894831
Preis: 18,99 €
Inhalt:
„Was denken wohl die anderen von mir?“ ist für viele nicht nur eine flüchtige Sorge. Es ist auch der häufigste Satz, den Lea Banasch in ihrer Praxis hört. Basierend auf ihrer eigenen bewegenden Geschichte, die von Selbstzweifeln, Ängsten und körperlichen Beschwerden geprägt ist, zeigt sie einen praktischen und direkt umsetzbaren Weg aus der sozialen Angst. Ihr Ansatz zielt auf positive Perspektivwechsel: So zeigt sie beispielsweise, wie wir unsere Sprachmuster umgestalten, stärkende Verhaltensweisen erlernen und einschränkende Glaubenssätze hinter uns lassen. Außerdem bietet sie wirkungsvolle Strategien für Körper und Nervensystem an, um ganzheitlich zu mehr Stabilität und Selbstvertrauen zu finden.
Meine Meinung:
Heute ist ein Tag, an dem ich die Sonnenstrahlen einfangen musste und zwar zu den richtigen Büchern. Dieses hier hat mich einige Zeit begleitet und es hallt immer noch in mir nach. Allein der Titel hatte es (für mich) in sich „Die anderen denken bestimmt, dass ich – voll okay bin“. Ja, was denken die anderen denn von mir? Was denken sie, wenn ich das hier anziehe oder jenes denke und sage? Wenn ich mich so verhalte, das lese oder eben nicht lese? Was denken sie von mir? Und: ist das wirklich so wichtig? Will ich mir von anderen Leuten, von meinem Umfeld mein Leben bestimmen lassen und auch wie ich mich zu fühlen habe? Ihr merkt schon, dieses Gedankenkarussell begleitet mich schon eine Weile und obwohl ich schon an einigen Coachings teilgenommen (online und offline) und viele Bücher im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung (oder -entfaltung) gelesen habe, wird es nicht still.
Was mich an diesem Buch besonders fasziniert hat, war die Art und Weise, wie mit dem Leser „gesprochen“ wird. Es gibt Ratgeber, die sind kühl, sachlich, fremd und distanziert und dann gibt es eben solche, die sich anfühlen, als wären sie für einen persönlich geschrieben worden, als würde man mit jemandem über seine Gefühle und Gedanken im Geheimen sprechen, aber alles offen kundtun, ohne ein Urteil oder eine Verurteilung zu bekommen.
Lea Banasch hat genau das geschaffen. Ihre Worte sind gespickt von Empathie, sie geht behutsam mit dem Leser um und weiß, dass auch solche Ängste begründet sind und wie man sie am Schopf packen kann. Ihre praktischen Übungen sind leicht umsetzbar, ihre Tipps sind regelrecht Gold wert. Ein großer Pluspunkt ist auch, dass nicht alles bis ins kleinste Detail auseinander genommen und analysiert wird. Das Problem wird erkannt und angegangen mit hilfreichen Tipps und Übungen, die man auch im Alltag simpel einbauen kann. Lea Banasch bietet hier ganzheitliches Wissen an und bleibt nicht an der Oberfläche. Es ist so geschrieben, dass jede*r Leser*in abgeholt wird, niemand wird im Stich gelassen aufgrund von Expertisen, die man nicht nachvollziehen kann, wenn man kein Psychologiestudium absolviert hat. Das Buch ist wirklich für diejenigen geschrieben, die es benötigen. Eine absolute Empfehlung von mir an alle, die mit Ängsten zu kämpfen haben und sie nun endlich angehen möchten.
Ein abschließender Tipp von mir: wenn du das Buch nicht direkt durchlesen möchtest oder aber gewisse Themen haben, die dich interessieren und momentan am dringendsten sind, dann blättere direkt zu diesen Themen vor und befasse dich mit ihnen und zwar immer wieder. Integriere sie in deinen Alltag und lass sie lebendig werden, so wird Veränderung wahr.