Rezension – „Das Wenige und das Wesentliche“ von John von Düffel

Rezension – „Das Wenige und das Wesentliche“ von John von Düffel

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 208 Seiten
Verlag: DuMont Buchverlag GmbH & Co. KG; 1. Edition (11. November 2024)
ISBN: 978-3755805021
Preis: 14,00 €

Inhalt:

Ein Neujahrsmorgen im ligurischen Hinterland. Ein klösterliches Zimmer. Eine Landschaft, die zugleich karg ist und grün. In dieser stillen Umgebung, an diesem Tag des Anfangs und des Endes stellt sich die älteste Frage von allen noch einmal neu: Wie lebe ich richtig? Es beginnt ein Gedankengang durch die Stunden des Tages von vor Sonnenaufgang bis nach Sonnenuntergang, von den Anfängen der Lebensbetrachtung bis in die Gegenwart und darüber hinaus. Dieses Buch ist eine Einladung, die Suche nach der richtigen Richtung mitzugehen: im Nachdenken über Sinn und Sein, über die Lebensregeln des Wenigen und Wesentlichen sowie die klassischen Imperative der Schönheit, des Maßes und der Selbsterkenntnis.
Der Romanautor und promovierte Philosoph John von Düffel hat mit diesem Brevier keine Geschichte im herkömmlichen Sinn geschrieben, sondern eine kleine Chronik des Klarwerdens darüber, wie sich ein Leben erzählt. Sprachlich verdichtet legt er einen lebensphilosophischen, literarischen Text vor. Die Antwort auf alles liegt in der gesellschaftlichen und zugleich ganz persönlichen Frage: In welcher Geschichte bin ich? An welchem Punkt dieser Geschichte? Und wie gehe ich weiter?

Meine Meinung:

„In der Askese der Zukunft

Die aus keiner Religion kommt Und keinem System dient Geht es nicht ums Verzichten

Es geht darum zu erkennen Wie wenig ich brauche

Was brauche ich wirklich

Askese, in wenigen Worten

Ist die Übung der Konzentration auf das Wesentliche Eine Verständigung mit sich

Über die Frage

Worauf es ankommt“

Nur ein paar wenige Gedanken, die ich für mich mitgenommen habe: den Blick aufs Wesentliche zu richten und ihm die Bedeutung beimessen, die es verdient. 

In diesem feinen Büchlein finden sich viele solcher Gedanken, angepasst an die Stunden des Tages und sich immer mit anderen Themen befassend. Dem Wenigen, dem Wesentlichen, dem Hier und Jetzt und dem Sinn hinter all dem. 

„Manchmal, wenn ich vorausschaue Erscheint mir nichts schlimmer als die Ungewissheit Angesichts dessen, was kommt Manchmal erscheint mir meine Ahnungslosigkeit Im Rückblick wie ein seliger Zustand der Unschuld Gemessen daran, wie es gekommen ist“

Gedanken, die aufs Jetzt passen. 

Ich könnte euch noch viele weitere dieser Gedanken, die für mich wesentlich und somit wichtig sind, aufschreiben, aber am besten ist, ihr lest sie selbst und verinnerlicht diese, die für euch wesentlich sind. Aber denkt daran: dieses Buch ist nicht zum Lesen und ins Regalstellen gedacht, sondern zum Nachdenken über sein eigenes Leben, dem Warum, dem Wohin und dem Woher.

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