Frauenliteratur - Roman,  Romance

Ella Simon – Das Leuchten einer Sommernacht

Hallo ihr Lieben, 

weiter geht’s mit einem Buch, das ich mir tatsächlich in der Sommerzeit gekauft habe, aber bislang nicht dazu gekommen war, es zu lesen. Aber JETZT! Dieses Buch habe ich selbst gekauft, es handelt sich nicht um ein Rezensionsexemplar. Warum ich dieses Buch einfach haben musste? Na schaut euch doch einfach mal dieses Cover an! Zu dem Zeitpunkt hatten es mir Wunschgläser, Glühwürmchen und jegliches, romantisches Leuchten einfach nur angetan (oder einfach nur das Wort „Leuchten“, wer weiß das schon) … 

 

Ella Simon 

mit ihrem Roman

Das Leuchten einer Sommernacht

(Cover mit besten Dank an GOLDMANN Verlag / Randomhouse Verlagsgruppe!)

 

Infos zum Buch

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Originalausgabe (17. Juli 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442485916
ISBN-13: 978-3442485918
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 3,2 x 18,5 cm
Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 8,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt

Lynne lässt Träume wahr werden: Ihre Organisation erfüllt die Herzenswünsche schwerkranker Kinder. Ausgerechnet ein Wunsch entpuppt sich aber für sie selbst als Albtraum, denn plötzlich steht ihre Jugendliebe vor ihr: Reed Rivers war ein rebellischer Teenager, heute ist er ein umschwärmter Rugbystar, ein walisischer Nationalheld. Und er scheint den Tag nicht vergessen zu haben, an dem Lynne ihn sitzen ließ. Zum ersten Mal wünscht Lynne sich selbst etwas – nämlich dass Reed wieder aus ihrem ruhigen Leben verschwindet. Doch da ist auch die Erinnerung an leuchtende Sommernächte und das Gefühl, dass sie sich lange genug gegen die große Liebe gewehrt hat …

 

 

Über die Autorin

Ella Simon wuchs in der Steiermark auf. Nach der Matura gründete sie eine Familie und machte ihre Leidenschaft, das Schreiben, zum Beruf. Ihre Liebe zu Wales arbeitete sie bereits in ihre historischen Romane ein, die sie mit großem Erfolg unter ihrem Klarnamen Sabrina Qunaj veröffentlicht.

Mehr über die Autorin erfahrt ihr auf ihrer Homepage, ihrer Facebookseite und auf Instagram

 

 

Mein Fazit und meine Rezension

Lynne erfüllt Träume, doch nicht irgendwelche Träume, sondern Herzenswünsche von schwerkranken Kindern, nicht selten ist dies der letzte Wunsch, der ihnen erfüllt wird. Doch ein Wunsch für ein süßes Mädchen bringt sie an den Rande der Verzweiflung, denn genau bei diesem trifft sie auf ihre alte Jugendliebe Reed Rivers, den sie bislang erfolgreich aus ihrem Leben und ihren Gedanken verbannt hatte. Doch nun holt sie die Vergangenheit wieder ein und mit ihr all die tiefen Gefühle für Reed und die Angst davor, dass es noch einmal so werden könnte, wie es einmal war. Wäre da nicht ein Geheimnis, dass sie behüten muss … 

Lynne ist eine toughe Frau. Wir lernen sie zunächst als Mädchen kennen, das unbeschwert und frei durchs Leben läuft, stets an ihrer Seite ihr bester Freund Reed. Doch irgendwann wird aus diesem besten Freund einfach mehr und so unbeschwert wie es einst mal war, ist es nicht mehr. Doch Gott sei Dank empfindet Reed dasselbe für sie und so können sie den Versuch einer Beziehung wagen. Doch Lynne erlebt etwas, das sie verändert und das schlägt sich auch in der neuen, älteren Frau nieder. Sie ist kaum wiederzukennen. 

Aber auch Reed hat sich verändert. War er in jungen Jahren ungestüm, wusste weder mit sich noch mit seiner Wut wohin und eckte überall an, ist er heute als gefeierter Rugbyspieler unterwegs und erhellt die Herzen der Frauen, aber auch der großen Investoren. Reed hat es geschafft. Er konnte aus seiner Kindheit all das lernen, um zu dem Mann zu werden, der er heute ist: liebenswert, mit einem großen Herzen, aber dennoch tief verunsichert, was Lynne betrifft. Denn nicht er hat sich von ihr getrennt … 

Obwohl sich die Beiden so viele Jahre nicht gesehen haben, sind trotz allem noch Gefühle im Spiel und viele unausgesprochene Dinge, heftigen Wortgefechten gehen also Hand in Hand mit einem Gefühlschaos, das in beiden Protagonisten einsetzt. 

Doch nicht nur Lynne und Reed sind zwei wichtige Figuren in dieser Geschichte, sondern auch Jen und Oliver, die im Klappentext nicht erwähnt werden. Jen ist die Mutter der schwerkranken Winnie, deren Wunsch Lynne mit ihrer Agentur erfüllt. Oliver ist Jens Chef, ein guter Freund, ein Kumpel und eine starke Schulter, die ihm immer Halt gegeben hat, besonders, als ihr Ehemann sie und ihre kranke Tochter verlassen hat, um sein eigenes Ding zu machen. Auch über diese beiden Figuren erfahren wir sehr viel, ab und an sogar so viel, dass gar nicht mehr ersichtlich ist, wo sich die Hauptstränge der Geschichte von Lynne und Reed unterscheiden. 

Für mich war das Buch eine willkommene Abwechslung, eine Sommerlektüre, aber sicherlich keine Leichte, denn die Themen, die darin behandelt werden, gehen ans Herz. 

Der Schreibstil und die bildliche Sprache von Ella Simon haben mir gut gefallen, allerdings waren es irgendwann zu viele Erzählstränge, die aufeinander getroffen sind. Lynne und Reed sind irgendwann regelrecht in Vergessenheit geraten und man hat als Leser mit Oliver und Jen mitgefiebert. Vielleicht hätten die Beiden eine eigene Geschichte gebraucht, um ihr volles Potential entfalten zu können, denn so ist leider einiges auf der Strecke geblieben. Die tiefen und sehnsüchtigen Gefühle, die ich mir erhofft habe, blieben aus. Viel mehr glich es einer Achterbahnfahrt, bei der man mit aller Gewalt versuchte, Höhen und Tiefen unterzubringen, um dem Leser das Gefühl zu geben, wertvolle Lektionen über das Leben zu erhalten. 

Ich hätte mir tatsächlich klarere Grenzen und Strukturen gewünscht, denn nur so hätte man sich vollends auf die Geschichte rund um Reed und Lynne einlassen können und das wundervolle Thema der Wunscherfüllung für schwerkranke Kinder, denn auch das kam viel zu kurz und wurde durch Lynnes Art eher zu kommerziell rübergebracht, als dass man am Ende sich hätte für irgendetwas freuen können. 

Ja, es war eine Sommerlektüre, eine Lektüre, die man lesen kann und die einen zeitweilig abtauchen lässt, jedoch hat mir der Tiefgang gefehlt – das Thema der Wunscherfüllung für schwerkranke Kinder hat jedoch einen Extrapunkt verdient. 

Meine Bewertung daher: 3 von 5 Punkten. 

 

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