Interview

Weil ich von Dir träumte – Das Kurzinterview mit Emma Wagner

Hallo ihr Lieben, 

ihr habt sicherlich eben meine Rezension zu dem neuen Roman „Weil ich von Dir träumte“ von der lieben Emma Wagner gelesen, oder? Wunderbar! Dann seid ihr genau HIER richtig!

Nachdem ich nämlich das Buch gelesen hatte, haben sich mir viele Fragen gestellt. Okay, sie kamen schon während des Lesens, aber ich konnte sie einfach noch nicht der lieben Emma stellen, denn ich musste einfach wissen, wie es weitergeht! 

Doch kaum war ich fertig, habe ich die Chance genutzt und der lieben Emma eine Mail mit Fragen geschrieben. Lest doch einfach mal selbst, was sie geantwortet hat: 

 

Interview mit Emma Wagner 

zu ihrem Roman 

„Weil ich von Dir träumte“

 

Wer Emma kennt und ihr auf ihren Kanälen folgt, der hat sie als wundervollen Familienmenschen mit viel Herz und Wärme kennengelernt und genau da hat sich schon meine erste Frage angeschlossen: 

 

blog-a-holic: Du bist ein Familienmensch mit einem großen Herzen, liebe Emma, mit deiner Geschichte hast du dich tief in die dunkle Vergangenheit der korsischen Familien begeben und bist dort auf die Vendetta gestoßen. War es schwer für dich, dich dort rein zu finden und darüber zu schreiben?

 

Emma Wagner – auch Emma – : Schwerer war es in der Hinsicht, dass es natürlich sehr viel zeitintensive Recherche erfordert, einen Roman in einem fremden Land in einer Vergangenheit voller uns so fremder gesellschaftlicher Strukturen zu schreiben. Schwer war es außerdem, nicht den Überblick zu verlieren, zwischen den verschiedenen Handlungssträngen in zwei Zeitebenen, die alle zusammengeführt werden mussten. Leicht war es widerum, weil mich die Geschichte einfach gepackt hat, weil sie geschrieben werden wollte, mir keine Ruhe ließ, meine Gedanken ununterbrochen darum kreisten, sodass ich selbst nachts von Korsika träumte ?

 

blog-a-holic: Wow, vielen Dank für diesen tollen Einblick! Das ist wirklich sehr schwer und dass du sogar selbst von Korsika geträumt hast zeigt, wie sehr du in deinen eigenen Geschichten „drin“ bist.
Deine Geschichten finden immer an unterschiedlichen Orten statt. Dieses Mal hast du Korsika ausgewählt. Gab es dafür einen besonderen Grund? Verbindet dich selbst auch etwas mit Korsika? Wie hast du für diese Geschichte recherchieren können? Ich stelle mir dich gerade auf Korsika vor, wie du dir verschiedene Ortschaften anschaust, durch Gassen gehst und die Menschen beobachtest, die sich tatsächlich von Fremden abwenden. Ist das in deinem Buch beschriebene, gegenüber Fremden zurückhaltende Korsika tatsächlich so?

 

Emma: Als ich für meinen Roman „Dein. Für immer.“ recherchierte, wollte ich eigentlich eine Vendetta auf einer griechischen Insel als Hintergrund nehmen. Wie jeder weiß, der den Roman gelesen hat, kam es dann aber anders, wieder einmal hat sich eine Geschichte verselbständigt und es wurde ein Roman, der in Argentinien zur Zeit der Militärdiktatur spielt. Das Thema Vendetta jedoch ließ mich nicht los. Und als ich vor drei Jahren auf Sardinien, der Nachbarinsel Korsikas, Urlaub machte, und mir ein Mitarbeiter von Corsica Ferries von seiner Bekannten erzählte, die Korsika nicht verlassen darf, weil sie sich weigert, den Aufenthaltsort eines in die Macchia Geflohenen preiszugeben, war meine Neugier geweckt.
Wir setzten für einen Tagesausflug von Sardinien nach Korsika über und ich habe mich sofort in die Insel verliebt. In Land und Leute. Denn auch wenn die Korsen außerhalb der Touristenhochburgen tatsächlich Fremden gegenüber erst einmal zurückhaltend bis kühl sind, manchmal sogar unfreundlich wirken, sind sie doch, sobald man sie näher kennenlernt, unheimlich herzlich und gastfreundlich.
Und die Landschaft ist einfach ein Traum. Ich hatte große Mühe, mich für meinen Roman auf einen Ort festzulegen, weil die gesamte Insel so unfassbar viele schöne Flecken zu bieten hat.
Fasziniert hat mich auch auf Anhieb die Geschichte Korsikas rund um das Thema Vendetta. Noch heute finden sich in den Hochburgen der Vendetta die Zeugnisse dieser Zeit in Form von zahllosen von Gewehrkugeln geschlagenen Löchern im Mauerwerk. Und auch Ehre und Nationalstolz sind nach wie vor von großer Bedeutung für Korsen. Seitdem spukte dieser Roman mir im Kopf herum und ließ mich nicht los, bis ich endlich Gelegenheit hatte, ihn zu Papier zu bringen.

 

 

 

blog-a-holic: Jetzt möchte ich mehr denn je nach Korsika und dort nicht nur die Landschaft, sondern auch die Geschichte erkunden!
Ich kann mir vorstellen, dass dir während dem Schreiben und durchleben der Szenen mehr als einmal die Tränen gelaufen sind. Welche war für dich die emotionalste Szene in deiner Geschichte, die sich tief in der verwurzelt hat?

 

Emma: Das war eindeutig die Szene mit Matteus kleinem Bruder Jacqui. Da habe ich tatsächlich beim Schreiben geweint. Ich will jetzt nicht sagen, welche Szene, denn dann würde ich spoilern, aber jeder, der das Buch gelesen hat, wird wissen, welche Szene ich meine.

 

blog-a-holic: Oh ja! Ich kann mir vorstellen, welche du meinst! Da ging es mir auch so 🙁 
Jetzt eine allgemeine Frage: in all deinen Büchern stoßen wir auf kreative Hauptprotagonisten, sie malen, schreiben oder aber – wie hier – sind Fotografen. Bist du – neben dem Schreiben – auch anderweitig kreativ? Oder möchtest du es sein?

 

Emma: Definitiv! In diesen Protagonisten steckt immer ein Teil von mir. Ich bin ein absoluter Bauchmensch, kreativ und chaotisch ?
Meine größte Leidenschaft neben dem Schreiben ist das Musizieren mit meinen Kindern. Ich spiele Geige, Klavier und ein bisschen Gitarre. Und meine zweitgrößte Leidenschaft ist die Aquarell- und Pastellkreidenmalerei, für die mir leider die Zeit fehlt, seit ich Kinder habe ?

 

Liebe Emma, ich danke Dir für diesen tollen Einblick und deine Antworten! Ich hoffe wirklich, dass ich irgendwann einmal deine künstlerlische Ader im Hinblick auf das Malen kennen lerne, denn Pastellkreiden sind auch eine meiner liebsten Malwerkzeuge.
Ebenso danke ich Dir für all die wunderschönen Fotos, denn die hat die liebe Emma aus ihrem eigenen Archiv für uns bereit gestellt 🙂 Ich bin sehr froh, dass ich Dich persönlich kennen darf und auch deine wundervollen Geschichten immer wieder lesen darf. In jede einzelne habe ich mich verliebt und das wird auch immer so bleiben! Noch einmal: von HERZEN Dank! 

Deine Nina

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