Frauenliteratur - Roman

Sophie Kinsella – Muss es denn gleich für immer sein?

Hallo ihr Lieben, 

ihr wisst – ich bin bekennender Sophie Kinsella-Fan (siehe auch meinen Blognamen, der nicht von ungefähr kommt), von daher ist es für mich ein MUSS, auch andere Bücher von ihr zu lesen, die nicht der Shopaholic-Reihe angehören. Nur nicht immer trifft sie damit meinen Geschmack. Das musste ich hier erkennen.

 

Sophie Kinsella

mit ihrem Roman

Muss es denn gleich für immer sein?

sophie kinsella muss es denn gleich für immer sein(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an GOLDMANN und Randomhouse Verlagsgruppe!)

 

Infos zum Buch

Taschenbuch: 480 Seiten
Verlag: Goldmann Verlag; Auflage: Deutsche Erstausgabe (16. Juli 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442487765
ISBN-13: 978-3442487769
Größe und/oder Gewicht: 12,3 x 3,8 x 18,8 cm
Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 9,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt

Sylvie und Dan sind seit zehn Jahren zusammen. Sie führen eine glückliche Ehe, haben zwei Kinder, ein hübsches Zuhause und wissen stets, was der andere denkt. Beim jährlichen Check-up-Termin prognostiziert ihr Hausarzt außerdem hocherfreut: Beide sind so kerngesund, dass sie sich bestimmt noch auf 68 gemeinsame Jahre freuen können. Erfreulich? Sylvie und Dan packt die blanke Panik. Wie zum Kuckuck sollen sie diese Ewigkeit überstehen, ohne einander zu langweilen? Sie beschließen, sich gegenseitig im Alltag zu überraschen. Doch das ist leichter gesagt als getan …

 

 

Über die Autorin

Die britische Autorin Sophie Kinsella (geboren 1969 in London) begann ihre schriftstellerische Karriere bereits mit 24. Damals hieß sie noch Madeleine Wickham, hatte für ein Jahr Musik in Oxford studiert und war anschließend zu Politik, Philosophie und Ökonomie übergewechselt. Kinsella arbeitete als Wirtschaftsjournalistin – ein Metier, in das sie auch die Heldin ihrer erfolgreichen „Shopaholic“-Reihe steckt: Die chronisch klamme Rebecca Bloomwood gibt ihren Lesern Finanztipps. Die sich daraus ergebenden Verwicklungen sorgen nicht nur für großes Lesevergnügen, sondern sind auch gut anzuschauen: Der Bestseller „Shopaholic – Die Schnäppchenjägerin“ wurde ein Kinohit. Auch alle anderen Bücher von Kinsella stehen weit oben auf den Bestsellerlisten. Die Autorin lebt mit ihrer Familie in London.

Mehr über die Autorin erfahrt ihr auf ihrer Homepage, auf ihrer Facebookseite und auch auf Instagram

 

 

Mein Fazit und meine Rezension

Sylvie und Dan sind schon lange verheiratet und sie lieben sich. Ihr Leben ist perfekt aufeinander abgestimmt und beide sind ein gutes Team. Den Haushalt, die Kinder, die Jobs, sie bekommen alles unter einen Hut und ergänzen sich perfekt und auch der alljährliche Gesundheitscheck beim Arzt fällt positiv für beide aus. Hätte der Arzt nicht erwähnt, dass die beiden sich bestimmt noch auf 68 gemeinte Jahre freuen können. In diesem Moment beginnt das Chaos, denn sowohl Sylvie als auch Dan überlegen: 68 Jahre mit ein und derselben Person? 68 Jahre immer dasselbe? Könnte nicht mehr Abwechslung und Abenteuer sein? Um einer Langeweile zu entgehen fassen beide den Entschluss: es müssen Überraschungen her … und schon geht ihr Leben rund.

Sylvie ist eine sympathische junge Frau, die mitten in ihrem Leben steht und auch alles im Griff hat. Egal was kommt, sie hat immer eine Lösung parat. Sie begegnet dem Leser dynamisch und stets in Bewegung, doch am Tag des Gesundheitschecks beim Arzt verliert auch sie ihre Nerven. 68 Jahre mit demselben Mann? Werden sie sich nicht irgendwann auf die Nerven gehen? Sich auseinander leben? Vielleicht sogar trennen? Was wird dann aus den Kindern? Sylvie jagen tausende Gedanken durch den Kopf und sie merkt, dass auch Dan verunsichert ist. 

Die Idee hinter der Geschichte ist tatsächlich gut, aber irgendwie war die Umsetzung etwas holprig. Oder aber ich bin es einfach nicht von Sophie Kinsella gewohnt. Ich liebe ihren Schreibstil, die Worte, die sie findet, um Dinge zu beschreiben und zu umschreiben. Aber in dieser Geschichte bin ich einfach nicht angekommen. Vielmehr habe ich mich irgendwann von den beiden Charakteren Sylvie und Dan genervt gefühlt. Insbesondere ihre Überraschungen füreinander haben gezeigt, dass sie – obwohl sie schon zehn Jahre lang zusammen sind – sich eigentlich doch nicht so gut kennen. 

Auch diese Reaktion „Oh mein Gott, 68 Jahre mit demselben Menschen?“ finde ich sehr schräg. Ich hätte mich über den Check gefreut und wohl auch gesagt „Lass uns mal mehr Abwechslung haben“, aber das alles so durchzuführen, regelrecht aufzudrängen und sich zu zwingen etwas Tolles zu machen – mir hat es eher ein negatives Gefühl gegeben und ich war auch zusehends von der Geschichte und den beiden Charakteren genervt. Der Lesefluss wurde sehr gehemmt und irgendwann hatte ich auch gar keine richtige Lust mehr, zu erfahren, was sie sich jetzt wieder ausgedacht haben. Es wurde mir viel zu negativ rüber gebracht.

Die Geschichte ist zwar herrlich absurd, aber konnte mich als Kinsella-Fan nicht abholen. Der Schreibstil ist auch hier flüssig und man erkennt Sophie darin wieder, aber das wars auch schon. Für mich ist dieses Buch leider nichts, was aber nicht heißen muss, dass es euch auch nicht gefällt. Verschafft euch selbst einen Eindruck darüber, vielleicht kann Sophie euch mit dieser Geschichte überraschen. 

Meine Bewertung: 2 von 5 Punkten

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