Zeitgenössisches

Nicole Walter – Das Glück umarmen

Hallo ihr Lieben, 

dieses Buch schlummert seit dem letzten Sommer bei mir, gekauft vor meinem Sommerurlaub und dann doch nur in mein Regal gewandert. Heute hat es mich quasi angelächelt und der Titel hat so einiges versprochen und war doch anders als gedacht … 

 

Nicole Walter 

mit ihrem Achtsamkeitsroman

Das Glück umarmen

das gluck umarmen Nicole Walter

(Cover mit besten Dank an Droemer Knaur)

 

Taschenbuch: 368 Seiten
Verlag:Knaur TB (12. Januar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783426519691
ISBN-13: 978-3426519691
Größe und/oder Gewicht: 12,6 x 2,5 x 18,9 cm
Preis: 9,99 € (TB) / 9,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt

Ein Roman über Achtsamkeit, Liebe und und die Kostbarkeit des Moments von der Bestseller-Autorin Nicole Walter

Leon lebt sein Leben nicht – er hetzt durch sein Leben. Für ihn zählt nur eines: Erfolg und Geld – und das innerhalb kürzester Zeit. Diese Geschwindigkeit wird ihm zum Verhängnis, als er sich eines Tages auf der Fahrt durchs liebliche Chiemgau mit dem Auto überschlägt.
Etwa zur selben Zeit ist Johanna unterwegs auf ihrem Achtsamkeits-Spaziergang, bei dem sie sich ganz auf den Moment einlässt. Sie entdeckt den in seinem Sportwagen eingeklemmten Leon, leistet Erste Hilfe und verständigt den Notarztwagen. Ein schrecklicher Moment für Johanna – aber auch ein besonderer, denn für sie ist sofort klar: Das ist er, der Eine, den sie nie wieder loslassen darf.
Johanna bringt ihn ins Haus ihrer geliebten Großmutter Marceline, um ihn dort so richtig wieder aufpäppeln zu lassen. Marceline aber ist eine ganz besondere Frau, die nur eines im Sinn hat: so viele besondere Momente wie möglich zu sammeln, bevor sie ganz im Vergessen versinkt.

 

 

Über die Autorin

Nicole Walter hat Sprachen in München studiert und dann als Werbetexterin und freie Journalistin gearbeitet. Seit 1994 schreibt sie überaus erfolgreich Drehbücher für Fernsehserien und – filme und zählt heute zu den erfolgreichsten und gefragtesten Drehbuchautorinnen Deutschlands.

Mehr über Nicole Walter findet ihr auf ihrer Homepage, ihrer Facebookseite und auch (hoffentlich bald) auf Instagram.

 

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Johanna sieht das Glück und das Positive überall im Leben, sucht es jedoch auch noch für sich, da sie einige dunkle Gedanken und Sorgen plagen. Doch in eben diesem Moment kann sie ihren Gedanken nicht mehr nachhängen, denn sie trifft als erste an einer Unfallstelle ein und rettet dort Leon aus seinem demolierten Auto. Glück für ihn – und auch für sie ? – dass sie sich gefunden haben. Denn Leon hat sein Leben bislang in vollen Zügen genossen, ohne darauf zu achten, was er eigentlich wirklich möchte. Kann Johanna es ihm zeigen? Finden vielleicht beide endlich zurück zum Hier und Jetzt und genießen das Leben, was sie verdienen? 

Johanna ist in Gedanken versunken – in einigen Gedanken, denn die springen tatsächlich hin und her wie kleine Affen in einem Käfig im Zoo. Mitten im Spaziergang denkt sie an einen gut aussehenden Fremden, sieht sein Gesicht in einem Pilz, nimmt den Geruch des feuchten Mooses wahr und denkt nicht nur an ihre Kindheit, sondern auch mit voller Sorge an ihre Großmutter, die sie immer mehr an die Demenz verliert. So sympathisch Johanna auch geschrieben ist, so leicht ihre Gedanken gestrickt sind, so schwer ist es aber auch ihrem Hin und Her zu folgen. Ich selbst habe auch viele Gedanken im Kopf – viele unterschiedliche Gedanken – doch irgendwie scheint in meinen Gedanken noch eine Ordnung zu herrschen. 

Dann treffen wir auf den verunfallten Leon, dessen letzter Gedanke nach einem kurzen Zwischenstop auf einem Fest mit einer heftigen, aber flüchtigen Bekanntschaft, tatsächlich seiner längeren Liaison gilt, die nun im Flieger sitzt und von der er sich nicht persönlich verabschieden konnte. Leon ist das genaue Gegenteil von Johanna, er genießt sein Leben im Rausch (ob Alkohol oder Drogen und Sex) in vollen Zügen und lässt nichts aus. Aber hat er bislang gelebt? 

Weitere Charaktere in dem Buch sind der Flüchtlingsjunge Kio und Johannas Großmutter Marceline, die sich auf ihre letzte Reise vorbereitet, bevor ihre Gedanken in die ewige Dunkelheit verschwinden. Man merkt also: keine leichte Geschichte und keine seichte Handlung, die einfach nur dahin plätschert. 

Eigentlich weiß ich gar nicht, was ich mir von der Geschichte erhofft hatte. Vielleicht habe ich den Titel und den Untertitel „Achtsamkeitsroman“ zu wörtlich genommen, denn das habe ich nicht erwartet.

Johanna hat mir die Geschichte etwas erschwert. Ihre Gedankengänge waren zwar ab und an amüsant, aber dennoch mühsam. Sie kam mir ab und an vor wie ein Schmetterling, der jedoch nicht sanft gleitet, sondern schnell von Blüte zu Blüte fliegt und hier und dort sammelt. Ab und an konnte ich zwar den Achtsamkeitsübungen von ihr folgen, allerdings haben sie mich selbst nicht zur Achtsamkeit bringen können. 

Die vielen Zwischengeschichten und Gedanken empfand ich dann tatsächlich störend im Fluss der Geschichte. Oftmals wurde man durch sie von der tatsächlichen Handlung abgelenkt. 

Die Charaktere selbst sind gut ausgearbeitet. Mit Marceline verbindet den Leser direkt etwas. Sie ist für mich die große Sympathieträgerin in der gesamten Geschichte und schweißt alle zusammen. Letzten Endes kann ich sagen, dass es eine interessante und auch etwas andere Geschichte war, mich aber nicht wirklich zur Achtsamkeit bringen oder lange unterhalten konnte. 

Meine Bewertung daher: 2 von 5 Punkten

 

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