Psychothriller

Heike Fröhling – Die Sprache des Schmerzes

Hallo ihr Lieben!

Und weiter geht es mit der nächsten Rezension (man merkt wirklich, dass ich ein paar freie Tage habe und mich endlich meinen Büchern widmen kann!). Weg vom Fantasygenre geht’s wieder hin zum Psychothriller und zwar zu einer meiner Lieblingsautorinnen Leonie Haubrich. 

Die Blogtour zur Veröffentlichung ihres neusten Romans habt ihr sicherlich mitverfolgt und auch die tollen Beiträge gesehen, die wir Blogger für euch gestaltet haben. Heute möchte ich euch endlich meine Rezension zu Leonies neustem Roman präsentieren. 

Leonie Haubrich

mit ihrem neuen Psychothriller 

Die Sprache des Schmerzes

die sprache es schmerzes leonie haubrich(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an die Autorin!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 230 Seiten
Verlag: Independently published (18. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1980522499
ISBN-13: 978-1980522492
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 1,5 x 20,3 cm
Preis: 9,99 € (TB) / 1,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt

Ein Fehlurteil, eine Entführung, ein Psychoduell – und ein Kampf um Gerechtigkeit, der in unfassbare Abgründe führt. Thomas Juchmann kann aus dem Maßregelvollzug fliehen. Dabei ist er nur von einem Gedanken getrieben: die Konfrontation mit dem Gutachter, der dafür verantwortlich ist, dass Thomas für einen Mord verurteilt wurde, den er nie begangen hat. Elf Jahre lang saß er in der Psychiatrie. Doch das Vorhaben gestaltet sich schwieriger als geplant. Bald muss sich Thomas fragen: Gibt es für ihn eine Grenze, die er nicht überschreitet, um sein Ziel durchzusetzen? Ist er wirklich besser als der Gewalttäter, für den ihn alle halten? Ein dramatischer Psychothriller, in dem aus Jägern Gejagte werden und umgekehrt, in dem Schuld und Unschuld verschwimmen.

 

Über die Autorin

Mit ihrem Wunsch, Schriftstellerin zu werden, schaffte es Leonie Haubrich immer wieder, sich das Leben selbst schwer zu machen. Warum nicht einfach nach dem abgeschlossenen Studium (Musikwissenschaft, Germanistik und Schulmusik) etwas »Vernünftiges« arbeiten? Doch das Leben ist nicht dafür da, um das zu tun, was alle tun. Man kann die Sterne nicht vom Himmel holen. Aber wenn Leonie Haubrich einmal alt ist und über das Meer blickt, möchte sie sich sagen können, dass sie es wenigstens versucht hat.
Doch bei einem Versuch ist es nicht geblieben. Jahrelang war Leonie Haubrich als Journalistin für Frauenzeitschriften tätig. Sie veröffentlicht seit 1999 als Verlagsautorin, seit 2012 auch als Selfpublisherin. Mit ihrem Mann, drei Kindern, vier Katzen und Hund lebt sie in Wiesbaden.
Zur besseren Einordnung der Werke erscheinen die Psychothriller unter dem Pseudonym Leonie Haubrich, die anderen Romane unter dem Realnamen Heike Fröhling.

Mehr über die Autorin erfahrt ihr auf ihrer Homepage, ihrer Facebookseite und auch bei Instagram.

 

Mein Fazit und meine Rezension

Thomas Juchmann saß zu Unrecht im Maßregelvollzug, wurde dort gequält und stets unterdrückt, doch der Gedanke daran, seinen einstigen Peiniger selbst zu unterdrücken, hält ihm am Leben und verhilft ihm zur Flucht – hin zu dem Gutachter, der sein Schicksal besiegelt hat. Doch wie weit kann er gehen und was wäre er bereit alles zu tun? 

Thomas Juchmann wurde zu Unrecht im verurteilt, er hat nichts getan und das Gutachten hat ihn so verteufelt, dass kein anderer Ausweg geblieben ist, als ihn in die Psychiatrie zu stecken. Schuld daran allein trägt der Gutachter Christopher, der unter Zuhilfenahme von Rorschachtests Thomas analysiert und bescheinigt hat, dass er zutiefst böse ist und eine erneute Gefährdung von anderen nicht ausbleiben würde. Allein wegen ihm hat er elf Jahre lang ein Martyrium auf sich nehmen müssen, dass er nun mit aller Macht gegen Christopher wenden möchte, doch der Gutachter ist einfach schwer zu fassen. 

Aber auch Christopher, den wir als Leser bereits kennen lernen durften in Leonie Haubrichs Roman „Was du nicht siehst“, hat schwer mit sich zu kämpfen, denn auch er muss einsehen, dass er nicht jedem Menschen helfen kann und dass die Schwierigkeiten noch nicht einmal vor seiner Ehe Halt machen. 

Dann treffen wir auch wieder auf Liz, die Kinder- und Jugendpsychologin, die wir ebenfalls in dem Roman „Was du nicht siehst“ kennengelernt haben. Sie hat dieses Mal keine leichte Zeit, denn nicht nur ihre Ehe ist seit dem Tod von Christophers Bruder aus den Fugen geraten, auch ein kleiner Junge namens Jan, der Mordgedanken hegt, bereitet ihr große Sorgen. Doch als ob das alles nicht genug wäre, taucht dann auch noch dieser Fremde vor ihrer Haustür auf und wartet auf ihren Mann. Sie kann ja nicht ahnen, dass sie Thomas Juchmann vor sich hat, der wenige Zeit später ihr Schicksal besiegeln will. 

Ich hoffe, ich habe euch nicht zu viel verraten, denn das ist nicht meine Absicht! Wie jeder ihrer Romane, ist auch dieser von Leonie Haubrich ausgeklügelt und reich an Spannung sowie Szenen, die einem den Atem stocken und das Blut in den Adern gefrieren lassen.  Wieder einmal werden wir mit der Psyche des Menschen konfrontiert, die undurchdringlich scheint und bei der man niemals gedacht hätte, dass man auf solche tiefen Abgründe stoßen kann. Leser mit schwachen Nerven (und einer regen Fantasie) seien hier vorgewarnt!

Mit ihrem Schreib- und Erzählstil schafft es die Autorin wieder einmal, mich mitten ins Geschehen hinein zu ziehen und zwar so intensiv, dass ich selbst die Emotionen der Protagonisten fühlen, die Kälte der Umgebung, aber auch den Schlamm und Morast im dunklen Wald spüren und riechen kann. Und genau DAS macht für mich einen guten Psychothriller aus: hier werde ich nicht nur „unterhalten“ und kann mich für einige Lesestunden aus der Realität fliehen, ich werde selbst ein Teil dieser Geschichte und empfinde so intensiv mit, dass ich am Ende gar nicht mehr weiß, ob ich all das nur gelesen oder aber wirklich erlebt habe. 

Allen Fans von Leonie Haubrich kann ich diesen Roman einfach nur ans Herz legen: wer spannende Lesestunden erwartet, wird hier garantiert nicht enttäuscht, denn auf Leonie Haubrich kann man sich verlassen!

Meine Bewertung: klare 5 von 5 Punkten

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