Stefan Wollschläger – Friesenlohn

Hallo ihr Lieben, 

bei dem trüben Wetter und dem dichten Nebel draußen passt dieses Buch perfekt zu meiner und auch sicherlich zu eurer Stimmung. Wir befinden uns mit Diederike Dirks im wunderschönen Norden, doch auch dort ist nicht immer alles eitel Sonnenschein…

 

Stefan Wollschläger

mit seinem Kriminalroman

Friesenlohn

friesenlohn stefan wollschläger

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an den Autor!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 308 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (25. Februar 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1986008010
ISBN-13: 978-1986008013
Größe und/oder Gewicht: 12,7 x 2 x 20,3 cm
Preis: 9,99 € (Taschenbuch) / 0,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt

Mitgegangen, mitgehangen

An einer Bushaltestelle finden die Wartenden einen Koffer mit 300.000 Euro. Sie teilen das Geld auf, jeder fährt mit 50.000 Euro nach Hause. Am nächsten Tag beginnen die Probleme. 
Hauptkommissarin Diederike Dirks untersucht derweil den Tod eines jungen Mannes, der mit seinem Porsche verunglückt ist. Doch es bleibt nicht bei dieser Leiche, bald wird auch die Norderneyer Hoteldirektorin Alida Ennen tot aufgefunden. Dirks muss nicht nur ein Bild aus scheinbar unzusammenhängenden Puzzlesteinen zu einem Ganzen fügen, sondern auch noch ein schicksalhaftes Versprechen einlösen. 

„Friesenlohn“ ist ein ausgeklügelter Krimi mit vielen Rätseln und spannenden Wendungen. 

 

Über den Autor

Stefan Wollschläger ist in Berlin geboren und hat evangelische Theologie studiert, was ihn auch nach Freiburg und Münster führte. Zur Zeit lebt er in Osnabrück, von wo er immer wieder zur Nordsee fährt, um die Küste und die ostfriesischen Inseln zu erkunden. Schon als Jugendlicher hat er mit Leidenschaft geschrieben und gezeichnet. Die Ergebnisse hat er stets am Ende eines Jahres kopiert, gebunden und als Weihnachtsgeschenke unter die Verwandten gebracht. Er hat schon für den BLITZ-Verlag geschrieben und veröffentlicht aktuell Krimis in seinem eigenen Namen. 

Sein Krimi „Friesenkunst“ war einer der beiden Gewinner beim e-ditio Independent Publishing Award 2016 und wurde zu einem Kindle Jahresbestseller 2016 in der Kategorie Krimi/Thriller.

Mehr über den Autor erfahrt ihr auf seiner Homepage und seinem Facebookprofil.

 

Mein Fazit und meine Rezension

Diederike Dirks ermittelt wieder und dabei könnte sie jetzt etwas Ruhe gut gebrauchen und etwas Zweisamkeit mit ihrem Freund. Doch leider ist ihr nichts vergönnt. Als sich ein junger Porschefahrer mit seinem Auto regelrecht um einen Baum wickelt, ist die traute Zweisamkeit auch schon wieder vorbei und die Ermittlungen starten. Obwohl alles wie ein tragischer Unfalltod aussieht, ergibt sich bei genauerer Betrachtung, dass der junge Mann mitnichten an den Folgen des Unfalls gestorben ist, sondern schon vorher lebensgefährlich verletzt war. Doch was hat ein lebensmüder Porschefahrer mit sechs Menschen zu tun, die an einer Haltestelle auf den nächsten Bus warten? Nichts scheinbar, doch auch auf diese Sechs wartet ein hartes Los, denn die 300.000 Euro, die sie gefunden und gerecht unter sich verteilt haben, verheißen nichts Gutes … 

Kai Wiemers ist mit seinem Porsche unterwegs. Viel zu schnell, wie auch der Leser bald weiß und was natürlich auch den tödlichen Ausgang mehr als erahnen lässt. Doch was hat ihn dazu getrieben? Direkt mit diesem rasanten Auftakt starten wir in einen neuen Kriminalroman von Stefan Wollschläger. Seine Ermittlerin Diederike Dirks erwartet uns schon. Aber als ob das noch nicht genug wäre, treffen wir noch auf sechs unbedarfte Menschen, die scheinbar nichts miteinander gemein haben, außer einer kleinen Tatsache: sie haben 300.000 Euro gefunden und zu gleichen Teilen unter sich aufgeteilt. Von diesem Moment an, werden ihre Leben nicht mehr dieselben sein. 

Diederike hat sich einen ruhigen Abend erhofft und möchte die Zweisamkeit mit ihrem Freund endlich genießen. Zu sehr nagten die letzten Fälle an ihren Nerven und stellten ihre frische Beziehung auf die Probe. Doch Diederike Dirks ist Hauptkommissarin durch und durch, das Aufklären von Verbrechen liegt ihr im Blut und lässt ihr nahezu keine Ruhe. So auch nicht der Unfalltod des jungen Kai Wiemers, der sich mit seinem Porsche um einen Baum gewickelt hat. 

Doch schon bald folgen weitere Ereignisse, die den Unfalltod des jungen Mannes in einem anderen Licht erscheinen lassen. Was hat er mit 300.000 Euro zu tun? Warum lagen sie auf dem Dach eines Bushaltestellenhäuschens? Und was geschieht mit den sechs Menschen, die das unrechtmäßig erworbene Geld zu gleichen Teilen unter sich aufteilen? 

Der Leser wird schon direkt zu Beginn der Geschichte nicht nur mit Spannung, sondern mit vielen Fragen konfrontiert, auf die es zunächst keine Antwort zu geben scheint. Tatsächlich tappte auch ich bis zum letzten Kapitel im Dunklen und konnte mir keinen Reim auf die Geschehnisse machen. Ein taktisch sehr gelungener Zug von Stefan Wollschläger, der seine Hauptkommissarin Dirks wieder einmal in Ostfriesland ermitteln lässt. 

Und wie auch bei dem letzten Roman, den ich von ihm lesen durfte, habe ich auch mich in diesem direkt wieder zurück an die Nordsee versetzt gefühlt – zurück in meine zweite Heimat, Ostfriesland. Stefan Wollschläger erzählt seinen Roman so realistisch und so mitreißend, dass es dem Leser gar nicht mehr gelingen mag, den Roman aus den Händen zu lesen. Für mich war es tatsächlich unmöglich, sodass ich das Buch innerhalb weniger Stunden auslesen musste! Einfach weglegen und schlafen gehen – das war keine Option für mich! Ich habe mich zu keiner Zeit gelangweilt oder aber auch nur daran denken können, das Buch zur Seite zu legen!

Mit seinem raffinierten Erzählstil und seiner Art, die Geschichten dem Leser näher zu bringen, gelingt es Stefan Wollschläger wieder einmal aufs Neue das Genre des Kriminalromans um einen weiteren Spitzenroman zu erweitern und ich hoffe, dass noch viele weitere folgen werden! 

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten 

 

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