Autobiographie / Biographie

Dion Leonard – Mit Gobi durch die Wüste

Hallo ihr Lieben, 

ihr wisst, dass ich mich auch gerne mit Hilfe von Büchern auf die Reise begebe und ich liebe die Reiseberichte der National Geographic – einige Bücher warten auch in meinem Regal auf mich. So war es für mich auch ein MUSS, dieses Buch zu erhalten und ich hatte Glück: 

Dion Leonard

mit seiner wahren Geschichte

Mit Gobi durch die Wüste

dion leonard mit gobi durch die wüste

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an HarperCollins!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 304 Seiten
Verlag: HarperCollins (05. März 2018)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 9783959671804
Größe und/oder Gewicht: 13,6 x 3 x 21,3 cm
Preis: 12,99 € (Klappbroschur) / 9,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt

Dion Leonard ist Ultra-Marathonläufer und lebt für die härtesten Rennen der Welt. Als er nach China zum 7-Tage-Rennen durch die Wüste Gobi reist, will er in erster Linie den Wettkampf gewinnen. Dafür hat er leichtes Gepäck und nur das nötigste Essen dabei. Womit er nicht rechnet: mit der kleinen Mischlingshündin, die ihn aus ihren großen braunen Augen an der Startlinie anschaut – und dann kilometerweit begleitet. Er nennt sie Gobi, sie schenkt ihm Mut, als er ans Aufgeben denkt. Und schließlich kehrt er während des Rennens für sie um. Davon, wie der kleine Hund mit großem Herzen einen besseren Mensch aus ihm gemacht hat, erzählt Leonard in diesem Buch.

 

 

Über den Autor

Dion Leonard, 42 Jahre alt, Australier, lebt mit seiner Frau Lucja in Schottland. Dion hat sich bei einigen der härtesten Ultra-Marathons der Welt durch eigentlich unwegsame Landschaften durchgesetzt. Er hat den 250km-Marathon Des Sables durch die marokkanische Sahara zweimal vollendet und ist auch durch die Kalahari-Wüste gelaufen. Dions letztes 250 Kilometer langes Rennen durch die Wüste Gobi bildete den Wendepunkt in seinem Leben. Denn dort verliebte er sich in einen streunenden Hund, der ihm gefolgt ist und der sein Leben für immer verändert hat.

Mehr über Dion Leonard und über seine süße Hundedame Gobi erfahrt ihr auf seiner Facebookseite und auch bei Instagram (mit super süßen Bildern von der Kleinen!).

 

 

Mein Fazit und meine Rezension

Mich hat das Laufen schon immer fasziniert und eine Zeit lang hat man mich auch in den Wäldern meiner Heimat vorgefunden. Während dem Laufen konnte ich nachdenken, meinen Gefühlen (egal ob Freude oder Wut) freien Lauf lassen – im wahrsten Sinne des Wortes – und kam am Ende nicht nur geschafft, aber auch überglücklich Zuhause wieder an. Irgendwann wurde es bei mir weniger und dann habe ich aufgehört: eine schlechte Entscheidung, wie ich selbst vor kurzem erfahren habe, also habe ich mich wieder mit Laufkleidung eingedeckt und bald geht’s für mich zurück auf die Laufwege, ab in die Natur, hin zur Freiheit. 

Für Dion Leonard war das Laufen jedoch noch nie so eine Befreiung und eigentlich liebt er diesen Sport noch nicht einmal, das gibt er auch offen in seinem Buch zu

„Ich liebe das Laufen nicht. Eigentlich mag ich es nicht einmal. Ich liebe den Wettbewerb.“

Und so ist Dion auch zum Laufen gekommen. Eine abendliche Wette mit einem Freund brachte ihn dazu, zu seinem ersten Halbmarathon anzutreten und – tatsächlich – er schaffte es vor dem durchtrainierten Läufer ins Ziel. Von da an ist er auf einigen Marathons an der Spitze anzutreffen. 

Auch bei diesem Marathon, der ihn 7 Tage durch die Wüste Gobi führt, ist er mit dabei. Die anderen Läufer beachten ihn kaum, ist er doch ein Einzelgänger und hat seine eigene Methode, sich auf einen langen Lauf vorzubereiten und die kommt ihm auch dieses Mal zugute, denn die Wüste Gobi ist eine große Herausforderung. Doch nicht nur die Wüste birgt viele Überraschungen für Dion, auch der kleine Streuner, der überraschend am Start auftaucht und sich unter die Menge der Läufer mischt. 

Der kleine braune Mischling mit den kurzen Beinen und den zotteligen Fell blickt ihn aus großen braunen Augen an und ist fasziniert von den Überschuhen, die er trägt. Doch damit nicht genug, sobald das Startsignal ertönt läuft nicht nur Dion los, auch sein kleiner tierischer Gefährte weicht nicht von seiner Seite. Überraschend behände flitzt der kleine Mischling durch die Landschaften und kommt am Ende des Tages gemeinsam mit Dion am ersten Etappenziel an. 

Gemeinsam mit seiner kleinen Hündin, die er nach dem Fundort Gobi benennt, meistert Dion alle Hürden dieses Laufs – obwohl er mehr als einmal daran denkt, dass er scheitern könnte: Gobi richtet ihn immer wieder auf. Und so merkt auch Dion, dass es bei einem Marathon nicht nur aufs Laufen oder den Wettbewerb ankommt, sondern auch um das Gemeinschaftsgefühl, das ihn ebenfalls dazu bringt, einem Mitläufer zu helfen und das Leben zu retten. 

Mich hat die Geschichte von Dion und Gobi sehr berührt und mir war, als wäre ich mit den beiden quer durch die Wüste gelaufen, hätte Wind und Wetter und auch den heißen Temperaturen getrotzt und eine für mich fabelhafte Strecke zurückgelegt. Nicht nur Dion, auch mir wird während dem Lesen klar, dass sich hier zwei Gefährten gesucht und gefunden haben, die nichts mehr so schnell auseinander bringen wird – mit Ausnahme der chinesischen Behörden oder aber die Einfuhrbestimmungen nach Großbritannien, denn für Dion ist klar: Gobi soll mit ihm nach Hause kommen!

Den ganzen Medienrummel, der im Buch beschrieben wird, habe ich tatsächlich gar nicht mitbekommen oder aber nicht wahrgenommen, doch hat es Dion tatsächlich geschafft mit Hilfe von vielen Menschen und einer großen Crowdfunding-Campagne das Geld zu beschaffen, um Gobi aus China nach Großbritannien zu holen. Dass die Beiden aber nicht nur auf Probleme bei den Behörden gestoßen sind, sondern auch noch in China selbst ein großes Abenteuer erlebt haben, hat mich gar nicht mehr mit dem Lesen aufhören lassen! 

Gebannt habe ich die Geschichte von Dion und der kleinen Gobi verfolgt, habe mit beiden gelitten und gehofft und kann euch eins sagen: die Geschichte ist es definitiv Wert gelesen und verbreitet zu werden!

Oder, wie sagt Dion so schön: 

„Eins weiß ich allerdings: Gobi zu suchen war mit das Härteste, was ich je in meinem Leben getan habe. Aber … von Gobi gefunden zu werden gehört zu den besten Dingen.“

Treffender könnte ich es nicht beschreiben! Sie haben sich gesucht und Gott sei Dank gefunden!

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten 

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