Autorentag mit Brigitte Teufl-Heimhilcher

Guten Morgen ihr Lieben!

Ein neuer Tag und ein neuer Autor – oder wie in meinem Fall: eine neue Autorin! 

Heute möchte ich euch die Autorin Brigitte Teufl-Heimhilcher und auch zwei ihrer Bücher etwas genauer vorstellen. 

Fangen wir doch einfach mal mit der Autorin an … 

Interview mit Brigitte Teufl-Heimhilcher

Brigitte_Teufl-Heimhilcher

blog-a-holic: Hallo liebe Brigitte! Erst einmal vielen lieben Dank an dich, dass ich dich interviewen darf und dir einige Fragen stellen darf. Zunächst einmal: ist es okay, wenn ich "Du" sage?

Brigitte Teufl-Heimhilcher: Selbstverständlich

blog-a-holic: Liebe Brigitte, bitte stelle dich deinen Lesern (in Form eines Kurz-Steckbriefes) vor: 

  • Name: Brigitte Teufl-Heimhilcher
  • Geburtstag: 1955
  • Sternzeichen:  Zwilling
  • Heimatort:  Wien
  • Hobbys: Kochen, Essen, Kommunizieren, Lesen
  • Wenn ich 3 Wünsche frei hätte:  Klugheit für alle (damit wäre weltweit schon einmal viel erreicht), dazu Gesundheit bis zum Ende und ein gemäßigtes Klima (heute gerade aktuell) für den Rest kann man dann gut selbst sorgen
  • Das mag ich:  Mit Freunden bei einem guten Essen zusammensitzen, ein Glas Wein und ein gutes Gespräch
  • Das mag ich nicht:  Dummheit

blog-a-holic:Ich kenne dich und deinen Schreibstil bereits von deinem Roman "Tante Fritzi Forever Clever". Bereits damals hat er mir sehr gut gefallen. Doch ist das Autorendasein ja eigentlich nicht deine Hauptberufung, denn du arbeitest in der Immobilienbranche. Wie kam es zu diesem kreativen Hobby?

Brigitte Teufl-Heimhilcher:  Ich habe immer davon geträumt, einmal ein Buch zu schreiben, aber lange keine Zeit dafür gefunden. Doch auch im Büroalltag fiel das Verfassen von Briefen, Protokollen und Schriftsätzen unter jene Arbeiten, die ich am liebsten gemacht habe.

blog-a-holic: Also hat dich schon deine Arbeit dazu inspiriert? Das finde ich super!
War das Schreiben vielleicht auch schon immer ein großer Wunsch von dir?

Brigitte Teufl-Heimhilcher: Siehe oben. Deutschschularbeiten empfand ich immer wie eine Freistunde 😉

blog-a-holic: Das Gefühl kenne ich nur zu gut ;) 
Deine Romane spielen sich in den Genres "Gesellschaftsroman" und "heitere Romane / Unterhaltung" ab. Was fasziniert dich am meisten an diesen Genres?

Brigitte Teufl-Heimhilcher: Ich schreibe über nichts anderes als das ‚normale Leben‘, – in den verschiedensten Facetten und aus verschiedenen Blickwinkeln. Da ich das Leben und die Menschen mag, schreibe ich eben auch gerne darüber.

blog-a-holic: Das stimmt, man kann sich mit all deinen Protagonisten immer sehr gut identifizieren! Sie könnten tatsächlich meine Nachbarn sein!
Könntest du dir vielleicht auch vorstellen, mal in einem anderen Genre zu schreiben? Oder hast du es vielleicht schon einmal versucht?

Brigitte Teufl-Heimhilcher: Ich habe bisher auch zwei Kochbücher und ein Sachbuch verfasst – alle zum Thema Allergien und Unverträglichkeiten, weil ich davon auch betroffen war – und ein wenig immer noch bin.

Aus dem Bereich der Belletristik würden mich am ehesten noch Krimis oder Politthriller reizen. Einzelne  Elemente finden sich auch in meinen bisherigen Büchern. Sowohl in „Liebe, Macht und rote Rosen“, als auch in „Der liebe Gott und sein teuflisches Bodenpersonal“ habe ich eine Krimikomponente, und ein wenig Politik lasse ich auch gerne einfließen (Beispielsweise in der zuletzt veröffentlichen, 2-teiligen Familiengeschichte „Millionärin wider Willen“).

blog-a-holic:Leider muss ich dir jetzt eine Frage stellen, die Autoren zu oft hören und bei einigen auch verpönt ist: Woher nimmst du deine Inspiration zum Schreiben? Hast du eine persönliche Muse?

Brigitte Teufl-Heimhilcher: Meine Muse ist der Alltag

blog-a-holic: Das hast du schön gesagt!
Ein Tag wie jeder andere – wie sieht er in deinem Leben aus?

Brigitte Teufl-Heimhilcher: Frühstück mit meinem Mann, danach begebe ich mich in mein Büro in den ersten Stock und erledige alles, was auch zum Schreiben gehört (Marketing, Buchhaltung, Social Media), der Nachmittag gehört dann dem Schreiben, bis ich mich gegen 18 Uhr geht’s wieder ins Erdgeschoss – in meine heißgeliebte Küche – verfüge, um uns flugs ein Abendessen zu zaubern.

blog-a-holic:Wie lautet dein Lieblingszitat?

Brigitte Teufl-Heimhilcher: Jeder Mensch kann glücklich sein – wenn er nur will

blog-a-holic:Wie wahr!
Welche Person hat dich geprägt oder aber dich inspiriert?

Brigitte Teufl-Heimhilcher: Literarisch am ehesten Utta Danella – ihre Bücher habe ich verschlungen.

blog-a-holic: Welches ist dein Lieblingsbuch?

Brigitte Teufl-Heimhilcher: Die Frage kann ich nicht beantworten. Da gehe ich lieber gleich weiter.

blog-a-holic:Hast du auch einen Lieblingsautor / eine Lieblingsautorin?

Brigitte Teufl-Heimhilcher: Viele!

  • Als Kind: Erich Kästner
  • Später: Utta Danella, Georgette Heyer
  • Noch später: Ken Follett, Gabrielle Engelmann

Heute sind eine Menge Selfpublisher dazugekommen, wie Eva-Maria Farohi, Mira Morton, Ulrike Busch, Hanni Münzer und viele andere.

Liebe Brigitte, vielen lieben Dank, dass du für das Interview zur Verfügung gestanden hast und uns allen einen Einblick in dein Leben gegeben hast! 

Wenn ihr noch mehr über Brigitte Teufl-Heimhilcher erfahren wollt, dann schaut doch mal auf ihrer Homepage oder auch auf ihrer Facebookseite vorbei!

Viele liebe Grüße,
eure Nina ♥

Autorentag mit Marco Martinez – Die Wohnung

Guten Morgen ihr Lieben!

Und herzlich Willkommen zum Autorentag mit Marco Martinez und seinem Debütroman "Die Wohnung"!

Im Laufe des Tages werdet ihr viele verschiedene Posts von mir hier und auch auf meiner Facebookseite finden, die euch den Autor und sein Erstlingswerk besser vorstellen. 

Zunächst aber mal zum Autor selbst … 

Wer steckt hinter dem Werk?

Marco Martinez

blog-a-holic: Hallo Marco, zunächst einmal möchte ich mich dafür bedanken, dass ich eine der Leserinnen sein durfte, die deinen Debütroman "Die Wohnung" lesen und auch rezensieren durfte! Ich freue mich schon sehr auf den Autorentag und hoffe auch, dass ich viele neugierige Leser anlocken kann 😉 Doch hier beginnt auch schon die erste Frage für mich: Thriller oder Horror – wie kommt es, dass du zum Horror-Genre abgebogen bist?

Marco Martinez:Na ja. Dazu musste ich mir erst die Frage stellen, wo hört Thriller auf und wo fängt Horror an. Allerdings war von vorne weg für mich klar, in Richtung Horror Genre zu schreiben, einfach weil sich hier für mich mehr Möglichkeiten bieten, mich, bzw. meine Protagonisten einer Entwicklungsphase zu unterziehen. Soll aber nicht heißen, dass ich mich auf nur ein Genre festlege. Dann würde ich mir ja Grenzen setzen.

blog-a-holic: Was fasziniert dich an dem Genre "Horror"?

Marco Martinez:Vor allem, das Düstere. Mir ging es nie darum, blutrünstige Szenen im Detail zu beschreiben um zu schockieren, sondern eher Menschen zu zeigen, dass die unterschiedlichsten Charaktere in Ausnahmesituationen wachsen, oder zerbrechen.

blog-a-holic: Na das hast du auf jeden Fall geschafft! Du hast einen einzigartigen Schreibstil, er ist leicht und flüssig, trotz dem grausigem Genre, das du gewählt hast. Wie konntest du dir während dem Schreiben diese Leichtigkeit bewahren?

Marco Martinez:Die "Leichtigkeit" im Schreibstil ist nur Tarnung. In Wirklichkeit vertusche ich auf diese Weise meine Unerfahrenheit als Autor. Dennoch war es schon bewusst gewählt. Dafür gibt's eine simple Erklärung. Ich wollte nicht jeden Umstand, jede Situation… was auch immer, in wundersame Umschreibungen verpacken. Ehrlich gesagt gelingt mir das auch nicht immer, selbst wenn ich es wollte. Aber kurz um, ein Ziel war, Dinge direkt beim Namen zu nennen. Die andere Seite der Medaille ist, dass besonders in den ersten Kapiteln, "DIE WOHNUNG" wie ein Aufsatz wirkt. Das weiß ich.

blog-a-holic: Das habe ich mir auch gedacht – insbesondere, als die Wohnung selbst auch so detailliert beschrieben wurde. Ab und an kam ich mir vor, als würde ich ein Maklerportfolio in der Hand halten 😉
Was mich als Leser an deinem Schreibstil fasziniert hat, ist die Tatsache, dass auch grausige und blutige Szenen von dir mit einer Nüchternheit vorgetragen wurden, die mich erschauerten und mir einen eiskalten Schauer über den Rücken laufen ließen. Wie hast du es geschafft, dieses Element mit in deine Geschichte / deinen Schreibstil einzuflechten?

Marco Martinez:Nun, das ist nicht so leicht zu erklären. Gleichzeitig brauch ich ja eine rege Fantasie, wie den nötigen Abstand. Es ist ein zweischneidiges Schwert. Sich in die Tiefen der menschlichen Abgründe zu wagen, erfordert eine bestimmte Nüchternheit meiner Meinung nach. Diese Nüchternheit findet sich deshalb wiederum in meinem, wie soll ich sagen, abgeklärten, bodenständigen, aber auch naiven Schreibstil, wie ich ihn nenne.

blog-a-holic: Bodenständig trifft es genau. Du selbst sagst: "Für mich als Horror und Thriller Liebhaber mache ich es mir zur Aufgabe, die Signifikanz des psychologischen Faktors, bzw. den seelischen Zustand der Protagonisten herauszuarbeiten." Wie gelingt dir das und kannst du dich, nachdem du dich so intensiv mit deinen Protagonisten und der Geschichte beschäftigt hast, wieder davon lösen? Hast du hierfür vielleicht einen Trick?

Marco Martinez: Es gibt keinen Trick. Teilweise handelt es sich bei den Protagonisten um mich Selbst. Bestimmte Charakterzüge. Meine Grundidee im Hinterkopf war ja immer, wie würde Ich mich, bzw. meine Protagonisten, die sich im Laufe der Geschichte weiter entwickelten, in dieser sehr speziellen Situation verhalten? Außerdem würde ich mich gar nicht von der Geschichte oder den Protagonisten lösen wollen. Es ist jetzt ein Bestandteil von mir. war es schon bevor ich mit dem Schreiben begonnen hab.

blog-a-holic: Dann hoffe ich, dass du keine Albträume davon trägst.
Wenn ich bei deinen Lieblings-Genre Horror und Thriller bleibe: was benötigst du zum Schreiben? Suchst du dir einen Ort mit einer passenden Atmosphäre aus? (also gerne auch nachts?)

Marco Martinez: Nein. Eigentlich nicht. Ich denke so wie sich die Geschichte im Großen und Ganzen selbst entwickelt hat, galt das auch für die Atmosphäre. Aber viel war von meiner Tagesverfassung abhängig. Ob Tag oder Nacht, spielte da keine Rolle.

blog-a-holic: Wie sah die Recherche zu deinem Buch aus? Hast du selbst zu oder vielleicht sogar weiteren Autoren aus dem Genre Kontakt aufgenommen oder gab es den ein oder anderen Film als Vorreiter bzw. Inspiration?

Marco Martinez: Recherche war nie nötig. Andere Autoren hab ich bewusst nie nach Rat gefragt. Geschweige denn, dass ich es ebenso bewusst vermieden habe, andere Romane aus dem Genre zu lesen. Ich lese überhaupt sehr wenig bis gar nicht wenn ich ehrlich bin. Auch das hat einen Grund. Ich möchte nicht und wollte nie von anderen Autoren beeinflusst werden. Speziell was den Schreibstil betrifft. Ich möchte nicht unbewusst von anderen abkupfern, oder einen Stil übernehmen. Und am aller wenigsten "klauen". Es ist ungeheuer wichtig, das ich einen eigenen Schreibstil entwickle, ihn verbessere und verfeinere um Gefühle noch intensiver umschreiben zu können.

blog-a-holic: Das ist interessant – ein Autor, der selbst fast gar nicht liest 🙂
Und nun natürlich die alles entscheidende Frage: woher nimmst du deine Ideen? Oder aber wieso reizt es dich, über diese Themen zu schreiben?

Marco Martinez: Im Grunde überleg ich mir zuerst die Quintessenz. Welche Aussage soll es im Wesentlichen haben? Welche Botschaft möchte ich eigentlich vermitteln? Für mich ist der Zeitpunkt am Wichtigsten. Da ich kein Vollzeit Autor bin, muss ich versuchen dann zu schreiben, wenn ich kann und wenn es nur auf ein Stück Papier ist, um eine Idee festzuhalten.

blog-a-holic: Einen Roman zu verfassen braucht bekanntlich seine Zeit, zumindest gehe ich nicht davon aus, dass du dein Debüt innerhalb weniger Wochen "runter schreiben" konntest. Gab es auch für dich Phasen, in denen du gesagt hast "Nein, ich kann jetzt nicht mehr" und einfach Abstand brauchtest? Insbesondere von dem Thema?

Marco Martinez: Oje. Wenn ich daran denke wie lange ich an der Geschichte saß… Ich würde heute noch daran rumwerkeln, wenn ich nicht mal entschieden hätte,… So, jetzt ist Schluss. Wie gesagt, ich bin kein Vollzeit Autor und gehe ganz gewöhnlich einem, ich sage mal, anderem regulärem Beruf nach. Allzu oft war es zwangsläufig der Fall, das ich Abstand nehmen musste, aber nicht weil ich es wollte. Abends, wenn ich nach Hause kam, fehlte mir meistens die Energie, stundenlang vor dem PC zu sitzen und zu schreiben. Meistens auch wenn es klappte, kam dann nichts Gescheites bei raus. Vom Thema selbst brauchte ich nie Abstand. Wie soll man auch sonst mit einer Geschichte Eins werden?

blog-a-holic: Wie gehst du selbst mit den Themen in deinen Büchern um? Blickst du eher aus einer objektiven Sicht darauf und bist ein nüchterner Erzähler oder fühlst du mit deinen Charakteren mit und bist emotional involviert?

Marco Martinez:Emotional involviert? Aber sowas von! Es fiel mir nie schwer, mich in andere Personen hinein zu versetzen. Ich denke, ich bin bestimmt ein Stück weit emphatisch veranlagt. Ironischer Weise, aber auch das fiel mir nicht unbedingt schwer, musste ich mich genauso in meine Protagonisten hinein versetzen, wobei es sich eigentlich um niemand anderen als mich selbst handelt. Jedenfalls bei den meisten Charakterzügen.

blog-a-holic: Da könnte ich jetzt Angst bekommen, wenn ich an einige für mich sehr verstörende Szenen zurück denke …
Hast du vielleicht für dich selbst eine Art "Mauer" entwickelt, die dich während der Recherche- und Schreibzeit vor diesen Emotionen schützt?

Marco Martinez: Nein. Keine Mauern.  Ich denke, jeder der in der Lage ist, sich in seine Protagonisten, sich in seine Geschichte so tief hinein zu versetzen, wie auch ich es tat, weiß natürlich auch, dass es einerseits unumgänglich ist voll und ganz einzutauchen, um einen gewissen Tiefgang zu erreichen. Mauern sind da nur im Weg. Aber, ja… es kann natürlich auch passieren, dass man nicht wieder so schnell zurück in die Realität findet. Dazu gehört aber nicht mehr als Willensstärke, um Fantasie und Wirklichkeit voneinander zu trennen. Doch ich gestehe, am Anfang war "DIE WOHNUNG" eine Art Bewältigungstherapie. Irgendwann wurde es mehr und mehr und zum Schluss hatte ich einen Roman in den Händen. Ich wusste nicht was ich damit anfangen sollte. Dann wurde ich auf die Self Publishing Verlage aufmerksam und dachte, wenn ich schon einen Roman geschrieben habe, dann sollte man ihn auch lesen können. Ich glaube, erst dann hab ich angefangen eine Schutzmauer aufzubauen, weil ich nur mit Kritik umgehen kann, sofern sie konstruktiv ist. Vielen Dank für die tollen Interview Fragen.

Lieber Marco, vielen Dank für deine tollen Antworten und dass ich dich etwas löchern durfte ;) 

Liebe Grüße,
eure Nina ♥

Interview mit ~ Jessica Stephens ~

Hallo ihr Lieben!

Ich möchte euch jetzt nicht länger auf die Folter spannen 🙂 Nachdem ich Band 1 der Wächter-Saga gelesen habe, durfte ich auch der Autorin Jessica Stephens einige neugierige Fragen stellen. Die Antworten möchte ich euch nicht vorenthalten: 

Interview mit Jessica Stephens

Jessica Stephens

Blog-a-holic: Hallo liebe Jessica! Zunächst einmal vielen lieben Dank an dich, dass ich dich interviewen darf und dir einige Fragen stellen darf. Ich hoffe es ist okay, wenn ich „Du“ sage?

Jessica Stephens: Aber natürlich! Bisher hatte ich das Glück, dass alle mit dem „Du“ einverstanden waren, denn ich finde diesen lockeren Ton viel angenehmer.

Blog-a-holic: Liebe Jessica, bitte stelle dich deinen Lesern (in Form eines Kurz-Steckbriefes) vor

  • Name:  Jessica
  • Augenfarbe: Grün
  • Haarfarbe: Blond
  • Geburtstag: 27.04.1990
  • Sternzeichen:  Stier
  • Heimatort:  Osthessen
  • Hobbys: Lesen, Schreiben, Kino
  • Wenn ich 3 Wünsche frei hätte: Eine eigene Bibliothek, einen unendlichen Kleiderschrank mit 1000 Kleidern (ja ich liebe Kleider 😉 ) und ein eigenes Kino.
  • Das mag ich:  Serien schauen, Verreisen, meine Familie.
  • Das mag ich nicht:  Stress bzw. Zeitdruck.

Blog-a-holic: Na jetzt wissen wir doch schon einiges mehr über dich! 😉 Aber längst noch nicht alles !
Mit der Wächter-Saga hast du dein Debüt veröffentlicht. Den Anfang macht Band 1 „Wahre Liebe ohne Chance“. Und Band 2 „Triff deine Wahl“ ist auch schon erhältlich. Band 3 ist – wie man deiner Homepage entnehmen kann – aktuell in der Rohfassung 😉 War das Schreiben denn schon immer dein größter Wunsch?

Jessica Stephens: Ja und nein, mein Wunsch war es schon immer etwas kreatives zu machen, sei es zu Malen sprich Kunst, Musik (ich kann aber leider nicht singen) oder halt das Schreiben. Das Zeichnen bzw. malen macht mir auch heute noch großen Spaß, aber im Schreiben habe ich den idealen Weg gefunden, meine Kreativität zu entfalten. Mir fallen ständig neue Geschichten ein und manchmal würde ich mir wünschen, ich hätte mehr Zeit, um diese alle direkt aufschreiben zu können.

Blog-a-holic: Du malst auch gerne? Das ist super! Würdest du uns vielleicht mal das ein oder andere Bild von dir zeigen?
Leider muss ich dir jetzt eine Frage stellen, die Autoren zu oft hören und bei einigen auch verpönt ist: Woher nimmst du deine Inspiration zum Schreiben? Hast du eine persönliche Muse?

Jessica Stephens: Nein, eine Muse habe ich nicht. Das wäre aber sicher auch nicht schlecht. 😉 Inspiration erhalte ich durch viele Dinge, sei es Bücher, Filme oder TV-Serien, aber auch Nachrichten, aktuelle Berichte oder auch Erzählungen, oder auch eigene Erfahrungen im Freundeskreis oder von mir selbst. Die Geschichte entsteht aus einer Grundidee, aber diese entwickelt sich mit vielen neuen Infos weiter. Habe ich ein Thema gefunden, über welches ich schreiben möchte, dann recherchiere ich und finde darin, dann auch wieder Inspiration. Ich denke, man braucht nur einen gehörigen Schuss Kreativität und schon finden sich Ideen und daraus werden Geschichten. =)

Blog-a-holic: Das klingt wirklich toll! So brauchst du wirklich keine Muse, sondern einfach nur jeden Tag neue Eindrücke und Einblicke!
Ein Tag wie jeder andere – wie sieht er in deinem Leben aus?

Jessica Stephens: Um 6 Uhr aufstehen, frühstücken, fertig machen und dann geht’s erstmal zur Arbeit. In meinem Brotjob arbeite ich als Assistentin und das kann manchmal sehr stressig sein, dementsprechend finde ich es auch schön, etwas Ruhe im Schreiben zu finden. Ich arbeite meistens bis ca. 16:30 Uhr und mache mich dann auf den Heimweg. Wenn Einkäufe, Termine, oder was sonst noch ansteht, erledigt sind, dann geht es nach Hause. Dort esse ich noch eine Kleinigkeit und dann geht es vor den PC. Allerdings prüfe ich abends dann nur die Social Media Kanäle und meine Mails. Zum Schreiben finde ich meistens nur am Wochenende Zeit, aber dann nutze ich jede freie Minute um an meinen Geschichten weiter zu arbeiten.

Blog-a-holic: Das klingt aber nach einem langen und auch harten Arbeitstag! Hut ab, dass du danach noch die Zeit (und auch Motivation!) findest, an den PC zu gehen 🙂
Wie lautet dein Lieblingszitat?

Jessica Stephens: Sometimes you win, sometimes you learn.  – von John Maxwell

Blog-a-holic: Ein wunderschönes Zitat!
Welche Person hat dich geprägt oder aber dich inspiriert?

Jessica Stephens: Ich würde nicht sagen, dass eine Person mich geprägt oder inspiriert hat, sondern das dass gesamte Leben inspirierend ist. Ich habe ein paar Jahre außerhalb meiner Heimatstadt gelebt und habe dort wunderbare Leute kennen lernen dürfen. Die Erfahrungen, welche ich dort gemacht habe, waren prägend und die Leute, die ich getroffen habe, waren inspirierend. Und auch jetzt begegne ich immer wieder neuen Leuten und ihren Geschichten, welche interessant und inspirierend sind.

Blog-a-holic: Ein wunderschöner Gedanke 🙂 Und die Geschichten der anderen Leute sind wirklich interessant und können auch durchaus die ein oder andere Inspiration liefern.
Und nun darfst auch du „einfach nur Leserin“ sein: Welches ist dein Lieblingsbuch? Bzw. deine Lieblingsbücher? Gibt es da vielleicht auch eine Reihe, die dich schon immer begleitet hat?

Jessica Stephens: Meine Lieblingsbücher sind tatsächlich eine Reihe, nämlich alle 5 Bände der Selection-Reihe von Kiera Cass. Diese Bücher haben einen ganz besonderen Platz in meinem Bücherregal und ich glaub, das sind auch die einzigen Bücher, welche ich wirklich nochmal lesen würde, weil sie mir so gut gefallen haben.

Blog-a-holic: Ich kenne auch zwei Bücher dieser Reihe und kann verstehen, dass sie dir gefallen 🙂
Hast du auch einen Lieblingsautor / eine Lieblingsautorin?

Jessica Stephens: Wenn ich danach gehe, von welcher Autorin ich die meisten Bücher besitze, dann ist es wohl Jennifer L. Armentrout. Aber emotional gesehen, sind für mich einfach die Bücher von Colleen Hoover unschlagbar. Mein Vorbild ist aber die Autorin Kerstin Gier, sie lebt ihren Traum von der Schriftstellerei und das möchte ich auch erreichen.

Blog-a-holic: L. Armentrout sagt mir bislang noch nichts – ich werde mich mal auf die Suche begeben. Danke für den Tipp!
Bevor du zum Schreiben gekommen bist, hast du Standard und Latein getanzt. Da stelle ich mir doch die Frage: gab es damals eine Entscheidung zwischen Tanzen und Schreiben?

Jessica Stephens: Nein, diese Entscheidung wurde mir abgenommen. Standard und Latein gehört zum Paartanz und da mein Tanzpartner ausstieg, war für mich dieser Sport auch vorbei. Sicherlich hätte ich mir auch einen neuen Tanzpartner suchen können, aber erstens ist es sehr schwierig jemand passenden zu finden und zweitens, muss man in der Regel dann nochmal von vorne beginnen und sich aufeinander einspielen. Ich entschied mich dagegen und hatte dadurch wesentlich mehr Freizeit, welche genutzt werden wollte und so kam ich kurzgefasst zum Schreiben.

Blog-a-holic: Das ist natürlich sehr Schade… aber wiederum gut für deine Leser 😉
Hast du vielleicht noch mehr kreative Hobbies?

Jessica Stephens: Nein, dass Schreiben frisst einen Großteil meiner Freizeit, was aber nicht negativ gemeint ist. Was ich aber gerne in Zukunft noch lernen möchte, ist Gitarre spielen.

Nun aber zu deinem Buch „Wächter – Wahre Liebe ohne Chance?“:

Blog-a-holic: “ Wächter – Wahre Liebe ohne Chance?“ ist dein erster Roman und dieser mündet direkt in eine Saga. Band 2 ist bereits erhältlich und an Band 3 arbeitest du noch aktuell. Wie genau bist du auf diese Geschichte gekommen?

Jessica Stephens: Puhh, das kann ich nicht so genau sagen. So blöd das auch manchmal klingen mag, aber die Geschichte ist eher zu mir gekommen, als ich zu ihr. Irgendwann sind mir einfach die Ideen dazu im Kopf herum geschwirrt und ich schrieb kleine Notizen auf, welche immer mehr wurden und daraus entwickelte sich irgendwann dann mein Debüt Roman.

Blog-a-holic: Das waren sicherlich einige Notizen, wenn man bedenkt, dass es eine Reihe geworden ist!
Deine Wächter-Saga siedelt sich im Bereich Fantasy / Romantasy an. Was fasziniert dich an dem Genre Fantasy? Und war es für dich schon immer klar, dass – wenn du schreiben würdest – es nur in diesem Bereich sein kann?

Jessica Stephens: Das Interessante daran sagt das Wort selbst schon aus, denn Fantasie ist, wie ich finde, etwas wunderbares. Diese ermöglicht es uns in eine andere Welt abzutauchen und uns die tollsten Geschichten und Zauberkräfte auszumalen. Viel Fantasie hatte ich schon immer, jedenfalls sagen das meine Eltern ;-). Aber das ich irgendwann mal ein Buch, oder sogar eine ganze Saga schreiben würde, hätte ich früher nicht gedacht. Für mich ist das Genre Fantasy allerdings der Bereich, in dem ich mich als Schriftstellerin, am wohlsten fühle, man hat so viele Freiräume und kann die verrücktesten Dinge einbauen, das ist wundervoll.

Blog-a-holic: Deiner Beschreibung nach passt das Genre wirklich sehr gut zu dir 🙂
Aber könntest du dir auch vorstellen, in einem anderen Genre zu schreiben?

Jessica Stephens: Ja definitiv, besonders die Genre Dystopie und New Adult reizen mich und ich habe auch schon Ideenentwürfe zu diesen beiden Themen in der Schublade liegen. Aber ob ich dass dann wirklich überzeugend umsetzen kann, steht wohl in den Sternen. 🙂

Blog-a-holic: Na dann bin ich mal gespannt, wann dieser Schritt von dir folgt!
Wann wurde dir bewusst, dass sich deine Geschichte immer weiter entwickelt und daraus nicht nur ein Buch wird, sondern eine ganze Reihe? War das von Anfang an geplant oder gab es hier eine spontane Entwicklung?

Jessica Stephens: Ganz zu Anfang war noch keine Reihe geplant, aber während dem Schreiben merkte ich einfach, dass ein Buch nicht ausreicht, um die ganze Geschichte zu erzählen. Daher machte ich mir einen groben Plan und kam bei der Aufteilung dann letztendlich zu insgesamt 3 Bänden.

Blog-a-holic: Vom Manuskript zum fertigen Buch: Wie sieht bei dir der Schaffensprozess eines Buches aus bzw. wie bist du deine bisherigen Projekte angegangen? Gibt es vielleicht etwas, das du jetzt nicht mehr tun würdest oder würdest du alles genauso machen?

Jessica Stephens: Mittlerweile habe ich für mich selbst ein Konzept entwickelt um zumindest grobe Strukturen beim Schreiben zu haben. Bei meinem Debüt habe ich einfach drauf los geschrieben und hatte dadurch am Ende stundenlange Korrekturen vor mir. Das wollte ich nie wieder erleben und daher schreibe ich immer erst den Plot, bevor ich mit dem eigentlichen Schreiben beginne. Bei Teil 3 meiner Wächter-Saga ist dieser sehr detailliert und umfasst 6 Seiten, das liegt aber im wesentlichen auch daran, dass es der letzte Band ist und ich dort alles aufklären und zu ende erzählen möchte. Wenn ich allerdings mit einem ganz neuen Schreibprojekt starte, umfasst der Plot in der Regel nur eine Seite und ist dabei recht grob gehalten. Das liegt daran, dass ich mich bei einem neuen Projekt nicht direkt festlegen möchte, da mich das zu sehr einengt und es passieren kann, dass ich mich in eine Sackgasse schreibe. Daher fange ich locker an und werde mit der Zeit immer detaillierter.

Blog-a-holic: Der Plot ist wirklich eine große Hilfe – das habe ich schon von vielen Autoren gehört!
In deiner Geschichte kommen bereits viele Charaktere vor. Wie kannst du sie auseinander halten? Und hat dich ein Charakter im Laufe der Geschichte selbst überrascht oder stand von Beginn an der Weg von jedem Einzelnen fest?

Jessica Stephens: Meine Charaktere sind für mich alles eigene Personen. Ich weiß genau wie sie aussehen, wie sie sprechen und was sie fühlen. Ich kenne sie genauestens und kann sie dadurch auch sehr einfach auseinander halten. Die Wege, welche sie gehen würden, standen nicht von Beginn an fest und das möchte ich auch nicht, die Entwicklungen sollen offen und lebendig sein und nicht wie vorhergeplant. Zwei Charaktere habe mich auf dem Weg zum Ende sehr überrascht, da ich sie im Plot in eine andere Richtung schicken wollte, aber sie haben ihren eigenen Weg gewählt. Den einen Charakter davon, Marcy, haben die meisten schon kennengelernt. Sie hat sich in Band 2 ganz anders entwickelt, als ich es geplant hatte, aber gerade dass macht den Reiz aus, finde ich. Den anderen Charakter, welcher seinen eigenen Weg wählt, abweichend vom Plot, lernt man erst in Band 3 kennen. Zusammengefasst finde ich es schön, der Geschichte und den Charakteren manchmal auch einfach freien Lauf zu lassen und zu schauen, was sich daraus entwickelt.

Blog-a-holic: Jetzt machst du mich aber wirklich neugierig auf Band 2, denn Marcy kam mir als ein ausgeglichener Charakter vor, der anscheinend aber für Überraschungen gut ist!
Man sagt, ein Autor steckt nicht nur Herzblut in seine Geschichte, sondern auch, dass in jedem seiner Charaktere auch etwas von sich selbst steckt. Trifft das auch auf dich zu? Wie viel Jessica finden wir in Melody?

Jessica Stephens: In Melody selbst, wahrscheinlich sehr wenig. Ihre anfängliche Schüchternheit und die innerlichen Flüche, sind Eigenschaften, welche ich mit meiner Jugend verbinde. Das ist aber auch schon die einzige Gemeinsamkeit.

Blog-a-holic: Und nun zu den weiteren Charakteren. Gibt es vielleicht Menschen in deinem näheren Umfeld, die dich inspiriert haben?

Jessica Stephens: Auch wenn ich die Fragen irgendwie oft verneine, muss ich auch hier wieder mit Nein antworten. Dafür hat aber jeder meiner Nebencharaktere ein Teil von mir bzw. bedeutet mir etwas. Megan hat die Bücherliebe von mir. Logan und seine Sprüche passen zu mir und bei Shanon sind es die roten Haare, welche ich auch so gerne hätte.

Blog-a-holic: Das Verneinen ist gar kein Problem! Du hast ein klares Ziel und auch deine Charaktere verfolgen einem bestimmten Muster. Das zeigt mir – und wohl auch deinen anderen Lesern – dass du gut strukturiert an die Sache herangehst und dich im Genre Fantasy wirklich wie Zuhause fühlst!
Welches Gefühl hattest du, als dein Buch verlegt wurde und du es das erste Mal in den Händen halten durftest?

Jessica Stephens: Ich war erleichtert. Das Selbstverlegen ist viel Arbeit und man muss alles alleine organisieren bzw. sich kompetente Unterstützung (Cover / Lektorat) suchen und diese beauftragen.

Daher war ich unglaublich erleichtert, als mein gedrucktes Buch bei mir ankam und das Cover passte, sowie die Druckqualität und der Buchsatz ordentlich aussahen. Erst ein paar Tage später kam dann die Freude darüber und das Verständnis dafür, dass ich gerade ein Buch veröffentlicht habe und mich Autorin nennen darf. Das ist einfach ein großartiges Gefühl!

Blog-a-holic: Das kann ich mir vorstellen! Es muss einfach aufregend sein!
Auf deiner Homepage sieht man, dass du derzeit auch schon an einem weiteren Projekt arbeitest, dieses Mal im Bereich Fantasy-Dystopie. Kannst du uns hierüber auch schon etwas verraten? 😉

Jessica Stephens: Ich würde wirklich gerne etwas erzählen, aber bisher stehen nur die ersten 10.000 Wörter und ich bin mir noch nicht mal sicher, ob ich diese so stehen lasse. Für mich ist der Beginn einer Geschichte immer am schwierigsten. Die ersten 20.000 Wörter sind immer eine Tortur, ich muss ständig motivieren weiter zu schreiben und nicht alles wegen Selbstzweifel wieder zu verwerfen. Sobald diese magische Grenze überschritten ist, läuft es komischerweise immer viel besser und ab da kann ich auch mit Sicherheit sagen, dass ich das Projekt auch zu Ende schreibe.

Blog-a-holic: Na dann warten wir einfach mal gespannt ab 😉 Nun kommen wir aber zum Abschluss: was möchtest du deinen LeserInnen noch mit auf den Weg geben?

Jessica Stephens: Erstmal vielen Dank an alle, die mein Buch gelesen habe und auch bei Band 2 an vorderster Front standen. Ihr seid toll und zeigt mir damit, dass es dort draußen Leser gibt, die wirklich auf das nächste Buch von mir warten! :-* Außerdem möchte ich euch sagen „Traut euch!“. Traut euch, eine Rezi zu schreiben und mir eure Meinung mitzuteilen. Ich weiß das viele Leser davor zurückschrecken ein Buch zu bewerten bzw. ein paar Sätze dazu zu schreiben, mir ging es früher ja nicht anders. Aber ihr glaubt gar nicht, wie sehr es uns Autoren hilft, wenn wir Rezensionen erhalten. Zum einen dienen diese dazu uns immer weiter zu verbessern, aber sie helfen uns auch, andere Leser auf unsere Bücher aufmerksam zu machen.  Dementsprechend würde ich mich freuen, demnächst mal von euch zu lesen. =)

♥ Liebe Jessica: 
Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast und für deine ehrlichen Antworten 🙂 Mir hat es wirklich sehr viel Spaß gemacht und deine Leser werden es sicherlich lieben! ♥

Habt alle noch einen wunderschönen Tag!

Eure Nina ♥

 

Interview mit ~ Laura Wagner ~

Hallo ihr Lieben!

Es ist so ein wunderschöner Tag und trotz dem schönen Wetter kann ich euch einen weiteren Beitrag einfach nicht vorenthalten! 

Vor einiger Zeit durfte ich das Debüt von Laura Wanger lesen. Meine Rezension zu dem Buch „Eine Frau für alle Fälle“ findet ihr hier.  Die Geschichte hat mich einfach gepackt und Sandy hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht! Wirklich ein gelungenes Debüt! Und das habe ich Laura auch direkt schreiben müssen 😉 und natürlich konnte ich es mir auch nicht nehmen, ihr noch ein paar Fragen zu stellen. 

Hier kommt also mein 

Interview mit Laura Wagner

laura wagner

Blog-a-holic: Hallo liebe Laura! Erst einmal vielen lieben Dank an dich, dass ich dich interviewen darf und dir einige Fragen stellen darf. Zunächst einmal: ist es okay, wenn ich „Du“ sage?

Laura Wagner: Aber klar, ich bitte darum! Wenn ich mit „Frau Wagner“ angesprochen werde, brauche ich oft einen Moment um zu kapieren, dass ich gemeint bin

Blog-a-holic: Liebe Laura, bitte stelle dich deinen Lesern (in Form eines Kurz-Steckbriefes) vor

  • Name: Laura Wagner
  • Augenfarbe: braun
  • Haarfarbe: dunkelblond
  • Geburtstag:  August
  • Sternzeichen:  Löwe
  • Heimatort: momentan Berlin, aufgewachsen bin ich in Hattingen-Niederwenigern
  • Hobbys: Taekwondo, lesen, Serien gucken
  • Wenn ich 3 Wünsche frei hätte: Ich würde mir ein Haus am Strand wünschen, die Fähigkeit mich zu beamen und magischerweise alle Sprachen sprechen und verstehen zu können
  • Das mag ich: Büroklammern, frischgepressten Orangensaft und Teekannen
  • Das mag ich nicht: telefonieren, zu spät kommen, eine endlose To-do-Liste

Blog-a-holic: Vielen Dank für diesen ersten Einblick! Mit „Eine Frau für alle Fälle“ hast du deinen Debüt-Roman veröffentlicht. Und wie du mir auch schon verraten hast, ist auch ein Teil 2 in Planung 😉 War das Schreiben schon immer dein größter Wunsch?

Laura Wagner: 🙂 Also, spruchreif ist Teil 2 nicht! Ich hab nur total Lust, mehr über Sandy Kuczinski zu erzählen und arbeite gerade an Ideen. Mal sehen, ob was daraus wird. Was das Schreiben angeht, gehöre ich aber nicht zu den Leuten, die schon in der Grundschule erste Geschichten aufgeschrieben haben. Ich habe mich erst für Theater, Musicals und Schauspielerei interessiert. Was blöd ist, wenn man nicht gern auf der Bühne steht. Deshalb hat sich dann alles irgendwie mehr in Richtung Schreiben entwickelt.

Blog-a-holic: Spruchreif noch nicht, aber das wird noch … 😉 Leider muss ich dir jetzt eine Frage stellen, die Autoren zu oft hören und bei einigen auch verpönt ist: Woher nimmst du deine Inspiration zum Schreiben? Hast du eine persönliche Muse?

Laura Wagner: Ja, mit der Inspiration ist das so eine Sache. Man nimmt sie sich nicht, sie kommt einfach. Beeinflussen kann man das nicht. Ich zumindest nicht. Ich versuche aber, immer für Inspiration offen zu sein. Meistens kommen Ideen dann, während man eigentlich grad was anderes macht. Wenn es aber wirklich ans Schreiben geht, warte ich nicht auf Inspiration. Ich setze mich hin und arbeite. Das ist mein Teil des Jobs, den ich beeinflussen kann. Ich hoffe natürlich, dass die Inspiration mich dann besuchen kommt. Um ein bisschen nachzuhelfen, hab ich einen Kolibri aus Glas an der Decke über meinem Schreibtisch hängen. Meine personifizierte Inspiration.

Blog-a-holic: Also der Kolibri klingt wirklich toll! Der würde mich auch inspirieren 🙂 Ein Tag wie jeder andere – wie sieht er in deinem Leben aus?

Laura Wagner: Wenn ich Glück habe, lässt mein Sohn mich bis 7 Uhr schlafen, bevor er Frühstück haben oder spielen will. Wenn er in der Kita ist, habe ich bis zum frühen Nachmittag Zeit zu schreiben. Die Nachmittage verbringe ich dann für gewöhnlich auf Spielplätzen oder im Park. Abends geht’s dann zum Sport. Oder auf die Couch. Wenn ich nicht noch was arbeiten muss.

Blog-a-holic: Das klingt nach anstrengenden, aber auch sehr schönen Tagen! Und auch ohne Sohn, bin ich froh, wenn mich mein innerer Wecker nicht um 6.00 Uhr morgens weckt *g*
Wie lautet dein Lieblingszitat?

Laura Wagner: „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden dein Schicksal.“
Okay, das ist eigentlich kein Zitat, nur meine eigene Verkürzung eines Spruchs. Die lange Version geht so: Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden deine Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal. Ich glaube, es stammt aus dem Talmud.

Blog-a-holic: Das ist wirklich ein wunderschöner Spruch! Diese Weisheit habe ich auch vor kurzem in einem Buch gelesen und sie hat mir sehr gut gefallen! Welche Person hat dich geprägt oder aber dich inspiriert?

Laura Wagner: Puh, da muss ich nachdenken. Ich habe nicht wirklich meinen persönlichen Superhelden … Am ehesten wird das wohl meine Oma sein, meine Inspiration für Oma Kuczinski. Sie ist quasi mit Pumps auf die Welt gekommen und hat sie getragen, bis sie mit 92 gestorben ist. In vielen sozialen Netzwerken bin ich als „MadameTiptiptip“ unterwegs, weil alle Variationen von Laura Wagner schon vergeben sind. Das kommt von ihr. Ihre Nachbarn haben sie als junge Frau Madame Tiptiptip genannt, weil sie immer das Klappern ihrer Absätze gehört haben, wenn sie spät vom Tanzen heimkam. Was dazu führte, dass sie die Schuhe dann immer schon vorn an der Straße ausgezogen hat. Meine Oma war immer sehr auf Äußerlichkeiten bedacht, was wohl nicht wirklich für sie spricht. Aber sie war eine Marke und wir standen uns sehr nah.

Blog-a-holic: Daher also der Name „Madame Tiptiptip“ 😀 Ich habe mir schon überlegt, woher er kommt und habe mich dir vor einer Schreibmaschine vorgestellt oder vor dem PC mit Fingern, die rasend schnell über die Tastatur fliegen! Welches ist dein Lieblingsbuch?

Laura Wagner: Ich darf nur eins nennen? Es gibt verschiedene Bücher, die mir zu verschiedenen Zeiten wichtig waren. Wenn ich mich entscheiden muss, würde ich sagen: „Das Dschungelbuch“ und „Die mit dem Wind reitet“.

Blog-a-holic: Okay, das nächste Mal frage ich dich nach einer Liste deiner Lieblingsbücher … ich gebe zu, die Frage war gemein *g* Hast du auch einen Lieblingsautor / eine Lieblingsautorin?

Laura Wagner: Lieblingsautor? Hm … Das kann ich so gar nicht sagen. Aber es gibt einige, die ich gerne lese. Neil Gaiman, Douglas Adams, Mark Twain und Roald Dahl sind All-time-favourites. Ich mag auch viele Sachen von Janet Evanovich, Sarah Strohmeyer, Gemma Halliday und Collin Cotterill. Im Moment lese ich außerdem gerne die Tante Poldi-Romane von Mario Giordano.

Blog-a-holic: Oh ja, Tante Poldi fasziniert mich auch! Obwohl ich zugeben muss, dass ich noch keines ihrer Abenteuer gelesen habe! Mario Giordano habe ich auf der Krimi- und Thrillerwoche im letzten Jahr kennen lernen dürfen und Tante Poldi hat mich einfach nur umgehauen. Es nützt nichts … *klick* und schon ist das Buch auf dem Weg zu mir 😉
Wie ich hören konnte, hast du Film, Medien und Theater sowie Drehbuchschreiben studiert und arbeitest seit 2008 beim Fernsehen. Du scheinst also ein sehr kreativer Mensch zu sein und liebst es selbst auch in den Medien zu wirken. Wie kam es dazu?

Laura Wagner: Ich habe vieles ausprobiert, viele Praktika gemacht und erkannt, was ich alles nicht machen will. Irgendwann blieb dann nicht mehr viel übrig ;-). Selbst als ich wusste, dass ich schreiben will, hab ich nicht gleich die Kurve gekriegt. Ich habe es dann mit Journalismus versucht, aber das war nichts für mich. Mein Drehbuch-Studium in Lissabon hat mir dann gezeigt: Film und Fernsehen, das will ich! Nach meinem Abschluss hab ich als Trainee im Story Department von „Marienhof“ Und seither bin ich beim Fernsehen.   

Nun aber zu deinem Buch „Eine Frau für alle Fälle“:

Blog-a-holic: „Eine Frau für alle Fälle“ ist dein erster Roman und ich bin mir sicher, dass noch einige folgen werden – zumindest hoffe ich es! Wie bist du auf diese Geschichte gekommen? Musstest du vielleicht selbst – wie Sandy in deinem Roman – auf die Suche nach einem geliebten Menschen gehen und hast das ein oder andere Abenteuer erlebt?

Laura Wagner: Hihi, nein. Zum Glück nicht. Die Idee kam mir spontan bei einem Urlaub auf Zakynthos. Das ist eine griechische Insel, bekannt für ihre Meeresschildkröten. Ich mag Schildkröten. Und ich hatte schon lange im Sinn, endlich mal einen Roman zu schreiben. Am besten etwas, das meine Mutter auch gerne lesen würde. So kam ich auf Sandy, der in der ersten Idee unverhofft eine Schildkröten-Auffangstation in den Schoss fallen sollte. Nur nicht auf Zakynthos, sondern irgendwo weiter weg.

Blog-a-holic: Die Idee mit der Schildkrötenauffangstation müssen wir mal vertiefen, das klingt nämlich sehr gut! Und wenn ich mir Sandy mit ihren Stöckelschuhen so vorstelle, sind dabei definitiv nicht nur Fettnäpfchen, sondern auch viele lustige Stunden für den Leser vorprogrammiert! 😀 Sandy sucht ihre Oma auf der Insel Dominica und auch du warst schon selbst vor Ort und hast dort für deinen Roman recherchiert. War dir schon dort klar, dass auf dieser Insel einfach ein Roman von dir spielen muss? Hattest du vielleicht sogar einen Reiseführer im Sinn und es dann doch zu einem humorvollen Roman geworden? 🙂

Laura Wagner: Ich habe die Insel am Computer „gecastet“. Google und dem Internet sei Dank. Ich hatte eine grobe Vorstellung von meiner Geschichte und wollte einen Ort haben, der ein bisschen exotisch ist. Er sollte nicht zu bekannt sein, aber viele Möglichkeiten für Geschichten bieten. So bin ich auf Dominica gekommen. Es gibt dort dichte Wälder, Wasserfälle, das einzige Reservat für karibische Ureinwohner in der gesamten Karibik, eine amerikanische Uni, den zweitgrößten kochenden See der Welt und und und. Ich hatte gleich tausend Geschichten im Kopf. Den Großteil habe ich also aus der Ferne recherchiert und dann kam erst der Wunsch, mal selbst hinzufahren. Ich wollte ein richtiges Gefühl für den Ort und die Menschen bekommen.

Emerald Pool

Batibou Beach

kurz vor Chaudierre Pool

Blog-a-holic: Wow! Vielen vielen Dank für diese wunderschönen Fotos! Jetzt möchte ich am liebesten meine nächste Reise buchen!!!
Vom Manuskript zum fertigen Buch: Wie sieht bei dir der Schaffensprozess eines Buches aus bzw. wie bist du dein erstes Projekt angegangen? Gibt es vielleicht etwas, das du jetzt nicht mehr tun würdest oder würdest du alles genauso machen?

Laura Wagner: Ich bin niemand, der gerne einfach so drauflos schreibt. Ich muss schon wissen, wo es hingeht. Deswegen mach ich als erstes immer Mindmaps. Ich liebe Mindmaps. Dann mach ich mir eine detaillierte Szenenliste für das erste Viertel, oder wie weit auch immer mich meine Ideen tragen. Und dann fange ich an zu schreiben. Beim Schreiben werden Szenenliste und Mindmaps dann angepasst und weiter ausgebaut. Denn meistens kann ich noch so gut planen, Dinge entwickeln sich gerne mal in eine andere Richtung. Aber das ist ja auch das Spannende am Schreiben. Bei eine „Frau für alle Fälle“ klebte ich sehr an der ersten Fassung. Ich wollte alles schon perfekt machen. Das hat dazu geführt, dass es oft nicht voranging. Das würde ich nicht mehr machen. Hoffentlich. Denn eigentlich ist die erste Fassung nur ein Entwurf mit dem man dann weiterarbeitet. Zur zweiten Fassung habe ich alles komplett umgeschrieben :-).

Blog-a-holic: Hui! Ein Mind-Maps-Mensch … das habe ich noch nicht ausgprobiert … vielleicht sollte ich es mal, dann wäre einiges leichter bzw. strukturierter *g*
Man sagt, ein Autor steckt nicht nur Herzblut in seine Geschichte, sondern auch, dass in jedem seiner Charaktere auch etwas von sich selbst steckt. Trifft das auch auf dich zu? Wie viel Laura finden wir in der tollpatschigen, aber liebenswerten Sandy?

Laura Wagner: Ich würde gerne sagen: Nichts! Aber ihre Seekrankheit kommt definitiv von mir. Und ich kann auch recht tollpatschig sein.

Blog-a-holic: Gut, je nachdem wie rau die See ist, kann ich da mitfühlen. Oder ist Sandy vielleicht eine Kopie einer lieben Freundin von dir?

Laura Wagner: Eine Kopie nicht, aber ein paar Züge haben sich da schon eingeschlichen :-P.

Blog-a-holic: 😀 Gut zu wissen … dann suche ich mal!
Neben Sandy treffen wir auf weitere liebenswerte, aber auch ein bisschen verrückte Charaktere. Ich finde, jeder einzelne hat einfach in die Geschichte gepasst. Er oder sie waren an Ort und Stelle richtig. Hast du selbst auch solche Kollegen oder aber Freunde um dich, die vielleicht als Vorlage gedient haben? 😉

Laura Wagner: Ich glaube, fast alle Leute, die ich kenne und wirklich mag, sind auf ihre eigene Art und Weise ein bisschen verrückt. Aber Vorlagen waren sie nicht wirklich. Ich habe vielleicht einfach einen Hang zu Verrückten …

Blog-a-holic: Hmm … lass das mal deine Freunde und Familie besser nicht lesen *lol* Aber irgendwie kommt mir das bekannt vor. Vielleicht sollten wir aufeinander treffen.
Und wie kamst du auf die Idee einen drogenabhängigen Riesendackel mit in die Geschichte aufzunehmen? Hattest du vielleicht schon mal eine negative Begegnung mit einem Dackel?

Laura Wagner: Bis vor einigen Jahren hatte ich noch große Angst vor Hunden. Und als Kind ist mir der Dackel der Nachbarn mal ins Gesicht gesprungen. Mittlerweile habe ich Hunde aber sehr lieb gewonnen. Woher die Idee zu Nestor kam, weiß ich gar nicht mehr. Er ist einfach so in der Geschichte aufgetaucht.

Blog-a-holic: Auf jeden Fall hat er die Geschichte noch nachhaltig aufgewirbelt! Und – wo wir gerade bei dem Dackel sind – hast du vielleicht auch Haustiere? Einen Hund vielleicht?

Laura Wagner: Auch wenn ich Hunde sehr mag, ich habe keinen. Ich hatte schon einige andere Haustiere: ein Kaninchen, eine Schildkröte, Wellensittiche. Allesamt waren irgendwie ein bisschen bekloppt. Ich habe also nicht nur eine Vorliebe für verrückte Menschen, sondern auch für verrückte Tiere. Schätze, das erklärt einiges.

Blog-a-holic: Jetzt weiß ich, woher die Idee mit der Schildkrötenauffangstation kommt *versuche das Wort mal nach einem Glas Rotwein mehrmals hintereinander zu sagen!*
Welches Gefühl hattest du, als dein Buch verlegt wurde und du es das erste Mal in den Händen halten durftest?

Laura Wagner: „Geschafft! :-D“

Blog-a-holic: Oh ja, das kann ich nachvollziehen! Mir würde es wohl auch so gehen!
Und nun zu deinem neuen Projekt: ich konnte dir ja schon entlocken, dass ein weiterer Teil um Sandy geplant ist. Worauf dürfen wir uns dieses Mal freuen? Kannst du uns vielleicht schon etwas darüber verraten?

Laura Wagner: Im Moment sammle ich nur Ideen, spruchreif ist wie gesagt noch nichts. Aber wenn es was zu verraten gibt, sag ich Bescheid ;-).

Blog-a-holic: Ideen sammeln klingt schon mal sehr sehr gut! Und ich stehe auf jeden Fall für nächste Projekte bereit. 😉
Was möchtest du deinen LeserInnen noch mit auf den Weg geben?

Laura Wagner: Ich hoffe, dass Ihr euch gut unterhalten fühlt und einige schöne Stunden mit „Eine Frau für alle Fälle“ verbringt. Gerne könnt Ihr mir auf Facebook, Instagram und Twitter folgen – da gibt es zum Beispiel schöne Bilder von Dominica und Neuigkeiten rund um Sandys Abenteuer.

Blog-a-holic: Einige Links habe ich mal eingefügt, nur mit Twitter kann ich leider nicht dienen 😉
Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast 🙂

 

♥ Ich hoffe, dass euch das Interview mit Laura Wagner gefallen hat. Besucht sie doch einfach mal auf ihrer Facebook-Seite und teilt ihr euren Leseeindruck von Sandy und Nestor mit 😉 ♥

Habt alle noch einen wunderschönen Tag!

Viele liebe Grüße,
eure Nina ♥

Romancewoche – Interview mit Christiane Lind

Romancewoche

Hallo ihr Lieben!

Und wieder sehen wir uns während der Romancewoche wieder 🙂 Leider neigt sie sich schon dem Ende zu, aber nichts destotrotz haben wir noch viele tolle Beiträge, Überraschungen und Gewinnspiele für euch! Und ich gehe doch schon stark davon aus, dass sich euer SuB bzw. eure WuLi auch schon etwas vergrößert / verlängert hat? Meine schon … ♥ *g* 

Heute Abend möchte ich euch gemeinsam mit der lieben Manuela von Manu’s Bücherregal und der lieben Isabel von Bücherlilien die Autorin Christiane Lind vorstellen. 

 

INterview mit Christiane Lind

 

Liebe Christiane, bitte stelle dich uns allen doch über den Steckbrief kurz vor.

  • Name:  Christiane Lind
  • Augenfarbe: grün-braun
  • Haarfarbe: wechselnd, aktuell braun mit blonden und roten Strähnen
  • Größe: um die 1,75
  • Geburtstag: Darüber schweige ich seit Jahren
  • Sternzeichen: Schütze, Feuerzeichen – echt doof, kurz vor Weihnachten Geburtstag zu haben
  • Heimatort: Mackendorf – das kennt so gut wie niemand J, ein 360-Einwohner-Dorf zwischen Helmstedt und Wolfsburg
  • Hobbys: lesen, Kater bespielen, Doppelkopf, joggen (gegen die viele Schreibtischarbeit), Balkon bepflanzen
  • Haustiere: 4 Macho-Kater, die erwarten, dass ich ihnen jeden Wunsch von den Augen ablese
  • Wenn ich 3 Wünsche frei hätte: und man kann sich keine Wünsche mehr wünschen 😉
    • Mehr Zeit, viel mehr Zeit …
    • Eine bessere Welt
    • … und den dritten Wunsch hebe ich mir auf für schlechte Zeiten.
  • Das mag ich: Bücher; Menschen, die Bücher mögen; Ausschlafen können; Zeit zum Schreiben zu haben; friedlich schlummernde Musekater; Tage mit lieben Menschen verbringen; überraschend Nachrichten im Internet finden, die mir den Glauben an das Gute in der Welt zurückgeben; eine Idee zu haben, die für einen Roman trägt; wenn historische Ereignisse perfekt zum Plot meiner Geschichte passen; Eis; Fernsehserien; etwas Neues zu entdecken; England; Doppelkopf; bestimmt noch viel mehr, was mir einfallen wird, wenn ich den Fragebogen ausgefüllt und abgeschickt habe …
  • Das mag ich nicht: Herzenskälte, Gemeinheit, Mobbing, Intoleranz, Unhöflichkeit, Unpünktlichkeit, bornierte Menschen, Grausamkeit gegenüber Schwächeren, Gedankenlosigkeit, Arroganz; Umweltverschmutzung, Ungerechtigkeit – jetzt höre ich besser auf, bevor ich schlechte Laune bekomme, ach ja und auf jeden Fall: früh aufstehen müssen
  • Genre Bücher: Frauenromane

 Du hast schon einige Bücher veröffentlicht und kannst dich zu den erfolgreichen Autoren zählen, doch war das kein leichter Werdegang für dich. Auf deiner Homepage schreibst du selbst, dass der Deutsch Leistungskurs dir den Spaß am künftigen Germanistikstudium verdorben hat. Nur aufgegeben hast du nie, stattdessen viele Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen gesammelt. Willst du uns mehr darüber erzählen?

Christiane Lind: Gern. Kurz vor dem Abi war es ein echter Schock, nicht mehr Deutsch studieren zu wollen, da ich mir das eigentlich seit der 1. Klasse gewünscht hat, weil mir Lesen und Schreiben so viel Spaß macht. Aber wenn ich den Traum erfüllt hätte, wer weiß, ob ich dann je zum Schreiben gekommen wäre. Vielleicht würde ich mich nur mit Theorien zum Schreiben beschäftigen – da ist mir mein jetziges Leben doch lieber.

Ich langweile mich schnell und bin sehr ungeduldig, was dazu geführt hat, dass ich mehrfach den Beruf und auch den Wohnort gewechselt habe. Das war oft anstrengend, aber auch spannend und ich habe unglaublich viele tolle Menschen kennengelernt, die sich bestimmt auch in meinen Büchern wiederfinden. Über eine Freundin bin ich auch zum Schreiben gekommen. Wir waren damals so unglücklich in unseren Berufen, dass wir einen Krimi-Bestseller schreiben wollten, um nie mehr arbeiten zu müssen. Das hat nicht geklappt, aber mich mit dem Schreibvirus infiziert.

Das Einzige, was mich noch nie gelangweilt hat und immer noch fasziniert, ist das Schreiben, das Versinken in anderen Welten, das Leben mit meinen Figuren – und ich hoffe, dass das noch lange so bleibt.

 Ein Tag wie jeder andere – wie sieht er in deinem Leben aus?

Christiane Lind: Morgens um 6:00 Uhr beißt mich Herr Linus freundlich in die Wange, weil er meint, dass Frühstückszeit ist. Ich meine das nicht, aber weiß, dass ich gegen einen Kater keine Chance habe. Also stolpere ich in die Küche, füttere die Belegschaft und lege mich wieder hin. Deutlich später wache ich auf, trinke Kaffee und erledige erst einmal die Hausarbeit, bevor ich mich an den Schreibtisch setze. Da ich vom Schreiben nicht leben kann, teile ich den Arbeitstag auf zwischen Brotberuf und Schreiben. Viel zu viel Zeit verbringe ich im Internet und wundere mich immer, wie plötzlich es Abend oder Nacht ist. Wenn mein Ehemann Zuhause ist, kochen wir gemeinsam, sonst gibt es etwas Schnelles.

Ich telefoniere mit Freundinnen oder Familie, schaue fern oder lese – und dann verkleide ich mich als maskierte Rächerin und bekämpfe das Böse in den Häuserschluchten Kassels. Das habe ich jetzt nur geschrieben, damit mein typischer Tag etwas aufgepeppt wird.

 Welche Person hat dich geprägt oder aber dich inspiriert?

Christiane Lind: Meine Oma und meine Mutter haben mir die Liebe zu Büchern vererbt.

 Welches ist dein Lieblingsbuch?

Christiane Lind: Das wechselt. Als Leserin habe ich andere Lieblingsbücher als als Autorin. Als Autorin schaue ich oft, wie die Bücher handwerklich sind. „Das Lied von Eis und Feuer“ bewundere ich für die vielen Perspektiven und geschickten Wendungen und bin sehr, sehr gespannt, wie George R. R. Martin alles auflösen wird. An Jojo Moyes „Ein ganzes halbes Jahr“ bewundere ich, wie konsequent sie die Geschichte zu ihrem Ende erzählt – und ich finde die Hauptfigur sehr liebenswert.

Hast du auch einen Lieblingsautor / eine Lieblingsautorin?

Christiane Lind: Ich habe eher Lieblingsbücher als Lieblingsautorinnen oder Lieblingsautoren. Und ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich für eines entscheiden müsste.

Man sagt, ein Autor steckt nicht nur Herzblut in seine Geschichte, sondern auch, dass in jedem seiner Charaktere auch etwas von sich selbst steckt. Trifft das auch auf dich zu? Und in welchem Protagonisten finden wir am meisten von dir?

Christiane Lind: Ja, auf jeden Fall. Ich bin der festen Überzeugung, dass man etwas von sich in jede Figur einbringen muss, auch – oder möglicherweise sogar ganz besonders – in die Bösewichte. Beim Schreiben versuche ich, mich in die Figur hineinzuversetzen und spiele oft Szenen nach. Das kann manchmal irritierend sein, weil ich viel Bahn fahre und dort schreibe. Schon öfter habe ich äußerst skeptische Blicke von Mitreisenden geerntet.

Das kann ich gar nicht sagen, wer am meisten von mir hat oder mir am ähnlichsten ist, weil ich meine Figuren dann doch als eigene Persönlichkeiten sehe, die vielleicht ein bisschen von mir mit auf den Weg bekommen, aber sich selbst entwickeln, oft auch unabhängig von dem, was ich ihnen zugedacht habe.

Gab es schon mal Stellen in deinen Geschichten, die du im Nachhinein schweren Herzens gestrichen hast? Fällt dir sowas leicht?

Christiane Lind: Leider viel mehr, als mir lieb ist. Ich hänge an jeder Szene und jeder Figur, aber meine Lektorinnen sind gnadenlos – und meist haben sie recht. Am schwersten ist es mir gefallen, „Im Land des ewigen Frühlings“ zu überarbeiten. Es war einmal ein Jugendbuch und ich habe fast alles gestrichen, was in der Gegenwart spielte und es neu geschrieben. Das hat weh getan, war aber gut für die Geschichte.

Ich bin eine große Sammlerin und hebe daher alle gestrichenen Szenen auf und hoffe, sie irgendwann einmal verwenden zu können.

 

Wie fühlst du dich, wenn ein Buch abgeschlossen ist? Wann beginnst du deine Charaktere zu vermissen?

Christiane Lind: Ich bin furchtbar schlecht im Abschiednehmen und versuche daher, das Ende noch ein bisschen hinauszuzögern und hier noch ein bisschen am Text zu polieren, da noch ein bisschen zu recherchieren. Wenn ich mich dann schweren Herzens von der Geschichte verabschiedet habe, kommt ja etwas Neues, in das ich mich hineinstürze, um den Trennungsschmerz zu bewältigen.

Und ich sehe Leserunden oder die Romancewoche als wunderbare Chancen, meine Figuren wieder zum Leben zu erwecken und mit Leserinnen darüber zu sprechen.

Ein paar deiner Bücher sind unter Pseudonymen erschienen. Warum hast du dich dafür entschieden?

Christiane Lind: Bei den Verlagsbüchern war das nicht meine Entscheidung, sondern Wunsch der Verlage. Meist soll damit sichergestellt werden, dass die unterschiedlichen Genres unterscheidbar sind oder man hofft auf einen Neustart, wenn die ersten Bücher nicht so toll gelaufen sind.

Carolyn Lucas habe ich selbst ausgesucht, weil es mein erster Ausflug in die Fantasy und ins Self Publishing war, so dass ich da gerne eine Trennung haben wollte.

Soweit uns Träume tragen spielt auf der Titanic. Wieso hast du dich gerade dafür entschieden?

Christiane Lind: Weil es so ein großes Drama ist und eine Geschichte so unglaublich vieler verpasster Chancen. Weil sich so viele Mythen und Geschichten um den Untergang der Titanic ranken.

Weil das Schiff so unfassbar luxuriös ist, dass es einfach Spaß macht, darüber zu lesen und zu recherchieren. Weil sich in den Stunden des Untergangs Menschen von ihren extremsten Seiten zeigten, extrem großherzig, aber auch extrem egoistisch.

… und schließlich weil ich von der Geschichte fasziniert bin, seitdem ich das erste Mal darüber gelesen habe. Damals (ist wirklich lange her! J) war ich acht oder neun Jahre alt und habe in einem der Readers Digest-Bücher meiner Mutter geblättert und bin auf eine Beschreibung der letzten Stunden an Bord der Titanic gestoßen. Das war so gruselig und dramatisch und spannend, dass ich von da an alles gelesen habe, was sich mit dem Schiff beschäftigt.

Wie es mit der Titanic endet, werden die meisten Leser ja sicher wissen. Aber brauchst du für deine Bücher ein Happy End oder darf es auch mal „böse“ für die Protagonisten ausgehen?

Christiane Lind: Hmm, das ist eine spannende Frage, weil für mich ein Happy-End nicht unbedingt heißen muss, dass Junge und Mädchen sich bekommen.

Kennt ihr den Film „Muriels Hochzeit“ – den liebe ich, weil er so ein ungewöhnliches Happy End hat. Überhaupt ist „Muriels Hochzeit“ ein Film, aus dem man sehr viel über Dramaturgie, Figurengestaltung und Spannung lernen kann. Und er ist mit ABBA-Musik.

Für mich muss das Ende zur Geschichte passen. Ich mag keine aufgesetzten Happy Ends, wo man das Gefühl hat, die Geschichte wurde so hingebogen, weil ein Happy End nun einmal dazu gehört. Einige der größten Liebesgeschichten haben kein klassisches Happy End: Romeo und Julia, Love Story, Doktor Schiwago …

Wenn du dich entscheiden müsstest, in einem deiner Bücher den Rest deines Lebens zu verbringen, für welches würdest du dich entscheiden?

Christiane Lind: Ach Du je …Auf keinen Fall im Mittelalter, dafür hänge ich viel zu sehr an den Errungenschaften der heutigen Zeit wie Badewannen, Internet und Schmerzspritzen bei Zahnbehandlungen. Ich würde „Das Haus auf der Blumeninsel“ nehmen, weil es auf Madeira und in Cornwall spielt. Dort würde ich gerne leben. Außerdem spielt die Geschichte in einem Herrenhaus mit einem wunderschönen Garten. Und ich mag die Figuren sehr.

Obwohl, wenn es nach Figuren geht, würde ich in „Ich warte auf dich, jeden Tag“ leben wollen. Lily und Alexander sind noch immer das Liebespaar, dem mein Herz gehört.

Vielen Dank, dass du dich unseren Fragen gestellt hast!

Christiane Lind: Vielen Dank für eure spannenden Fragen; ich hatte viel Spaß beim Beantworten. Liebe Grüße!

 

Nina, Manuela und Isabel