Interview mit ~ Jessica Stephens ~

Hallo ihr Lieben!

Ich möchte euch jetzt nicht länger auf die Folter spannen 🙂 Nachdem ich Band 1 der Wächter-Saga gelesen habe, durfte ich auch der Autorin Jessica Stephens einige neugierige Fragen stellen. Die Antworten möchte ich euch nicht vorenthalten: 

Interview mit Jessica Stephens

Jessica Stephens

Blog-a-holic: Hallo liebe Jessica! Zunächst einmal vielen lieben Dank an dich, dass ich dich interviewen darf und dir einige Fragen stellen darf. Ich hoffe es ist okay, wenn ich „Du“ sage?

Jessica Stephens: Aber natürlich! Bisher hatte ich das Glück, dass alle mit dem „Du“ einverstanden waren, denn ich finde diesen lockeren Ton viel angenehmer.

Blog-a-holic: Liebe Jessica, bitte stelle dich deinen Lesern (in Form eines Kurz-Steckbriefes) vor

  • Name:  Jessica
  • Augenfarbe: Grün
  • Haarfarbe: Blond
  • Geburtstag: 27.04.1990
  • Sternzeichen:  Stier
  • Heimatort:  Osthessen
  • Hobbys: Lesen, Schreiben, Kino
  • Wenn ich 3 Wünsche frei hätte: Eine eigene Bibliothek, einen unendlichen Kleiderschrank mit 1000 Kleidern (ja ich liebe Kleider 😉 ) und ein eigenes Kino.
  • Das mag ich:  Serien schauen, Verreisen, meine Familie.
  • Das mag ich nicht:  Stress bzw. Zeitdruck.

Blog-a-holic: Na jetzt wissen wir doch schon einiges mehr über dich! 😉 Aber längst noch nicht alles !
Mit der Wächter-Saga hast du dein Debüt veröffentlicht. Den Anfang macht Band 1 „Wahre Liebe ohne Chance“. Und Band 2 „Triff deine Wahl“ ist auch schon erhältlich. Band 3 ist – wie man deiner Homepage entnehmen kann – aktuell in der Rohfassung 😉 War das Schreiben denn schon immer dein größter Wunsch?

Jessica Stephens: Ja und nein, mein Wunsch war es schon immer etwas kreatives zu machen, sei es zu Malen sprich Kunst, Musik (ich kann aber leider nicht singen) oder halt das Schreiben. Das Zeichnen bzw. malen macht mir auch heute noch großen Spaß, aber im Schreiben habe ich den idealen Weg gefunden, meine Kreativität zu entfalten. Mir fallen ständig neue Geschichten ein und manchmal würde ich mir wünschen, ich hätte mehr Zeit, um diese alle direkt aufschreiben zu können.

Blog-a-holic: Du malst auch gerne? Das ist super! Würdest du uns vielleicht mal das ein oder andere Bild von dir zeigen?
Leider muss ich dir jetzt eine Frage stellen, die Autoren zu oft hören und bei einigen auch verpönt ist: Woher nimmst du deine Inspiration zum Schreiben? Hast du eine persönliche Muse?

Jessica Stephens: Nein, eine Muse habe ich nicht. Das wäre aber sicher auch nicht schlecht. 😉 Inspiration erhalte ich durch viele Dinge, sei es Bücher, Filme oder TV-Serien, aber auch Nachrichten, aktuelle Berichte oder auch Erzählungen, oder auch eigene Erfahrungen im Freundeskreis oder von mir selbst. Die Geschichte entsteht aus einer Grundidee, aber diese entwickelt sich mit vielen neuen Infos weiter. Habe ich ein Thema gefunden, über welches ich schreiben möchte, dann recherchiere ich und finde darin, dann auch wieder Inspiration. Ich denke, man braucht nur einen gehörigen Schuss Kreativität und schon finden sich Ideen und daraus werden Geschichten. =)

Blog-a-holic: Das klingt wirklich toll! So brauchst du wirklich keine Muse, sondern einfach nur jeden Tag neue Eindrücke und Einblicke!
Ein Tag wie jeder andere – wie sieht er in deinem Leben aus?

Jessica Stephens: Um 6 Uhr aufstehen, frühstücken, fertig machen und dann geht’s erstmal zur Arbeit. In meinem Brotjob arbeite ich als Assistentin und das kann manchmal sehr stressig sein, dementsprechend finde ich es auch schön, etwas Ruhe im Schreiben zu finden. Ich arbeite meistens bis ca. 16:30 Uhr und mache mich dann auf den Heimweg. Wenn Einkäufe, Termine, oder was sonst noch ansteht, erledigt sind, dann geht es nach Hause. Dort esse ich noch eine Kleinigkeit und dann geht es vor den PC. Allerdings prüfe ich abends dann nur die Social Media Kanäle und meine Mails. Zum Schreiben finde ich meistens nur am Wochenende Zeit, aber dann nutze ich jede freie Minute um an meinen Geschichten weiter zu arbeiten.

Blog-a-holic: Das klingt aber nach einem langen und auch harten Arbeitstag! Hut ab, dass du danach noch die Zeit (und auch Motivation!) findest, an den PC zu gehen 🙂
Wie lautet dein Lieblingszitat?

Jessica Stephens: Sometimes you win, sometimes you learn.  – von John Maxwell

Blog-a-holic: Ein wunderschönes Zitat!
Welche Person hat dich geprägt oder aber dich inspiriert?

Jessica Stephens: Ich würde nicht sagen, dass eine Person mich geprägt oder inspiriert hat, sondern das dass gesamte Leben inspirierend ist. Ich habe ein paar Jahre außerhalb meiner Heimatstadt gelebt und habe dort wunderbare Leute kennen lernen dürfen. Die Erfahrungen, welche ich dort gemacht habe, waren prägend und die Leute, die ich getroffen habe, waren inspirierend. Und auch jetzt begegne ich immer wieder neuen Leuten und ihren Geschichten, welche interessant und inspirierend sind.

Blog-a-holic: Ein wunderschöner Gedanke 🙂 Und die Geschichten der anderen Leute sind wirklich interessant und können auch durchaus die ein oder andere Inspiration liefern.
Und nun darfst auch du „einfach nur Leserin“ sein: Welches ist dein Lieblingsbuch? Bzw. deine Lieblingsbücher? Gibt es da vielleicht auch eine Reihe, die dich schon immer begleitet hat?

Jessica Stephens: Meine Lieblingsbücher sind tatsächlich eine Reihe, nämlich alle 5 Bände der Selection-Reihe von Kiera Cass. Diese Bücher haben einen ganz besonderen Platz in meinem Bücherregal und ich glaub, das sind auch die einzigen Bücher, welche ich wirklich nochmal lesen würde, weil sie mir so gut gefallen haben.

Blog-a-holic: Ich kenne auch zwei Bücher dieser Reihe und kann verstehen, dass sie dir gefallen 🙂
Hast du auch einen Lieblingsautor / eine Lieblingsautorin?

Jessica Stephens: Wenn ich danach gehe, von welcher Autorin ich die meisten Bücher besitze, dann ist es wohl Jennifer L. Armentrout. Aber emotional gesehen, sind für mich einfach die Bücher von Colleen Hoover unschlagbar. Mein Vorbild ist aber die Autorin Kerstin Gier, sie lebt ihren Traum von der Schriftstellerei und das möchte ich auch erreichen.

Blog-a-holic: L. Armentrout sagt mir bislang noch nichts – ich werde mich mal auf die Suche begeben. Danke für den Tipp!
Bevor du zum Schreiben gekommen bist, hast du Standard und Latein getanzt. Da stelle ich mir doch die Frage: gab es damals eine Entscheidung zwischen Tanzen und Schreiben?

Jessica Stephens: Nein, diese Entscheidung wurde mir abgenommen. Standard und Latein gehört zum Paartanz und da mein Tanzpartner ausstieg, war für mich dieser Sport auch vorbei. Sicherlich hätte ich mir auch einen neuen Tanzpartner suchen können, aber erstens ist es sehr schwierig jemand passenden zu finden und zweitens, muss man in der Regel dann nochmal von vorne beginnen und sich aufeinander einspielen. Ich entschied mich dagegen und hatte dadurch wesentlich mehr Freizeit, welche genutzt werden wollte und so kam ich kurzgefasst zum Schreiben.

Blog-a-holic: Das ist natürlich sehr Schade… aber wiederum gut für deine Leser 😉
Hast du vielleicht noch mehr kreative Hobbies?

Jessica Stephens: Nein, dass Schreiben frisst einen Großteil meiner Freizeit, was aber nicht negativ gemeint ist. Was ich aber gerne in Zukunft noch lernen möchte, ist Gitarre spielen.

Nun aber zu deinem Buch „Wächter – Wahre Liebe ohne Chance?“:

Blog-a-holic: “ Wächter – Wahre Liebe ohne Chance?“ ist dein erster Roman und dieser mündet direkt in eine Saga. Band 2 ist bereits erhältlich und an Band 3 arbeitest du noch aktuell. Wie genau bist du auf diese Geschichte gekommen?

Jessica Stephens: Puhh, das kann ich nicht so genau sagen. So blöd das auch manchmal klingen mag, aber die Geschichte ist eher zu mir gekommen, als ich zu ihr. Irgendwann sind mir einfach die Ideen dazu im Kopf herum geschwirrt und ich schrieb kleine Notizen auf, welche immer mehr wurden und daraus entwickelte sich irgendwann dann mein Debüt Roman.

Blog-a-holic: Das waren sicherlich einige Notizen, wenn man bedenkt, dass es eine Reihe geworden ist!
Deine Wächter-Saga siedelt sich im Bereich Fantasy / Romantasy an. Was fasziniert dich an dem Genre Fantasy? Und war es für dich schon immer klar, dass – wenn du schreiben würdest – es nur in diesem Bereich sein kann?

Jessica Stephens: Das Interessante daran sagt das Wort selbst schon aus, denn Fantasie ist, wie ich finde, etwas wunderbares. Diese ermöglicht es uns in eine andere Welt abzutauchen und uns die tollsten Geschichten und Zauberkräfte auszumalen. Viel Fantasie hatte ich schon immer, jedenfalls sagen das meine Eltern ;-). Aber das ich irgendwann mal ein Buch, oder sogar eine ganze Saga schreiben würde, hätte ich früher nicht gedacht. Für mich ist das Genre Fantasy allerdings der Bereich, in dem ich mich als Schriftstellerin, am wohlsten fühle, man hat so viele Freiräume und kann die verrücktesten Dinge einbauen, das ist wundervoll.

Blog-a-holic: Deiner Beschreibung nach passt das Genre wirklich sehr gut zu dir 🙂
Aber könntest du dir auch vorstellen, in einem anderen Genre zu schreiben?

Jessica Stephens: Ja definitiv, besonders die Genre Dystopie und New Adult reizen mich und ich habe auch schon Ideenentwürfe zu diesen beiden Themen in der Schublade liegen. Aber ob ich dass dann wirklich überzeugend umsetzen kann, steht wohl in den Sternen. 🙂

Blog-a-holic: Na dann bin ich mal gespannt, wann dieser Schritt von dir folgt!
Wann wurde dir bewusst, dass sich deine Geschichte immer weiter entwickelt und daraus nicht nur ein Buch wird, sondern eine ganze Reihe? War das von Anfang an geplant oder gab es hier eine spontane Entwicklung?

Jessica Stephens: Ganz zu Anfang war noch keine Reihe geplant, aber während dem Schreiben merkte ich einfach, dass ein Buch nicht ausreicht, um die ganze Geschichte zu erzählen. Daher machte ich mir einen groben Plan und kam bei der Aufteilung dann letztendlich zu insgesamt 3 Bänden.

Blog-a-holic: Vom Manuskript zum fertigen Buch: Wie sieht bei dir der Schaffensprozess eines Buches aus bzw. wie bist du deine bisherigen Projekte angegangen? Gibt es vielleicht etwas, das du jetzt nicht mehr tun würdest oder würdest du alles genauso machen?

Jessica Stephens: Mittlerweile habe ich für mich selbst ein Konzept entwickelt um zumindest grobe Strukturen beim Schreiben zu haben. Bei meinem Debüt habe ich einfach drauf los geschrieben und hatte dadurch am Ende stundenlange Korrekturen vor mir. Das wollte ich nie wieder erleben und daher schreibe ich immer erst den Plot, bevor ich mit dem eigentlichen Schreiben beginne. Bei Teil 3 meiner Wächter-Saga ist dieser sehr detailliert und umfasst 6 Seiten, das liegt aber im wesentlichen auch daran, dass es der letzte Band ist und ich dort alles aufklären und zu ende erzählen möchte. Wenn ich allerdings mit einem ganz neuen Schreibprojekt starte, umfasst der Plot in der Regel nur eine Seite und ist dabei recht grob gehalten. Das liegt daran, dass ich mich bei einem neuen Projekt nicht direkt festlegen möchte, da mich das zu sehr einengt und es passieren kann, dass ich mich in eine Sackgasse schreibe. Daher fange ich locker an und werde mit der Zeit immer detaillierter.

Blog-a-holic: Der Plot ist wirklich eine große Hilfe – das habe ich schon von vielen Autoren gehört!
In deiner Geschichte kommen bereits viele Charaktere vor. Wie kannst du sie auseinander halten? Und hat dich ein Charakter im Laufe der Geschichte selbst überrascht oder stand von Beginn an der Weg von jedem Einzelnen fest?

Jessica Stephens: Meine Charaktere sind für mich alles eigene Personen. Ich weiß genau wie sie aussehen, wie sie sprechen und was sie fühlen. Ich kenne sie genauestens und kann sie dadurch auch sehr einfach auseinander halten. Die Wege, welche sie gehen würden, standen nicht von Beginn an fest und das möchte ich auch nicht, die Entwicklungen sollen offen und lebendig sein und nicht wie vorhergeplant. Zwei Charaktere habe mich auf dem Weg zum Ende sehr überrascht, da ich sie im Plot in eine andere Richtung schicken wollte, aber sie haben ihren eigenen Weg gewählt. Den einen Charakter davon, Marcy, haben die meisten schon kennengelernt. Sie hat sich in Band 2 ganz anders entwickelt, als ich es geplant hatte, aber gerade dass macht den Reiz aus, finde ich. Den anderen Charakter, welcher seinen eigenen Weg wählt, abweichend vom Plot, lernt man erst in Band 3 kennen. Zusammengefasst finde ich es schön, der Geschichte und den Charakteren manchmal auch einfach freien Lauf zu lassen und zu schauen, was sich daraus entwickelt.

Blog-a-holic: Jetzt machst du mich aber wirklich neugierig auf Band 2, denn Marcy kam mir als ein ausgeglichener Charakter vor, der anscheinend aber für Überraschungen gut ist!
Man sagt, ein Autor steckt nicht nur Herzblut in seine Geschichte, sondern auch, dass in jedem seiner Charaktere auch etwas von sich selbst steckt. Trifft das auch auf dich zu? Wie viel Jessica finden wir in Melody?

Jessica Stephens: In Melody selbst, wahrscheinlich sehr wenig. Ihre anfängliche Schüchternheit und die innerlichen Flüche, sind Eigenschaften, welche ich mit meiner Jugend verbinde. Das ist aber auch schon die einzige Gemeinsamkeit.

Blog-a-holic: Und nun zu den weiteren Charakteren. Gibt es vielleicht Menschen in deinem näheren Umfeld, die dich inspiriert haben?

Jessica Stephens: Auch wenn ich die Fragen irgendwie oft verneine, muss ich auch hier wieder mit Nein antworten. Dafür hat aber jeder meiner Nebencharaktere ein Teil von mir bzw. bedeutet mir etwas. Megan hat die Bücherliebe von mir. Logan und seine Sprüche passen zu mir und bei Shanon sind es die roten Haare, welche ich auch so gerne hätte.

Blog-a-holic: Das Verneinen ist gar kein Problem! Du hast ein klares Ziel und auch deine Charaktere verfolgen einem bestimmten Muster. Das zeigt mir – und wohl auch deinen anderen Lesern – dass du gut strukturiert an die Sache herangehst und dich im Genre Fantasy wirklich wie Zuhause fühlst!
Welches Gefühl hattest du, als dein Buch verlegt wurde und du es das erste Mal in den Händen halten durftest?

Jessica Stephens: Ich war erleichtert. Das Selbstverlegen ist viel Arbeit und man muss alles alleine organisieren bzw. sich kompetente Unterstützung (Cover / Lektorat) suchen und diese beauftragen.

Daher war ich unglaublich erleichtert, als mein gedrucktes Buch bei mir ankam und das Cover passte, sowie die Druckqualität und der Buchsatz ordentlich aussahen. Erst ein paar Tage später kam dann die Freude darüber und das Verständnis dafür, dass ich gerade ein Buch veröffentlicht habe und mich Autorin nennen darf. Das ist einfach ein großartiges Gefühl!

Blog-a-holic: Das kann ich mir vorstellen! Es muss einfach aufregend sein!
Auf deiner Homepage sieht man, dass du derzeit auch schon an einem weiteren Projekt arbeitest, dieses Mal im Bereich Fantasy-Dystopie. Kannst du uns hierüber auch schon etwas verraten? 😉

Jessica Stephens: Ich würde wirklich gerne etwas erzählen, aber bisher stehen nur die ersten 10.000 Wörter und ich bin mir noch nicht mal sicher, ob ich diese so stehen lasse. Für mich ist der Beginn einer Geschichte immer am schwierigsten. Die ersten 20.000 Wörter sind immer eine Tortur, ich muss ständig motivieren weiter zu schreiben und nicht alles wegen Selbstzweifel wieder zu verwerfen. Sobald diese magische Grenze überschritten ist, läuft es komischerweise immer viel besser und ab da kann ich auch mit Sicherheit sagen, dass ich das Projekt auch zu Ende schreibe.

Blog-a-holic: Na dann warten wir einfach mal gespannt ab 😉 Nun kommen wir aber zum Abschluss: was möchtest du deinen LeserInnen noch mit auf den Weg geben?

Jessica Stephens: Erstmal vielen Dank an alle, die mein Buch gelesen habe und auch bei Band 2 an vorderster Front standen. Ihr seid toll und zeigt mir damit, dass es dort draußen Leser gibt, die wirklich auf das nächste Buch von mir warten! :-* Außerdem möchte ich euch sagen „Traut euch!“. Traut euch, eine Rezi zu schreiben und mir eure Meinung mitzuteilen. Ich weiß das viele Leser davor zurückschrecken ein Buch zu bewerten bzw. ein paar Sätze dazu zu schreiben, mir ging es früher ja nicht anders. Aber ihr glaubt gar nicht, wie sehr es uns Autoren hilft, wenn wir Rezensionen erhalten. Zum einen dienen diese dazu uns immer weiter zu verbessern, aber sie helfen uns auch, andere Leser auf unsere Bücher aufmerksam zu machen.  Dementsprechend würde ich mich freuen, demnächst mal von euch zu lesen. =)

♥ Liebe Jessica: 
Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast und für deine ehrlichen Antworten 🙂 Mir hat es wirklich sehr viel Spaß gemacht und deine Leser werden es sicherlich lieben! ♥

Habt alle noch einen wunderschönen Tag!

Eure Nina ♥

 

Jessica Stephens – Wächter ~ Wahre Liebe ohne Chance?

Hallo ihr Lieben!

HEUTE kommt endlich die lang ersehnte Rezension von mir. In den letzten Tagen hat mich einfach die Hitze umgehauen und ich war zu nichts mehr zu gebrauchen … bevor es jetzt so weiter geht, raffe ich mich auf und schreibe euch noch was 🙂 

Ich möchte euch das Debüt von 

Jessica Stephens

mit dem Titel 

Wächter – Wahre Liebe ohne Chance? 

wächter wahre liebe ohne chance

vorstellen.

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an die Autorin!)

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Bloggerbrunch – Thema: Aktionen / Kooperationen

Hallo ihr Lieben!

Leider konnte ich gestern nicht am Bloggerbrunch teilnehmen – irgendwie hatte mein Tag nur 24 Stunden und die waren alle plötzlich verschwunden O.o heute geht es mir genauso, trotz allem möchte ich mich auch noch zu dem Thema äußern. 

Die liebe Tanja von Der Duft von Büchern und Kaffee und die liebe Leni von Meine Welt voller Welten haben sich für den Bloggerbrunch vom 17.06.2017 ein tolles Thema ausgedacht, mit welchem wohl schon viele Blogger beschäftigt haben: Aktionen und Kooperationen. Spätestens, wenn ihr euren eigenen Blog gestaltet habt merkt ihr, dass es diese wie Sand am Meer gibt … wie soll sich also euer Blog von anderen unterscheiden oder aus der Menge hervor heben? Wenn ihr nicht gerade einen Blog über ein exotisches Thema eröffnet habt und ihn überall (vor allen Dingen bei Facebook) weit verbreitet, dann sieht es meist etwas düster aus. Mir ging es am Anfang auch so. Viele verlieren dann nach einiger Zeit schon die Lust am Bloggen, wenn keine Rückmeldung kommt. Ich aber habe mich nicht so schnell ins Bockshorn jagen lassen, denn nicht nur das Bloggen, sondern auch das Lesen ist meine Leidenschaft (eine von vielen *g*)! Und die lasse ich mir nicht nehmen. 

Wie sich also in dem World Wide Web etablieren und aus der Versenkung der Bloggerszene auftauchen? 

Eine sehr gute Frage!!!! Und das passt auch schon zur ersten Frage bzw. dem ersten Frageblock von Tanja und Leni: 

Nimmst du regelmäßig an Aktionen anderer Blogger teil? Welche Aktionen besuchst du besonders gerne und warum? Hast du vielleicht Tipps und Tricks oder Empfehlungen die du an Blogger weitergeben kannst, die bislang noch an keinen Kooperationen/Aktionen teilgenommen haben?

Ja, ich nehme regelmäßig an Aktionen von anderen Bloggern teil, habe aber auch schon selbst einige ins Leben gerufen. Aus jeder einzelnen Aktion kann man aber immer wieder etwas lernen, denn es läuft grundsätzlich nie so, wie du es vorher geplant hast! Sei es, weil jemand die Zeit vergisst und der Beitrag nicht um die Uhrzeit (wie vorher geplant) online geht oder aber sei es, weil das Internet sich verabschiede hat und eine Lücke entsteht, die spontan gefüllt werden muss. Da habe ich schon einiges erlebt 😉 

Aktionen, die ich besonders gerne besuche und an denen ich auch jetzt oftmals teilgenommen habe sind solche, die das Mainwunder Team ins Leben gerufen hat! Ich gehöre beispielsweise zu dem Blogger-Team von Virginia Fox und auch von Mary Force. Das Mainwunder Team hat auch viele wunderbare Aktionen durchgeführt, an denen ich sehr gerne teilgenommen habe und auch darüber berichtet habe. Wer meinen Blog verfolgt hat, der weiß, dass ich nicht nur an der Romancewoche, sondern auch bereits an der Fantasywoche als Blogger mitgewirkt habe. Bald (im September!!! JUCHUHHHHH!!!!) soll es auch wieder eine Krimi- und Thrillerwoche geben und in diesem Jahr möchte ich auch dort mit zur Orga gehören! Natürlich ist es jede Menge Arbeit, aber es macht auch sehr viel Spaß, sich mit anderen Bloggern und dem Mainwunder Team kurz zu schließen und auch so „nah“ an die Autoren und Autorinnen heran zu kommen. Ich liebe ja Interviews!!! (Mein letztes ist ja nicht so lange her *g*)

Aber welche Tipps und Tricks kann ich euch verraten oder mit auf den Weg geben? Na ja, wie schon gesagt: versucht es zu planen, aber seid auch immer darauf gefasst, dass es mal nicht so klappt und dann seid spontan! Lasst euch nicht aus der Ruhe bringen und zieht das Ganze durch! Vielleicht werdet ihr auch auf Blogger treffen, mit denen ihr nicht klar kommt und mit denen die Zusammenarbeit doch nicht so klappen will, wie ihr es euch vorgestellt habt, aber auch das geht vorbei und beim nächsten Mal seid ihr einfach schlauer bzw. vorgewarnt 😉 (Ja, solche Blogger gibt es leider auch.) Aber wenn euch das Bloggen Spaß macht und ihr mit Herzblut dabei seid, dann bin ich mir sicher, dass euch auch die Aktionen liegen. 

Noch ein Tipp: wenn ihr solche Aktionen plant oder daran teilnehmen wollt, schaut bitte, dass ihr auch etwas Zeit mitbringt. Eine Aktion lässt sich nicht innerhalb von 5 Minuten planen oder umsetzen. Dazu gehören wirklich einige Planungen und auch der Austausch mit anderen Bloggern. Am besten gründet ihr über Facebook eine geheime Gruppe und plant dort mit allen gemeinsam oder aber sprecht euch über einen Chat aus (wenn ihr nicht gerade das Glück habt, den weiteren Blogger als direkten Nachbarn zu haben). 

Natürlich sind die Voraussetzungen für eine gute Aktion nicht nur die Planung, die Zeit und die Beiträge, sondern auch die Werbung: ihr müsst einfach (mindestens) eine Woche vorher auf eure Aktion aufmerksam machen und sie auch großflächig teilen. Facebook bietet sich da an und auch auf Instagram erreicht man viele Leute! Natürlich auch auf eurem Blog oder als Sonder-Newsletter. Werbung ist hier alles!

Hast du vielleicht sogar schon mit Verlagen/Autoren zusammengearbeitet? Welche Erfahrungen konntest du sammeln? Hast du bereits negative Erfahrungen dabei gemacht?

Mit Verlagen habe ich – meines Erachtens – bislang noch keine Aktion durchgeführt. Zumindest erinnere ich mich nicht direkt an eine *g* Mit Autoren allerdings schon 🙂 Meine selbst ins Leben gerufene Aktion war die zum Buchstart von Friedrich Kalpensteins Roman „Alpengriller“, Band 3 der Herbert-Reihe!

Ich habe schon Monate vorher Blogger angeschrieben und gefragt, ob sie mit mir diese Aktion durchführen wollen, dann mit dem Autor Rücksprache gehalten und ihm schon einen groben Fahrplan der Aktion gegeben. Er hat dann auch Goodies und Bücher für das Gewinnspiel bereit gestellt und auch selbst noch ein Interview durchführen lassen. Das Gewinnspiel und der Banner wurde dann von mir gebastelt und geplant (die tolle Zeichnung, die im Banner ist, hat eine Bloggerin gemalt!), die einzelnen Beiträge von den anderen Bloggern. Es hat auch alles sehr gut geklappt 🙂 Und für meine erste eigene Aktion kann ich sagen: es hat sehr viel Spaß gemacht! Die Mühe hat sich auf jeden Fall gelohnt! Und auch Friedrich Kalpenstein war begeistert 🙂 *allein darauf kommt es an!*

Hast du Ideen für Aktionen, die du gerne einmal ins Leben rufen würdest oder mit anderen Bloggern angehen würdest? Was hat dich bislang daran gehindert das Projekt anzugehen? Vielleicht kannst du anderen Teilnehmern einen Tipp geben, wie sie sich motivieren oder die Hürde überwinden können. Schau bei den anderen Bloggern vorbei. Vielleicht kannst du ihnen helfen diese Aktion nun in Angriff zu nehmen.

Hmm … also derzeit plane ich bereits mit anderen Bloggern wieder Aktionen, um Autoren und deren neuen Werke vorzustellen. Dazu fehlen aber noch die Bücher, die sind gerade unterwegs 😉 Ansonsten muss ich meinen Blog noch etwas „aufmöbeln“ und „aufräumen“ – das schließt auch mein „Blog-a-holic on Tour“ mit ein. Ich plane einen zweiten Blog zu eröffnen, der nichts mit Büchern zu tun hat, aber mit dem ganzen Rest. Nur wird erst einmal hier alles aufgebaut und dann geht es zum nächsten über 😉 

Die Idee von Tanja mit den Kurzgeschichten finde ich sehr gut! Ich habe derzeit noch eine Kurzgeschichte, die ich lesen und rezensieren werde und die ist im Märchen-Genre angesiedelt. Ich bin also sehr gerne dabei 🙂 In der letzten Zeit habe ich einige Kurzgeschichten gelesen und als Book-Snacks (wie sie mir vor kurzem vorgestellt wurden), sind sie wirklich toll! Gerne helfe ich dir dabei, liebe Tanja!

Bücher aussetzen ist auch eine schöne Idee, ich wüsste aber – ehrlich gesagt – nicht wo. Dazu komme ich nicht so viel herum. Wenn dann auch auf der FBM in diesem Jahr, ansonsten eher weniger. 

Jede Aktion braucht ihre Anlaufzeit, gleichzeitig freut man sich (gerade anfangs) über Teilnehmer. Wie würdest du auf deine Aktion aufmerksam machen? Wie wirbst du deine Aktionsteilnehmer an? Hast du Tipps & Tricks für uns? Wenn jemand dich auf eine Aktion aufmerksam machen will, was sind für dich sogar absolute No Gos?

Wie mache ich Andere auf meine Aktionen aufmerksam? Hier zählt wirklich die Werbung! Um Teilnehmer zu bekommen, die ebenfalls Beiträge schreiben, habe ich sie direkt angeschrieben. Da nützt es nichts, um den heißen Brei herum zu reden: Augen zu und durch! Natürlich habe ich im Vorhinein erst einmal gecheckt, ob sie auch tatsächlich schon Bücher von dem Autor gelesen haben 😉 Da es Band 3 einer Reihe war, waren Vorkenntnisse von den anderen Büchern wirklich hilfreich, aber nicht unbedingt erforderlich, da ich die anderen beiden Bände noch vorgestellt habe. Ansonsten heißt es: viel Zeit mitbringen bei der Planung! Also bitte nicht erst eine Woche vorher beginnen, sondern wirklich MONATE! Ich kann es nur betonen: nicht immer läuft etwas, wie ihr es wollt und ständig kommt das Leben dazwischen 🙂 Einige sind in Urlaub oder aber können zeitlich nicht, da schon eine Aktion ansteht oder aber melden sich überhaupt nicht. Dann heißt es: nicht die Flinte ins Korn werfen, sondern weiter suchen! 

Wenn die Aktion steht, dann muss Werbung gemacht werden. Also am besten ein Banner erstellen, den „Fahrplan“ der Aktion veröffentlichen und teilen, was das Zeug hält! 😀 Egal ob auf Facebook oder Instagram, auf dem Blog oder per Newsletter – es MUSS geteilt und veröffentlicht werden! Und das ist nicht nur DEINE Aufgabe, sondern die Aufgabe von ALLEN teilnehmenden Bloggern! Immerhin erhöht ihr so eure Reichweite, denn es sind immer andere Freundeskreise, die dann aufeinander treffen und alle Blogs erhalten dieselbe Aufmerksamkeit! 

Was auch unbedingt sein muss: auch wenn ihr mit eurem Beitrag nicht dran seid, sondern erst am nächsten Tag: teilt die Beiträge der anderen! Verlinkt immer auf den nächsten Tag und am besten auf die Tage zuvor damit Leser, die erst später eingestiegen sind wissen, wo es begann) und ladet doch Freunde von euch ein, von denen ihr wisst, dass sie das Thema auch interessiert. Die ganze Aktion muss lebendig sein und von allen durchgeführt werden! Als einsamer Schütze kommt man da nicht weit!

Was ist für dich ausschlaggebend dafür, dass du öfters an einer Aktion teil nimmst? Aus welchen Gründen bist du vielleicht sogar aus einer wieder ausgestiegen? Oder weswegen würdest du aufhören regelmäßig an einer Aktion teilzunehmen? 

Also für mich steht fest: ich LIEBE Aktionen und werde auch in Zukunft weiter daran teilnehmen und somit den Bloggern und Autoren helfen. Bislang habe ich an allen Aktionen teilgenommen und bin auch nicht wieder ausgestiegen. Ich weiß, dass allein in der Planung sehr viel Herzblut der Blogger und auch der Autoren steckt und ich will diese auch würdigen 🙂 

Freie Fragezeit.
Wir haben rund um das Thema „Aktionen/Kooperationen“ noch etwas nicht angesprochen, du hast allerdings noch ein paar Tipps & Tricks, Erfahrungsberichte oder ähnliches im Hinterkopf? Es wurden noch nicht alle Fragen zum Thema geklärt? Du hast noch etwas, was dir zu dem Thema auf der Seele liegt?
Kein Problem! Jetzt hast du Zeit deine Frage zu stellen. =)

Hier ist also mein Beitrag zum Thema Aktionen / Kooperationen. Ich habe bereits an einigen teilgenommen, also dürft ihr mir gerne Löcher in den Bauch fragen! 😀 Also: immer her damit!

Viele liebe Grüße, 
eure Nina ♥

Interview mit ~ Laura Wagner ~

Hallo ihr Lieben!

Es ist so ein wunderschöner Tag und trotz dem schönen Wetter kann ich euch einen weiteren Beitrag einfach nicht vorenthalten! 

Vor einiger Zeit durfte ich das Debüt von Laura Wanger lesen. Meine Rezension zu dem Buch „Eine Frau für alle Fälle“ findet ihr hier.  Die Geschichte hat mich einfach gepackt und Sandy hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht! Wirklich ein gelungenes Debüt! Und das habe ich Laura auch direkt schreiben müssen 😉 und natürlich konnte ich es mir auch nicht nehmen, ihr noch ein paar Fragen zu stellen. 

Hier kommt also mein 

Interview mit Laura Wagner

laura wagner

Blog-a-holic: Hallo liebe Laura! Erst einmal vielen lieben Dank an dich, dass ich dich interviewen darf und dir einige Fragen stellen darf. Zunächst einmal: ist es okay, wenn ich „Du“ sage?

Laura Wagner: Aber klar, ich bitte darum! Wenn ich mit „Frau Wagner“ angesprochen werde, brauche ich oft einen Moment um zu kapieren, dass ich gemeint bin

Blog-a-holic: Liebe Laura, bitte stelle dich deinen Lesern (in Form eines Kurz-Steckbriefes) vor

  • Name: Laura Wagner
  • Augenfarbe: braun
  • Haarfarbe: dunkelblond
  • Geburtstag:  August
  • Sternzeichen:  Löwe
  • Heimatort: momentan Berlin, aufgewachsen bin ich in Hattingen-Niederwenigern
  • Hobbys: Taekwondo, lesen, Serien gucken
  • Wenn ich 3 Wünsche frei hätte: Ich würde mir ein Haus am Strand wünschen, die Fähigkeit mich zu beamen und magischerweise alle Sprachen sprechen und verstehen zu können
  • Das mag ich: Büroklammern, frischgepressten Orangensaft und Teekannen
  • Das mag ich nicht: telefonieren, zu spät kommen, eine endlose To-do-Liste

Blog-a-holic: Vielen Dank für diesen ersten Einblick! Mit „Eine Frau für alle Fälle“ hast du deinen Debüt-Roman veröffentlicht. Und wie du mir auch schon verraten hast, ist auch ein Teil 2 in Planung 😉 War das Schreiben schon immer dein größter Wunsch?

Laura Wagner: 🙂 Also, spruchreif ist Teil 2 nicht! Ich hab nur total Lust, mehr über Sandy Kuczinski zu erzählen und arbeite gerade an Ideen. Mal sehen, ob was daraus wird. Was das Schreiben angeht, gehöre ich aber nicht zu den Leuten, die schon in der Grundschule erste Geschichten aufgeschrieben haben. Ich habe mich erst für Theater, Musicals und Schauspielerei interessiert. Was blöd ist, wenn man nicht gern auf der Bühne steht. Deshalb hat sich dann alles irgendwie mehr in Richtung Schreiben entwickelt.

Blog-a-holic: Spruchreif noch nicht, aber das wird noch … 😉 Leider muss ich dir jetzt eine Frage stellen, die Autoren zu oft hören und bei einigen auch verpönt ist: Woher nimmst du deine Inspiration zum Schreiben? Hast du eine persönliche Muse?

Laura Wagner: Ja, mit der Inspiration ist das so eine Sache. Man nimmt sie sich nicht, sie kommt einfach. Beeinflussen kann man das nicht. Ich zumindest nicht. Ich versuche aber, immer für Inspiration offen zu sein. Meistens kommen Ideen dann, während man eigentlich grad was anderes macht. Wenn es aber wirklich ans Schreiben geht, warte ich nicht auf Inspiration. Ich setze mich hin und arbeite. Das ist mein Teil des Jobs, den ich beeinflussen kann. Ich hoffe natürlich, dass die Inspiration mich dann besuchen kommt. Um ein bisschen nachzuhelfen, hab ich einen Kolibri aus Glas an der Decke über meinem Schreibtisch hängen. Meine personifizierte Inspiration.

Blog-a-holic: Also der Kolibri klingt wirklich toll! Der würde mich auch inspirieren 🙂 Ein Tag wie jeder andere – wie sieht er in deinem Leben aus?

Laura Wagner: Wenn ich Glück habe, lässt mein Sohn mich bis 7 Uhr schlafen, bevor er Frühstück haben oder spielen will. Wenn er in der Kita ist, habe ich bis zum frühen Nachmittag Zeit zu schreiben. Die Nachmittage verbringe ich dann für gewöhnlich auf Spielplätzen oder im Park. Abends geht’s dann zum Sport. Oder auf die Couch. Wenn ich nicht noch was arbeiten muss.

Blog-a-holic: Das klingt nach anstrengenden, aber auch sehr schönen Tagen! Und auch ohne Sohn, bin ich froh, wenn mich mein innerer Wecker nicht um 6.00 Uhr morgens weckt *g*
Wie lautet dein Lieblingszitat?

Laura Wagner: „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden dein Schicksal.“
Okay, das ist eigentlich kein Zitat, nur meine eigene Verkürzung eines Spruchs. Die lange Version geht so: Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden deine Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal. Ich glaube, es stammt aus dem Talmud.

Blog-a-holic: Das ist wirklich ein wunderschöner Spruch! Diese Weisheit habe ich auch vor kurzem in einem Buch gelesen und sie hat mir sehr gut gefallen! Welche Person hat dich geprägt oder aber dich inspiriert?

Laura Wagner: Puh, da muss ich nachdenken. Ich habe nicht wirklich meinen persönlichen Superhelden … Am ehesten wird das wohl meine Oma sein, meine Inspiration für Oma Kuczinski. Sie ist quasi mit Pumps auf die Welt gekommen und hat sie getragen, bis sie mit 92 gestorben ist. In vielen sozialen Netzwerken bin ich als „MadameTiptiptip“ unterwegs, weil alle Variationen von Laura Wagner schon vergeben sind. Das kommt von ihr. Ihre Nachbarn haben sie als junge Frau Madame Tiptiptip genannt, weil sie immer das Klappern ihrer Absätze gehört haben, wenn sie spät vom Tanzen heimkam. Was dazu führte, dass sie die Schuhe dann immer schon vorn an der Straße ausgezogen hat. Meine Oma war immer sehr auf Äußerlichkeiten bedacht, was wohl nicht wirklich für sie spricht. Aber sie war eine Marke und wir standen uns sehr nah.

Blog-a-holic: Daher also der Name „Madame Tiptiptip“ 😀 Ich habe mir schon überlegt, woher er kommt und habe mich dir vor einer Schreibmaschine vorgestellt oder vor dem PC mit Fingern, die rasend schnell über die Tastatur fliegen! Welches ist dein Lieblingsbuch?

Laura Wagner: Ich darf nur eins nennen? Es gibt verschiedene Bücher, die mir zu verschiedenen Zeiten wichtig waren. Wenn ich mich entscheiden muss, würde ich sagen: „Das Dschungelbuch“ und „Die mit dem Wind reitet“.

Blog-a-holic: Okay, das nächste Mal frage ich dich nach einer Liste deiner Lieblingsbücher … ich gebe zu, die Frage war gemein *g* Hast du auch einen Lieblingsautor / eine Lieblingsautorin?

Laura Wagner: Lieblingsautor? Hm … Das kann ich so gar nicht sagen. Aber es gibt einige, die ich gerne lese. Neil Gaiman, Douglas Adams, Mark Twain und Roald Dahl sind All-time-favourites. Ich mag auch viele Sachen von Janet Evanovich, Sarah Strohmeyer, Gemma Halliday und Collin Cotterill. Im Moment lese ich außerdem gerne die Tante Poldi-Romane von Mario Giordano.

Blog-a-holic: Oh ja, Tante Poldi fasziniert mich auch! Obwohl ich zugeben muss, dass ich noch keines ihrer Abenteuer gelesen habe! Mario Giordano habe ich auf der Krimi- und Thrillerwoche im letzten Jahr kennen lernen dürfen und Tante Poldi hat mich einfach nur umgehauen. Es nützt nichts … *klick* und schon ist das Buch auf dem Weg zu mir 😉
Wie ich hören konnte, hast du Film, Medien und Theater sowie Drehbuchschreiben studiert und arbeitest seit 2008 beim Fernsehen. Du scheinst also ein sehr kreativer Mensch zu sein und liebst es selbst auch in den Medien zu wirken. Wie kam es dazu?

Laura Wagner: Ich habe vieles ausprobiert, viele Praktika gemacht und erkannt, was ich alles nicht machen will. Irgendwann blieb dann nicht mehr viel übrig ;-). Selbst als ich wusste, dass ich schreiben will, hab ich nicht gleich die Kurve gekriegt. Ich habe es dann mit Journalismus versucht, aber das war nichts für mich. Mein Drehbuch-Studium in Lissabon hat mir dann gezeigt: Film und Fernsehen, das will ich! Nach meinem Abschluss hab ich als Trainee im Story Department von „Marienhof“ Und seither bin ich beim Fernsehen.   

Nun aber zu deinem Buch „Eine Frau für alle Fälle“:

Blog-a-holic: „Eine Frau für alle Fälle“ ist dein erster Roman und ich bin mir sicher, dass noch einige folgen werden – zumindest hoffe ich es! Wie bist du auf diese Geschichte gekommen? Musstest du vielleicht selbst – wie Sandy in deinem Roman – auf die Suche nach einem geliebten Menschen gehen und hast das ein oder andere Abenteuer erlebt?

Laura Wagner: Hihi, nein. Zum Glück nicht. Die Idee kam mir spontan bei einem Urlaub auf Zakynthos. Das ist eine griechische Insel, bekannt für ihre Meeresschildkröten. Ich mag Schildkröten. Und ich hatte schon lange im Sinn, endlich mal einen Roman zu schreiben. Am besten etwas, das meine Mutter auch gerne lesen würde. So kam ich auf Sandy, der in der ersten Idee unverhofft eine Schildkröten-Auffangstation in den Schoss fallen sollte. Nur nicht auf Zakynthos, sondern irgendwo weiter weg.

Blog-a-holic: Die Idee mit der Schildkrötenauffangstation müssen wir mal vertiefen, das klingt nämlich sehr gut! Und wenn ich mir Sandy mit ihren Stöckelschuhen so vorstelle, sind dabei definitiv nicht nur Fettnäpfchen, sondern auch viele lustige Stunden für den Leser vorprogrammiert! 😀 Sandy sucht ihre Oma auf der Insel Dominica und auch du warst schon selbst vor Ort und hast dort für deinen Roman recherchiert. War dir schon dort klar, dass auf dieser Insel einfach ein Roman von dir spielen muss? Hattest du vielleicht sogar einen Reiseführer im Sinn und es dann doch zu einem humorvollen Roman geworden? 🙂

Laura Wagner: Ich habe die Insel am Computer „gecastet“. Google und dem Internet sei Dank. Ich hatte eine grobe Vorstellung von meiner Geschichte und wollte einen Ort haben, der ein bisschen exotisch ist. Er sollte nicht zu bekannt sein, aber viele Möglichkeiten für Geschichten bieten. So bin ich auf Dominica gekommen. Es gibt dort dichte Wälder, Wasserfälle, das einzige Reservat für karibische Ureinwohner in der gesamten Karibik, eine amerikanische Uni, den zweitgrößten kochenden See der Welt und und und. Ich hatte gleich tausend Geschichten im Kopf. Den Großteil habe ich also aus der Ferne recherchiert und dann kam erst der Wunsch, mal selbst hinzufahren. Ich wollte ein richtiges Gefühl für den Ort und die Menschen bekommen.

Emerald Pool

Batibou Beach

kurz vor Chaudierre Pool

Blog-a-holic: Wow! Vielen vielen Dank für diese wunderschönen Fotos! Jetzt möchte ich am liebesten meine nächste Reise buchen!!!
Vom Manuskript zum fertigen Buch: Wie sieht bei dir der Schaffensprozess eines Buches aus bzw. wie bist du dein erstes Projekt angegangen? Gibt es vielleicht etwas, das du jetzt nicht mehr tun würdest oder würdest du alles genauso machen?

Laura Wagner: Ich bin niemand, der gerne einfach so drauflos schreibt. Ich muss schon wissen, wo es hingeht. Deswegen mach ich als erstes immer Mindmaps. Ich liebe Mindmaps. Dann mach ich mir eine detaillierte Szenenliste für das erste Viertel, oder wie weit auch immer mich meine Ideen tragen. Und dann fange ich an zu schreiben. Beim Schreiben werden Szenenliste und Mindmaps dann angepasst und weiter ausgebaut. Denn meistens kann ich noch so gut planen, Dinge entwickeln sich gerne mal in eine andere Richtung. Aber das ist ja auch das Spannende am Schreiben. Bei eine „Frau für alle Fälle“ klebte ich sehr an der ersten Fassung. Ich wollte alles schon perfekt machen. Das hat dazu geführt, dass es oft nicht voranging. Das würde ich nicht mehr machen. Hoffentlich. Denn eigentlich ist die erste Fassung nur ein Entwurf mit dem man dann weiterarbeitet. Zur zweiten Fassung habe ich alles komplett umgeschrieben :-).

Blog-a-holic: Hui! Ein Mind-Maps-Mensch … das habe ich noch nicht ausgprobiert … vielleicht sollte ich es mal, dann wäre einiges leichter bzw. strukturierter *g*
Man sagt, ein Autor steckt nicht nur Herzblut in seine Geschichte, sondern auch, dass in jedem seiner Charaktere auch etwas von sich selbst steckt. Trifft das auch auf dich zu? Wie viel Laura finden wir in der tollpatschigen, aber liebenswerten Sandy?

Laura Wagner: Ich würde gerne sagen: Nichts! Aber ihre Seekrankheit kommt definitiv von mir. Und ich kann auch recht tollpatschig sein.

Blog-a-holic: Gut, je nachdem wie rau die See ist, kann ich da mitfühlen. Oder ist Sandy vielleicht eine Kopie einer lieben Freundin von dir?

Laura Wagner: Eine Kopie nicht, aber ein paar Züge haben sich da schon eingeschlichen :-P.

Blog-a-holic: 😀 Gut zu wissen … dann suche ich mal!
Neben Sandy treffen wir auf weitere liebenswerte, aber auch ein bisschen verrückte Charaktere. Ich finde, jeder einzelne hat einfach in die Geschichte gepasst. Er oder sie waren an Ort und Stelle richtig. Hast du selbst auch solche Kollegen oder aber Freunde um dich, die vielleicht als Vorlage gedient haben? 😉

Laura Wagner: Ich glaube, fast alle Leute, die ich kenne und wirklich mag, sind auf ihre eigene Art und Weise ein bisschen verrückt. Aber Vorlagen waren sie nicht wirklich. Ich habe vielleicht einfach einen Hang zu Verrückten …

Blog-a-holic: Hmm … lass das mal deine Freunde und Familie besser nicht lesen *lol* Aber irgendwie kommt mir das bekannt vor. Vielleicht sollten wir aufeinander treffen.
Und wie kamst du auf die Idee einen drogenabhängigen Riesendackel mit in die Geschichte aufzunehmen? Hattest du vielleicht schon mal eine negative Begegnung mit einem Dackel?

Laura Wagner: Bis vor einigen Jahren hatte ich noch große Angst vor Hunden. Und als Kind ist mir der Dackel der Nachbarn mal ins Gesicht gesprungen. Mittlerweile habe ich Hunde aber sehr lieb gewonnen. Woher die Idee zu Nestor kam, weiß ich gar nicht mehr. Er ist einfach so in der Geschichte aufgetaucht.

Blog-a-holic: Auf jeden Fall hat er die Geschichte noch nachhaltig aufgewirbelt! Und – wo wir gerade bei dem Dackel sind – hast du vielleicht auch Haustiere? Einen Hund vielleicht?

Laura Wagner: Auch wenn ich Hunde sehr mag, ich habe keinen. Ich hatte schon einige andere Haustiere: ein Kaninchen, eine Schildkröte, Wellensittiche. Allesamt waren irgendwie ein bisschen bekloppt. Ich habe also nicht nur eine Vorliebe für verrückte Menschen, sondern auch für verrückte Tiere. Schätze, das erklärt einiges.

Blog-a-holic: Jetzt weiß ich, woher die Idee mit der Schildkrötenauffangstation kommt *versuche das Wort mal nach einem Glas Rotwein mehrmals hintereinander zu sagen!*
Welches Gefühl hattest du, als dein Buch verlegt wurde und du es das erste Mal in den Händen halten durftest?

Laura Wagner: „Geschafft! :-D“

Blog-a-holic: Oh ja, das kann ich nachvollziehen! Mir würde es wohl auch so gehen!
Und nun zu deinem neuen Projekt: ich konnte dir ja schon entlocken, dass ein weiterer Teil um Sandy geplant ist. Worauf dürfen wir uns dieses Mal freuen? Kannst du uns vielleicht schon etwas darüber verraten?

Laura Wagner: Im Moment sammle ich nur Ideen, spruchreif ist wie gesagt noch nichts. Aber wenn es was zu verraten gibt, sag ich Bescheid ;-).

Blog-a-holic: Ideen sammeln klingt schon mal sehr sehr gut! Und ich stehe auf jeden Fall für nächste Projekte bereit. 😉
Was möchtest du deinen LeserInnen noch mit auf den Weg geben?

Laura Wagner: Ich hoffe, dass Ihr euch gut unterhalten fühlt und einige schöne Stunden mit „Eine Frau für alle Fälle“ verbringt. Gerne könnt Ihr mir auf Facebook, Instagram und Twitter folgen – da gibt es zum Beispiel schöne Bilder von Dominica und Neuigkeiten rund um Sandys Abenteuer.

Blog-a-holic: Einige Links habe ich mal eingefügt, nur mit Twitter kann ich leider nicht dienen 😉
Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit für das Interview genommen hast 🙂

 

♥ Ich hoffe, dass euch das Interview mit Laura Wagner gefallen hat. Besucht sie doch einfach mal auf ihrer Facebook-Seite und teilt ihr euren Leseeindruck von Sandy und Nestor mit 😉 ♥

Habt alle noch einen wunderschönen Tag!

Viele liebe Grüße,
eure Nina ♥