Releaseparty von Tina Eugen ~ Diana und Roman stellen sich vor

Hallo ihr Lieben! 

Die Releaseparty ist schon fast vorbei und sie war einfach fantastisch! Aber … ich habe auch noch einen kleinen Schmankerl fĂŒr euch 😉 Denn ich durfte die beiden Protagonisten aus Tina Eugens Roman „Sommer fĂŒrs Herz“ interviewen. Diana und Roman haben mir Rede und Antwort gestanden.

Los geht’s also!

Interview mit Diana und Roman aus „Sommer fĂŒrs Herz“

Sommer fĂŒrs herz Tina Eugen

Blog-a-holic: Hallo liebe Diana, hallo lieber Roman, vielen Dank, dass ihr heute fĂŒr ein Interview bereit steht. Ich hoffe, das „Du“ ist fĂŒr euch Beide in Ordnung?

Diana / Roman: SelbstverstĂ€ndlich! Danke, fĂŒr die tolle Gelegenheit zu diesem Interview.

Blog-a-holic: Aber gerne doch ! Legen wir also los: In dem Roman „Sommer fĂŒrs Herz“ erfahren wir so einiges ĂŒber euch. Diana, du arbeitest und lebst am Wörthersee und man merkt dir an, dass es ein Traum von dir ist. Was verbindest du mit dem Wörthersee?

Diana: Der Wörthersee ist mein persönliches Paradies. Dieses Fleckchen Erde bedeutet fĂŒr mich Heimat und Urlaubsort zugleich.

Ein Blick auf den wunderschönen Wörthersee! (Quelle: Pixabay)

Blog-a-holic: So, wie du ihn beschreibst, scheint es wirklich ein wahres Paradies zu sein und das Bild ist einfach fantastisch und lĂ€dt direkt zum TrĂ€umen ein! ♄ 
Roman, du stammst aus Wien und das Schicksal bringt dich zum Wörthersee. Was hat dich an diesem Ort so verzaubert? Und kannst du Wien den RĂŒcken fĂŒr den Wörthersee kehren?

Roman: Wien ist eine wunderschöne Stadt und ich verbinde sehr viele schöne Erinnerungen damit. Doch seit ich Diana am Wörthersee kennen lernen durfte, sind fĂŒr mich die Vorteile, in einer Großstadt zu leben ziemlich in den Hintergrund gerĂŒckt.  

Schloss Belvedere, Wien (Quelle: Pixabay)

Schloss Schönbrunn, Wien (Quelle: Pixabay)

Blog-a-holic: Oh ja, Wien hat durchaus seine VorzĂŒge und auch viel zu bieten. Ich war selbst vor einigen Jahren dort und es ist definitiv eine Reise wert!
Diana, du hast schon eine Beziehung hinter dir, die dich in deinen Entscheidungen sehr geprĂ€gt hat. Wie hat Roman es geschafft, dass du dein Herz fĂŒr eine neue Liebe öffnen konntest?

Diana: Roman ist im wahrsten Sinne des Wortes in mein Leben gepoltert. Vom ersten Moment an fĂŒhlte ich mich zu ihm hingezogen. Ich kann es nicht beschreiben, aber mein Herz sendete mir von Anfang an, eindeutige Signale fĂŒr diesen Mann.

Blog-a-holic: Das stimmt, denn diese Signale konnten auch wir Leser spĂŒren. Ab und an waren sie aber auch zwiespĂ€ltig. 
Roman, bei dir tritt momentan das Gegenteil ein: du möchtest aus einer unliebsamen Beziehung flĂŒchten. Was war fĂŒr dich der ausschlaggebende Moment, dass du die Scheidung in Betracht gezogen hast?

Roman: Lange war die Scheidung kein Thema fĂŒr mich, da meine Ex-Frau nicht stĂ€ndig in meiner NĂ€he war. Die Liebe zu unserer Tochter hat mir genĂŒgt.

Doch irgendwann war der Zeitpunkt erreicht, wo ich die Anwesenheit von Sylvia nicht mehr ertragen konnte und mir kurz nach ihrem Auftauchen ihre schnellstmögliche Abreise wieder gewĂŒnscht habe. Diese Tatsache war der prĂ€gende Moment, daran etwas zu Ă€ndern.

Blog-a-holic: Und der Moment war genau richtig!
Nun aber mal weg von alten Beziehungen und hin zu etwas Neuem: Diana, was hat dich an Roman vom ersten Moment an fasziniert / verzaubert?

Diana: Hihi, in allererster Linie war es sein Auto, das mich fasziniert hat. Ein dunkelrotes KĂ€fercabrio nennt er sein Eigen. Dieses hat es mir als aller erstes angetan (Roman lacht – Diana stimmt mit ein).

Vielleicht hat dieser hier ja Ähnlichkeit? (Quelle: Pixabay)

Der zweite Moment war, als Roman aus dem Auto ausgestiegen ist. Seine PrĂ€senz hatte mich von Anfang an in ihren Bann gezogen. Als er dann die Tankstelle betreten hat und ich das erste Mal in seine tĂŒrkisgrĂŒnen Augen, wie die Farbe des Wörthersees blickte, war es vollkommen um mich geschehen.

Blog-a-holic: Also war es nicht nur Roman selbst, sondern auch sein Auto, das dich fasziniert hat 😉 Gut, ein KĂ€fercabrio sieht man auch nicht alle Tage!
Roman, dieselbe Frage stelle ich dir: was hat dich vom ersten Moment an Diana fasziniert / verzaubert?

Roman: Diana hat mich angelĂ€chelt. Das genĂŒgte mir fĂŒr den Anfang schon. Ihre strahlend weißen ZĂ€hne und ihr herzliches Lachen haben mein Herz erwĂ€rmt. Obwohl ich es gar nicht wollte. Dann ihr dunkler Teint und die schwarzen Haare sind zwei Faktoren, die meine Vorlieben bei einer Frau komplettiert haben.

Blog-a-holic: *seufz* Diana, ich kann verstehen, dass du sein Herz an ihn verloren hast *rot wird* *rĂ€usper*
Diana, wenn du Roman mit drei Worten beschreiben mĂŒsstest, welche wĂ€ren das?

Diana: Oh, das ist nicht so leicht. Ich glaub ich mach drei kurze SĂ€tze daraus. Traummann fĂŒr mich, Bester Papa fĂŒr Ella, Unser beider Held

Blog-a-holic: Wunderschön, liebe Diana! 🙂 
Roman, nun deine drei Worte fĂŒr Diana.

Roman: Beeindruckender Name, Beeindruckende Frau, meine große Liebe

Blog-a-holic: Man sieht, euch beide hat es einfach direkt erwischt 😉 Nun mĂŒssen wir aber langsam zum Schluss kommen, daher meine letzte Frage an euch: 
Welchen Tipp / Ratschlag könnt ihr denjenigen mit auf den Weg geben, die ebenfalls in einer schwierigen Situation stecken und die denken, dass die Liebe sie nicht mehr finden wird?

Diana: Da muss ich wieder an die Worte meiner Tante Inge zurĂŒckdenken, die mir auch einen verbalen Tritt in den Hintern verpasst hat. Der Ritter auf dem weißen Pferd ist schon gestorben oder es gibt immer etwas, dass der Teufel nicht frisst. Anfangs war ich, was Roman betrifft, ja auch sehr skeptisch. Und hab mich versucht gegen ihn zu wehren. Doch das Schicksal weiß ganz genau, wann der richtige Zeitpunkt da ist, dass eine positive Wendung im Leben stattfinden soll. Man muss sie dann aber auch zulassen.

Blog-a-holic: Das ist ein wirklich guter Ratschlag! Sag deiner Tante Inge lieben Dank dafĂŒr! 
Und auch vielen Dank an euch, Diana und Roman. Ich wĂŒnsche euch und natĂŒrlich auch der kleinen Ella eine wunderschöne gemeinsame Zeit! Sollte ich mal am Wörthersee vorbei kommen, werde ich garantiert einen Stopp einlegen und mich von dieser wunderschönen Landschaft in ihren Bann ziehen lassen.

Diana / Roman: Wir sagen danke und du bist natĂŒrlich herzlich eingeladen der Seeperle, wenn du am Wörthersee bist, einen Besuch abzustatten.

 

♄ Ich hoffe, das INterview hat euch gefallen! ♄

Und wer nun neugierig auf Tina Eugens Roman geworden ist, der findet eine Rezension davon hier

Liebe GrĂŒĂŸe, 
eure Nina ♄

Wundertage – Das mainwunder-Team stellt sich vor

mainwunder Banner

Eine Woche voller wundertage

Hallo ihr Lieben und herzlich Willkommen zu den Wundertagen!

Heute möchten die liebe Anja von Unsere kleine BĂŒcherwelt und ich euch das mainwunder Team vorstellen! 

Doch zunĂ€chst einmal: 

Was ist mainwunder?

Steigen wir doch einfach mal gemeinsam ein und schauen nach, was sich mainwunder als Einstieg ausgedacht hat: 

Mich hat das Video nicht allein nur als Leserin und Bloggerin neugierig gemacht, auch fĂŒr zukĂŒnftige Projekte, haben sie bereits einen Stein bei mir im Brett … und auf meiner „To Do-Liste“ steht nun nach dem ersten Roman schreiben „einen Termin mit mainwunder vereinbaren“ 😉 

Aber was genau tut mainwunder fĂŒr euch, die Autoren? Lest selbst, was auf der mainwunder Homepage geschrieben steht:

„Sie sind Autor und wollen, dass ihr Buch gerne und viel gelesen wird? Sie sind ein Verlag und suchen exzellente, aber persönliche Beratung und UnterstĂŒtzung im TagesgeschĂ€ft, um die BĂŒcher Ihrer Autoren effizient zu vermarkten? Sie sind Coach, Berater oder Experte auf Ihrem Gebiet und möchten mit einem Buch Ihre Expertise unterstreichen? Und Sie suchen eine Agentur, die Sie bei Ihrem Buchprojekt begleitet und wollen, dass Ihr Buch zum Besten in Ihrer Branche/Ihrem Genre wird? Sie suchen eine Agentur, die fĂŒr Sie eine starke Fancommunity im Social Web aufbaut, fĂŒr Rezensionen sorgt und Sie als Autor am Markt sichtbarer macht? Dann sind Sie bei der Agentur mainwunder, Ihrer Agentur fĂŒr Buchmarketing und Social Media fĂŒr Autoren und Verlage  genau richtig.“

So, auf die Agentur haben wir nun gemeinsam einen Blick geworfen, doch wer steckt eigentlich hinter mainwunder? Welche kreativen Köpfe können all diese wunderbaren Aktionen ins Leben rufen, die Autoren so wunderbar unterstĂŒtzen und auch uns Blogger mit ihren geplanten Aktionen sprachlos machen?

Anja und ich hatten die Gelegenheit, die beiden Frauen hinter mainwunder zu interviewen:

mainwunderteam

Liebe Tanja, liebe Rebecca, zunĂ€chst einmal vielen Dank, dass ihr beide fĂŒr unser Interview bereit steht! Bitte stellt euch doch mal in Form eines Kurz-Steckbriefes vor:

Tanja Rörsch: 

  • Name: Tanja Rörsch
  • Augenfarbe: braun
  • Haarfarbe: eigentlich Straßenköter-Blond, dank Haarfee hĂŒbsches blond
  • Geburtstag: 17. MĂ€rz 2017
  • Sternzeichen:  Fische
  • Heimatort:  Frankfurt am Main
  • Hobbys: Garten, Hund, Netflix
  • Wenn ich 3 WĂŒnsche frei hĂ€tte: wĂŒrde ich mir wĂŒnschen, dass alle Autoren vom Schreiben leben können
  • Das mag ich: Gut gemachte BĂŒcher, ausgefallene Aktionen, gemeinsame Erfolge
  • Das mag ich nicht: Pessimismus

Rebecca Resch:

  • Name: Rebecca Resch
  • Augenfarbe: Braun
  • Haarfarbe: Rot-Braun, meine Friseurin sagt lieber Kastanienbraun
  • Geburtstag: 25. Juni 1989
  • Sternzeichen:  Krebs
  • Heimatort:  Mönchengladbach
  • Hobbys: Lesen / Bloggen, Reise, Aquaristik
  • Wenn ich 3 WĂŒnsche frei hĂ€tte: ZunĂ€chst wĂŒrde ich mir fĂŒr die ganze Welt ein bedingungsloses Grundeinkommen wĂŒnschen, sodass jeder seinem Herzensberuf ohne Existenzangst nachgehen kann. Dann wĂŒrde ich mir wĂŒnschen, dass PapierbĂŒcher niemals aussterben. Den dritten Wunsch wĂŒrde ich mir aufsparen 
 man kann ja nie wissen was kommt 😉
  • Das mag ich:  Humor, Optimismus, Tiere, BĂŒcher
  • Das mag ich nicht: Arroganz, „Mit dem Kopf durch die Wand“-Menschen, Schwarzmaler

Vielen Dank euch beiden! Nun haben wir einen ersten Eindruck gewonnen. Tanja, du bist die GrĂŒnderin und der kreative Kopf von „mainwunder“ und kannst bereits auf 10 Jahre Marketingerfahrung zurĂŒckblicken. Wie genau und aus welchem Anlass heraus ist deine Agentur entstanden? 

Tanja Rörsch: Eigentlich war die GrĂŒndung der Agentur eine sehr spontane Entscheidung. UrsprĂŒnglich hatte ich ĂŒberlegt, etwas ganz anderes zu machen. Ich war zuvor bei einem internationalen Pharmaunternehmen und habe das Unternehmen nach außen gegenĂŒber Presse, Verbrauchern, Wettbewerbern und NGOs vertreten. Aber ich war nicht glĂŒcklich. Meine KreativitĂ€t stieß in Unternehmen bisher immer an Grenzen und ich konnte mein wahres Potenzial nicht leben. Ich ĂŒberlegte, Marketing und PR vollends an den Nagel zu hĂ€ngen. Eine Frage hat dann alles verĂ€ndert. Ich fragte mich, wenn es nicht Marketing war, was mich langweilte, sondern das Produkt, welche Branche dann die Richtige fĂŒr mich wĂ€re. Und ich hatte schon immer eine Leidenschaft – BĂŒcher. So grĂŒndete ich mainwunder, kritisch beĂ€ugt von Agentur-Kollegen, die mir alle rieten, mir doch besser eine andere Branche zu suchen. Aber ich ließ es Fließen, ließ mich darauf ein, was mir und wer mir begegnete. Und diesen Flow bewahre ich mir bis heute.

Du hast dich und deine KreativitĂ€t also nicht unterkriegen lassen und hast dich entfaltet! Das ist einfach spitze und ein Vorbild fĂŒr viele 🙂
Und wo wir schon gerade bei der Entstehung der Agentur sind – hin zu deinem Logo. Was verbindest du mit einem Kolibri? Oder besser gefragt: warum ein Kolibri?

mainwunderlogo

Tanja Rörsch: Auf der Suche nach dem richtigen Motiv schlug mein damaliger Grafiker den Kolibri vor und ich habe mich gleich in ihn verliebt. Der Kolibri steht fĂŒr Kommunikation und baut eine BrĂŒcke zwischen den beiden Wortteilen „main“ und „wunder“.

Was genau macht fĂŒr euch den Unterschied zwischen mainwunder und anderen Agenturen aus?

Tanja Rörsch: Zwei Dinge stecken den Rahmen meines Tuns vor: Persönliche Betreuung (d.h. auch immer mit mir sprechen, wenn man anruft und dass ich immer ĂŒber alles im Bilde bin) und Einzigartigkeit (d.h. Aktionen und Strategien entwickeln, die sonst keiner hat). Ich glaube, was uns von anderen unterscheidet sind aber vor allem die Werte: Wir leben Leidenschaft, Vertrauen und Verantwortung und handeln danach.

Was verbindet ihr mit mainwunder?

Tanja Rörsch: mainwunder drĂŒckt alles aus, wofĂŒr ich lebe. Menschen groß machen, Menschen zusammenbringen, Wunder vollbringen.

mainwunder tanja

 

Rebecca Resch: In erster Linie verbinde ich damit Tanja, vor allem ihre unfassbare KreativitĂ€t. Es ist immer wieder erstaunlich, wie ihre Ideen fließen, egal ob wir ĂŒber das Wetter oder branchenbezogene Themen sprechen 🙂

Und nun zu eurer Zusammenarbeit: wie genau habt ihr beide zusammengefunden? Kanntet ihr euch vielleicht schon vorher oder seid ihr bei einem gemeinsamen Projekt aufeinander gestoßen?

Tanja Rörsch: Wir haben uns bei Blogger-Aktionen kennengelernt, an denen Becky als Bloggerin teilgenommen hat. Ich weiß es noch wie heute, als sie mir erzĂ€hlte, dass sie gerne in der Buchbranche arbeiten möchte und ich sie vom Stand weg engagiert habe. Wahrscheinlich war es Liebe auf den ersten Blick, wir mussten einfach zusammenarbeiten 🙂

Rebecca Resch: Oh ja, ich erinnere mich. Als Tanja mich engagierte war ich total geflashed und ich bin ihr sehr dankbar fĂŒr die Chance, die sie mir gegeben hat. Schon vor der Zusammenarbeit habe ich eine tolle Harmonie gespĂŒrt und durch die Jahre hat sich das GefĂŒhl fĂŒr mich noch verstĂ€rkt. Wir sind ein super Wunder-Team 😉

Das ist wahr! Die Harmonie, aber auch die ungeheure Energie spĂŒrt man bei euch beiden auf Anhieb! Ihr seid wirklich total auf einer WellenlĂ€nge und ergĂ€nzt euch einfach perfekt! 🙂
Ein neuer Auftrag kommt herein oder aber ein neues Event steht bevor: wie sieht eure Aufgabenverteilung aus?

Tanja Rörsch: Bei Aktionen ist der Weg fast immer gleich. Ich habe eine Idee und bespreche diese meist gleich mit meinen Kunden, manchmal aber auch erst mit Becky, vor allem dann, wenn es große Events sind, die uns lĂ€ngere Zeit in Atem halten werden. Meistens arbeite ich die Idee oder das Konzept aus, schreibe Texte, Einladungen, AblĂ€ufe und Becky koordiniert die Organisation und sorgt fĂŒr einen reibungslosen Ablauf.
Alle anderen TÀtigkeiten wie strategische Beratung, Krisenberatung, die Planung von Neuveröffentlichungen, Social Media Betreuung, Kampagnen, Buchmesse-Aktionen liegen bisher allein bei mir, hier brauchen Autoren und Verlage eine enge persönliche Betreuung.

Rebecca Resch: Korrekt. Ich liebe es, Events / Touren / Blogger-Aktionen zu organisieren und koordinieren. Ich glaube, hier liegt eine große StĂ€rke von mir. Dadurch kann ich Tanja im Alltag ein wenig entlasten, sodass Sie mehr Zeit fĂŒr Blogger- und Kundenpflege hat.

Es lĂ€uft bei euch also alles Hand in Hand 🙂
Das Motto von mainwunder lautet „Leidenschaft(lich) kommunizieren!“. Wie seid ihr auf dieses Motto gekommen? Was bedeutet es fĂŒr euch und wie weit geht diese Leidenschaft?

Tanja Rörsch: Es ist wieder ein Wortspiel, denn einerseits geht es bei unserer Arbeit nicht um ein steriles, emotionsloses Produkt – Schreiben ist eine besondere Leidenschaft und das Buch das Endprodukt vieler vieler Wochen aus Schweiß, ĂŒbermĂŒdete NĂ€chte, Zweifel – aber auch Freude, Euphorie und Stolz. Schreiben ist Leidenschaft und genauso leidenschaftlich sollte ĂŒber BĂŒcher kommuniziert werden. Und dafĂŒr stehen wir.

leidenschaft(licht) kommunizieren

Rebecca, du wohnst und arbeitest in Hamburg; du, Tanja, in Frankfurt bzw. Dreieich. Wie kann man sich bei dieser Entfernung eine enge Zusammenarbeit vorstellen? Und was genau tut ihr, wenn euch mal das Internet (bzw. andere Kommunikationsmittel) im Stich lÀsst?

Tanja Rörsch: So wie unsere Kunden in ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz wohnen, manche sogar in Frankreich und den USA und wir mit ihnen ĂŒber alle möglichen KanĂ€le (Telefon, Skype, Facebook, Whatsapp, E-Mail…) in Kontakt stehen, so ist das auch bei uns. Es funktioniert reibungslos und ermöglicht uns eine große Freiheit. Über eine neue Plattform fĂŒr Autoren und Dienstleister, mein-buchprojekt.de, die ich in den letzten Monaten mit einem großen Entwicklerteam und einem Investor entwickelt habe, wird die Zusammenarbeit in Zukunft noch leichter.

Rebecca Resch: Wir kommunizieren tatsĂ€chlich auf den unterschiedlichsten Wegen 
 jetzt, wo wir mal darĂŒber sprechen, fĂ€llt es erst richtig auf 🙂 Bislang haben wir einen sehr guten Weg gefunden, jedoch bin auch ich gespannt, welche Arbeitserleichterung die neue Plattform mit sich bringen wird. Ich bin schon irre gespannt auf den Launch und freue mich sehr!

Wir werden die Plattform auf jeden Fall im Auge behalten!
Ihr unterstĂŒtzt viele Autoren und auch uns Blogger einfach fantastisch. Tanja hat ja auch bereits ein Praxishandbuch zum Thema Marketing geschrieben. Habt ihr vielleicht auch selbst schon einmal daran gedacht, einen eigenen Roman zu schreiben?

Tanja Rörsch: Ja, Becky sagt immer, ich soll endlich einen Roman schreiben. Aber das ĂŒberlasse ich meinen Kunden. Man sollte sich stets auf seine StĂ€rken konzentrieren und nicht tausend Baustellen bedienen. Das ist auch oft ein Thema in meinen Strategieberatungen, Menschen verzetteln sich leicht, vor allem, wenn sie kreativ sind. Die Folge ist eine unklare Positionierung, verwirrte Leser und ein/e noch verwirrtere/r Autor/in, der sich wundert, wo der Erfolg bleibt.

Rebecca Resch: Och komm, immer ist ĂŒbertrieben, haha 🙂 Ich denke, dass Tanja durchaus eine tolle Roman-Autorin wĂ€re. Aber solange einen die Muse nicht kĂŒsst 
 Ich selbst habe schon darĂŒber nachgedacht und sogar schon mal angefangen. Dieser Anfang schlummert schon lange auf meinem Rechner, wo er vielleicht in 20 Jahren noch liegt, sofern meine Festplatte nicht zwischenzeitlich den Geist aufgibt 😉

Na dann mal auf, ihr Beiden!!! Setzt eure TrĂ€ume um und auf an die Veröffentlichung! Wir sind schon gespannt 🙂
Was bedeutet fĂŒr euch die Zusammenarbeit mit uns Bloggern?

Tanja Rörsch: Alles. Sie gibt mir die Motivation, coole Aktionen zu veranstalten. Immer wieder etwas Neues zu machen, euch zu begeistern, mitzureißen, zu ĂŒberraschen. Ihr seid gleichzeitig ein wichtiger Stimmungsbarometer am Markt, durch euch weiß ich, was Blogger beschĂ€ftigt, was ihr braucht und wo ich unterstĂŒtzen kann. Blogger sind die neuen Journalisten und es ist toll, bei dieser Entwicklung dabei zu sein.

Vielen lieben Dank! Mit all euren Aktionen habt ihr es bis jetzt auch ausnahmslos geschafft, uns Blogger zu motivieren und immer wieder aufs Neue zu begeistern! Wir freuen uns schon auf eure kommenden Aktionen und sind gerne wieder dabei 🙂
Liebend gerne wĂŒrden wir euch beide weiter löchern, aber das ist ja erst der Anfang unserer tollen „Wundertage“ und es folgen noch viele fantastische BeitrĂ€ge!
Nun als krönender Abschluss: was war / ist euer persönliches mainwunder-Highlight?

Tanja Rörsch: Puh das ist schwer, unsere Online-Festivals sind Highlights. Aber: Jeder Bucherfolg ist ein Highlight, jede gelungene Aktion ist ein Highlight, jeder geniale Buchtitel ist ein Highlight.

Rebecca Resch: Da gibt es mittlerweile so viel … mh 
 Auf das bisherige Jahr bezogen war es fĂŒr mich die Fantasywoche, eben weil ich das Genre liebe. Ansonsten ist fĂŒr mich aber jede gelungene Aktion ein mainwunder-Highlight 🙂

Fantasy Woche, Facebook

Die Fantasywoche war das mainwunder-Highlight vom 06. bis zum 12. Februar in diesem Jahr! 😀 Aber es sollte nicht das Einzige bleiben … 

Vielen Dank fĂŒr eure Zeit und dass ihr unsere neugierigen Fragen beantwortet habt! 🙂

Eure Anja und Nina ♄

 

Interview mit ~ Jessica Stephens ~

Hallo ihr Lieben!

Ich möchte euch jetzt nicht lĂ€nger auf die Folter spannen 🙂 Nachdem ich Band 1 der WĂ€chter-Saga gelesen habe, durfte ich auch der Autorin Jessica Stephens einige neugierige Fragen stellen. Die Antworten möchte ich euch nicht vorenthalten: 

Interview mit Jessica Stephens

Jessica Stephens

Blog-a-holic: Hallo liebe Jessica! ZunĂ€chst einmal vielen lieben Dank an dich, dass ich dich interviewen darf und dir einige Fragen stellen darf. Ich hoffe es ist okay, wenn ich „Du“ sage?

Jessica Stephens: Aber natĂŒrlich! Bisher hatte ich das GlĂŒck, dass alle mit dem „Du“ einverstanden waren, denn ich finde diesen lockeren Ton viel angenehmer.

Blog-a-holic: Liebe Jessica, bitte stelle dich deinen Lesern (in Form eines Kurz-Steckbriefes) vor

  • Name:  Jessica
  • Augenfarbe: GrĂŒn
  • Haarfarbe: Blond
  • Geburtstag: 27.04.1990
  • Sternzeichen:  Stier
  • Heimatort:  Osthessen
  • Hobbys: Lesen, Schreiben, Kino
  • Wenn ich 3 WĂŒnsche frei hĂ€tte: Eine eigene Bibliothek, einen unendlichen Kleiderschrank mit 1000 Kleidern (ja ich liebe Kleider 😉 ) und ein eigenes Kino.
  • Das mag ich:  Serien schauen, Verreisen, meine Familie.
  • Das mag ich nicht:  Stress bzw. Zeitdruck.

Blog-a-holic: Na jetzt wissen wir doch schon einiges mehr ĂŒber dich! 😉 Aber lĂ€ngst noch nicht alles !
Mit der WĂ€chter-Saga hast du dein DebĂŒt veröffentlicht. Den Anfang macht Band 1 „Wahre Liebe ohne Chance“. Und Band 2 „Triff deine Wahl“ ist auch schon erhĂ€ltlich. Band 3 ist – wie man deiner Homepage entnehmen kann – aktuell in der Rohfassung 😉 War das Schreiben denn schon immer dein grĂ¶ĂŸter Wunsch?

Jessica Stephens: Ja und nein, mein Wunsch war es schon immer etwas kreatives zu machen, sei es zu Malen sprich Kunst, Musik (ich kann aber leider nicht singen) oder halt das Schreiben. Das Zeichnen bzw. malen macht mir auch heute noch großen Spaß, aber im Schreiben habe ich den idealen Weg gefunden, meine KreativitĂ€t zu entfalten. Mir fallen stĂ€ndig neue Geschichten ein und manchmal wĂŒrde ich mir wĂŒnschen, ich hĂ€tte mehr Zeit, um diese alle direkt aufschreiben zu können.

Blog-a-holic: Du malst auch gerne? Das ist super! WĂŒrdest du uns vielleicht mal das ein oder andere Bild von dir zeigen?
Leider muss ich dir jetzt eine Frage stellen, die Autoren zu oft hören und bei einigen auch verpönt ist: Woher nimmst du deine Inspiration zum Schreiben? Hast du eine persönliche Muse?

Jessica Stephens: Nein, eine Muse habe ich nicht. Das wĂ€re aber sicher auch nicht schlecht. 😉 Inspiration erhalte ich durch viele Dinge, sei es BĂŒcher, Filme oder TV-Serien, aber auch Nachrichten, aktuelle Berichte oder auch ErzĂ€hlungen, oder auch eigene Erfahrungen im Freundeskreis oder von mir selbst. Die Geschichte entsteht aus einer Grundidee, aber diese entwickelt sich mit vielen neuen Infos weiter. Habe ich ein Thema gefunden, ĂŒber welches ich schreiben möchte, dann recherchiere ich und finde darin, dann auch wieder Inspiration. Ich denke, man braucht nur einen gehörigen Schuss KreativitĂ€t und schon finden sich Ideen und daraus werden Geschichten. =)

Blog-a-holic: Das klingt wirklich toll! So brauchst du wirklich keine Muse, sondern einfach nur jeden Tag neue EindrĂŒcke und Einblicke!
Ein Tag wie jeder andere – wie sieht er in deinem Leben aus?

Jessica Stephens: Um 6 Uhr aufstehen, frĂŒhstĂŒcken, fertig machen und dann geht’s erstmal zur Arbeit. In meinem Brotjob arbeite ich als Assistentin und das kann manchmal sehr stressig sein, dementsprechend finde ich es auch schön, etwas Ruhe im Schreiben zu finden. Ich arbeite meistens bis ca. 16:30 Uhr und mache mich dann auf den Heimweg. Wenn EinkĂ€ufe, Termine, oder was sonst noch ansteht, erledigt sind, dann geht es nach Hause. Dort esse ich noch eine Kleinigkeit und dann geht es vor den PC. Allerdings prĂŒfe ich abends dann nur die Social Media KanĂ€le und meine Mails. Zum Schreiben finde ich meistens nur am Wochenende Zeit, aber dann nutze ich jede freie Minute um an meinen Geschichten weiter zu arbeiten.

Blog-a-holic: Das klingt aber nach einem langen und auch harten Arbeitstag! Hut ab, dass du danach noch die Zeit (und auch Motivation!) findest, an den PC zu gehen 🙂
Wie lautet dein Lieblingszitat?

Jessica Stephens: Sometimes you win, sometimes you learn.  – von John Maxwell

Blog-a-holic: Ein wunderschönes Zitat!
Welche Person hat dich geprÀgt oder aber dich inspiriert?

Jessica Stephens: Ich wĂŒrde nicht sagen, dass eine Person mich geprĂ€gt oder inspiriert hat, sondern das dass gesamte Leben inspirierend ist. Ich habe ein paar Jahre außerhalb meiner Heimatstadt gelebt und habe dort wunderbare Leute kennen lernen dĂŒrfen. Die Erfahrungen, welche ich dort gemacht habe, waren prĂ€gend und die Leute, die ich getroffen habe, waren inspirierend. Und auch jetzt begegne ich immer wieder neuen Leuten und ihren Geschichten, welche interessant und inspirierend sind.

Blog-a-holic: Ein wunderschöner Gedanke 🙂 Und die Geschichten der anderen Leute sind wirklich interessant und können auch durchaus die ein oder andere Inspiration liefern.
Und nun darfst auch du „einfach nur Leserin“ sein: Welches ist dein Lieblingsbuch? Bzw. deine LieblingsbĂŒcher? Gibt es da vielleicht auch eine Reihe, die dich schon immer begleitet hat?

Jessica Stephens: Meine LieblingsbĂŒcher sind tatsĂ€chlich eine Reihe, nĂ€mlich alle 5 BĂ€nde der Selection-Reihe von Kiera Cass. Diese BĂŒcher haben einen ganz besonderen Platz in meinem BĂŒcherregal und ich glaub, das sind auch die einzigen BĂŒcher, welche ich wirklich nochmal lesen wĂŒrde, weil sie mir so gut gefallen haben.

Blog-a-holic: Ich kenne auch zwei BĂŒcher dieser Reihe und kann verstehen, dass sie dir gefallen 🙂
Hast du auch einen Lieblingsautor / eine Lieblingsautorin?

Jessica Stephens: Wenn ich danach gehe, von welcher Autorin ich die meisten BĂŒcher besitze, dann ist es wohl Jennifer L. Armentrout. Aber emotional gesehen, sind fĂŒr mich einfach die BĂŒcher von Colleen Hoover unschlagbar. Mein Vorbild ist aber die Autorin Kerstin Gier, sie lebt ihren Traum von der Schriftstellerei und das möchte ich auch erreichen.

Blog-a-holic: L. Armentrout sagt mir bislang noch nichts – ich werde mich mal auf die Suche begeben. Danke fĂŒr den Tipp!
Bevor du zum Schreiben gekommen bist, hast du Standard und Latein getanzt. Da stelle ich mir doch die Frage: gab es damals eine Entscheidung zwischen Tanzen und Schreiben?

Jessica Stephens: Nein, diese Entscheidung wurde mir abgenommen. Standard und Latein gehört zum Paartanz und da mein Tanzpartner ausstieg, war fĂŒr mich dieser Sport auch vorbei. Sicherlich hĂ€tte ich mir auch einen neuen Tanzpartner suchen können, aber erstens ist es sehr schwierig jemand passenden zu finden und zweitens, muss man in der Regel dann nochmal von vorne beginnen und sich aufeinander einspielen. Ich entschied mich dagegen und hatte dadurch wesentlich mehr Freizeit, welche genutzt werden wollte und so kam ich kurzgefasst zum Schreiben.

Blog-a-holic: Das ist natĂŒrlich sehr Schade… aber wiederum gut fĂŒr deine Leser 😉
Hast du vielleicht noch mehr kreative Hobbies?

Jessica Stephens: Nein, dass Schreiben frisst einen Großteil meiner Freizeit, was aber nicht negativ gemeint ist. Was ich aber gerne in Zukunft noch lernen möchte, ist Gitarre spielen.

Nun aber zu deinem Buch „WĂ€chter – Wahre Liebe ohne Chance?“:

Blog-a-holic: “ WĂ€chter – Wahre Liebe ohne Chance?“ ist dein erster Roman und dieser mĂŒndet direkt in eine Saga. Band 2 ist bereits erhĂ€ltlich und an Band 3 arbeitest du noch aktuell. Wie genau bist du auf diese Geschichte gekommen?

Jessica Stephens: Puhh, das kann ich nicht so genau sagen. So blöd das auch manchmal klingen mag, aber die Geschichte ist eher zu mir gekommen, als ich zu ihr. Irgendwann sind mir einfach die Ideen dazu im Kopf herum geschwirrt und ich schrieb kleine Notizen auf, welche immer mehr wurden und daraus entwickelte sich irgendwann dann mein DebĂŒt Roman.

Blog-a-holic: Das waren sicherlich einige Notizen, wenn man bedenkt, dass es eine Reihe geworden ist!
Deine WĂ€chter-Saga siedelt sich im Bereich Fantasy / Romantasy an. Was fasziniert dich an dem Genre Fantasy? Und war es fĂŒr dich schon immer klar, dass – wenn du schreiben wĂŒrdest – es nur in diesem Bereich sein kann?

Jessica Stephens: Das Interessante daran sagt das Wort selbst schon aus, denn Fantasie ist, wie ich finde, etwas wunderbares. Diese ermöglicht es uns in eine andere Welt abzutauchen und uns die tollsten Geschichten und ZauberkrĂ€fte auszumalen. Viel Fantasie hatte ich schon immer, jedenfalls sagen das meine Eltern ;-). Aber das ich irgendwann mal ein Buch, oder sogar eine ganze Saga schreiben wĂŒrde, hĂ€tte ich frĂŒher nicht gedacht. FĂŒr mich ist das Genre Fantasy allerdings der Bereich, in dem ich mich als Schriftstellerin, am wohlsten fĂŒhle, man hat so viele FreirĂ€ume und kann die verrĂŒcktesten Dinge einbauen, das ist wundervoll.

Blog-a-holic: Deiner Beschreibung nach passt das Genre wirklich sehr gut zu dir 🙂
Aber könntest du dir auch vorstellen, in einem anderen Genre zu schreiben?

Jessica Stephens: Ja definitiv, besonders die Genre Dystopie und New Adult reizen mich und ich habe auch schon IdeenentwĂŒrfe zu diesen beiden Themen in der Schublade liegen. Aber ob ich dass dann wirklich ĂŒberzeugend umsetzen kann, steht wohl in den Sternen. 🙂

Blog-a-holic: Na dann bin ich mal gespannt, wann dieser Schritt von dir folgt!
Wann wurde dir bewusst, dass sich deine Geschichte immer weiter entwickelt und daraus nicht nur ein Buch wird, sondern eine ganze Reihe? War das von Anfang an geplant oder gab es hier eine spontane Entwicklung?

Jessica Stephens: Ganz zu Anfang war noch keine Reihe geplant, aber wÀhrend dem Schreiben merkte ich einfach, dass ein Buch nicht ausreicht, um die ganze Geschichte zu erzÀhlen. Daher machte ich mir einen groben Plan und kam bei der Aufteilung dann letztendlich zu insgesamt 3 BÀnden.

Blog-a-holic: Vom Manuskript zum fertigen Buch: Wie sieht bei dir der Schaffensprozess eines Buches aus bzw. wie bist du deine bisherigen Projekte angegangen? Gibt es vielleicht etwas, das du jetzt nicht mehr tun wĂŒrdest oder wĂŒrdest du alles genauso machen?

Jessica Stephens: Mittlerweile habe ich fĂŒr mich selbst ein Konzept entwickelt um zumindest grobe Strukturen beim Schreiben zu haben. Bei meinem DebĂŒt habe ich einfach drauf los geschrieben und hatte dadurch am Ende stundenlange Korrekturen vor mir. Das wollte ich nie wieder erleben und daher schreibe ich immer erst den Plot, bevor ich mit dem eigentlichen Schreiben beginne. Bei Teil 3 meiner WĂ€chter-Saga ist dieser sehr detailliert und umfasst 6 Seiten, das liegt aber im wesentlichen auch daran, dass es der letzte Band ist und ich dort alles aufklĂ€ren und zu ende erzĂ€hlen möchte. Wenn ich allerdings mit einem ganz neuen Schreibprojekt starte, umfasst der Plot in der Regel nur eine Seite und ist dabei recht grob gehalten. Das liegt daran, dass ich mich bei einem neuen Projekt nicht direkt festlegen möchte, da mich das zu sehr einengt und es passieren kann, dass ich mich in eine Sackgasse schreibe. Daher fange ich locker an und werde mit der Zeit immer detaillierter.

Blog-a-holic: Der Plot ist wirklich eine große Hilfe – das habe ich schon von vielen Autoren gehört!
In deiner Geschichte kommen bereits viele Charaktere vor. Wie kannst du sie auseinander halten? Und hat dich ein Charakter im Laufe der Geschichte selbst ĂŒberrascht oder stand von Beginn an der Weg von jedem Einzelnen fest?

Jessica Stephens: Meine Charaktere sind fĂŒr mich alles eigene Personen. Ich weiß genau wie sie aussehen, wie sie sprechen und was sie fĂŒhlen. Ich kenne sie genauestens und kann sie dadurch auch sehr einfach auseinander halten. Die Wege, welche sie gehen wĂŒrden, standen nicht von Beginn an fest und das möchte ich auch nicht, die Entwicklungen sollen offen und lebendig sein und nicht wie vorhergeplant. Zwei Charaktere habe mich auf dem Weg zum Ende sehr ĂŒberrascht, da ich sie im Plot in eine andere Richtung schicken wollte, aber sie haben ihren eigenen Weg gewĂ€hlt. Den einen Charakter davon, Marcy, haben die meisten schon kennengelernt. Sie hat sich in Band 2 ganz anders entwickelt, als ich es geplant hatte, aber gerade dass macht den Reiz aus, finde ich. Den anderen Charakter, welcher seinen eigenen Weg wĂ€hlt, abweichend vom Plot, lernt man erst in Band 3 kennen. Zusammengefasst finde ich es schön, der Geschichte und den Charakteren manchmal auch einfach freien Lauf zu lassen und zu schauen, was sich daraus entwickelt.

Blog-a-holic: Jetzt machst du mich aber wirklich neugierig auf Band 2, denn Marcy kam mir als ein ausgeglichener Charakter vor, der anscheinend aber fĂŒr Überraschungen gut ist!
Man sagt, ein Autor steckt nicht nur Herzblut in seine Geschichte, sondern auch, dass in jedem seiner Charaktere auch etwas von sich selbst steckt. Trifft das auch auf dich zu? Wie viel Jessica finden wir in Melody?

Jessica Stephens: In Melody selbst, wahrscheinlich sehr wenig. Ihre anfĂ€ngliche SchĂŒchternheit und die innerlichen FlĂŒche, sind Eigenschaften, welche ich mit meiner Jugend verbinde. Das ist aber auch schon die einzige Gemeinsamkeit.

Blog-a-holic: Und nun zu den weiteren Charakteren. Gibt es vielleicht Menschen in deinem nÀheren Umfeld, die dich inspiriert haben?

Jessica Stephens: Auch wenn ich die Fragen irgendwie oft verneine, muss ich auch hier wieder mit Nein antworten. DafĂŒr hat aber jeder meiner Nebencharaktere ein Teil von mir bzw. bedeutet mir etwas. Megan hat die BĂŒcherliebe von mir. Logan und seine SprĂŒche passen zu mir und bei Shanon sind es die roten Haare, welche ich auch so gerne hĂ€tte.

Blog-a-holic: Das Verneinen ist gar kein Problem! Du hast ein klares Ziel und auch deine Charaktere verfolgen einem bestimmten Muster. Das zeigt mir – und wohl auch deinen anderen Lesern – dass du gut strukturiert an die Sache herangehst und dich im Genre Fantasy wirklich wie Zuhause fĂŒhlst!
Welches GefĂŒhl hattest du, als dein Buch verlegt wurde und du es das erste Mal in den HĂ€nden halten durftest?

Jessica Stephens: Ich war erleichtert. Das Selbstverlegen ist viel Arbeit und man muss alles alleine organisieren bzw. sich kompetente UnterstĂŒtzung (Cover / Lektorat) suchen und diese beauftragen.

Daher war ich unglaublich erleichtert, als mein gedrucktes Buch bei mir ankam und das Cover passte, sowie die DruckqualitĂ€t und der Buchsatz ordentlich aussahen. Erst ein paar Tage spĂ€ter kam dann die Freude darĂŒber und das VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass ich gerade ein Buch veröffentlicht habe und mich Autorin nennen darf. Das ist einfach ein großartiges GefĂŒhl!

Blog-a-holic: Das kann ich mir vorstellen! Es muss einfach aufregend sein!
Auf deiner Homepage sieht man, dass du derzeit auch schon an einem weiteren Projekt arbeitest, dieses Mal im Bereich Fantasy-Dystopie. Kannst du uns hierĂŒber auch schon etwas verraten? 😉

Jessica Stephens: Ich wĂŒrde wirklich gerne etwas erzĂ€hlen, aber bisher stehen nur die ersten 10.000 Wörter und ich bin mir noch nicht mal sicher, ob ich diese so stehen lasse. FĂŒr mich ist der Beginn einer Geschichte immer am schwierigsten. Die ersten 20.000 Wörter sind immer eine Tortur, ich muss stĂ€ndig motivieren weiter zu schreiben und nicht alles wegen Selbstzweifel wieder zu verwerfen. Sobald diese magische Grenze ĂŒberschritten ist, lĂ€uft es komischerweise immer viel besser und ab da kann ich auch mit Sicherheit sagen, dass ich das Projekt auch zu Ende schreibe.

Blog-a-holic: Na dann warten wir einfach mal gespannt ab 😉 Nun kommen wir aber zum Abschluss: was möchtest du deinen LeserInnen noch mit auf den Weg geben?

Jessica Stephens: Erstmal vielen Dank an alle, die mein Buch gelesen habe und auch bei Band 2 an vorderster Front standen. Ihr seid toll und zeigt mir damit, dass es dort draußen Leser gibt, die wirklich auf das nĂ€chste Buch von mir warten! :-* Außerdem möchte ich euch sagen „Traut euch!“. Traut euch, eine Rezi zu schreiben und mir eure Meinung mitzuteilen. Ich weiß das viele Leser davor zurĂŒckschrecken ein Buch zu bewerten bzw. ein paar SĂ€tze dazu zu schreiben, mir ging es frĂŒher ja nicht anders. Aber ihr glaubt gar nicht, wie sehr es uns Autoren hilft, wenn wir Rezensionen erhalten. Zum einen dienen diese dazu uns immer weiter zu verbessern, aber sie helfen uns auch, andere Leser auf unsere BĂŒcher aufmerksam zu machen.  Dementsprechend wĂŒrde ich mich freuen, demnĂ€chst mal von euch zu lesen. =)

♄ Liebe Jessica: 
Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit fĂŒr das Interview genommen hast und fĂŒr deine ehrlichen Antworten 🙂 Mir hat es wirklich sehr viel Spaß gemacht und deine Leser werden es sicherlich lieben! ♄

Habt alle noch einen wunderschönen Tag!

Eure Nina ♄

 

Interview mit ~ Laura Wagner ~

Hallo ihr Lieben!

Es ist so ein wunderschöner Tag und trotz dem schönen Wetter kann ich euch einen weiteren Beitrag einfach nicht vorenthalten! 

Vor einiger Zeit durfte ich das DebĂŒt von Laura Wanger lesen. Meine Rezension zu dem Buch „Eine Frau fĂŒr alle FĂ€lle“ findet ihr hier.  Die Geschichte hat mich einfach gepackt und Sandy hat mich mehr als einmal zum Lachen gebracht! Wirklich ein gelungenes DebĂŒt! Und das habe ich Laura auch direkt schreiben mĂŒssen 😉 und natĂŒrlich konnte ich es mir auch nicht nehmen, ihr noch ein paar Fragen zu stellen. 

Hier kommt also mein 

Interview mit Laura Wagner

laura wagner

Blog-a-holic: Hallo liebe Laura! Erst einmal vielen lieben Dank an dich, dass ich dich interviewen darf und dir einige Fragen stellen darf. ZunĂ€chst einmal: ist es okay, wenn ich „Du“ sage?

Laura Wagner: Aber klar, ich bitte darum! Wenn ich mit „Frau Wagner“ angesprochen werde, brauche ich oft einen Moment um zu kapieren, dass ich gemeint bin

Blog-a-holic: Liebe Laura, bitte stelle dich deinen Lesern (in Form eines Kurz-Steckbriefes) vor

  • Name: Laura Wagner
  • Augenfarbe: braun
  • Haarfarbe: dunkelblond
  • Geburtstag:  August
  • Sternzeichen:  Löwe
  • Heimatort: momentan Berlin, aufgewachsen bin ich in Hattingen-Niederwenigern
  • Hobbys: Taekwondo, lesen, Serien gucken
  • Wenn ich 3 WĂŒnsche frei hĂ€tte: Ich wĂŒrde mir ein Haus am Strand wĂŒnschen, die FĂ€higkeit mich zu beamen und magischerweise alle Sprachen sprechen und verstehen zu können
  • Das mag ich: BĂŒroklammern, frischgepressten Orangensaft und Teekannen
  • Das mag ich nicht: telefonieren, zu spĂ€t kommen, eine endlose To-do-Liste

Blog-a-holic: Vielen Dank fĂŒr diesen ersten Einblick! Mit „Eine Frau fĂŒr alle FĂ€lle“ hast du deinen DebĂŒt-Roman veröffentlicht. Und wie du mir auch schon verraten hast, ist auch ein Teil 2 in Planung 😉 War das Schreiben schon immer dein grĂ¶ĂŸter Wunsch?

Laura Wagner: 🙂 Also, spruchreif ist Teil 2 nicht! Ich hab nur total Lust, mehr ĂŒber Sandy Kuczinski zu erzĂ€hlen und arbeite gerade an Ideen. Mal sehen, ob was daraus wird. Was das Schreiben angeht, gehöre ich aber nicht zu den Leuten, die schon in der Grundschule erste Geschichten aufgeschrieben haben. Ich habe mich erst fĂŒr Theater, Musicals und Schauspielerei interessiert. Was blöd ist, wenn man nicht gern auf der BĂŒhne steht. Deshalb hat sich dann alles irgendwie mehr in Richtung Schreiben entwickelt.

Blog-a-holic: Spruchreif noch nicht, aber das wird noch … 😉 Leider muss ich dir jetzt eine Frage stellen, die Autoren zu oft hören und bei einigen auch verpönt ist: Woher nimmst du deine Inspiration zum Schreiben? Hast du eine persönliche Muse?

Laura Wagner: Ja, mit der Inspiration ist das so eine Sache. Man nimmt sie sich nicht, sie kommt einfach. Beeinflussen kann man das nicht. Ich zumindest nicht. Ich versuche aber, immer fĂŒr Inspiration offen zu sein. Meistens kommen Ideen dann, wĂ€hrend man eigentlich grad was anderes macht. Wenn es aber wirklich ans Schreiben geht, warte ich nicht auf Inspiration. Ich setze mich hin und arbeite. Das ist mein Teil des Jobs, den ich beeinflussen kann. Ich hoffe natĂŒrlich, dass die Inspiration mich dann besuchen kommt. Um ein bisschen nachzuhelfen, hab ich einen Kolibri aus Glas an der Decke ĂŒber meinem Schreibtisch hĂ€ngen. Meine personifizierte Inspiration.

Blog-a-holic: Also der Kolibri klingt wirklich toll! Der wĂŒrde mich auch inspirieren 🙂 Ein Tag wie jeder andere – wie sieht er in deinem Leben aus?

Laura Wagner: Wenn ich GlĂŒck habe, lĂ€sst mein Sohn mich bis 7 Uhr schlafen, bevor er FrĂŒhstĂŒck haben oder spielen will. Wenn er in der Kita ist, habe ich bis zum frĂŒhen Nachmittag Zeit zu schreiben. Die Nachmittage verbringe ich dann fĂŒr gewöhnlich auf SpielplĂ€tzen oder im Park. Abends geht’s dann zum Sport. Oder auf die Couch. Wenn ich nicht noch was arbeiten muss.

Blog-a-holic: Das klingt nach anstrengenden, aber auch sehr schönen Tagen! Und auch ohne Sohn, bin ich froh, wenn mich mein innerer Wecker nicht um 6.00 Uhr morgens weckt *g*
Wie lautet dein Lieblingszitat?

Laura Wagner: „Achte auf deine Gedanken, denn sie werden dein Schicksal.“
Okay, das ist eigentlich kein Zitat, nur meine eigene VerkĂŒrzung eines Spruchs. Die lange Version geht so: Achte auf deine Gedanken, denn sie werden deine Worte. Achte auf deine Worte, denn sie werden deine Handlungen. Achte auf deine Handlungen, denn sie werden deine Gewohnheiten. Achte auf deine Gewohnheiten, denn sie werden dein Charakter. Achte auf deinen Charakter, denn er wird dein Schicksal. Ich glaube, es stammt aus dem Talmud.

Blog-a-holic: Das ist wirklich ein wunderschöner Spruch! Diese Weisheit habe ich auch vor kurzem in einem Buch gelesen und sie hat mir sehr gut gefallen! Welche Person hat dich geprĂ€gt oder aber dich inspiriert?

Laura Wagner: Puh, da muss ich nachdenken. Ich habe nicht wirklich meinen persönlichen Superhelden 
 Am ehesten wird das wohl meine Oma sein, meine Inspiration fĂŒr Oma Kuczinski. Sie ist quasi mit Pumps auf die Welt gekommen und hat sie getragen, bis sie mit 92 gestorben ist. In vielen sozialen Netzwerken bin ich als „MadameTiptiptip“ unterwegs, weil alle Variationen von Laura Wagner schon vergeben sind. Das kommt von ihr. Ihre Nachbarn haben sie als junge Frau Madame Tiptiptip genannt, weil sie immer das Klappern ihrer AbsĂ€tze gehört haben, wenn sie spĂ€t vom Tanzen heimkam. Was dazu fĂŒhrte, dass sie die Schuhe dann immer schon vorn an der Straße ausgezogen hat. Meine Oma war immer sehr auf Äußerlichkeiten bedacht, was wohl nicht wirklich fĂŒr sie spricht. Aber sie war eine Marke und wir standen uns sehr nah.

Blog-a-holic: Daher also der Name „Madame Tiptiptip“ 😀 Ich habe mir schon ĂŒberlegt, woher er kommt und habe mich dir vor einer Schreibmaschine vorgestellt oder vor dem PC mit Fingern, die rasend schnell ĂŒber die Tastatur fliegen! Welches ist dein Lieblingsbuch?

Laura Wagner: Ich darf nur eins nennen? Es gibt verschiedene BĂŒcher, die mir zu verschiedenen Zeiten wichtig waren. Wenn ich mich entscheiden muss, wĂŒrde ich sagen: „Das Dschungelbuch“ und „Die mit dem Wind reitet“.

Blog-a-holic: Okay, das nĂ€chste Mal frage ich dich nach einer Liste deiner LieblingsbĂŒcher … ich gebe zu, die Frage war gemein *g* Hast du auch einen Lieblingsautor / eine Lieblingsautorin?

Laura Wagner: Lieblingsautor? Hm 
 Das kann ich so gar nicht sagen. Aber es gibt einige, die ich gerne lese. Neil Gaiman, Douglas Adams, Mark Twain und Roald Dahl sind All-time-favourites. Ich mag auch viele Sachen von Janet Evanovich, Sarah Strohmeyer, Gemma Halliday und Collin Cotterill. Im Moment lese ich außerdem gerne die Tante Poldi-Romane von Mario Giordano.

Blog-a-holic: Oh ja, Tante Poldi fasziniert mich auch! Obwohl ich zugeben muss, dass ich noch keines ihrer Abenteuer gelesen habe! Mario Giordano habe ich auf der Krimi- und Thrillerwoche im letzten Jahr kennen lernen dĂŒrfen und Tante Poldi hat mich einfach nur umgehauen. Es nĂŒtzt nichts … *klick* und schon ist das Buch auf dem Weg zu mir 😉
Wie ich hören konnte, hast du Film, Medien und Theater sowie Drehbuchschreiben studiert und arbeitest seit 2008 beim Fernsehen. Du scheinst also ein sehr kreativer Mensch zu sein und liebst es selbst auch in den Medien zu wirken. Wie kam es dazu?

Laura Wagner: Ich habe vieles ausprobiert, viele Praktika gemacht und erkannt, was ich alles nicht machen will. Irgendwann blieb dann nicht mehr viel ĂŒbrig ;-). Selbst als ich wusste, dass ich schreiben will, hab ich nicht gleich die Kurve gekriegt. Ich habe es dann mit Journalismus versucht, aber das war nichts fĂŒr mich. Mein Drehbuch-Studium in Lissabon hat mir dann gezeigt: Film und Fernsehen, das will ich! Nach meinem Abschluss hab ich als Trainee im Story Department von „Marienhof“ Und seither bin ich beim Fernsehen.   

Nun aber zu deinem Buch „Eine Frau fĂŒr alle FĂ€lle“:

Blog-a-holic: „Eine Frau fĂŒr alle FĂ€lle“ ist dein erster Roman und ich bin mir sicher, dass noch einige folgen werden – zumindest hoffe ich es! Wie bist du auf diese Geschichte gekommen? Musstest du vielleicht selbst – wie Sandy in deinem Roman – auf die Suche nach einem geliebten Menschen gehen und hast das ein oder andere Abenteuer erlebt?

Laura Wagner: Hihi, nein. Zum GlĂŒck nicht. Die Idee kam mir spontan bei einem Urlaub auf Zakynthos. Das ist eine griechische Insel, bekannt fĂŒr ihre Meeresschildkröten. Ich mag Schildkröten. Und ich hatte schon lange im Sinn, endlich mal einen Roman zu schreiben. Am besten etwas, das meine Mutter auch gerne lesen wĂŒrde. So kam ich auf Sandy, der in der ersten Idee unverhofft eine Schildkröten-Auffangstation in den Schoss fallen sollte. Nur nicht auf Zakynthos, sondern irgendwo weiter weg.

Blog-a-holic: Die Idee mit der Schildkrötenauffangstation mĂŒssen wir mal vertiefen, das klingt nĂ€mlich sehr gut! Und wenn ich mir Sandy mit ihren Stöckelschuhen so vorstelle, sind dabei definitiv nicht nur FettnĂ€pfchen, sondern auch viele lustige Stunden fĂŒr den Leser vorprogrammiert! 😀 Sandy sucht ihre Oma auf der Insel Dominica und auch du warst schon selbst vor Ort und hast dort fĂŒr deinen Roman recherchiert. War dir schon dort klar, dass auf dieser Insel einfach ein Roman von dir spielen muss? Hattest du vielleicht sogar einen ReisefĂŒhrer im Sinn und es dann doch zu einem humorvollen Roman geworden? 🙂

Laura Wagner: Ich habe die Insel am Computer „gecastet“. Google und dem Internet sei Dank. Ich hatte eine grobe Vorstellung von meiner Geschichte und wollte einen Ort haben, der ein bisschen exotisch ist. Er sollte nicht zu bekannt sein, aber viele Möglichkeiten fĂŒr Geschichten bieten. So bin ich auf Dominica gekommen. Es gibt dort dichte WĂ€lder, WasserfĂ€lle, das einzige Reservat fĂŒr karibische Ureinwohner in der gesamten Karibik, eine amerikanische Uni, den zweitgrĂ¶ĂŸten kochenden See der Welt und und und. Ich hatte gleich tausend Geschichten im Kopf. Den Großteil habe ich also aus der Ferne recherchiert und dann kam erst der Wunsch, mal selbst hinzufahren. Ich wollte ein richtiges GefĂŒhl fĂŒr den Ort und die Menschen bekommen.

Emerald Pool

Batibou Beach

kurz vor Chaudierre Pool

Blog-a-holic: Wow! Vielen vielen Dank fĂŒr diese wunderschönen Fotos! Jetzt möchte ich am liebesten meine nĂ€chste Reise buchen!!!
Vom Manuskript zum fertigen Buch: Wie sieht bei dir der Schaffensprozess eines Buches aus bzw. wie bist du dein erstes Projekt angegangen? Gibt es vielleicht etwas, das du jetzt nicht mehr tun wĂŒrdest oder wĂŒrdest du alles genauso machen?

Laura Wagner: Ich bin niemand, der gerne einfach so drauflos schreibt. Ich muss schon wissen, wo es hingeht. Deswegen mach ich als erstes immer Mindmaps. Ich liebe Mindmaps. Dann mach ich mir eine detaillierte Szenenliste fĂŒr das erste Viertel, oder wie weit auch immer mich meine Ideen tragen. Und dann fange ich an zu schreiben. Beim Schreiben werden Szenenliste und Mindmaps dann angepasst und weiter ausgebaut. Denn meistens kann ich noch so gut planen, Dinge entwickeln sich gerne mal in eine andere Richtung. Aber das ist ja auch das Spannende am Schreiben. Bei eine „Frau fĂŒr alle FĂ€lle“ klebte ich sehr an der ersten Fassung. Ich wollte alles schon perfekt machen. Das hat dazu gefĂŒhrt, dass es oft nicht voranging. Das wĂŒrde ich nicht mehr machen. Hoffentlich. Denn eigentlich ist die erste Fassung nur ein Entwurf mit dem man dann weiterarbeitet. Zur zweiten Fassung habe ich alles komplett umgeschrieben :-).

Blog-a-holic: Hui! Ein Mind-Maps-Mensch … das habe ich noch nicht ausgprobiert … vielleicht sollte ich es mal, dann wĂ€re einiges leichter bzw. strukturierter *g*
Man sagt, ein Autor steckt nicht nur Herzblut in seine Geschichte, sondern auch, dass in jedem seiner Charaktere auch etwas von sich selbst steckt. Trifft das auch auf dich zu? Wie viel Laura finden wir in der tollpatschigen, aber liebenswerten Sandy?

Laura Wagner: Ich wĂŒrde gerne sagen: Nichts! Aber ihre Seekrankheit kommt definitiv von mir. Und ich kann auch recht tollpatschig sein.

Blog-a-holic: Gut, je nachdem wie rau die See ist, kann ich da mitfĂŒhlen. Oder ist Sandy vielleicht eine Kopie einer lieben Freundin von dir?

Laura Wagner: Eine Kopie nicht, aber ein paar ZĂŒge haben sich da schon eingeschlichen :-P.

Blog-a-holic: 😀 Gut zu wissen … dann suche ich mal!
Neben Sandy treffen wir auf weitere liebenswerte, aber auch ein bisschen verrĂŒckte Charaktere. Ich finde, jeder einzelne hat einfach in die Geschichte gepasst. Er oder sie waren an Ort und Stelle richtig. Hast du selbst auch solche Kollegen oder aber Freunde um dich, die vielleicht als Vorlage gedient haben? 😉

Laura Wagner: Ich glaube, fast alle Leute, die ich kenne und wirklich mag, sind auf ihre eigene Art und Weise ein bisschen verrĂŒckt. Aber Vorlagen waren sie nicht wirklich. Ich habe vielleicht einfach einen Hang zu VerrĂŒckten 


Blog-a-holic: Hmm … lass das mal deine Freunde und Familie besser nicht lesen *lol* Aber irgendwie kommt mir das bekannt vor. Vielleicht sollten wir aufeinander treffen.
Und wie kamst du auf die Idee einen drogenabhÀngigen Riesendackel mit in die Geschichte aufzunehmen? Hattest du vielleicht schon mal eine negative Begegnung mit einem Dackel?

Laura Wagner: Bis vor einigen Jahren hatte ich noch große Angst vor Hunden. Und als Kind ist mir der Dackel der Nachbarn mal ins Gesicht gesprungen. Mittlerweile habe ich Hunde aber sehr lieb gewonnen. Woher die Idee zu Nestor kam, weiß ich gar nicht mehr. Er ist einfach so in der Geschichte aufgetaucht.

Blog-a-holic: Auf jeden Fall hat er die Geschichte noch nachhaltig aufgewirbelt! Und – wo wir gerade bei dem Dackel sind – hast du vielleicht auch Haustiere? Einen Hund vielleicht?

Laura Wagner: Auch wenn ich Hunde sehr mag, ich habe keinen. Ich hatte schon einige andere Haustiere: ein Kaninchen, eine Schildkröte, Wellensittiche. Allesamt waren irgendwie ein bisschen bekloppt. Ich habe also nicht nur eine Vorliebe fĂŒr verrĂŒckte Menschen, sondern auch fĂŒr verrĂŒckte Tiere. SchĂ€tze, das erklĂ€rt einiges.

Blog-a-holic: Jetzt weiß ich, woher die Idee mit der Schildkrötenauffangstation kommt *versuche das Wort mal nach einem Glas Rotwein mehrmals hintereinander zu sagen!*
Welches GefĂŒhl hattest du, als dein Buch verlegt wurde und du es das erste Mal in den HĂ€nden halten durftest?

Laura Wagner: „Geschafft! :-D“

Blog-a-holic: Oh ja, das kann ich nachvollziehen! Mir wĂŒrde es wohl auch so gehen!
Und nun zu deinem neuen Projekt: ich konnte dir ja schon entlocken, dass ein weiterer Teil um Sandy geplant ist. Worauf dĂŒrfen wir uns dieses Mal freuen? Kannst du uns vielleicht schon etwas darĂŒber verraten?

Laura Wagner: Im Moment sammle ich nur Ideen, spruchreif ist wie gesagt noch nichts. Aber wenn es was zu verraten gibt, sag ich Bescheid ;-).

Blog-a-holic: Ideen sammeln klingt schon mal sehr sehr gut! Und ich stehe auf jeden Fall fĂŒr nĂ€chste Projekte bereit. 😉
Was möchtest du deinen LeserInnen noch mit auf den Weg geben?

Laura Wagner: Ich hoffe, dass Ihr euch gut unterhalten fĂŒhlt und einige schöne Stunden mit „Eine Frau fĂŒr alle FĂ€lle“ verbringt. Gerne könnt Ihr mir auf Facebook, Instagram und Twitter folgen – da gibt es zum Beispiel schöne Bilder von Dominica und Neuigkeiten rund um Sandys Abenteuer.

Blog-a-holic: Einige Links habe ich mal eingefĂŒgt, nur mit Twitter kann ich leider nicht dienen 😉
Vielen lieben Dank, dass du dir die Zeit fĂŒr das Interview genommen hast 🙂

 

♄ Ich hoffe, dass euch das Interview mit Laura Wagner gefallen hat. Besucht sie doch einfach mal auf ihrer Facebook-Seite und teilt ihr euren Leseeindruck von Sandy und Nestor mit 😉 ♄

Habt alle noch einen wunderschönen Tag!

Viele liebe GrĂŒĂŸe,
eure Nina ♄

Romancewoche – Interview mit Christiane Lind

Romancewoche

Hallo ihr Lieben!

Und wieder sehen wir uns wĂ€hrend der Romancewoche wieder 🙂 Leider neigt sie sich schon dem Ende zu, aber nichts destotrotz haben wir noch viele tolle BeitrĂ€ge, Überraschungen und Gewinnspiele fĂŒr euch! Und ich gehe doch schon stark davon aus, dass sich euer SuB bzw. eure WuLi auch schon etwas vergrĂ¶ĂŸert / verlĂ€ngert hat? Meine schon … ♄ *g* 

Heute Abend möchte ich euch gemeinsam mit der lieben Manuela von Manu’s BĂŒcherregal und der lieben Isabel von BĂŒcherlilien die Autorin Christiane Lind vorstellen. 

 

INterview mit Christiane Lind

 

Liebe Christiane, bitte stelle dich uns allen doch ĂŒber den Steckbrief kurz vor.

  • Name:  Christiane Lind
  • Augenfarbe: grĂŒn-braun
  • Haarfarbe: wechselnd, aktuell braun mit blonden und roten StrĂ€hnen
  • GrĂ¶ĂŸe: um die 1,75
  • Geburtstag: DarĂŒber schweige ich seit Jahren
  • Sternzeichen: SchĂŒtze, Feuerzeichen – echt doof, kurz vor Weihnachten Geburtstag zu haben
  • Heimatort: Mackendorf – das kennt so gut wie niemand J, ein 360-Einwohner-Dorf zwischen Helmstedt und Wolfsburg
  • Hobbys: lesen, Kater bespielen, Doppelkopf, joggen (gegen die viele Schreibtischarbeit), Balkon bepflanzen
  • Haustiere: 4 Macho-Kater, die erwarten, dass ich ihnen jeden Wunsch von den Augen ablese
  • Wenn ich 3 WĂŒnsche frei hĂ€tte: und man kann sich keine WĂŒnsche mehr wĂŒnschen 😉
    • Mehr Zeit, viel mehr Zeit 

    • Eine bessere Welt
    • 
 und den dritten Wunsch hebe ich mir auf fĂŒr schlechte Zeiten.
  • Das mag ich: BĂŒcher; Menschen, die BĂŒcher mögen; Ausschlafen können; Zeit zum Schreiben zu haben; friedlich schlummernde Musekater; Tage mit lieben Menschen verbringen; ĂŒberraschend Nachrichten im Internet finden, die mir den Glauben an das Gute in der Welt zurĂŒckgeben; eine Idee zu haben, die fĂŒr einen Roman trĂ€gt; wenn historische Ereignisse perfekt zum Plot meiner Geschichte passen; Eis; Fernsehserien; etwas Neues zu entdecken; England; Doppelkopf; bestimmt noch viel mehr, was mir einfallen wird, wenn ich den Fragebogen ausgefĂŒllt und abgeschickt habe 

  • Das mag ich nicht: HerzenskĂ€lte, Gemeinheit, Mobbing, Intoleranz, Unhöflichkeit, UnpĂŒnktlichkeit, bornierte Menschen, Grausamkeit gegenĂŒber SchwĂ€cheren, Gedankenlosigkeit, Arroganz; Umweltverschmutzung, Ungerechtigkeit – jetzt höre ich besser auf, bevor ich schlechte Laune bekomme, ach ja und auf jeden Fall: frĂŒh aufstehen mĂŒssen
  • Genre BĂŒcher: Frauenromane

 Du hast schon einige BĂŒcher veröffentlicht und kannst dich zu den erfolgreichen Autoren zĂ€hlen, doch war das kein leichter Werdegang fĂŒr dich. Auf deiner Homepage schreibst du selbst, dass der Deutsch Leistungskurs dir den Spaß am kĂŒnftigen Germanistikstudium verdorben hat. Nur aufgegeben hast du nie, stattdessen viele Erfahrungen in unterschiedlichen Bereichen gesammelt. Willst du uns mehr darĂŒber erzĂ€hlen?

Christiane Lind: Gern. Kurz vor dem Abi war es ein echter Schock, nicht mehr Deutsch studieren zu wollen, da ich mir das eigentlich seit der 1. Klasse gewĂŒnscht hat, weil mir Lesen und Schreiben so viel Spaß macht. Aber wenn ich den Traum erfĂŒllt hĂ€tte, wer weiß, ob ich dann je zum Schreiben gekommen wĂ€re. Vielleicht wĂŒrde ich mich nur mit Theorien zum Schreiben beschĂ€ftigen – da ist mir mein jetziges Leben doch lieber.

Ich langweile mich schnell und bin sehr ungeduldig, was dazu gefĂŒhrt hat, dass ich mehrfach den Beruf und auch den Wohnort gewechselt habe. Das war oft anstrengend, aber auch spannend und ich habe unglaublich viele tolle Menschen kennengelernt, die sich bestimmt auch in meinen BĂŒchern wiederfinden. Über eine Freundin bin ich auch zum Schreiben gekommen. Wir waren damals so unglĂŒcklich in unseren Berufen, dass wir einen Krimi-Bestseller schreiben wollten, um nie mehr arbeiten zu mĂŒssen. Das hat nicht geklappt, aber mich mit dem Schreibvirus infiziert.

Das Einzige, was mich noch nie gelangweilt hat und immer noch fasziniert, ist das Schreiben, das Versinken in anderen Welten, das Leben mit meinen Figuren – und ich hoffe, dass das noch lange so bleibt.

 Ein Tag wie jeder andere – wie sieht er in deinem Leben aus?

Christiane Lind: Morgens um 6:00 Uhr beißt mich Herr Linus freundlich in die Wange, weil er meint, dass FrĂŒhstĂŒckszeit ist. Ich meine das nicht, aber weiß, dass ich gegen einen Kater keine Chance habe. Also stolpere ich in die KĂŒche, fĂŒttere die Belegschaft und lege mich wieder hin. Deutlich spĂ€ter wache ich auf, trinke Kaffee und erledige erst einmal die Hausarbeit, bevor ich mich an den Schreibtisch setze. Da ich vom Schreiben nicht leben kann, teile ich den Arbeitstag auf zwischen Brotberuf und Schreiben. Viel zu viel Zeit verbringe ich im Internet und wundere mich immer, wie plötzlich es Abend oder Nacht ist. Wenn mein Ehemann Zuhause ist, kochen wir gemeinsam, sonst gibt es etwas Schnelles.

Ich telefoniere mit Freundinnen oder Familie, schaue fern oder lese – und dann verkleide ich mich als maskierte RĂ€cherin und bekĂ€mpfe das Böse in den HĂ€userschluchten Kassels. Das habe ich jetzt nur geschrieben, damit mein typischer Tag etwas aufgepeppt wird.

 Welche Person hat dich geprĂ€gt oder aber dich inspiriert?

Christiane Lind: Meine Oma und meine Mutter haben mir die Liebe zu BĂŒchern vererbt.

 Welches ist dein Lieblingsbuch?

Christiane Lind: Das wechselt. Als Leserin habe ich andere LieblingsbĂŒcher als als Autorin. Als Autorin schaue ich oft, wie die BĂŒcher handwerklich sind. „Das Lied von Eis und Feuer“ bewundere ich fĂŒr die vielen Perspektiven und geschickten Wendungen und bin sehr, sehr gespannt, wie George R. R. Martin alles auflösen wird. An Jojo Moyes „Ein ganzes halbes Jahr“ bewundere ich, wie konsequent sie die Geschichte zu ihrem Ende erzĂ€hlt – und ich finde die Hauptfigur sehr liebenswert.

Hast du auch einen Lieblingsautor / eine Lieblingsautorin?

Christiane Lind: Ich habe eher LieblingsbĂŒcher als Lieblingsautorinnen oder Lieblingsautoren. Und ich hĂ€tte ein schlechtes Gewissen, wenn ich mich fĂŒr eines entscheiden mĂŒsste.

Man sagt, ein Autor steckt nicht nur Herzblut in seine Geschichte, sondern auch, dass in jedem seiner Charaktere auch etwas von sich selbst steckt. Trifft das auch auf dich zu? Und in welchem Protagonisten finden wir am meisten von dir?

Christiane Lind: Ja, auf jeden Fall. Ich bin der festen Überzeugung, dass man etwas von sich in jede Figur einbringen muss, auch – oder möglicherweise sogar ganz besonders – in die Bösewichte. Beim Schreiben versuche ich, mich in die Figur hineinzuversetzen und spiele oft Szenen nach. Das kann manchmal irritierend sein, weil ich viel Bahn fahre und dort schreibe. Schon öfter habe ich Ă€ußerst skeptische Blicke von Mitreisenden geerntet.

Das kann ich gar nicht sagen, wer am meisten von mir hat oder mir am Àhnlichsten ist, weil ich meine Figuren dann doch als eigene Persönlichkeiten sehe, die vielleicht ein bisschen von mir mit auf den Weg bekommen, aber sich selbst entwickeln, oft auch unabhÀngig von dem, was ich ihnen zugedacht habe.

Gab es schon mal Stellen in deinen Geschichten, die du im Nachhinein schweren Herzens gestrichen hast? FĂ€llt dir sowas leicht?

Christiane Lind: Leider viel mehr, als mir lieb ist. Ich hĂ€nge an jeder Szene und jeder Figur, aber meine Lektorinnen sind gnadenlos – und meist haben sie recht. Am schwersten ist es mir gefallen, „Im Land des ewigen FrĂŒhlings“ zu ĂŒberarbeiten. Es war einmal ein Jugendbuch und ich habe fast alles gestrichen, was in der Gegenwart spielte und es neu geschrieben. Das hat weh getan, war aber gut fĂŒr die Geschichte.

Ich bin eine große Sammlerin und hebe daher alle gestrichenen Szenen auf und hoffe, sie irgendwann einmal verwenden zu können.

 

Wie fĂŒhlst du dich, wenn ein Buch abgeschlossen ist? Wann beginnst du deine Charaktere zu vermissen?

Christiane Lind: Ich bin furchtbar schlecht im Abschiednehmen und versuche daher, das Ende noch ein bisschen hinauszuzögern und hier noch ein bisschen am Text zu polieren, da noch ein bisschen zu recherchieren. Wenn ich mich dann schweren Herzens von der Geschichte verabschiedet habe, kommt ja etwas Neues, in das ich mich hineinstĂŒrze, um den Trennungsschmerz zu bewĂ€ltigen.

Und ich sehe Leserunden oder die Romancewoche als wunderbare Chancen, meine Figuren wieder zum Leben zu erwecken und mit Leserinnen darĂŒber zu sprechen.

Ein paar deiner BĂŒcher sind unter Pseudonymen erschienen. Warum hast du dich dafĂŒr entschieden?

Christiane Lind: Bei den VerlagsbĂŒchern war das nicht meine Entscheidung, sondern Wunsch der Verlage. Meist soll damit sichergestellt werden, dass die unterschiedlichen Genres unterscheidbar sind oder man hofft auf einen Neustart, wenn die ersten BĂŒcher nicht so toll gelaufen sind.

Carolyn Lucas habe ich selbst ausgesucht, weil es mein erster Ausflug in die Fantasy und ins Self Publishing war, so dass ich da gerne eine Trennung haben wollte.

Soweit uns TrĂ€ume tragen spielt auf der Titanic. Wieso hast du dich gerade dafĂŒr entschieden?

Christiane Lind: Weil es so ein großes Drama ist und eine Geschichte so unglaublich vieler verpasster Chancen. Weil sich so viele Mythen und Geschichten um den Untergang der Titanic ranken.

Weil das Schiff so unfassbar luxuriös ist, dass es einfach Spaß macht, darĂŒber zu lesen und zu recherchieren. Weil sich in den Stunden des Untergangs Menschen von ihren extremsten Seiten zeigten, extrem großherzig, aber auch extrem egoistisch.


 und schließlich weil ich von der Geschichte fasziniert bin, seitdem ich das erste Mal darĂŒber gelesen habe. Damals (ist wirklich lange her! J) war ich acht oder neun Jahre alt und habe in einem der Readers Digest-BĂŒcher meiner Mutter geblĂ€ttert und bin auf eine Beschreibung der letzten Stunden an Bord der Titanic gestoßen. Das war so gruselig und dramatisch und spannend, dass ich von da an alles gelesen habe, was sich mit dem Schiff beschĂ€ftigt.

Wie es mit der Titanic endet, werden die meisten Leser ja sicher wissen. Aber brauchst du fĂŒr deine BĂŒcher ein Happy End oder darf es auch mal „böse“ fĂŒr die Protagonisten ausgehen?

Christiane Lind: Hmm, das ist eine spannende Frage, weil fĂŒr mich ein Happy-End nicht unbedingt heißen muss, dass Junge und MĂ€dchen sich bekommen.

Kennt ihr den Film „Muriels Hochzeit“ – den liebe ich, weil er so ein ungewöhnliches Happy End hat. Überhaupt ist „Muriels Hochzeit“ ein Film, aus dem man sehr viel ĂŒber Dramaturgie, Figurengestaltung und Spannung lernen kann. Und er ist mit ABBA-Musik.

FĂŒr mich muss das Ende zur Geschichte passen. Ich mag keine aufgesetzten Happy Ends, wo man das GefĂŒhl hat, die Geschichte wurde so hingebogen, weil ein Happy End nun einmal dazu gehört. Einige der grĂ¶ĂŸten Liebesgeschichten haben kein klassisches Happy End: Romeo und Julia, Love Story, Doktor Schiwago 


Wenn du dich entscheiden mĂŒsstest, in einem deiner BĂŒcher den Rest deines Lebens zu verbringen, fĂŒr welches wĂŒrdest du dich entscheiden?

Christiane Lind: Ach Du je 
Auf keinen Fall im Mittelalter, dafĂŒr hĂ€nge ich viel zu sehr an den Errungenschaften der heutigen Zeit wie Badewannen, Internet und Schmerzspritzen bei Zahnbehandlungen. Ich wĂŒrde „Das Haus auf der Blumeninsel“ nehmen, weil es auf Madeira und in Cornwall spielt. Dort wĂŒrde ich gerne leben. Außerdem spielt die Geschichte in einem Herrenhaus mit einem wunderschönen Garten. Und ich mag die Figuren sehr.

Obwohl, wenn es nach Figuren geht, wĂŒrde ich in „Ich warte auf dich, jeden Tag“ leben wollen. Lily und Alexander sind noch immer das Liebespaar, dem mein Herz gehört.

Vielen Dank, dass du dich unseren Fragen gestellt hast!

Christiane Lind: Vielen Dank fĂŒr eure spannenden Fragen; ich hatte viel Spaß beim Beantworten. Liebe GrĂŒĂŸe!

 

Nina, Manuela und Isabel