Blogparade „Ich verliere Neurosen!“ – oder … ich bin dann mal offline

Hallo ihr Lieben!

Heute macht die Blogparade bei mir Halt und ja, auch ich habe einige Neurosen, die es zu verlieren, verbessern oder aber einfach zu bekämpfen gilt! 

Allen voran eine, die uns wohl allen bekannt sein wird: 

Der Drang/Zwang, ständig erreichbar zu sein, Kommunikation überall, verfolgt von Handy und Internet … 

Und da stellt sich mir doch direkt eine Frage: Wie haben wir das alles vor ein paar Jahren nur ohne Handy aushalten können? Ohne ständig und überall erreichbar zu sein? Ohne WLAN?

Egal wo wir uns heute aufhalten, das Handy und somit auch das Internet sind unsere ständigen Begleiter. So auch in meinem Fall. Mit meinem Smartphone ist es leicht, mal eben Mails abzurufen, zu schauen, was es Neues auf der Welt gibt oder schnell mal eine Whatsapp an meine Freunde zu schicken, um zu hören, was es Neues gibt und abzuklären, was heute Abend gemacht wird. 

Wie zum Teufel haben wir das nur vor dem Smartphone-Zeitalter gemacht? 

Soll ich es euch verraten? Damals bin ich noch von der Schule nach Hause gekommen, Verabredungen wurden noch Mittags im Bus auf dem Weg nach Hause getroffen, eine Zeit wurde ausgemacht und alles hat funktioniert! Wir waren immer zur richtigen Zeit am richtigen Treffpunkt und wir haben auch nichts verpasst! Unsere Nachrichten bekamen wir aus dem Fernsehen oder aber aus dem Radio und nicht aus dem Internet auf ntv.de oder n24.de oder sonst wo!  Um Dinge zu recherchieren haben wir noch Lexika in die Hand genommen oder aber einfach mal nachgefragt. Einmal in der Woche war ich in der Bücherei und habe mir meine Lieblingsbücher ausgeliehen oder einfach mal geschaut, was sonst noch da war. Meine Briefe habe ich von Hand geschrieben, Emails habe ich nicht verschickt. Und wenn ich wirklich mal ins Internet wollte, dann wurde ich mit den Worten „Willkommen“ oder aber mit „Sie haben Post“ begrüßt! 😀 *ich bin alt*

Und wisst ihr was: Diese Zeit war eine sehr schöne Zeit!

Natürlich, das Smartphone und auch das Internet sollen uns einiges erleichtern oder aber auch Zeit sparen. Heutzutage laufen Recherchen (auch meine ersten) online. Da wird zuerst mal „Dr. Google“, surfen im Netz, bis wir die Antwort erhalten. Wollen wir etwas einkaufen, dann schauen wir vielleicht im Geschäft oder aber gehen – um Zeit und Geld zu sparen – direkt online und bestellen uns den Gegenstand der Begierde direkt bis vor die Haustür – warum sollen wir uns auch in die Schlange an der Kasse anstellen? 

Ich für meinen Teil fühle mich heute durch all die vielen Kommunikationsmittel und „technischen Hilfen zur Erleichterung des Alltags“ einfach nur gehetzt und zusätzlich unter Druck gesetzt. Der Drang, ständig und überall erreichbar zu sein, immer mit allen in Kontakt stehen zu müssen und DIREKT zu handeln (immerhin sieht man ja, wann man eine Nachricht verschickt hat, wann der Empfänger sie erhalten, wenn nicht sogar schon gelesen hat!) stresst mich ungemein! Natürlich möchte ich mit meinen Freunden kommunizieren, möchte mit meiner Familie reden und auch ansonsten wissen, was in der Welt so los ist, aber bitte doch nicht alles auf einmal und schon gar nicht in diesem Umfang! 

Dies sei euch versichert: 

Wenn ich mal nicht direkt zurück schreibe, dann heißt es nicht, dass ich dich als Schreiber weniger mag, sondern einfach nur, dass ich Zeit brauche, dass ich eben nicht direkt am Handy bin oder immer am Handy sein möchte, sondern einfach mal offline die Welt genießen möchte. Ich will von all dem Zwang alles wissen zu müssen und immer auf dem Laufenden sein zu müssen, WEG! Einfach mal nur das tun, was ich möchte und was mir gefällt und nicht was x-Tausend andere Leute „liken“, „teilen“ oder sonst was! 

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich mich aus allen Social-Media-Kanälen abmelde oder aber mein Handy im Klo runterspüle, es aus dem Fenster werfe oder mit dem Auto drüber fahre, bis es endlich den Geist aufgibt … nein! Ganz und gar nicht! Ich bin erreichbar, nur nicht direkt. Ich antworte, nur nicht eben gleich. Und ich bekomme auch die neusten Nachrichten mit, vielleicht nicht übers Handy, aber vielleicht übers Radio? 

Ich habe versucht einige Tage ohne Internet, Handy und Co. auszukommen und ich kann euch sagen: es war absolut nicht leicht! Allen voran schon deshalb nicht, da ich auch an dieser Blogparade teilnehme und mich auch ab und an zu Wort melden wollte, um ein Feedback abzugeben. 😉 Und gerade in dieser Zeit ist mir aufgefallen, wie viel Input ich am Tag erhalte (Whatsapp, Mails, Anrufe) und wie viel ich davon wirklich vertragen/ertragen kann. 

Und wisst ihr was? Irgendwann war es einfach nur wunderbar, so ohne Handy und Internet. Es war regelrecht entspannend!

Ich habe gelernt, die Ruhe zu genießen, hatte mal keine technischen Geräte an, habe entweder gelesen oder mal wirklich die Dinge getan, die ich mir schon seit Ewigkeiten vorgenommen habe (endlich mal die entwickelten Fotos in das Fotoalbum zu kleben oder mal die Schränke auszumisten!).

Und in eben diesen Momenten habe ich es mal wirklich genossen, mal nicht mit allen verbunden zu sein. Und, ehrlich: wenn wirklich etwas Wichtiges passiert wäre, dann wäre auch niemand daran gehindert gewesen, mich zu erreichen – das Festnetztelefon funktioniert nach wie vor einwandfrei! 

In eben diesen Augenblicken habe ich gemerkt, wie sehr wir uns alle selbst unter Druck setzen – wie sehr ich unter Druck gesetzt wurde und mich auch größtenteils damit gestresst habe. Mein Körper muss mal runterfahren, mein Geist auch, meine Seele muss zur Ruhe kommen und ich mich wieder einmal erden.

Nach diesem kleinen Experiment habe ich für mich herausgefunden, was ich brauche, um wieder etwas ruhiger zu werden: Stille, Yoga, vor allen Dingen aber: Zeit für mich (ME-Time!) und die werde ich mir jetzt auch gönnen!

Denn JETZT IST DIE BESTE ZEIT!

So, ihr Lieben! Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Beitrag den ein oder anderen Denkanstoß geben … ich habe auf jeden Fall daraus gelernt.

Und um es mit den treffenden Worten von Hape Kerkeling (etwas abgewandelt) zu sagen: 

Ich bin dann mal Offline!

 

Bis bald mal wieder!

Eure Nina ♥

Blogparade – „Man kann zu Jahresbeginn ein paar Pfunde verlieren oder ein paar Neurosen“

Hallo ihr Lieben!

Dieses Mal bin ich doch tatsächlich etwas spät dran mit meiner Ankündigung! 

DOCH: keine Sorge, das ALLES gehört zu

meinem Plan!

Zunächst einmal ein paar Informationen für euch … 

Ja, man kann zu Jahresbeginn ein paar Pfunde verlieren oder aber auch ein paar Neurosen! Doch was genau steckt hinter diesem Satz? Na ja, Pfunde verlieren – das brauche ich euch wohl nicht genauer zu erläutern und eure Neujahrsvorsätze wollte ich jetzt auch nicht mit euch aufarbeiten. 

In dieser Blogparade geht es tatsächlich darum, alte Gewohnheiten (und eingefahrene Gewohnheiten) zu erkennen, NICHT anzunehmen, sondern ABzulegen! 

Und jetzt seid doch mal ehrlich (zu euch selbst!): Habt ihr nicht auch die ein oder andere Neurose, die ihr los werden wollt? 

  • Seid ihr dem Sammelwahn verfallen? 
  • Seid ich Büchersüchtig? 
  • Könnt ihr nicht mehr ohne Handy / Internet? 
  • Habt ihr bestimmte Rituale, ohne die ihr gar nicht in den neuen Tag starten könnt? 

Und? Findet ihr euch wieder? 

Ich kann nur sagen: JAWOLL! Ich bin dabei! Und zwar vollkommen, mit Haut und Haar, dort oben bin ich beschrieben … (nicht überall, aber fast). 

Die Autorin Julia Jenner hat zu eben diesem Thema ein wunderbares Buch geschrieben:

Julia Jenner Sammeln Jagen und verlieben

Zum Inhalt

Und Maike dachte, sie hätte Probleme! Kein Kerl, kein Kind, kein fester Job, und das mit Mitte Dreißig. Aber schlimmer geht immer. Die leicht überspannte Journalistin gerät in einen Zeittunnel und landet mit einem aufgeblasenen Professor, einer prolligen Oma und einem langhaarigen Naturburschen in der Steinzeit. Mit ihren schrägen Schicksalsgenossen steht Maike nun vor ernsten Herausforderungen.

Wie überleben wir in der Wildnis ohne Zentralheizung?

Woher kommt das Essen, wenn es keinen Supermarkt gibt?

Wie finden wir heraus, ob uns die neuen neolithischen Nachbarn verspeisen oder kennenlernen wollen?

Doch schon bald plagt Maike eine noch viel wichtigere Frage:

Wie rasiere ich mir hier die Beine für ein vielversprechendes Date? 

 

Lasst euch also von meinen Blogger-Kolleginnen und von der Autorin Julia Jenner in die Welt der Neurosen entführen und schaut, was wir so getan haben, um eben diese los zu werden: 

Zum Teufel mit den neurosen!

Hier findet ihr unseren Fahrplan: 

 

Und was dieser Beitrag jetzt schon mit meiner Neurose zu tun hat, könnt ihr in der Veranstaltung oder aber am 07.03.2017 auf meinem Blog erfahren! 

 

Bis dahin alles Liebe,

eure Nina ♥

 

 

 

 

Blogparade – „Mein Job – meine Welt“

Hallo ihr Lieben!

Heute macht die Blogparade von Alexandra Götze’s neuem Buch bei mir Halt.

„Mein Job – meine Welt“

oder aber auch

Ich liebe meinen Job! Dachte ich jedenfalls …

Wem ergeht es schon nicht so? Als ich die Gelegenheit hatte, mich für dieses Projekt zu bewerben, war ich doch etwas zwiegespalten. Sollte ich es wirklich wagen? Wollte ich mich tatsächlich dem einen Thema stellen? Ich hadere schon längere Zeit mit meinem Job und auch der Berufswahl.

Als Kind hatte ich verschiedene Träume: Astronautin oder Tierärztin, irgendwann kam dann auch noch die Polizistin dazu.

Die Astronautin habe ich ziemlich schnell wieder verworfen – die Mathematik hat mir da doch schlichtweg einen Strich durch die Rechnung gemacht und zwar in vielerlei Hinsicht. Also: weg damit!

Bei der Tierärztin war ich schon etwas hartnäckiger. Ich liebte Tiere schon von klein auf, hatte schon seit Beginn meines Lebens ständig Tiere um mich herum – vorwiegend Hunde und Katzen, später dann noch Zwergkaninchen und dann noch Meerschweinchen. Natürlich erfasste auch mich ziemlich schnell im Alter von ca. 12 Jahren der Wunsch, reiten zu lernen und so war ich auch oftmals auf dem Reiterhof unterwegs. Was mich jetzt letzten Endes von dem Berufswunsch abgebracht hat, kann ich euch heute gar nicht mehr so richtig sagen! Vielleicht war es die Tatsache, dass man nicht allen Tieren helfen konnte und dass einige – so weh es auch tut – ab und an doch von ihrem Leiden erlöst werden müssten und somit durch die Hand des Tierarztes einen friedvollen Tod finden würden. Irgendwann gab ich dann auch das Reiten auf (was aber nicht an den Tieren, sondern an der Lehrmethode der Reitlehrerin lag), kümmerte mich aber nach wie vor um unsere Tiere Zuhause. Auch heute kann und will ich mir ein Leben ohne Tiere nicht mehr vorstellen. Sie geben mir einfach viel zu viel! ♥ Doch leider: auch weg von der Liste!

Tja und dann war da noch die Polizistin. Die Polizistin kam mir, nachdem ich merkte, dass ich mich als Detektivin einfach nicht etablieren konnte und wählte somit einen Beruf, der angesehen war und dem doch schon etwas näher kam. Meine Faszination für Rätsel und Geheimnisse entdeckte ich auch ziemlich früh. Dieses Mal war der Auslöser ein Detektiv-Team (Trio), das mich einfach immer wieder mit in seine Geschichten riss und mich nicht mehr los ließ! Ich spreche hier natürlich von „Die drei ???“. Und ja, ich gebe es offen und ehrlich zu: ich liebe die Bücher heute noch! 😉 Auch als Polizistin ist man stets auf der Suche nach der Wahrheit mit einem sehr guten Instinkt und einem gewissen Spürsinn sowie einem großen Sinn für Gerechtigkeit. So ging es mir auch! Wie oft hatte ich Ungerechtes erlebt oder gesehen und konnte einfach nichts tun? Das wollte ich ändern! Ich hatte also große Ziele … doch auch aus denen wurde nichts.

Ich bin Rechtspflegerin, habe also ein duales Studium hinter mir und arbeitete bei Gericht und nun im Notariat. Wie ich dazu gekommen bin, fragt ihr euch? Eigentlich ist das ja nicht soooo weit weg von Polizistin, sagt ihr? Tja, ich hätte es auch niemals für möglich gehalten, dass ich einmal diesen Weg einschlagen würde. Es war auch eher ein Zufall …

Mitten in den Abiturvorbereitungen und dem ewigen hin- und herüberlegen im Hinblick auf die großen Fragen: was will ich mal werden (wenn ich noch größer und älter bin)? Was kann ich studieren? Soll ich überhaupt studieren oder wie wäre es mit einer Ausbildung? Ist Jura was für mich? Oder doch Medizin? Wo – verdammt nochmal – sehe ich MICH in 10 Jahren? Zu der Zeit war ich wirklich sehr nachdenklich und wusste eigentlich nur eins: ich hatte gar keine Ahnung, was ich tun sollte und was mich überhaupt „da draußen“ erwarten würde! Zum Glück (für mich) gab es auch damals – wie heute – die Beratungsgespräche der Agentur für Arbeit und in einem dieser Gespräche machte man mich auf den Beruf des Rechtspflegers aufmerksam. Und ja, auch ich hatte zu der damaligen Zeit noch nie etwas davon gehört. Und doch wurde es eine Option für mich.

Nach dem Abitur sind viele meiner Mitschülerinnen direkt ins Studium eingestiegen – ich wählte zunächst eine Ausbildung um zu sehen, ob es passt … es passte nicht wirklich, doch mein Weg war schon eingeschlagen: es sollte wirklich in Richtung Jura gehen. Wenige Zeit später begann ich mein Studium, zog es durch und endete in einem Amtsgericht. Nach einigen Jahren war klar: so geht es leider nicht – auch nicht aus familiären Gründen. Und so stand der erste Jobwechsel an.

In meinem kurzen Berufsleben habe ich schon einige Erfahren machen müssen – sowohl positive, als auch negative. Mir wurden Steine in den Weg gelegt, die für mich letzten Endes keine Hindernisse darstellten, sondern mir neue Wege aufzeigten, in dem ich andere beschritt! Schon bei meinem ersten Wechsel habe ich viel nachgedacht (ja, ich bin ein sehr kopflastiger Mensch!) und das Für und Wider abgewägt. Die eine und richtige, allumfassende Antwort ist mir dabei jedoch nicht untergekommen. Wie sollte sie auch?

Und hier komme ich nun auf das Buch von Alexandra Götze zu sprechen, denn genau hier setzt es an: in den Momenten, in denen man nachdenkt, einfach jede seiner Entscheidungen in Frage stellt, sich sogar selbst in Frage stellt und nur noch auf die richtige Antwort auf eine stumme Frage hofft.

Als ich den Titel gelesen habe, musste ich schon direkt inne halten: Ich liebe meinen Job – tue ich das wirklich? Liebe ich meinen Job? Stehe ich zu dem, was ich tue? Was ich gelernt habe? Hättet ihr mich vor einigen Wochen gefragt, so wäre meine Antwort sicherlich „NEIN“ gewesen. Nein, ich liebe meinen Job nicht, er geht mir auf die Nerven! Nein, ich stehe nicht zu dem, was ich tue und nein, ich hätte doch besser etwas anderes gelernt. Etwas, mit dem ich zufriedener bin, das mich vollends erfüllt und glücklich macht! Denn, wie heißt es so schön?

Tu, was du liebst und du musst nie wieder arbeiten!

JAWOLL! SO WILL ICH ES!

Das würde in meinem Fall heißen: Nina, schmeiß‘ alles hin! Vergiss, was du gelernt hast und erfülle dir deinen neuen Wunsch: schreibe, erschaffe, kreiere!

Ja, ich ♥liebe♥ das Schreiben, ich habe einen Hang dazu (merkt man das?)! Ich drücke mich gerne aus, habe Ideen, gehe ihnen nach, vervollkommne sie und lasse sie aus meinen Gedanken direkt durch meine Finger auf die Tastatur in den Computer fließen. SO soll es sein (und bitte nicht anders!). Aber … und hier ist die Krux! … womit soll ich bitteschön Geld verdienen? Auch als Autor muss man sich etablieren. Es ist harte Arbeit, man sitzt nicht nur einfach da und schreibt und das war’s! Auch nachdem das Buch zu (virtuellem) Papier gebracht wurde, ist noch eine menge Arbeit notwendig, bis es letzten Endes in einem Regal eines Buchladens zu finden ist! Und sowieso: wie soll ich die laufenden Kosten bezahlen? Was ist mit meinen monatlichen Ausgaben? Und dann hat sich dieser Gedanke aufgezwungen: willst du wirklich deinen (hart) erlernten Job aufgeben und ganz von vorne beginnen? Liegt es denn am Job oder vielleicht auch doch an dir? Waren nur die Kollegen und Chefs Schuld oder aber trifft dich auch eine Mitschuld? Natürlich nicht!

… oder vielleicht doch?

Alexandra Götze hat mich mit ihrem Job-Tagebuch wieder einmal zum Nachdenken angeregt. Meine grauen Zellen arbeiten … in vielen Passagen finde ich mich wieder, finde mein Denken wieder und möchte es endlich ändern! Ja, ich werde mit dem Schreiben beginnen (es lag doch ziemlich lange auf Eis…) und ja, ich möchte mich weiterentwickeln und endlich wieder Spaß an meinem Beruf und an meinem Leben haben. Doch (der Schock für alle!): nicht immer sind die anderen Schuld! Auch ich habe – tatsächlich – eine Teilschuld und muss das ändern! Nur, weil einige Dinge nicht so laufen, wie ich es gewohnt bin, ist es nicht gleich falsch! Nur weil die Bearbeitung von Sachverhalten nicht so läuft wie meine, heißt es nicht, dass der Ansatz falsch ist. Eben nur anders.

Ich bin ein Mensch, der ein Problem angreift und Lösungswege sucht – aber nicht nur, in dem ich Literatur wälze, sondern auch direkt diejenigen anspreche, die damit zu tun haben und darüber entscheiden! Ich kommuniziere.

Ein großes Problem von mir allerdings ist: ich konnte wohl noch nie Nein sagen … natürlich habe ich immer alles angenommen, was zu mir kam. Doch warum war dem so? Nicht, weil das NEIN ein Eingeständnis von mir war, etwas nicht tun zu können oder tun zu wollen, nein … bei mir steckt ein anderer Gedanke dahinter, den auch ich erst mal ergründen musste: hinter jeder Akte, die sich auf meinem Tisch befunden hat, die mit den Worten „hier, für dich!“ abgelegt wurde, habe ich tatsächlich den Menschen gesehen. Und ich meine jetzt nicht den Menschen, der mich für meine Leistung bezahlt, sondern den Menschen, der diese juristischen Komplexe nicht begriffen hat und dem man geholfen hat, sein gewolltes Ziel in die Tat umzusetzen. Dafür sind wir doch da, oder etwa nicht? Und genau deswegen konnte ich nie NEIN sagen – denn jede Akte, war/ist ein Mensch für mich und alle wenden sich an uns, da es nicht anders geht. Trotz allem hilft es nicht, wenn alle Problemfälle auf einen abgeladen werden und dieser eine unter der Last zusammenbricht. So kann das nicht gedacht sein!

Unter dieser Last bin ich zusammengebrochen und zwar physisch. Ich wurde öfter krank, konnte nichts mehr genießen und kam abends unbefriedigt und meist auch sauer auf den Job nach Hause. Meine Urlaube begannen mit viel Stress, noch auf dem Weg zum Auto dachte ich über alles nach, was kommen könnte, hatte ich alles richtig gemacht, ist alles vorbereitet … und stresste mich selbst am meisten damit. Natürlich kam es dann, wie es kommen musste: meist im Urlaub wurde ich krank und konnte die Freizeit nicht genießen. So auch in meinem letzten großen Urlaub. Und da entschloss ich für mich, die Reißleine zu ziehen.

Alexandra Götze hat mir mit ihrem Buch aufgezeigt, wie ich denken kann. Ich nehme bewusst das Wörtchen „kann“, denn es ist niemals ein „muss“ vorhanden. Sie zeigt wirklich nur Gedankengänge auf, ob man diese allerdings umsetzen kann (oder möchte), bleibt jedem selbst überlassen. Immerhin ging es in dem Buch um den Job von Bea, nicht um meinen. Ich kann nur einige Dinge, die dort erzählt wurden, in meinem Alltag wiederfinden und diese Anregungen an Lösungsansätzen aufnehmen und auch umsetzen.

Unter all diesen Gesichtspunkten habe auch ich mich hingesetzt und mal alles in aller Ruhe resümiert. Und was konnte ich daraus sehen? Ich hatte tatsächlich schon innerlich gekündigt und diese war für mich nicht mehr zu revidieren. Meiner innerlichen Kündigung folgte auch meine tatsächliche Kündigung. Und jetzt sitze ich hier und bereite mich auf einen neuen Arbeitsplatz vor und ich weiß schon jetzt, dort wird sich einiges ändern oder anders gesagt: dort werde ich mich ändern!

Ob es mir gelingt? Na ja, warum nicht? Ich bin zuversichtlich und glaube daran! Und meine anderen Ziele werde ich auch umsetzen 🙂

Denn – im tiefsten Innern – weiß ich: Ich liebe meinen Job! 

Wollt ihr mehr über das Buch und die Autorin erfahren? Dann schaut doch einfach mal auf ihrer Facebookseite vorbei!

Den nächsten Beitrag findet ihr morgen bei Melanie

Ankündigung: Blogparade „Mein Job – meine Welt“

#ichliebemeinenJob

Guten Morgen ihr Lieben!

Mein Blog wird in der nächsten Zeit öfter bei einigen Blogtouren und auch Blogparaden mit von der Partie sein 🙂 Erst vor kurzem habe ich euch eine Ankündigung zukommen lassen, mit dieser hier folgt die zweite!

Worum geht es hier? 

Wie ihr schon aus dem Titel des Buches lesen könnt, geht es um die Beschäftigung, die uns im Leben am meistern fordert: unseren Job! Wir verbringen heutzutage mehr Zeit im Büro, als Zuhause. Die Kollegen und Kolleginnen im Büro sind uns meist näher, als der eigene Partner. Und doch ist es dort nicht immer so harmonisch, wie es zu sein scheint – oder wie es sein sollte … 

Alexandra Götze zeigt uns in ihrem Buch „Ich liebe meinen Job – Dachte ich jedenfalls …“ wie die Protagonistin Bea mit ihrem Job umgeht, welche Schwierigkeiten sie zu bewältigen hat und dass man mit einer anderen Sichtweise auch das Leben im Job leichter haben kann. 

In dieser Blogparade haben sich einige Bloggerinnen von mainwunder und die Autorin selbst zusammengetan, um euch darüber zu informieren, was wir an unserem Job lieben, ob wir ihn überhaupt lieben oder ob wir vielleicht schon die ein oder andere innere Kündigung ausgesprochen haben. 

 

Und hier geht’s auch schon zu unserer Time-Line: 

 

Ich wünsche euch allen bereits jetzt viel Spaß bei unserer Blogparade! Vielleicht könnt auch ihr einige Gedanken und Tipps mit in euer Büro nehmen und dort umsetzen 😉 

Liebe Grüße
eure Nina ♥

Liebe vertagen, Mörder jagen – Ich finde mich mörderisch gut!

Hallo ihr Lieben!

Heute macht die Blogparade bei mir halt und es ist an der Zeit zu rekapitulieren …

„Was an dir findest du mörderisch gut?“

Der Herbst ist da und stimmt mich etwas nachdenklich. In den letzten Wochen ist einiges in meinem Leben passiert und große Änderungen stehen noch bevor. Ob sie gut sind, das vermag ich noch nicht zu sagen – aber ich hoffe es von Herzen! ♥

Ich habe wirklich viel erlebt in meinem (noch) so jungen Leben und bei vielen Dingen frage ich mich einfach: Warum ist mir das so passiert? Hätte ich anders handeln können? Hätte ich es vermeiden können? Ist mein Leben wirklich so, wie ich es gerne hätte?

Wenn ich jetzt ganz tief in mich hineinhorche, so merke ich: nein, das ist es nicht. Und es ist noch längst nicht alles! Mir steht noch so vieles in meinem Leben bevor! Schöne Dinge, die mich neugierig machen, traurige Dinge, die mich nachdenklich stimmen und melancholisch lassen werden, aber auch so viele wunderbare Dinge, die mir zeigen, warum ich mein Leben so lebe, wie ich es gerade tue.

Was an mir finde ich also mörderisch gut? 

Wer mich kennt, der weiß, dass ich ein Mensch bin, der immer ein offenes Ohr für andere Menschen hat und auch hilft. Ich bin chaotisch, kreativ und liebenswert verrückt – oder auch nur verrückt, das liegt im Auge des Betrachters 😉 Na klar, auch ich habe meine Ecken und Kanten, von meinen Macken kann euch mein Freund sicherlich ein Lied singen – meine Familie auch. Doch macht uns eben das nicht alle aus? Dass wir nicht alle „gleich“ sind, „gleich“ handeln und „gleich“ denken? Nein, wir alle sind Individuen und so soll es auch sein. Ich war noch nie ein Mensch, der sich anderen angeschlossen hat, weil sie cool oder sonst was waren. Auch den ein oder anderen Hype habe ich nicht mitgemacht und dabei ging es mir nicht darum „alle machen das, also tue ich es nicht“, sondern mir ging es vielmehr darum „brauche ich das?“ und vor allen Dingen „bin ich das?“. Meist war die Antwort darauf ein klares Nein. Und das ist auch einer der Gründe, weswegen ich heute behaupten kann, dass ich noch nicht Fifty Shades of Grey gelesen oder gar gesehen habe oder aber niemals den Hype um Herr der Ringe oder aber um die Romane von Dan Brown mitgemacht habe. Das war einfach nicht ich.

#Mörderischgut finde ich an mir also, dass ich zu mir selbst stehe. Dass ich mich so liebe, wie ich bin – auch, wenn ich gerade schwere Zeiten mit mir erlebe und im inneren Disput mit mir stehe *g*

Und wisst ihr was? Genau diesen Aspekt habe ich auch bei Biene gefunden. Derzeit lese ich noch das Buch „Tote Models nerven nur“ von Vera Nentwich und habe schon da gemerkt, dass Biene keine Frau, wie all die anderen ist. Nein, Biene steht zu sich und zu ihren Moralvorstellungen. Sie ist für ihre Freunde da, wenn sie Hilfe brauchen – auch wenn sie nicht danach fragen. Sie versucht sich immer wieder neu zu erfinden und trotz sämtlicher Missgeschicke – oder nennen wir das Kind mal direkt beim Namen: FETTNÄPFCHEN, die sie auf ihrem Weg trifft, Anlauf nimmt, mittig reinspringt und dann noch auf und ab hüpft, um zu sehen, wie tief sie kommt – ja, trotz all dieser Rückschläge schafft sie es, sich selbst immer treu zu bleiben, niemals ihr Ziel aus den Augen zu verlieren und dabei stark und selbstbewusst zu sein. Auch in dem Roman „Liebe vertragen, Mörder jagen“ erlebt man Biene, wie sie leibt und lebt! Auch sie macht einige Veränderungen in ihrem Leben durch: der Job ist weg, mit den Männern will es nicht klappen, sie geht mit dem feurigen Argentinier Jago nach Paris (vielleicht wird daraus ja doch mehr?), um dann zu hören, dass es ihrem Freund aus Kindheistagen Jochen schlecht geht. Was tut sie also? Packt ihre Sachen und steht schon wenige Stunden später auf Jochens Türschwelle, um ihn aus seinem Loch zu holen … an dem sie nicht ganz unbeteiligt war.

Biene ist eine äußerst sympathische junge Frau, lebenslustig und meistert mutig die Probleme, die jedes Mal auftauchen. Äußerst lustig (aber auch spannend) fand ich ihre Idee, eine Detektei zu gründen und sich als Detektivin selbstständig zu machen – immerhin hat ihr Arbeitgeber das Büro geschlossen und der Beruf als Steuerfachangestellte reizt sie nicht so sehr, um nochmal dahin zurückzukehren. Und wisst ihr was? Genau in diesem Moment habe ich mich auch wieder in ihr finden können *g* Ich glaube, Biene und ich wären äußerst gute Freundinnen geworden 😉 Wie oft wollte ich schon aus meinem Leben ausbrechen, einfach was Neues machen, doch immer kommen noch Kleinigkeiten dazwischen, die es zu lösen gilt und dann werde ich es auch in die Tat umsetzen! Eine Detektei hat in jungen Jahren auch dazu gehört – zu dem Zeitpunkt war ich eine äußerst gewissenhafte und auch neugierige und wissbegierige Leserin der „Die drei ???“ Bücher 😉

Ihr seht, ich finde viele Gemeinsamkeiten zwischen Biene und mir und ja, wir würden uns auch schon sehr gut ergänzen. Es gab eine Zeit, in der war ich nicht so positiv eingestellt, musste es wieder lernen und ab und an überfallen mich diese Gedanken immer noch, aber wie man merkt, schaffe ich es auch aus alleiniger Kraft wieder raus zu kommen und mich zu berappeln. Ich bin einfach ein positiver Mensch, muss mich zwar manchmal auch dazu ermahnen, aber ich bin glücklich mit meinem Leben. Meine Entscheidungen waren alle für etwas gut und ich bin mir sicher, dass bald der rote Faden zusammenlaufen wird und ich auch erkenne, wo ich ankommen sollte. 🙂

Aber jetzt seid ihr an der Reihe: was an euch findet ihr mörderisch gut?

Ich bin schon gespannt auf eure Kommentare! 🙂

 

Das war es also mit meiner Blogparade! Den Link zur Rezension von Vera Nentwichs neuen Roman „Liebe vertagen, Mörder jagen“ findet ihr hier. Und jetzt wünsche ich euch noch viel Spaß bei unserer wundervollen Blogparade!

Liebe Grüße,

eure Nina ♥