Inca Vogt – Nymphenjäger

Hallo ihr Lieben, 

heute beendet und schon folgt meine Rezension … und ich bin sehr froh darüber, dass ich das Buch am Mittag beendet habe und nicht jetzt noch am lesen bin – so alleine im Dunkeln ist das nicht gut 😉 

Inca Vogt

mit ihrem Roman

Nymphenjäger

nymphenjäger inca vogt

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an die Autorin!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 468 Seiten
Verlag: Independently published (20. November 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 197334405X
ISBN-13: 978-1973344056
Größe und/oder Gewicht: 13,3 x 3 x 20,3 cm
Preis: 13,90 € (TB) / derzeit 2,09 € (eBook)

 

Zum Inhalt

Tödliche Spiele auf Teufel komm raus

»Sauberer Schuss. Zwei mit einem Pfeil, das schafft nur ein Meister.« Der Jüngere lachte. Es hallte nach und ging in ein Feixen über – übertönt von Kyras Schreien.
Zwei Bloggerinnen auf Radtour verschwinden spurlos im Taunus. In Frankfurt wird ein Toter mit Folterspuren auf einem Schrottplatz gefunden.
Zur gleichen Zeit stößt die Journalistin Toni Amato bei Recherchen zu illegalen Jagdpraktiken auf eine eingeschworene Gruppe und einen geheimnisvollen Code. Als eine weitere Leiche auftaucht forscht Toni weiter und entdeckt Zusammenhänge zwischen den Kriminalfällen ihren Recherchen und jahrzehntealten grausamen Ritualen.
Für was steht der Begriff Nymphen, der bei den Toten und Lebenden auftaucht? 
Der Fall nimmt für Toni eine sehr persönliche Wendung, als auch ihr Freund Jonas spurlos verschwindet. Sie findet heraus, dass er tief in die Ereignisse verstrickt ist und sie folgt einer Spur des Bösen in das Herz des Satans Forst im Taunus. 
Können Toni und Chris Kante vom BKA das Leben der Bloggerinnen Lu und Kyra noch retten? 
Und welche Rolle spielt Jonas? Vertraut Toni dem Falschen?

 

 

Über die Autorin

Inca Vogt lebt zwischen Stadt, Land und Schreibfluss irgendwo in den Bergen. Ihre ‚Thrillerwerkstatt‘ liegt direkt neben einem dunklen, dunklen Wald, mit sonnigen Aussichten und zwei jungen Katern, die ihr Leben gehörig auf den Kopf stellen.

Sie bezeichnet sich selbst als schreibendes Chamäleon, konzentriert sich aber inzwischen auf Bücher, die sie selbst am liebsten liest. Auf Thriller, die wachhalten, unterhalten und nachhalten.

Der Rest ist Geschichte: Die ersten redaktionellen Sporen verdiente sich die Werbetexterin mit Studien-Abschluss an der Akademie für Marketing und Kommunikation in großen Agenturen zwischen Hamburg und Frankfurt. Frankfurt ist auch der Dreh- und Angelpunkt ihrer Psychothriller, die eins gemeinsam haben. Sie verweben brisante Schlagzeilenthemen zu beängstigenden Geschichten, in denen nichts so ist wie es scheint.

Aber lasst euch nicht täuschen. Manche machen diesen Fehler nur einmal.

Wollt ihr mehr über Inca Vogt erfahren? Dann schaut doch mal auf ihrer Autorenseite, bei Facebook oder Instagram vorbei!

 

 

Mein Fazit und meine Rezension

Die Radtour zweier Bloggerinnen im Taunus soll ihnen zum Durchbruch verhelfen, doch leider findet sich am Ende des Weges kein Ruhm, sondern ein wahr gewordener Albtraum – sie verschwinden spurlos. Doch nicht nur ihr Verschwinden ist verdächtig. Auf einem Schrottplatz wird im Kofferraum eines Jeeps eine fürchterlich zugerichtete Leiche gefunden. Zufall? Eher nicht, denn Toni hat einen anonymen Tipp bekommen und ermittelt mit ihren Kollegen in einer Szene illegaler Jagdpraktiken. Doch wohin werden sie ihre Recherchen führen? Und sind die beiden Bloggerinnen noch am leben oder kommt für die Mädchen jede Hilfe zu spät? Ein gnadenloser Wettlauf gegen die Zeit beginnt, der die Ermittler sowie Toni und ihr Team tief in die Dunkelheit führt, hin zu grausamen Ritualen… 

Toni Amato ist zurück und mit ihr die dunklen Geheimnisse, die scheinbar ihre Nähe suchen. In dieser Geschichte recherchiert Toni Jagdpraktiken und macht sich damit wieder einmal keine Freunde. Im Gegenteil, die Häme ist groß und die Bedrohung allgegenwärtig. Dies spürt auch ihr Freund Jonas, dessen Gruppe der Fellies ebenfalls auf den Spuren der Jäger ist. 

Doch was ist des Menschen größter Fang? Rehe? Wildschweine? Hirsche? Oder finden wir uns im Reich der exotischen Tiere wieder? Nein – diese speziellen Jäger haben es auf ein viel gerisseneres und intelligentes Wild abgesehen, die Nymphen.

Ehe Toni sich versieht, ist sie auch schon mitten drin im Geschehen und auch mitten drin in der Gefahrenzone. Der Jäger wird zum Gejagten und ein Besuch im Taunus wird nie wieder derselbe sein. So geht es zumindest mir. Ich habe das Buch innerhalb kürzester Zeit auslesen müssen – so gebannt war ich von dem Geschehen, was sich mir auf den 468 Seiten geboten hat. Wie Toni, blieb auch mir schier die Luft zum Atmen weg und auch meine grauen Zellen arbeiteten auf Hochtouren – obwohl ich als Leser einige Hintergrundinformationen mehr hatte, als unsere italienische Journalistin. 

Noch jetzt kann ich nicht nur den modrigen Geruch von feuchten und kühlen Gefängnissen wahrnehmen, sondern auch die Panik der beiden entführten Mädchen spüren, die doch einfach nur eine Fahrt mit Testbikes durchführen wollten, um einen neuen Vertrag zu erlangen. Nun kämpfen sie um ihr Überleben. 

Auch in diesem Band hat mich Toni Amato von ihren Fähigkeiten als Ermittlerin vollends überzeugt. Dabei ist mir einmal mehr bewusst geworden, wie sehr sie sich einsetzt und wie authentisch sie auch dem Leser erscheint. Toni Amato ist für mich keine bloße Romanfigur, sondern eine waschechte Ermittlerin, der man sicherlich auch so „über den Weg laufen“ könnte. 

Inca Vogt hat sich mit diesem Psychothriller wieder einmal selbst übertroffen. Nach ihren Romanen Gebrannte Kinder, Götzenkinder und Verlorene Kinder, hat sie es wieder einmal mit ihrem flüssigen und detailgenauen Schreibstil geschafft, uns Leser mit sich zu reißen und doch nicht fernab der Realität zu agieren. Für mich war es bislang bei jedem ihrer Romane so, als ob das, was sie dort niedergeschrieben hat, Hand und Fuß hat und sich auch tatsächlich ereignen könnte oder gar ereignet. Wer weiß schon über die tiefen Abgründe der menschlichen Psyche? 

Jedem Fan von dem Genre des Psychothrillers, aber auch von Antonia Amato und allen voran von Inca Vogt, kann ich diesen Roman einfach nur ans Herz legen, jedoch mit einer klaren Warnung: nicht in den frühen Abendstunden mit dem Lesen beginnen, da man nicht aufhören kann und am besten nicht im Taunus, denn der wird nach dieser Geschichte nie wieder derselbe sein. 

Meine Bewertung: klare 5 von 5 Punkten

Schreibe einen Kommentar

*