Daniel C. Bergmann – Willkür

Guten Morgen ihr Lieben, 

bald ist schon wieder das Wochenende da, die Tage sind war genauso lang wie vorher auch, nur irgendwie erwischt uns die Dunkelheit doch etwas eher als sonst … die richtige Zeit also für einen guten Krimi und ich habe da tatsächlich eine Empfehlung für euch!

Daniel C. Bergmann 

mit seinem Kriminalroman

Willkür

willkür daniel c bergmann

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an den Autor!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 291 Seiten
Verlag: Independently published (9. Juni 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1521471096
ISBN-13: 978-1521471098
Größe und/oder Gewicht: 15,2 x 1,9 x 22,9 cm
Preis: 9,99 € (TB) / 2,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt

Torsten Messer ist Journalist bei einem lokalen Radiosender in Mannheim. Gemeinsam mit Kommissar Dieter Heilbrunner hat er vor einem Jahr in einer mysteriösen Mordserie ermittelt, die äußerst blutig und traumatisch zu Ende gegangen war. Während die beiden Männer mit dem Alltag zu kämpfen haben, verschwindet Matthias, der Sohn Heilbrunners, spurlos. Wenig später wird eine junge Frau ermordet. Ein normaler Fall für den Ermittler Heilbrunner? Als eine Spur zu seinem Sohn entdeckt und kurz darauf eine zweite Leiche gefunden wird scheint klar: Ein Serienkiller mordert in der Kurpfalz und hat Matthias in seiner Gewalt. 

Für das ungleiche Duo Heilbrunner und Messer beginnt die fieberhafte Suche nach dem Mörder, der sie zu Heilbrunners Sohn führen soll. Aber mit jedem Mord sinken die Chancen, den Jungen lebend zu finden. Zwischen den Opfern scheint es keinen Zusammenhang zu geben, es gibt keine Zeugen, der einzige Tatverdächtige ist ebenfalls spurlos verschwunden. Kann Markus Lind, der beste Freund Messers, dem Team entscheidende Hinweise beschaffen? Dann überschlagen sich die Ereignisse und der Kommissar muss eine Entscheidung treffen, die sein Leben für immer verändern wird. 

 

Über den Autor

Daniel C. Bergmann ist ein Pseudonym. Er arbeitet als TV- und Hörfunkredakteur in Süddeutschland, wo er mit seiner Frau lebt. 

Mit dem nun vorliegenden Buch hat Bergmann den Grundstein gelegt für eine auf bislang sechs Folgen angelegte Reihe um den Journalisten Torsten Messer und Kommissar Dieter Heilbrunner. Die Geschichte des hier vorliegenden ersten Teils der Reihe basiert maßgeblich auf wahren Begebenheiten, die sich Mitte der 1960er Jahre in Norddeutschland zugetragen haben. Diese realen Fälle sind bis heute nicht aufgeklärt.

„Willkür“ ist der Debütroman von Daniel C. Bergmann. Mit „Hochmut“ ist bereits der zweite Band der Reihe erschienen. 

 

Mein Fazit und meine Rezension

Nachdem Kommissar Heilbrunner und der Journalist Torsten Messer nach der Auflösung einer blutigen Mordserie zurück in den Alltag gekehrt sind, beginnt der Albtraum erneut: Heilbrunners Sohn verschwindet auf mysteriöse Art und Weise und kurze Zeit später wird die eine Leiche gefunden. Ein Grund mehr, auf Hochtouren zu ermitteln. Als dann eine Spur zu dem vermissten Matthias Heilbrunner führt, taucht eine zweite Leiche auf und schnell ist klar: Matthias scheint in der Gewalt eines Serienmörders zu sein, dessen Weg noch weitere Leichen säumen. 

Verwertbare Spuren und Zeugen gibt es keine, doch mit jedem weiteren gefundenen leblosen Körper wird klar, dass Heilbrunner und sein Freund Messer nur noch wenig Zeit haben, denn das Leben von Matthias ist in großer Gefahr. Können die Beiden es schaffen, Matthias lebend zu finden und dem Serienmörder das Handwerk zu legen? Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt … 

Ich LIEBE Kriminalromane, insbesondere dann, wenn sie unerwartet sind und man nicht direkt zu Beginn weiß, wer warum wen ermordet hat. Tat und Motiv müssen verschleiert sein – in diesem Roman ist es jedoch anders, denn hier erhaschen wir Leser einen Einblick in das Denken und Wirken des Täters. Es mag für die Meisten gruselig sein, vielleicht auch keine leichte Kost, und doch ist es faszinierend, den Blickwinkel des Täters zu „lesen“ und mit ihm zu gehen.

Gemeinsam tauchen wir Leser in die Gedankenwelt des Täters ein und erfahren von seinen psychopatischen Taten aus erster Hand, dabei kommen natürlich auch nicht die grausigen Details zu kurz. Ja, ab und an musste auch ich mal das Buch zur Seite legen oder aber mal etwas schneller drüber lesen. Mehr möchte ich euch an dieser Stelle nicht über den Täter verraten, denn genau hier liegt der Spannungsfaktor!

Allerdings braucht man als Leser keine Angst zu haben, sich in den Untiefen des Täters zu verlieren, denn die Sichtweise springt zwischen dem Täter und dem Kommissar hin und her. Wo wir uns in einem Kapitel noch in den teuflischen Plänen und Machenschaften des Täters verwickeln, finden wir uns bereits im nächsten Kapitel bei Kommissar Heilbrunner wieder, der voller Sorge um seinen Sohn alle Hebel in Bewegung setzt, um endlich einen Ermittlungsfortschritt zu erreichen. Und eben da setzt auch das Gefühl an: das Wort „Angst“ beschreibt nicht im entferntesten, wie es dem Kommissar bei dieser Suche geht, panisch und nervenaufreibend beschreiben seine Situation viel besser. Und eben dieses Gefühl der Panik, des Gehetztseins und der Ohnmacht hat der Autor so gut umgesetzt, dass sogar wir Leser davon befallen werden. 

Wie würde ich reagieren, wenn mein Kind entführt würde? Und würde ich überhaupt noch etwas fühlen, wenn ich wüsste, dass sich mein Kind in der Gewalt eines Serienmörders befindet und ich ein Spiel gegen die Zeit gewinnen müsste? Grausamer könnte es kaum sein! 

Einzig und allein verwirrt hat mich allerdings die Tatsache, dass innerhalb des Romans immer wieder auf den ersten Fall von Heilbrunner und Messer eingegangen wird, der die beiden zu einem guten Team hat werden lassen. Aber – wer weiß? – vielleicht bringt Daniel C. Bergmann auch irgendwann diesen Teil heraus? 

Daniel C. Bergmann hat mit seinem Debüt einen Roman geschaffen, der zwar unüblicherweise aus der Sichtweise eines Mörders beginnt, aber der uns Leser trotz allem unter Strom setzt und uns „am Ball hält“. Dabei sind seine Figuren so authentisch beschrieben, dass man ab und an denkt, man hätte Heilbrunner direkt vor sich sitzen. Mit seinem Debüt hat Daniel C. Bergmann tatsächlich den Auftakt in eine Reihe geschaffen, die ich euch nur wärmstens empfehlen kann. Allerdings muss ich ebenfalls warnen: denn diese Geschichte ist nichts für schwache Nerven. 

 Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*