Blogtour „App to Date“ : Dating-Apps

Hallo ihr Lieben!

Bereits heute Morgen habt ihr das neue Buch von Carine Bernard „App to Date“ kennen gelernt – die liebe Lina von Lina liest halt hat euch einen guten Einblick gegeben, um was es in dem neuen Roman geht und welches Thema von Carine Bernard dieses Mal behandelt wird. 

Eine Dating App namens „App to Date“ spielt in dem Buch eine große Rolle und ich möchte euch heute mehr zum Thema Dating-Apps, Dating-Portale oder aber Dating mit technischer Hilfe geben. 

Liebe auf Bestellung …

Wer sich heutzutage verlieben möchte, der muss nicht mehr auf die Straße gehen, der braucht nicht mehr in Bars oder Clubs zu gehen, sich Mut anzutrinken, um dann den ersten Schritt zu tun und den oder die Auserwählte anzusprechen oder gar anzuflirten. Wahrscheinlich haben einfach viel zu viele Menschen negative Erfahrungen mit der direkten Kontaktaufnahme gemacht, denn plötzlich tauchten die Datingangebote scheinbar aus dem Nichts auf, um uns allen – auch total Datingunerfahrenen – zu unserer großen Liebe zu verhelfen. 

Die Angebote reichen über Partnervermittlungen der Elite für Akademiker und Singles mit Niveau über Singles mit Niveau und diejenigen, die ihre „Imperfektion“lieben lernen sollen bis hin zu den Singles, die sich alle 11 Minuten verlieben, um nur einige Online-Dating-Plattform-Beispiele zu benennen. Doch gerade heute im Zeitalter der Telekommunikation und Technisierung, in dem eine Minute ohne Internet eine vergeudete Minute ist, hat sich ein weiteres Feld eröffnet, in welchem man nur noch auf sein Smartphone angewiesen ist und mit Hilfe von Apps den richtigen Datingpartner finden kann. Und auch hier finden sich die großen Onlineportale wieder, aber auch viele weitere Anbieter, die nicht nur seriöse Partner, sondern auch verschwiegene Partner versprechen und ein kleines Abenteuer für zwischendurch anpreisen. 

So negativ sich meine Beschreibung auch anhören mag, jeder weiß, welche großen Portale ich gemeint habe, da wir mit Werbung überhäuft werden und gar keine andere Möglichkeit haben, als irgendwann mal darauf zurück zu greifen – außer man ist ein extrovertierter Mensch, der weiß, was er will und auch weiß, wie er es findet. 

Online zum Glück …

Und ja, auch ich habe mich schon auf einer dieser Seiten angemeldet. Das ist mittlerweile schon einige Jahre her und Apps gab es dazu noch nicht. Was mich damals dazu bewogen hat? Na ja, eine sehr gute Frage! Ich war nicht kontaktscheu, hatte auch viele Freunde, um mit ihnen auszugehen und neue Kontakte zu knüpfen, doch dann spielte das Studium dazwischen, vor mir lag ein Umzug in eine fremde und weit entfernte Stadt und ich war allein. Außerdem hatte ich eine für mich intensive Beziehung ein Jahr zuvor beendet und beschloss von jetzt auf gleich „ich will wieder glücklich sein und mich auf den Markt werfen“. Gesagt, getan! 

Die Auswahl an Dating-Plattformen war schon damals sehr weit gefächert und, obwohl ich wusste, was ich wollte (und auch was nicht), hat mich dieses Angebot doch regelrecht überfordert. Bin ich ein Single mit Niveau? Schreibe ich mich also auf einer Plattform ein, in der es vor Akademikern nur so wimmelt und eventuell auch von Leuten, die eine sehr hohe Meinung von sich selbst haben? Leider hat mich diese Plattform direkt abgeschreckt – vielleicht hatte ich auch kein großes Selbstbewusstsein, doch hier wusste ich: wir beide kommen einfach nicht zusammen. 

Meine Plattform war allerdings schnell gefunden und nach einer kurzen Anmeldung meinerseits, folgte auch schon ein Fragebogen eines Expertenteams, die mir – nach Beantwortung aller Fragen – Partner auswählen würden, die meinen Kriterien entsprachen. Und hier befinden wir uns wieder im Buch von Carine Bernard, denn auch dort werden die privaten Daten und das Date- sowie Chatverhalten (aber auch Lebensverhalten) der Nutzer gesammelt und ausgewertet, um den passenden Partner zu finden. Die Fragen, die mir jedoch gestellt wurden, waren nicht mit einem einfachen ja oder nein abgetan, man sollte zwischen vielleicht – trifft zu – trifft eher nicht zu … usw. auswählen, wobei diese Auswahlmöglichkeiten bei einigen Fragen tatsächlich zu keinem Ergebnis führen konnten! Nach reiner Verzweiflung meinerseits über diese schier unbeantwortbaren Fragen, kapitulierte ich, kreuzte etwas an (oder blieb auf dem Feld neutral) und klickte mich so durch meinen Fragebogen – natürlich wuchsen mit jeder Minute auch meine Zweifel, was die Partnerauswahl für mich anbelangte … 

Irgendwann hatte ich mein Ziel erreicht, ich konnte noch eine Postleitzahl und meinen Umkreis angeben, in dem ich suchen wollte sowie das Alter eingrenzen und los ging es: Ich war auf dem Markt! Im wahrsten Sinne des Wortes. Natürlich erfolgte der Feinschliff meines Profils mit Angaben von Hobbies und auch noch dem Einfügen eines Profilbildes durch mich persönlich. Doch kaum war mein Profil online (auch ohne Foto und Personalisierung), kamen auch schon die ersten Anfragen, Zwinkerer und auch vorinstallierte Nachrichten von „Hey, schönes Profil“ bis hin zu „Hast du heute Abend was vor?“. Von dieser Flut war ich überwältigt, aber auch gleichermaßen abgeschreckt – zumal wohl meine Einstellungen, was die Altersgrenze, aber auch den Suchradius betrafen, überhaupt nicht übernommen wurden … 

Was jedoch in der Dating App „App to Date“ ohne Probleme möglich war, stellte mich, aber auch die Männer, die mich kontaktieren wollten, vor eine Herausforderung: die persönliche Kontaktaufnahme war tatsächlich eingeschränkt und konnte nur durch Abschließen eines Abos (zu Preisen, die für mich wirklich horrend waren und die mich direkt am ersten Tag meiner Anmeldung überlegen ließen, wie lange ich dieses Portal nutzen wollte) durchgeführt werden. Die App von Carsten und dessen Team allerdings ist kostenlos und ermöglicht nicht nur eine direkte Kontaktaufnahme, in dem man sieht, wo sich jemand befindet, sondern lässt auch nach einem sog. Handshake weitere Nachrichten zu. Das alles blieb mir erst einmal verwehrt. 

Aber ich war drauf und dran, den Mann meines Lebens kennen zu lernen oder aber potentielle Anwärter dafür und so schloss ich tatsächlich ein Abo ab. Was ich also zuvor bei dem Vergleich von sämtlichen Portalen geprüft hatte (die Kosten), hatte sich hierbei schon mal als unwahr erwiesen – denn tatsächlich warb man dafür, dass Frauen ein kostenloses Profil erstellen können. (Wenn man natürlich genauer darüber nachdenkt, war mein Profil und das Erstellen von diesem tatsächlich kostenlos, nur die Kontaktaufnahme nicht, was bei einem Dating-Portal doch eigentlich beinhaltet sein sollte …)

Was lange währt, wird endlich gut … 

Tatsächlich fand ich über dieses Portal meinen jetzigen Partner und ja, auch noch nach sechs Jahren sind wir zusammen. Ob es aber an der Auswahl von dem Datingportal gelegen hat oder aber doch eher an unser beider Ausforschen und selbst Kennenlernen, das vermag man nicht zu sagen. Ich weiß nur soviel, im wahren Leben wäre ich ihm wohl nie über den Weg gelaufen, denn – wie schon gesagt – entsprach er weder meiner Altersvorstellung, noch meinem Suchradius. 

Bereits während dem Lesen von Carine Bernards Roman „App to Date“ konnte ich meine Rückschlüsse aus dieser Dating-App zu „meinem“ Datingportal ziehen. Natürlich steht für die Entwickler nicht nur die Datensammlung an vorderster Stelle (immerhin müssen Vergleiche geschaffen werden, um Auswertungen zu erreichen), sondern auch der finanzielle Aspekt. Wie bitteschön soll man Geld verdienen, in dem man eine App (oder aber ein Portal) entwickelt und dabei so viel Arbeit hineinsteckt? Natürlich, in dem man einige Tools der App kostenpflichtig macht bzw. Funktionen des Portals erst nach Zahlung freigibt. Ich habe mir während der Nutzung des Datingportals oft überlegt, wie viel mir mein Glück wert ist und kam zu dem Schluss, dass der Preis angemessen war. Gestört hat mich allerdings der Abschluss eines Abos, der mich tatsächlich mehrere Monate an dieses Portal gebunden hat, obwohl ich bereits nach kurzer Zeit jemanden gefunden hatte und ich somit auf dem Portal inaktiv war. 

Letzten Endes ging es auch soweit, dass wir angeschrieben wurden, ein kleines Präsent erhalten haben und unsere Geschichte als Erfolgsgeschichte teilen sollten. Geschrieben habe ich sie, der Redakteur des Onlineportals änderte sie dann sogar nach seinem Gutdünken (wer kennt unsere Geschichte besser?!), veröffentlicht wurde sie jedoch nicht. Wir waren wohl ziemlich unspektakulär! 

Mein Fazit

Was nehme ich daraus mit? Und warum sollte man sich für oder gegen ein Onlineportal oder eine Datingapp entscheiden? Das ist jedem selbst überlassen. Ich für mich kann sagen, dass es sich gelohnt hat, meine Daten habe ich zwar weitergegeben, jedoch war es damals noch begrenzt. Heutzutage soll man ja einfach ALLES über sich preisgeben. Ob ich mich heute umentscheiden würde und einfach selbst „auf die Pirsch“ gehen würde? Nachdem ich jetzt an einem Ort lebe und dort auch dauerhaft bin: JA, definitiv würde ich es so probieren. Denn nur im wahren Leben lernst du die Person, wirklich kennen (natürlich kann man sich auch hier verstellen, aber wie weit kann das gehen? Und wer kann sich hinter einem Onlineprofil verstecken, dass sich einfach nur nach einem absoluten Traummann anhört? Zumal man sich dann fragen muss, warum ist der Kerl denn dann noch SINGLE?!) 

Ich bereue es also nicht, habe die Erfahrung gesammelt und bin in dieser Hinsicht um einiges weiser. Doch darf man auch nicht vergessen, welche Gefahren sich hinter all dem verbergen können. Tatsächlich gibt man viele Dinge über sich preis, Daten, die sehr empfindlich sind und geschützt werden sollten. Daten, die einfach so in einer undurchschaubaren Wolke eines Portals oder einer App verschwinden, von der man nicht weiß, wie sicher sie ist, wie mit den Daten umgegangen wird und was einen noch alles erwarten kann. Aber – seien wir mal ehrlich – wie gläsern sind wir bereits? Und wie viel davon ist unsere eigene Schuld? 

Nachdem ich schon eine schlechte Erfahrung gesammelt habe, passe ich auf, welche Daten ich weiter gebe und wehre mich auch, sobald ich von deren Missbrauch erfahre. Natürlich bin auch ich ein gläserner Mensch und ganz von der Bildfläche werde ich nicht verschwinden können (schon allein nicht wegen diesem Blog), doch entscheide ich, wem ich was weitergebe und wen ich in mein Leben lasse (und wen nicht). Diese Freiheit sollte immer bei uns verbleiben. 

So, meine Lieben, ich habe euch einen kleinen Einblick in Datingapps bzw. Datingportale verschafft und euch meine Eindrücke dazu mitgeteilt. Wenn ihr unsere Veranstaltung weiter verfolgen möchtet, dann kommt doch einfach zu Facebook und nehmt daran teil! Euch erwarten noch viele tolle Beiträge, Rezensionen, Interviews und natürlich auch ein wunderbares Gewinnspiel!

Den nächsten Beitrag gibt es morgen um 10.00 Uhr von Flowers Büchertagebuch! *ein Klick auf den Banner und ihr gelangt zu ihrer Seite*

Bis dahin wollt ihr mir vielleicht auch einen Kommentar hinterlassen und damit bei unserem Gewinnspiel mitmachen? Ich freue mich auf euch!!! 

Liebe Grüße, 
eure Nina ♥