Angelika Schwarzhuber – Der Weihnachtswald

Hallo ihr Lieben,

wieder einmal ist es an der Zeit, euch mit einer neuen Rezension zu beglĂŒcken 😉 Und ich gehe doch wirklich davon aus, dass euch diese Rezension gefallen wird, denn dieses Mal habe ich ein Buch gelesen, das zur Weihnachtszeit spielt. Einfach toll!

Und – hey! Weihnachten ist nicht mehr allzu lange hin … *Erinnerung an euch, bevor es heißt, ich hĂ€tte euch nicht gewarnt!* 😉

Angelika Schwarzhuber

mit ihrem Roman

Der Weihnachtswald – Ein WintermĂ€rchen

Der Weihnachtswald von Angelika Schwarzhuber

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an Blanvalet Verlag!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 416 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (18. September 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3734101360
ISBN-13: 978-3734101366
GrĂ¶ĂŸe und/oder Gewicht: 11,9 x 3,4 x 18,7 cm
Preis: 9,99 € (TB) / 8,99 € (eBook)

Zum Inhalt:

Wenn der Weihnachtsstern am hellsten leuchtet, ist es Zeit, einander zu vergeben 


Wie jedes Jahr an Weihnachten macht sich die alleinstehende AnwĂ€ltin Eva auf den Weg zu ihrer Großmutter Anna. Das stattliche Anwesen der Familie, umringt von einem Garten mit einem Wald aus TannenbĂ€umen, ruft viele Erinnerungen hervor. Hier wuchs Eva auf, nachdem ihre Eltern bei einem Unfall ums Leben gekommen waren. Im Haus trifft sie nicht nur auf ihren Jugendfreund Philipp, sondern auch auf das Waisenkind Antonie. WĂ€hrend draußen ein Schneesturm tobt, verschwindet das Kind plötzlich spurlos. Auf der gefĂ€hrlichen Suche nach Antonie landen Eva und Philipp unversehens in der Vergangenheit …

 

Über die Autorin:

Die bayerische Autorin Angelika Schwarzhuber lebt mit ihrer Familie und einem Ă€ußerst willensstarken Kater, der in Eigenregie die Schlafzeiten der Autorin bestimmt, in einer kleinen Stadt an der Donau. Sie arbeitet auch als Drehbuchautorin fĂŒr Kino und TV (u.a. »Eine unerhörte Frau«). Wenn sie nicht am Computer Texte dichtet, verzieht sie sich gerne mit Freunden in kleine BerghĂŒtten zum Schafkopfspielen.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Es ist Weihnachtszeit, die Feiertage stehen kurz vor der TĂŒr, doch so wirklich erinnert nichts an diese besinnliche Zeit, denn die AnwĂ€ltin Eva ist nach wie vor im Arbeitsstress und auch der Schnee lĂ€sst auf sich warten. Kein Wunder also, dass die Weihnachtsstimmung bei ihr so gar nicht aufkommen will. Als sie dann zum jĂ€hrlichen Weihnachtsfest auf dem Weg zu ihrer Großmutter Anna ist, trifft sie dort nicht nur auf einen alten Freund aus ihrer Kindheit, sondern auch auf weitere Geister der Vergangenheit und ehe sie sich versieht, ist sie schon mitten drin im Geschehen, mitten drin in der Vergangenheit bei ihren Vorfahren und erlebt ein Weihnachtsfest, das sie so schnell nicht mehr vergessen wird.

Eva ist eine AnwĂ€ltin durch und durch. Schon frĂŒh hat sie ihre Eltern verloren und wurde von ihrer Großmutter aufgezogen, doch das Landleben ist nichts fĂŒr sie, kein Wunder also, dass sie in die Großstadt zieht und dort tagein, tagaus arbeitet. Dass sie mit ihrer Arbeitswut allerdings nicht nur sich selbst, sondern auch ihre Assistentin fast um Weihnachten bringt, ist ihr nicht bewusst – oder aber sie will es einfach nicht wahr haben. Warum auch? Mit Weihnachten verbindet Eva nicht viel, nur die wohlige WĂ€rme bei dem Fest ihrer Großmutter, doch auch dieses wird seit Jahren von einem Ereignis ĂŒberschattet, welches ihre Großmutter stets vor Weihnachten stattfinden lĂ€sst: sie lĂ€dt ĂŒber Weihnachten ein Kind aus dem Waisenhaus zu sich nach Hause ein, um das Fest gemeinsam zu begehen.

Doch Eva ist das ein Dorn im Auge und so reagiert sie heftig, als sie der kleinen Antonie gegenĂŒbersteht. Dabei ist Antonie ein Waisenkind, welches ein schweres Los trĂ€gt, denn sie kann nicht richtig sprechen. Antonie stottert und das ist auch mit einer der GrĂŒnde, weswegen sie bislang keine Pflegefamilie gefunden hat. Die kleine Antonie habe ich direkt zu Beginn der Geschichte in mein Herz geschlossen und Eva hĂ€tte ich fĂŒr ihre ruppige Art dem kleinen MĂ€dchen gegenĂŒber liebend gern geohrfeigt oder einfach mal nur bei den Schultern genommen und geschĂŒttelt! Aber gut – wir wissen ja nicht, warum Eva so reagiert, denn das bleibt wahrlich ein Geheimnis.

Als ob das nicht schon genug ist, bricht Eva noch einen Streit vom Zaun, die kleine Antonie flĂŒchtet in einen schweren Schneesturm nach draußen und Eva macht sich mit ihrem Jugendfreund Philipp auf die Suche nach der kleinen Ausreißerin. Mitten im Sturm finden sie Antonie, aber ehe sie sich versehen, landen sie auf einen Teil des großen GrundstĂŒcks, das sie nicht zu kennen scheinen – dabei ist Philipp ein PĂ€chter eines Teils des GrundstĂŒcks und kennt es sehr genau. Als sie sich dann auch noch einem gestrichenen Haus gegenĂŒberstehen und einem Mann, der sich als Maximilian Koffler vorstellt und sie von seinem GrundstĂŒck verweisen will, trifft es Eva wie einen Schlag: sie steht wahrhaftig ihrem Urgroßvater Maximilian Koffler gegenĂŒber, der um die 1931er gelebt hat …

Doch was ist RealitĂ€t und was ist ein Traum? Hat sich Eva vielleicht inmitten des Sturms einen Schlaf auf den Kopf zugezogen, der sie bewusstlos gemacht hat? TrĂ€umt sie alles? Aber warum ist sie dann gemeinsam mit Philipp und der kleinen Antonie dort? Fragen ĂŒber Fragen tauchen den Beiden auf, doch die Wichtigste ist: Wie kommen sie wieder nach Hause zurĂŒck?

Mir hat die Geschichte rund um die Weihnachtszeit schon sehr gut gefallen, als dann auch noch das Haus ihrer Großmutter auf dem Spiel steht und Eva sich selbstlos darum kĂŒmmert, war ich sehr begeistert – bis ich ihre BeweggrĂŒnde gehört habe … und die haben auch im Haus sehr schnell die Runde gemacht. Die frohe Weihnachtsstimmung war damit auch wieder vorbei und Eva hat sich auch bei mir nicht sehr beliebt gemacht. Aber ich habe schon zu Beginn der Geschichte geahnt, dass da einfach noch mehr dahinter stecken muss! Und ich sollte auch Recht behalten! Was genau hinter dem Verhalten von Eva steckt, was sie schon alles in der Vergangenheit erlebt hat bzw. jetzt erleben wird, das werde ich euch allerdings nicht verraten. Nein, das mĂŒsst ihr schon selbst herausfinden!

Nur so viel: es lohnt sich wirklich, gemeinsam mit Eva, Philipp und der kleinen Antonie in die Vergangenheit zu reisen und dort nicht nur die Familie von Eva, sondern auch Eva selbst besser kennen zu lernen.

Mich hat Angelika Schwarzhuber mit ihrer Geschichte sehr ĂŒberzeugt. Als ich zunĂ€chst den Klappentext gelesen habe und dort auch gesehen habe, dass sie in die Vergangenheit reisen sollen, war mir nicht ganz klar, wie sie das mit der Geschichte vereinbaren will. Es hat fĂŒr mich einfach ĂŒberhaupt nicht passen wollen. Doch Angelika Schwarzhuber hat mich wirklich ĂŒberrascht und hat es geschafft, mich nicht nur Stunde um Stunde an ihre liebevolle Geschichte ĂŒber die Vergangenheit, die Familie und die Liebe zu fesseln, sondern auch vollends von der Zeitreise zu ĂŒberzeugen. Ich hĂ€tte es wirklich nicht fĂŒr möglich gehalten!

Euch allen kann ich diese Geschichte – gerade jetzt, da Weihnachten bevorsteht *ja, es ist wirklich nicht mehr lange!*, sehr empfehlen!

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

Ein Gedanke zu „Angelika Schwarzhuber – Der Weihnachtswald

  1. leni sagt:

    Das hört sich nach einem Buch ganz nach meinem Geschmack an! Letztes Jahr habe ich verzweifelt nach einem Buch fĂŒr die Vorweihnachtszeit gesucht, ich glaube das bleibt mir dieses Jahr erspart. Danke fĂŒr die Vorstellung!
    Liebe GrĂŒĂŸe,
    Leni 🙂
    http://www.sinnessuche.de

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