Ruth Hogan – Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge

Guten Abend ihr Lieben, 

und weiter geht’s mit meinen Rezensionen. Ich erinnere euch zwischendurch immer mal wieder an mein Gewinnspiel – ihr habt noch gute Chancen!

Nun folgt meine Rezi zu einem eBook, welches ich freundlicherweise von NetGalley erhalten habe: 

Ruth Hogan 

mit ihrem Roman

Mr. Peardews Sammlung der verlorenen Dinge

ruth hogan mr. peardews sammlung der verlorenen dinge

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an NetGalley und den List Verlag!)

Zum Inhalt

Charmant, außergewöhnlich und liebenswert. Machen Sie sich mit Mr. Peardew auf die Suche nach verlorenen Dingen.
Jeder Gegenstand, den Anthony Peardew auf der Straße findet, hat eine Geschichte. Er sammelt und archiviert sie alle in seinem gediegenen viktorianischen Haus und plant, sie eines Tages an ihre ursprünglichen Besitzer zurückzugeben. Denn er selbst sieht sich nur als Hüter der verlorenen Dinge. Vor Jahren hat er selbst etwas verloren, das er seitdem auf seinen Streifzügen sucht: ein Schmuckstück. Es gehörte seiner großen Liebe, und das Medaillon verbindet sie noch immer mit ihm. Anthony muss diese besondere Aufgabe jedoch an seine Erbin Laura weitergeben, ohne ihr von dem großen Geheimnis erzählt zu haben, das seine Sammlung umgibt.

 

Über die Autorin

Ruth Hogan ist selbst begeisterte Sammlerin von Fundstücken. Sie lebt mit Mann und drei Hunden in einem etwas chaotischen viktorianischen Haus in Bedford, England. Ein schwerer Autounfall und eine Krebserkrankung brachten sie zum Schreiben. Die schlaflosen Nächte hat sie am Schreibtisch verbracht, das Ergebnis ist ihr erster Roman über das Finden von Dingen und Geschichten. 

 

Mein Fazit und meine Rezension

Anthony Peardew ist Sammler und zwar ein Sammler aus Leidenschaft. Egal, welches Ding seinen Weg kreuzt, es wird aufgesammelt und mitgenommen. Zuhause katalogisiert er seinen Fund akribisch und stellt ihn an seinen – von nun an – bestimmten Platz. Nur möchte Mr. Peardew die Dinge mitnichten behalten! Er katalogisiert jedes Fundstück, damit er diese dem wahren Eigentümer zurück geben kann. Man könnte seine Sammelleidenschaft auch als Sammelwut und diese wiederum als zwanghaft bezeichnen … aber bleiben wir doch lieber im romantischen Aspekt. So schafft es sogar eine alte Keksdose in seinen Besitz, deren Inhalt (Staub) wirklich alles sein kann – bis hin zur Asche eines ehemals geliebten Menschen. Auch Mr. Peardew selbst leidet darunter, ein geliebtes Erinnerungsstück verloren zu haben: das Medaillon seiner Verlobten, die viel zu früh von ihm gegangen ist. Leider schafft er es nicht mehr selbst die Suche nach dem Medaillon zu vollenden und übergibt sie seiner Assistentin Laura. Nur ahnt diese nicht, was sich hinter diesem Erbe und dem Medaillon tatsächlich verbirgt … 

Anthony Peardew ist leidenschaftlicher Sammler und Schriftsteller. Vor einigen Jahrzehnten hat er seiner Verlobten versprochen, ihr Medaillon in Ehren zu halten und darauf aufzupassen, doch dann passiert das schreckliche Unglück: sie verstirbt und er verliert das Medaillon. Gepackt vor Ehrgeiz, das verlorene Stück wieder zu finden, begibt er sich auf die Suche. Und Mr. Peardew findet so einiges – nur leider nicht sein Medaillon! An der Suche scheint er schier zu verzweifeln. Irgendwann machen ihm körperliche Gebrechen einen Strich durch die Rechnung und er gibt die ehrenvolle Aufgabe an seine Assistentin Laura weiter, die er ebenfalls als eine Art „Fundstück“ aufgelesen hat. Auch als Leser ist man fasziniert von diesem Mann, seinen Geschichten und den Geschichten rund um seine Fundstücke. Mich hat insbesondere die Katalogisierung fasziniert und auch der Gedanke, der hinter seiner Sammelleidenschaft oder auch Sammelwut steckt: seiner verstorbenen Geliebten näher zu sein und sein Versprechen einzulösen. 

Als die Geschichte sich dann Laura zuwendet merkt man, dass diese zu Beginn einige Probleme mit dem Sammelsurium des Mr. Peardew hat. Doch sie bekommt sehr schnell Hilfe in Form von der liebenswerten Nachbarin des Mr. Peardew, dem Mädchen Sunshine, welches am Down Syndrom leidet und sich ihre Welt selbst erklärt und des Gärtners Freddy. Mit dieser Wendung nimmt die Geschichte auch mehr an Fahrt auf. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, die Geschichte zu lesen und auch den Erlebnissen rund um Laura und vor allen Dingen Sunshine zu folgen. Nur muss ich sagen, dass erst mit dem Auftauchen von Sunshine selbst ein Stückchen weit mehr Liebe in den Text geflossen ist, als vorher. Das Mädchen hat seine eigene Art, die Dinge zu sehen und das Leben zu nehmen. Das macht es uns Lesern sehr einfach, es direkt zu Beginn in unser Herz zu schließen! 

Im Grunde genommen geht es in dieser Geschichte nicht um verlorene gegenständliche Dinge, sondern auch um verlorene Emotionen. Anthony verliert seine große Liebe und möchte mit dem Auffinden des Medaillons einen Teil davon zurück haben, doch steht er sich selbst im Weg. Laura hat schon einiges Negatives erlebt und muss sich erst wieder dem Leben und vor allen Dingen dem Glück im Leben annähern. Da passen Sunshine und Freddy sehr gut ins Bild!

Ruth Hogan hat mit diesem Buch eine Geschichte geschaffen, die zwischen Magie und Realität hin- und herwechselt, dem Leser aber mit ihrem unvergleichlichen Erzählstil einige schöne Lesestunden beschert! Eine wunderschöne Geschichte, wenn man einfach mal abschalten und wieder etwas Glück tanken möchte!

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

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