„Fallen – Engelsnacht“ ~ meine Rezension zum Film

Fallen

Hallo ihr Lieben! 

Und weiter geht es mit meinem nächsten Beitrag zur Fallen-Reihe! Dieses Mal möchte ich euch meine Rezension zum Film vorstellen 🙂 

Wie ich bereits erwähnt habe, durfte ich durch einen glücklichen Zufall den Film bereits vorab schauen – natürlich habe ich es auch genutzt! (Vielen Dank hierfür an den Filmverleih Wild Bunch!)
Zu aller erst aber wollte ich wissen, wie die Geschichte im Buch verläuft, weswegen das Lesen Vorrang hatte.

Meine Rezension zum Roman „Engelsnacht“ von Lauren Kate findet ihr hier

Und damit ihr auch schon mal einen kleinen Vorgeschmack auf den Film habt, möchte ich euch zunächst den Trailer dazu zeigen: 

Zunächst ein paar Fakten zu dem Film

  • Originaltitel: Fallen
  • Starttermin: 13.07.2017
  • Regie: Scott Hicks
  • Länge: 1 h 32 Min
  • Genres: Fantasy, Drama, Romanze
  • Produktionsländer: Ungarn, USA
  • FSK: ab 12 Jahren

 

Die Besetzung

Bereits in meiner Rezension zum Roman habe ich euch die wichtigsten Charaktere vorgestellt. Hier findet ihr die Pendants des Kinofilms…

Lucinda (Luce) Price    –    Addison Timlin
Daniel Grigori     –     Jeremy Irvine
Cam Briel    –    Harrison Gilbertson
Gabrielle (Gabbe) Givens    –    Hermione Corfield
Pennyweather (Penn) von Syckle-Lockwood    –    Lola Kirke
Arriane Alter    –    Daisy Head
Mary Margaret (Molly) Zane    –    Sianoa Smit-McPhee
Ms Sophia    –    Joely Richardson
Roland    –    Malachi Kirby

 

Inhaltsangabe

Nach einem rätselhaften Unfall, an dem ihr zu Unrecht die Schuld gegeben wird, landet Lucinda Price (Addison Timlin) auf dem Internat Sword & Cross für schwer erziehbare Jugendliche. Dort lernt sie die freundliche Lehrerin Miss Sophia (Joely Richardson) kennen – und, viel wichtiger: den attraktiven, unnahbaren Daniel (Jeremy Irvine) und den attraktiven, rebellischen Cam (Harrison Gilbertson). Lucinda ist sich sicher, Daniel schon einmal gesehen zu haben, doch er verneint das nicht nur, sondern geht absichtlich auf Distanz zu ihr. Während Luce mehr über ihn und auch die mysteriösen Visionen, die sie immer wieder heimsuchen, herausfindet, entdeckt sie vor allem, dass Daniel und Cam gefallene Engel sind, dazu verdammt, für immer auf der Erde zu wandeln. Außerdem ist das Internat der Mittelpunkt einer Schlacht zwischen Himmel und Hölle…

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Für all diejenigen, die den Film noch nicht gesehen haben, ist mein jetziger Beitrag wohl hier zu Ende … es droht nämlich *SPOILERGEFAHR*!

Alle anderen, die den Film bereits gesehen haben, dürfen jetzt weiter lesen 😉 

Lesen auf eigene Gefahr!

! SPOILERALARM !

Das Set

Okay, jetzt gehts also ans Eingemachte … zunächst einmal zum Set selbst. Unten seht ihr ein Bild, das mir freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Es stellt das Internet Sword & Cross dar. Ja, richtig gelesen Sword & Cross … von einer Militärakademie ist hier nicht viel zu sehen und so verfallen, wie im Buch beschrieben, sieht es auch nicht aus? Korrekt. Obwohl, verfallen ist es schon, das sieht man dann bei den Innenaufnahmen. Trotz allem erinnert es eher an ein altes Schloss. Allerdings sind die Zimmer der Schüler tatsächlich so karg und lieblos eingerichtet, wie im Buch beschrieben.

Ein großes Manko: einen Friedhof neben dem Internat gibt es nicht! Darauf wurde im Film verzichtet. Einige wichtige Szenen, die auf dem Friedhof spielen, werden im Film auf Balkonen des Internats oder aber im „Schlossgarten“ bzw. der Gartenanlage des Internats gezeigt. Verliert etwas an Flair, aber nur für diejenigen, die das Buch kennen. (SPOILER: Die Engelsstatue, die während dem Reinigen auf Luce zu fallen droht, stürzt hier vom Dach des Internats und stellt auch keinen Engel dar.) Noch etwas zum Internat: die Kleiderordnung (schwarz) wird im Film nicht durchgeführt / eingehalten.

Cross & Sword – Internat

 

Die Besetzung

Zunächst einmal zur Besetzung im Allgemeinen:

Randy ist im Film ein Mann … und zwar eindeutig, nicht – wie im Buch vermeldet – eine Person, die man auf den ersten Blick nicht zuordnen kann. Die Besetzung aber war gar nicht so schlecht, vielleicht nicht so hart und militärisch rüber gebracht wie im Buch, aber trotzdem gut gewählt. 

Luce hat lange braune (!) Haare – nichts mit schwarz, noch nicht mal Ansatzweise und im Übrigen: ihre Mähne bleibt auch dran. Zum Friseur muss niemand (auch nicht, um sich Hackepeter aus den Haaren zu waschen) *hust* und auch ihre beste Freundin Callie ist nicht vorhanden, geschweige denn ihre sorgevollen Eltern. Einzig und allein ihre Vergangenheit wird sehr deutlich gemacht und durch mehrere Rückblenden verdeutlicht. 

Daniel ist in meinen Augen gut getroffen. Er kommt wirklich an den Buch-Daniel heran mit seinem Aussehen, nur das Verhalten gleicht seinem nicht im Geringsten. Mir ist ja immer noch die eine Szene im Buch im Gedächtnis geblieben, in welcher Luce und Daniel das erste Mal auf dem Schulhof aufeinander treffen und er ihr … seinen Stinkefinger zeigt! Die fällt im Film leider aus – für die Fans vom Roman vielleicht schade, aber für alle anderen gar nicht schlimm. Man merkt ihm zwar an, dass er etwas verheimlicht und Luce auch aus dem Weg gehen möchte, nur ist es nicht so offensichtlich praktiziert wie im Buch.

Cam – im Buch als ein großer Junge mit unordentlichen schwarzen Haaren mit tief liegenden grünen Augen beschrieben – trifft das Bild schon. Die Haare sind zwar kurz, aber zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden, das Bad Boy-Image scheint ihm anzuhaften, nur strahlt er das nicht wirklich aus. Der Buch-Cam ist eindeutig härter im nehmen und faszinierender. Ich habe ihm im ersten Moment nicht als Cam erkannt!

Gabbe passt tatsächlich sehr gut in ihre Rolle und auch Roland und Arriane sind in meinen Augen perfekt getroffen!

Penn ist nicht ganz das verhuschte Mäuschen, das ich im ersten Moment erwartet hatte, doch ihre Rolle spielt sie gut. Was mich allerdings enttäuscht hat, war die Geschichte hinter der Figur: im Buch als Waise (Mutter bereits vorverstorben und Vater ebenfalls erst kürzlich verstorben und auf dem Friedhof neben dem Internat beheimatet, da er dort Hausmeister war) beschrieben, die aufgrund des Berufs ihres Vaters dort bleiben und mit lernen darf, wird sie im Film als Scheidungskind dargestellt, dessen Mutter es gar nicht erwarten konnte, das lästige Kind auf ein Internat abzuschieben. So wird sie auch nicht als die Penn dargestellt, die uns im Buch begegnet. 

Ms Sophia habe ich mir selbst etwas anders vorgestellt, doch ist die Filmfigur als solche nicht fehlbesetzt. Sie passt doch sehr gut. 

 

Nun zur Geschichte

Der Film beginnt mit einem theologischen Abschnitt. Erklärt wird der Krieg im Himmel, das Aufbegehren Luzifers gegen Gott und den Fall der Engel. Insbesondere wird auf den Engel hingewiesen, der sich für keine Seite entscheiden konnte und stattdessen die Liebe gewählt hat. Für den Leser gab es diese Erklärung in Häppchen während dem Buch (während dem Unterricht von Ms Sophia), für den Zuschauer bereits zu Beginn, ein guter Einstieg und eine gute Erklärung, so konnte man sich einiges zusammenreimen. 

Weiter gehts mit Luces Auftritt in der Schule. Ihre Eltern fahren sie hin und setzen sie regelrecht ab – flüchten, um genauer zu sein. Ihre Sachen werden durchsucht und konfisziert, danach gehts direkt zum Psychologen der Schule, der ihr direkt sagt dass sie, wenn sie nur die Tabletten nehmen würde, direkt wieder in eine normale Schule kommen würde. Ab und an blitzen Fetzen aus ihrer Vergangenheit auf, die mit dem Tod von Trevor zu tun haben. Molly begegnet sie im Flur der Schule – eine „Essensschlacht“ gibt es nicht, trotz allem werden alle zur Strafarbeit verdonnert. Luce soll den Hof säubern, was Molly macht, wird nicht thematisiert. Während der Säuberung fällt die Heiligenstatue vom Dach der Schule auf Luce hinab, im letzten Moment wird sie von Daniel gerettet. So weit, so gut! 

Die große Party – wie im Buch erwähnt – gibts auch: allerdings im Wald. Dort tritt Molly nochmal auf die Tagesordnung. 

Währenddessen spielen sich zwischen dem Dreigespann Daniel – Luce – Cam einige Szenen ab. Cam ist tatsächlich zuvorkommend und auch direkt an ihr interessiert (die Kette fehlt), nur finde ich, dass gerade in diesen zwischenmenschlichen Beziehungen der Film einiges zu Wünschen übrig lässt. So gibt es keine Entwicklung der Gefühle zwischen den Protagonisten, kein hin und her, sondern ein *PLOPP* Gefühle da! Luce vertraut jedem (Cam), hängt sich an Daniel und plötzlich sind alle Freunde und die beiden streiten sich um das Mädchen. Das, was im Buch ausführlich – vielleicht langatmig – dargestellt wird, fehlt im Film vollkommen. Der Buchleser kommt also nicht auf seine Kosten und ich war wirklich froh, das Hintergrundwissen zu besitzen. 

Auch die Geschichte als solche ist zäh – Schlüsselszenen werden weggelassen und andere ausgedehnt … im Film passiert nicht wirklich etwas in den ersten sechzig Minuten – mit Ausnahme der Wandlung der Charaktere. Dann geht alles Schlag auf Schlag – der erste Tote in der Bibliothek, Luce im Krankenhaus mit aufkeimenden Erinnerungen und einer trauernden Penn an ihrer Seite. (Im Übrigen: die Blumen fehlen!) Dann ist da Daniel und sie scheint zu begreifen was er ist, obwohl er es ihr selbst sagt und sie greift zu einer Methode, um die Verbundenheit zu ihm zu bestätigen, die es im Buch so nicht gegeben hat. Und dann kommt es zu dem Showdown, welches im Buch sehr gut dargestellt wird und im Film von jetzt auf gleich beginnt – der Leser weiß, warum und vor allen Dingen worum es geht, der Zuschauer nicht. Luce wird von Daniel separiert – der zweite Mord geschieht. Jedoch etwas sang- und klanglos. Penn ist schnell vergessen. Und dann ist der Film auch zu Ende und Daniel entschwindet mit Penn… 

Allein aus meiner Beschreibung könnt ihr lesen, dass mir das Buch um Längen besser gefallen hat! Natürlich ist mir bewusst, dass man nicht ein Buch 1 : 1 verfilmen kann (schon gar nicht 448 Seiten!), doch hier hat der Drehbuchautor wohl zu viel gekürzt oder umgeschrieben. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass Schlüsselszenen fehlen und dass auch die Charaktere nicht so eindeutig rüber kamen, wie sie es eigentlich sollten. Für Fans der Bücher ist der Film eher eine Enttäuschung – für die Zuschauer, die die Bücher allerdings nicht kennen, ist es ein gut gemachter Fantasy Film mit viel Romantik, Geheimnissen und ebenfalls mystischen Wesen. Nur das Ende dürfte auch für den Zuschauer zu abrupt gewesen sein. 

 

Meine Bewertung für den Film: 2 von 5 Punkten 

3 Gedanken zu „„Fallen – Engelsnacht“ ~ meine Rezension zum Film

  1. Manja sagt:

    Hey,

    ich habe den Film gestern gesehen, kenne aber das Buch (bisher) nicht. Ich empfand den Film als gut gemacht, hatte aber nach dem Ende tausend Fragen im Kopf. Daher hab ich mir noch gestern Abend das eBook geladen und werde es jetzt im Nachhinein lesen. Mal sehen wie ich es empfinde wenn ich das Buch durchhabe.

    Liebe Grüße
    Manja

    • Nina sagt:

      Hallo liebe Maja,
      vielen Dank für deine Rückmeldung. Ich hoffe, ich habe den Film nicht zu negativ dargestellt. Wie schon gesagt, wenn man das Buch nicht kennt, ist er wirklich gut gemacht – bis auf dieses offene Ende. Darüber erfährst du mehr im Buch 🙂
      Ich bin wirklich mal gespannt, wie du es findest! Gib mir gerne mal Bescheid!
      Liebe Grüsse
      Deine Nina 🙂

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