Sebastian Cohen – Ohne Warnung (Duke Teil 1)

Guten Abend ihr Lieben!

Wieder einmal ist es an der Zeit, eine Rezension mit euch zu teilen … oder auch zwei? 😉 Na, wir werden es sehen. 

Den Anfang macht ein eBook, das ich einfach nicht mehr aus der Hand legen konnte – es aber musste, als mein Kindleakku einfach schlapp gemacht hat (schaut also vorher, ob er aufgeladen ist!). 

Schaut euch zu aller erst diesen Trailer an: 

Es geht um 

Sebastian Cohan 

und seinen Roman

Ohne Vorwarnung (Teil 1 der Duke Serie)

Cover - Ohne Warnung Sebastian Cohen

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an Sebastian Cohen!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 320 Seiten
Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform; Auflage: 1 (13. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1542539560
ISBN-13: 978-1542539562
GrĂ¶ĂŸe und/oder Gewicht: 12,7 x 2 x 20,3 cm
Preis: 11,99 € (TB) / 2,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt

In Keene, einer kleinen verschlafenen Stadt in New Hampshire, herrscht das herrlichste Sommerwetter, doch Duke verkriecht sich in seinem abgedunkelten Zimmer. Er kann sich kaum bewegen, ohne dass Wellen von Schmerzen seinen Körper durchfluten. Die Abreibung, die er gestern in der Kiesgrube von seinen vermeintlichen „Freunden“ bekommen hatte, war heftig – zu heftig. In den Tagen der Heilung schwört er sich, nie wieder ein Opfer zu sein ! Nie wieder ein Verlierer! Mit viel Einfallsreichtum und Finesse findet Duke Mittel und Wege, die perfekten Verbrechen zu inszenieren. Immer wieder findet er sich in Situationen wieder, die seine „dunkle Seite“ in ihm zum Handeln zwingen. Nur die Liebe kann ihn wieder auf die richtige Bahn bringen. Wird er diese finden? Das Buch nimmt den Leser mit auf eine spannende Reise quer durch die USA und begleitet Duke bei seiner Metamorphose vom schĂŒchternen Jungen zum technisch versierten Computergenie, der mit einem ausgeprĂ€gten Sinn fĂŒr Gerechtigkeit und einer gehörigen Prise Gesellschaftskritik zu einem Bösewicht heranwĂ€chst, den man einfach mögen muss. Er gerĂ€t in einen Strudel von Gewalt, Liebe, Verlust, Abenteuern und der Suche nach sich selbst. Duke sucht nicht die Gewalt, aber sie findet ihn…

 

Über den Autor:

Sebastian Cohen, Jahrgang 1970, bereiste bereits mehr als 45 LĂ€nder und lebte viele Jahre in Panama, Ecuador und Nicaragua.
Die Erlebnisse vieler Orte und Reisen prÀgten ihn und verhinderten, Zeit zu finden, um erwachsen zu werden. Nichts ist spannender als zu reisen.
Alles ist vergĂ€nglich, doch Erinnerungen bleiben fĂŒr immer. Inspiriert von seinen Reisen entstand die Idee, einige Orte und Abenteuer mit dem Protagonisten Duke zu verbinden.

 

Mein Fazit und meine Rezension

Duke war schon in jungen Jahren in der Opferrolle gefangen, doch er kannte einen Ausweg, um dieser zu entkommen: er ignorierte die Halbstarken, hielt sich von gefĂ€hrlichen Situationen fern und kapselte sich von seinem Umfeld ab. Eigentlich ein ausgeklĂŒgelter Plan, doch eines Tages kann er den sechs Jungs der coolsten Clique in der Schule nicht widerstehen und folgt ihnen zur Kiesgrube. Dort angekommen wartet eine Mutprobe auf ihn, die lebensgefĂ€hrlich ist. Doch Duke ist nicht naiv und schon gar nicht dumm genug, um sein Leben zu riskieren. Seinen RĂŒckzieher werten die sechs Jungs als Feigheit und verprĂŒgeln ihn nach Strich und Faden. Duke nimmt es hin, doch in eben diesem Moment legt sich in seinem Inneren ein Schalter um: ab heute wird er nicht mehr lĂ€nger das Opfer sein, ab heute wĂŒrde er zurĂŒck schlagen, sich zur Wehr setzen und das mit Hilfe einer ausgeklĂŒgelten und todsicheren Taktik. Schon bald passieren die ersten tödlichen UnfĂ€lle… Was aber kann Duke davon abhalten? Wer oder was kann ihn von seinen RachegelĂŒsten ablenken? Wird er jemals aufhören? 

Zu Beginn der Geschichte ist Duke ein in sich gekehrter Junge mit wenigen Freunden. Er verbringt die meiste Zeit alleine. Dazu zu gehören wĂ€re ein Traum von ihm, doch ist es nicht leicht. Schon frĂŒh wird man als Leser auf den schĂŒchternen Duke aufmerksam und hat sich auch ein klares Bild von ihm geschaffen. Doch wenn man sich den Klappentext genauer durchgelesen hat, ist man irritiert. Wie bitteschön soll aus so einem Jungen ein eiskalter und brutaler Mörder werden? Ein Genie, das Verbrechen plant, die ihm aber nicht nachgewiesen werden können? Ein perfektes Verbrechen. Das SchlĂŒsselereignis – welches nicht nur Duke, sondern auch uns Leser zutiefst betrifft –  lĂ€sst jedoch nicht lange auf sich warten. Und mit einem Mal beginnt der Umbruch, der Wandel hin zu einem anderen Duke – und der Leser ist mitten drin! Selbst wĂ€hrend dem Lesen liefen mir kalte Schauer ĂŒber den RĂŒcken. Duke kannte man aus wenigen Kapiteln als einen ruhigen und netten Jungen, doch mit einem Ereignis Ă€ndert sich alles. Die Stimmung, die der Autor projiziert, war auch fĂŒr mich deutlich spĂŒrbar und mehr als einmal dachte ich daran, wie nah Genie und Wahnsinn beieinander liegen. 

Duke hat mich sehr zwiegespalten zurĂŒck gelassen. Einerseits verstehe ich, dass er sich rĂ€chen will, dass er nicht immer das Opfer sein und endlich aus dieser festgefahren Rolle heraus möchte. Ich verstehe auch, dass er sich nach Gerechtigkeit sehnt und genau diese ihm nun mal nicht widerfĂ€hrt. Und ja, ich verstehe auch noch, dass er sich an seinen Peinigern rĂ€chen möchte – auch, wenn ich es nicht unbedingt gut heiße. Nur sind seine Methoden doch wirklich eiskalt und unberechenbar. In Duke haben sich jahrelang Wut, UnterdrĂŒckung und Angst aufgestaut. Er hat immer zurĂŒckgesteckt, sich im Hintergrund gehalten und von allen gefĂ€hrlichen Situationen fern gehalten – irgendwann ging es nicht mehr und seine Toleranzschwelle war ĂŒberschritten. Bis hier her und nicht weiter! Duke ist zur Nemesis geworden – eine vergeltende Gerechtigkeit. 

Nur, wie kann man jemanden stoppen, der auf Rache aus ist? Und was, wenn er die Rache zu Ende gebracht hat – war es das? Oder bleibt der Drang, anderen ĂŒberlegen zu sein und deren Leben in seinen HĂ€nden zu halten? Schicksal zu spielen, wenn nicht sogar Gott zu sein?

Als Leser begleiten wir Duke nicht nur in seiner Kindheit, sondern ebenfalls aufs College. Kurz vorher wurde er von seiner großen Liebe verlassen und so lernt er schnell, dass er sich letzten Endes nur auf sich selbst verlassen kann. Doch das Leben lĂ€sst sich nun mal nicht genau planen und hĂ€lt einige Überraschungen fĂŒr ihn parat. Schon bald werden seine PlĂ€ne ein weiteres Mal von der Liebe durchkreuzt und auch ich als Leser habe aufgeatmet. Schafft Duke nun endlich den Absprung? 

FĂŒr mich war es ein wahres Auf und Ab der GefĂŒhle. Meine Emotionen sind wahrlich Achterbahn gefahren – von den vielen Loopings mal ganz zu schweigen! Nach wie vor kann ich Duke als Protagonist nicht genau greifen. Er polarisiert einfach. Einerseits kann man ihn verstehen und möchte ihn sogar anfeuern, dass er sich nicht immer alles gefallen lĂ€sst, nur die Art und Weise, wie er es umsetzt, hat mir mehr als einmal eine GĂ€nsehaut beschwert – von den vielen Bildern aufgrund der Detail genauen Beschreibung des Autors mal abgesehen! (Ich spreche hier nicht nur von Farbe und Konsistenz, sondern auch von GerĂŒchen)

Sebastian Cohen hat mich von Band 1 seiner Duke-Reihe ĂŒberzeugt! Duke fasziniert mich, zieht mich auf grausame Art und Weise in seinen Bann und stĂ¶ĂŸt mich mit seinen Taten ab und doch, ist da noch etwas anderes, was mich unbedingt weiter lesen lassen möchte. Ich kann Band 2 kaum erwarten!

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkte

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