Katharina Münz – Wellenmädchen

Hallo ihr Lieben 🙂 

Heute möchte ich euch eine Kurzgeschichte vorstellen, die im historischen Genre spielt. 

Es handelt sich um den Kurzroman von 

Katharina Münz

mit dem wunderbaren Titel

Wellenmädchen

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an die Autorin!)

Zum Inhalt:

Ende des 9. Jahrhunderts lebt Fylla in der dänischen Handelsstadt Haddeby am Ufer der Schlei. Nach dem Tod ihrer Mutter hat die Tochter eines ehrbaren Hautstechers (Tätowierers) die Aufgabe, ihm den Haushalt zu führen und auf ihre kleinen Geschwister aufzupassen, was sich angesichts der lebhaften Jüngsten als nicht gerade einfach erweist. Und dann läuft ihr auf dem Odinsmarkt ein geheimnisvoller junger Mann über den Weg … 

 

Über die Autorin:

Begleitet von mächtigem Donnerschlag gab Katharina Münz im Sommer 1968 ihr Debut auf der Bühne des Lebens.

Bereits in jungen Jahren mutierte sie zur Leseratte mit einem Faible für Geschichte, Heidentum und Magie. Früh versuchte sie sich auch an ersten eigenen Geschichten, die grauenhaft waren und zum Glück verschollen sind.

Nach Abschluss ihres Universitätsstudiums hatte sie einen Posten in der öffentlichen Verwaltung inne.

2013 entsann sie sich in einem spontanen Entschluss lang verschütteter Fähigkeiten und griff beherzt in die Tastatur, um lang vergangene Zeiten zum Leben zu erwecken. Katharina Münz ist selbstständig und lebt mit ihrem Mann, drei Kindern und mehreren Katzen in einer verschlafenen Kleinstadt in Süddeutschland.

Mehr über die Autorin erfahrt ihr auf ihrer Homepage oder ihrer Facebookseite!

 

Mein Fazit und meine Rezension

Diese Geschichte ist die erste Geschichte in der Art, die ich gelesen habe. Mein Wissen über Wikinger und deren Gottheiten beschränkt sich auf wenige Namen – Odin war mir schon immer ein Begriff, Thor kennt wohl auch jeder – doch habe ich in dieser Kurzgeschichte wirklich einiges lernen und auch verstehen können. 

In der Kurzgeschichte treffen wir auf Fylla, eine junge Frau im heiratsfähigem Alter, die den Haushalt ihres Vaters führt. Ihre Mutter ist bereits verstorben, sodass ihr die Aufgabe zuteil wird, ihre Geschwister aufzuziehen und zu behüten und das ist keine leichte Aufgabe, denn auch schon damals waren die Jüngsten in der Familie nicht immer die gehorsamsten oder aber pflegeleicht. Das ist heute genau so. Doch Fylla weiß, dass sie mehr vom Leben erwartet und nicht immer im Haus ihres Vaters bleiben will. Das Schicksal will es so, dass sie an einem Markttag auf den attraktiven Breki Gaudursson trifft und in ihm ihren Lebenspartner findet. Doch auch die damaligen Sitten verlangten, dass ein künftiger Schwiegersohn um die Zukünftige bei deren Vater vorsprach und man ahnt, dass Fyllas Vater nicht gerade angetan war – immerhin würde ihm so die Ziehmutter seiner Kinder und seine Haushaltshilfe wegfallen. Doch Fylla hat ihren eigenen Kopf und so heckt sie gemeinsam mit Breki einen Plan aus, der über das Ansehen der Familie und den Kopf von Breki entscheidet … 

Allein an den Namen erkennt ihr, dass sich die Autorin sehr viel Mühe gegeben hat und auch tatsächlich über die damaligen Gegebenheiten recherchiert hat. Eine Liste mit Hinweisen zur Aussprache sowie eine Liste über die Bezeichnung der Monate sind direkt zu Beginn der Kurzgeschichte aufzufinden und bereiten den Leser so schon mal auf die damalige Zeit vor. Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, mich erst mal an der Aussprache zu üben und voller Tatendrang bin ich in die Geschichte eingestiegen. 

Der Einstieg selbst fällt auch ziemlich leicht. Katharina Münz hat einen flüssigen Schreibstil und bleibt diesem auch im Laufe der Geschichte weiterhin treu. Auch der Ausdruck passt zu der damaligen Zeit, sodass ich mich nicht nur in der Geschichte eingefunden habe, sondern mir auch genau vorstellen konnte, wie es gewesen sein könnte. 

Die Figur der Fylla passt auch sehr gut in dieses Jahrhundert. Sie spiegelt das damalige Bild der Frau wieder, still und den Haushalt führend sowie die Kinder (hier: die Geschwister) erziehend. Doch schon ziemlich schnell wird klar, dass Fylla nicht in die traditionelle Rolle passt, dass sie mehr will – und das habe ich ihr auch von Anfang an gewünscht! 

Breki Gaudersson ist auch ein Wikinger, wie er im Buche steht und wie ich ihn mir immer vorgestellt habe: von großer Statur, ein wahrer Hühne, voller Tatendrang und doch im inneren mit einem weichen Kern. Er umwirbt Fylla nach allen Regeln der Kunst (und der Wikinger) und so ist es auch kein Wunder, dass er ihr Herz schnell erobert. Doch schon damals müssen beide sich einer großen Herausforderung stellen und ihre Liebe erkämpfen. 

Mir persönlich hat die Kurzgeschichte wirklich gut gefallen. Es war einfach einmal etwas anderes, schnell und flüssig zu lesen und aufgrund dem Ausdruck und dem Sprachgebrauch einfach nur passend. Man merkt, dass sich die Autorin sehr viele Gedanken gemacht hat und auch Mühe gegeben hat. Das muss einfach mit 5 Sternen belohnt werden! Wer also auch einmal zurück in die Zeit der Wikinger reisen möchte, der sollte sich bei Katharina Münz melden und die Kurzgeschichte anfordern 😉 

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

 

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