Leif Tewes – Blutzucker

Guten Abend ihr Lieben!

Nachdem ich gestern doch ein paar technische Probleme hatte, kann ich euch heute (endlich) meine Rezension zu einem Buch liefern, das ich in einem Rutsch durchgelesen habe und mich auch vom Thema her nicht mehr so ganz loslassen will … worum es geht? ZUCKER! Ein allmächtiger Zusatzstoff in sämtlichen Lebensmitteln und wer schon mal darauf verzichten musste (oder aber dem beigewohnt hat), der weiß, wie schwierig es ist Lebensmittel ohne Zucker zu bekommen. Ich hätte mir niemals vorstellen können, wo Zucker überall zu finden ist … 

Leif Tewes

mit seinem Roman-Noir

Blutzucker

Leif Tewes Blutzucker

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an den Grössenwahnverlag!)

Zum Inhalt:

WorldFood ist eine globale Lebensmittelfirma, die einen Pharmakonzern für Diabetesmedikamente angekauft hat. Doch als sich der Markt verändert und der Absatz von Zucker stockt, hat der Konzernmanager Meininger eine teuflische Idee, wie er den Umsatz ankurbeln kann: Diabetes durch versteckten Zuckerkonsum. Bei der Umsetzung seines Planes soll ihm der Lebensmittelchemiker Paul Hartmann helfen: Eine einfache Laborratte, glaubt der Manager. Doch Paul hat eine bewegte Vergangenheit und als Meininger auch noch seine Zukunft zerstört, schwört er auf Rache. Die Ermittler Kommissar Berg und Landers werden in den tödlichen Kampf verwickelt, bis letztlich auch ihr Leben in Gefahr gerät.

Leif Tewes führt den Leser hinter die Kulissen von modernen Großkonzernen. In seiner gesellschaftskritischen Auseinandersetzung mit Foodherstellern, Pharmaunternehmern und Lobbyismus verarbeitet er das aktuelle Thema »Zucker in Lebensmitteln«. Mit einem nervenaufreibenden Rachefeldzug von Frankfurt über Zürich bis ins Herzen Kolumbiens deckt der Autor skandalöse Machenschaften und Zusammenhänge zwischen Food- und Pharmaindustrie auf. Ein brillanter Roman-Noir für starke Nerven um die brutale Frage: Was genau essen wir eigentlich?

 

Über den Autor

Leif Tewes geboren 1964, studierte Informatik in Frankfurt/M und schrieb neben-her Fachbücher und Artikel für Fachzeitschriften. Seine Leidenschaft für die Kunst lebt er als Musiker, DJ und Thriller-Autor aus. Sein Interesse für spannende Persönlichkeiten und rasante Geschichten hat sich unter anderem auf zahlreichen Reisen und Offroad-Rallyes entwickelt. Leif Tewes lebt und arbeitet im Raum Frankfurt/M.

 

Mein Fazit und meine Rezension

Zucker ist eine mächtige Waffe oder aber ein mächtiges Mittel zum Zweck – vor allen Dingen für diejenigen, die daraus Profit scheffeln. Nicht nur die Zuckerindustrie profitiert von dem Konsum der Menschen, der aufgrund deren Zuckerabhängigkeit stetig zunimmt, sondern auch die Pharmaindustrie und sämtlichen dazugehörigen Konzerne. Das findet auch die Journalistin Nicole heraus und möchte mit Hilfe des Lebensmitteltechnikers Paul dem großen Konzern WorldFood entgegentreten und deren geheimen Machenschaften aufdecken. Denn WorldFood produziert nicht nur Lebensmittel, die Zucker enthalten, sondern stellt – zum Wohle der Menschen – auf Zuckerersatzstoffe um, wobei im Hintergrund immer noch Zucker auf den Organismus wirken sollen. Gut für WorldFood, die ebenfalls einen Pharmakonzern gekauft haben, der gerade für Diabetiker und Krebspatienten Medizin auf den Markt bringen will … Doch Nicole und Paul werden dem Konzern gefährlich und schnell wird klar, dass auch große Konzerne für das Erreichen ihrer Ziele buchstäblich über Leichen gehen … 

Mich hat das Buch wirklich sehr beeindruckt und gleichermaßen geschockt. Zucker ist ein wichtiges Thema und eigentlich immer in den Medien vertreten. Da geht es nicht nur um den Zuckergehalt, sondern auch direkt um Lightprodukte, ob diese besser sind und ob die Zuckerersatzstoffe wie beispielsweise Stevia wirklich so gesund sind, wie von der Lebensmittelbranche angepriesen. Als Konsument hat man eigentlich gar keine Ahnung mehr, wem man Glauben schenken kann. Die unterschiedlichen Publikationen darüber (egal ob im TV oder aber in gedruckter Form) helfen hier auch nicht viel weiter. Und das geht mir nicht anders. Ich habe mich vor einigen Monaten mit dem Thema Zucker auseinandersetzen müssen, da mein Freund darauf verzichten musste: ärztliche Anordnung, da ansonsten ein Bakterium weiter gewachsen wäre, ohne Zucker war es aber sein Aus. 

Auch wenn ich schon vorher öfter darauf geachtet habe, dass ich nicht übermäßig viel Zucker konsumiere – zumindest nicht offensichtlichen Zucker – habe ich mir die Inhaltsstoffe von einzelnen Produkten nie genauer angeschaut. Was sich da alles versteckt hält ist schon beachtlich! Und wir beide haben dabei auch sehr schnell die Erkenntnis gefunden: Zucker steckt einfach ÜBERALL drin! Heute achte ich immer noch darauf, dass ich nicht übermäßig viel Zucker zu mir nehme, doch ganz ohne geht es einfach nicht, das merkt man doch ziemlich schnell. Wir sind zu sehr an den Zucker gewöhnt und unser Körper auch. 

Ein Satz in dem Buch hat mich auch zum Nachdenken gebracht und natürlich geht auch dann mit mir die Phantasie durch und sämtliche Verschwörungstheorien tauchen auf:

„Was tat ein Pharmaunternehmen, das von Diabetikern lebte, in einer Welt ohne Zucker?“

Eine sehr gute Frage! In Leif Tewes‘ Buch ist es das Unternehmen WorldFood, das so agiert – wie aber könnte so ein Unternehmen bei uns heißen?

Leif Tewes hat es geschafft mich nicht nur mit seinem Roman zu unterhalten, sondern zugleich auch einen wunden Punkt getroffen, der mich aufmerken lässt – ich sollte doch genauer schauen, was überall drin steckt und mir öfter Gedanken um das machen, was so normal erscheint. Nicht immer ist es gut, allem mit blindem Vertrauen zu begegnen, ein gesunder Menschenverstand sollte durchaus auch in der Lage sein, etwas kritisch zu hinterfragen. Leif Tewes hat mit seiner Thematik den Nerv der Zeit getroffen.

Ich kann für diesen Roman eine klare Leseempfehlung aussprechen und freue mich natürlich auf einen Austausch mit euch!

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten 

 

 

2 Gedanken zu „Leif Tewes – Blutzucker

  1. Tanja sagt:

    Huhu Nina,
    hui, das Cover sieht irgendwie schon recht „böse“ aus mit den Schwarz- und Rottönen. Das klingt nach einem sehr spannenden und zugleich interessantem Buch.

    Was den Zuckerkonsum angeht: Ich habe vor einiger Zeit ein veganes Kochbuch ausgiebig getestet. Es handelt sich um ein Buch von Deliciously Ella. Die Autorin versucht auf raffinierten Zucker zu verzichten und greift stattdessen auf Ahornsirup, Datteln u.ä. zurück. Vielleicht ist das auch ein Buch für dich?

    Ich versuche beim Kochen und Backen und auch beim Einkauf da drauf zu achten, dass die Produkte/Rezepte nicht zu viel Zucker enthalten. Gerne fahre ich auch die Zuckerdosierung bei Rezepten etwas herunter. Ich meine auch, dass wir schon „unbewusst“ sehr viel Zucker zu uns nehmen.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    • Nina sagt:

      Hallo liebe Tanja,
      genau das denke ich auch – wir nehmen zu viel Zucker unbewusst auf! Und das beginnt ja schon alleine bei der Wurst! Ich habe – nachdem mein Freund auf den Zucker achten musste – auch mal unsere Lebensmittel kontrolliert… allein die Marmelade (egal ob als „light“ angepriesen oder nicht) enthält so viel Zucker, dass man eigentlich gar keine Früchte mehr bräuchte … von einigen Getränken brauche ich erst gar nicht anzufangen. Weiter geht’s mit dem Müsli, was man einfach mal gerne isst, natürlich auch im Obst der Fruchtzucker und und und. Es ist erschreckend, wie abhängig wir mittlerweile von diesem Zeug sind, das in Maßen gesund ist, die wir alle aber immer überschreiten, weil wir nun mal nicht wissen, wo es alles drin steckt!
      Aber vielen lieben Dank für den Tipp mit dem Kochbuch 🙂 Das klingt wirklich toll und das kann ich auch mal ausprobieren! Ich mache mich mal direkt auf die Suche nach Deliciously Ella 🙂
      Viele liebe Grüße
      deine Nina 🙂

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