Marie Force – Vergiss die Liebe nicht

Guten Morgen ihr Lieben!

Obwohl es eigentlich schon Mittag ist – aber gut … gestern habe ich noch einige Bücher auslesen können und ich bin wieder einmal geflashed! Gott sei Dank gibt es so viele Autoren und Autorinnen in unterschiedlichen Genres mit so unterschiedlichen Geschichten und Schreibstilen! 

Gestern habe ich tatsächlich zwei unterschiedliche Genres gelesen: zum einen „Romance“ und zum anderen „Psychothriller“ – da gibt’s Unterschiede wie Tag und Nacht! Aber das ist auch gut so!

Den Anfang macht heute

Marie Force

mit ihrem wunderschönen Roman

Vergiss die Liebe nicht

Marie Force Vergiss die Liebe nicht

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an die Autorin und das Mainwunder Team!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 408 Seiten
Verlag: HTJB, Inc. (10. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1946136077
ISBN-13: 978-1946136077
Größe und/oder Gewicht: 15,2 x 2,3 x 22,9 cm
Preis: 13,90 € (TB) / 4,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt:

Ein Jahr nach dem schweren Autounfall seiner Frau, muss Jack Harrington sich der nur schwer zu ertragenden Realität stellen: Clare wird nicht wieder aus dem Koma aufwachen. Also tastet er sich – hauptsächlich seiner drei Töchter wegen – ins Leben zurück. Die erste neue Aufgabe des erfolgreichen Architekten ist die Planung eines Hotels in seiner Heimatstadt Newport, Rhode Island. Doch nichts hat ihn auf das vorbereitet, was er empfindet, als er zum ersten Mal Andi Walsh, der Chefdesignerin des neuen Projekts, begegnet. Auch Andi fühlt sich sofort zu Jack hingezogen, aber nach einer katastrophalen Ehe ist das Letzte, was die alleinerziehende Mutter eines hörgeschädigten Sohnes braucht, eine komplizierte Beziehung mit einem verheirateten Mann. Dennoch wagen die beiden den Schritt in eine gemeinsame Zukunft. Doch gerade als sich willkommene Normalität im Leben der neuen Patchwork-Familie einstellt, geschieht ein Wunder und Jacks Ehefrau wacht auf…

 

Über die Autorin

Marie Force ist Autorin von über 25 zeitgenössischen Liebesromanen, von denen etliche sich auf den Bestsellerlisten der New York Times, der USA Today und des Wall Street Journal platziert haben. Unter dem Pseudonym M. S. Force hat sie zudem die Erotikserie »Quantum« veröffentlicht.
Marie Force wurde in Rhode Island geboren, wo sie auch heute wieder mit ihrem Mann, ihren beiden fast erwachsenen Töchtern und zwei Hunden lebt.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Jack macht momentan die schlimmste Zeit in seinem Leben durch: seine Frau wurde durch einen Autounfall sehr schwer verletzt und liegt im Koma. Es steht in den Sternen, ob sie jemals wieder aufwachen wird. Von jetzt auf gleich ist die Normalität dahin und er sieht, wie viel seine wunderbare Frau Clare alles gestemmt hat: den Haushalt, das Familienleben und all die vielen Pläne, die die drei Töchter betreffen. Wie soll Jack das allein alles stemmen? Hilfe naht in Form seiner kleinen Schwester Frannie, die kurzerhand bei ihm einzieht und sich um die drei Töchter kümmert und auch Jack findet dadurch wieder neuen Halt und zurück in sein altes Arbeitsleben. Kaum zurück im Job trifft ihn jedoch der Blitz in Form einer charmanten und witzigen Frau namens Andrea, die für eine Weile mit seiner Firma zusammenarbeiten soll. Beide fühlen sich sofort zueinander hingezogen, doch Jack steckt in einer großen Zwickmühle, denn eigentlich ist er noch verheiratet mit Clare – kann er überhaupt ein „normales“ Leben führen mit einer neu aufflammenden Liebe, wenn er doch bereits ein Leben hat? Viele Fragen und Probleme gilt es zu klären und irgendwann schleicht sich nicht nur Normalität in sein turbulentes Leben, sondern auch Andrea mitten in sein Herz. Sollte er doch dazu bestimmt sein, glücklich zu sein? Doch erneut schlägt das Schicksal zu, gerade als alles so vollkommen scheint: Clare wacht nach drei Jahren aus dem Koma auf und für sie scheint die Zeit stehen geblieben zu sein, allerdings nicht für ihre Lieben … wie will Jack das schaffen? 

Wie ihr anhand der kurzen Beschreibung lesen könnt, geht es hier um eine Familie, die einen schweren Schicksalsschlag erlitten hat. Ich sage bewusst „Familie“, da es sich nicht allein um Jack dreht, sondern auch um seine drei Töchter. Wäre er allein, dann wäre ihm ein Neubeginn wohl etwas leichter gefallen. Jack ist ein wunderbarer Mann, er liebt seine Frau Clare heiß und innig, doch auch in ihrem Leben stellt sich schnell der Alltag ein. Jack ist Feuer und Flamme für seine Arbeit und bekommt von Zuhause nicht viel mit. Erst als seine Frau im Koma liegt merkt er, was er alles verpasst hat: die Leben seiner Töchter! Und wie schwer es für einen Vater ist, erneut in deren Leben Einzug zu halten, erfahren wir als Leser bereits in den ersten Kapiteln. Jack hat hierbei aber nicht nur auf seine Töchter acht zu geben, sondern auch auf sich selbst und seine Gefühle zu seiner Frau. Warum ist der Unfall passiert? War es überhaupt ein Unfall? Clare hatte Zeit zum Ausweichen gehabt, warum ist sie nicht zur Seite gesprungen? Fragen über Fragen, die Jack einfach nicht mehr los lassen und auf die es keine Antworten zu geben scheint, denn die einzige, die diese geben könnte, liegt in einem tiefen Schlaf und wird – laut Prognose der behandelnden Ärzte – nie wieder aufwachen. 

Was also darf ein Mann, der eigentlich verheiratet ist und eine Frau und Kinder Zuhause hat, mit seinem Leben anfangen? Ist es ihm erlaubt neue Gefühle zu entwickeln? Oder darf er ihnen nicht nachgeben? Als Andrea schwungvoll in sein Leben tritt und dieses wieder mit Farbe füllt, fragt sich das nicht nur Jack, sondern auch der Leser selbst. Wie hätte ich wohl reagiert? Eine sehr gute Frage, auf die ich aber keine Antwort geben kann. Zu beachten ist ja auch das Umfeld: wie reagieren die Töchter auf eine neue Beziehung? Wie die Familie der schlafenden Clare? Jack ist hin- und hergerissen, doch hat er nicht auch ein Recht auf ein erfülltes und glückliches Leben? 

Aber auch Andrea hat Bedenken. Immerhin hat sie einen gehörlosen Sohn in Chicago, über 1000 Meilen von Jack weg, der dort sein Zuhause, seine Schule und seine Freunde hat. Soll sie das alles aufgeben, um mit Jack zusammenzuleben? 

Für niemanden von beiden fällt die Entscheidung leicht, doch eine glückliche Fügung entscheidet über ihrer beider Schicksal und führt zusammen, was zusammen gehört. 

Am Ziel seiner Träume und wieder mitten im Leben und der Liebe angelangt, passiert jedoch das schier unglaubliche: Clare erwacht! Was also nun? Zurück zur Ehefrau, für die die Zeit stehengeblieben ist und die nicht weiß, was innerhalb ihrer dreijährigen Abwesenheit alles geschehen ist? Oder hin zur neuen Liebe, zum neuen Leben und zur neuen Familie, für die er so sehr gekämpft hat? 

Da ist guter Rat teuer … und natürlich warten die nächsten Hürden. 

Während dem Lesen bin auch ich in die Achterbahn der Gefühle von Jack gestiegen und habe mit ihm eine Fahrt nach der anderen erlebt. Irgendwann fühlte sich alles so real, so vertraut und so richtig an, dass ich wirklich gemeint habe „jetzt kann einfach nichts mehr kommen, diese Liebe hat Bestand“. Doch auch ich wurde eines Besseren belehrt. Wie soll man aber Bitteschön auch zwischen der Ehefrau und der neuen Liebe entscheiden, wenn man mit seinem alten Leben abgeschlossen hat? Die Jahre der Trauer und des Schmerzes waren scheinbar vorbei und jetzt soll es wieder von vorne los gehen? Ich wollte nicht mit Jack tauschen – das gebe ich ehrlich zu. 

Doch kann ich auch die heftigen Reaktionen von Clare und Andrea verstehen. Clare, die gerade erst erwacht ist und drei Jahre ihres Lebens (und das ihrer geliebten Töchter) „verschlafen“ hat und Andrea, die sich wieder in die Vergangenheit zurückversetzt fühlt, allein gelassen, da sie zurückstecken muss. Puh … wie soll man(n) sich da entscheiden? 

Der Charakter der Clare wurde im gesamten Buch etwas verklärt dargestellt. Sie war eine liebende Mutter und Ehefrau, stets freundlich, von allen geliebt und zuvorkommend – das genaue Gegenteil von dem, was da gerade aus dem Schlaf erwacht. Aber ihre Reaktion ist verständlich, die heftigen Gefühle ebenso. 

Marie Force hat es mit ihrer Geschichte geschafft, mich in der turbulenten Achterbahnfahrt der Gefühle zu fesseln, aussteigen konnte ich nicht! Ich habe mit Jack und Andrea gelacht und geweint, war wütend und hilflos, scheinbar ohnmächtig und habe doch immer stets das Gute gehofft … vielleicht ist es auch so gekommen? 😉 

Tja, das müsst ihr selbst lesen! Ich kann euch diese Geschichte einfach nur empfehlen, denn mich hat sie von Anfang bis Ende verzaubert und eingehüllt. Sie hat mir all die Facetten des Lebens gezeigt und letzten Endes auch, dass es immer für Überraschungen gut ist! 

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*