Ruth M. Fuchs – Rosen für Erkül Bwaroo

Hallo ihr Lieben!

Am Wochenende möchte ich euch noch ein paar Rezensionen präsentieren. Den Anfang macht ein Buch aus einer Leserunde von einer Autorin, die mir schon bekannt ist: 

Ruth M. Fuchs 

mit ihrem Roman

Rosen für Erkül Bwaroo

Rosen für Erkül Bwaroo Ruth M. Fuchs

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an die Autorin!)

Zum Inhalt:

Dieses Mal ist es Königin Titania persönlich, die ihn mit der Ermittlung in einem Mordfall beauftragt. Bwaroo ist darüber nicht sehr glücklich, denn die Hauptverdächtige ist seine eigene Tante – und die ist alles andere als gut auf ihn zu sprechen. Trotzdem begibt er sich mit seinem treuen Diener Orges an den Tatort: ein Filmset.
Lichtspiele sind der neueste Schrei! Filmschauspieler zu sein bedeutet Ruhm und Verehrung – oder Tod. Denn eine der Schauspielerinnen wurde mitten in einer Szene vergiftet. Bwaroo muss erkennen, dass in der Filmwelt Eifersüchteleien, Lügen und Intrigen praktisch an der Tagesordnung sind. Bald gibt es mehr Verdächtige, als ihm lieb sind, denn die Ermordete hatte mit fast jedem Streit und jeder hat irgendetwas zu verbergen.
Und die Uhr tickt – denn Bwaroo hat nur eine Woche Zeit, um die Wahrheit von der Lüge zu trennen und den wahren Täter finden.

 

Über die Autorin:

Ruth M. Fuchs kam nach München, um Verwaltungswissenschaften zu studieren. Nach dem Diplom blieb sie und lebt inzwischen mit ihrem Ehemann in der Nähe von München. Ihren künstlerischen Ausdruck suchte sie zuerst in der bildenden Kunst. Sie modellierte Softskulpturen, die sie auf mehreren Ausstellungen in Deutschland und Österreich präsentierte. Als sie, eigentlich durch Zufall, die Herausgeberin des Magazins „Neues aus Anderwelt“ wurde, begann sie auch zu schreiben. Inzwischen hat sie das Modellieren hintangestellt und widmet sich ausschließlich der Tätigkeit als Schriftsteller.
Ihr erstes Buch, das Sachbuch Die wunderbare Welt der Elfen und Feen, erschien auf 2003 auf Anregung des Eulen Verlags. Inzwischen ist sie jedoch ins Romanfach gewechselt. Besonderen Erfolg hat sie dabei mit der humorvollen Reihe „Erkül Bwaroo ermittelt“. Aber sie hat auch noch andere Romane und Kurzgeschichten zu bieten: spannend, skurril und ironisch.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Wer Agatha Christie kennt und ihren Sinn fürs Abenteuer und ebenfalls ihre Spürnase liebt, der wird Erkül Bwaroo – den Elfendetektiv ebenfalls mögen! Ja, der Name Erkül Bwaroo erinnert den Leser tatsächlich an einen anderen Protagonisten … Hercule Poirot – die sagenumwobene und ebenfalls äußerst bekannte Romanfigur aus Agatha Christies Romanen! Und wenn man so das Cover mit der uns bekannten Figur vergleicht, mag man auch hier Ähnlichkeiten finden. Doch nichts desto trotz sind es verschiedene Persönlichkeiten, die ihrem eigenen Spürsinn folgen und die ihnen dargebotenen Fälle auf ihre Weise lösen. 

Erkül Bwaroo, der bekannte und in der Unterwelt auch berüchtigte Elfendetektiv, wird in dieser Geschichte von keiner Geringeren als der König Titiana selbst beauftragt einen Mord unter die Lupe zu nehmen. Verstorben ist eine Familienangehörige der Königin während eines Filmschauspiels. Ein Verdächtiger ist auch schnell gefasst: die Schneiderin der verstorbenen Schauspielerin, eine enge Vertraute der Königin und Erküls Tante… In diesem Fall ist also Erküls Geschick gefragt, wenn er seine Tante von dem Mordverdacht befreien möchte, doch wie soll er ein Familienmitglied verteidigen können, ohne von den Ermittlern als befangen angesehen zu werden? Eine Gratwanderung, die sein Fingerspitzengefühl und seinen Intellekt zusätzlich fordert. Und zu allem Übel ist an den laufenden Ermittlungen der Kommissar beteiligt, der ihn schon in einigen vorherigen Fällen das Leben schwer gemacht hat: Inspektor Treibel. 

Erküls Recherche führt ihn an den Tatort – das Internat in Freynberg, das nicht nur vor Filmleuten wimmelt, sondern auch noch kurz vor der Eröffnung des neuen Schuljahres steht. Die Zeit drängt also und der Elfendetektiv hat alle Hände voll zu tun. 

Ich glaube es kein Geheimnis, wenn ich sage, dass ich Agatha Christie liebe! Und natürlich auch ihre Geschichten rund um ihren Ermittler Hercule Poirot! So war es für mich anfangs, beim ersten Buch von Ruth M. Fuchs, auch schwer, mich in die Materie einzufinden und nicht ständig die Parallelen zu suchen, die doch recht offensichtlich sind. Doch obwohl wir hier eine Art „Kopie“ von dem Meisterdetektiv vor uns haben, so ist die Geschichte doch eine gänzlich andere: 

In den Geschichten von Ruth M. Fuchs treffen wir auf Märchenwelten, auch Fabelwesen und Figuren, die man sonst eher in Tolkien-Romanen erwarten würde. Alle zusammen ergeben die Welt, in der der Elfendetektiv seiner Leidenschaft frönt: dem Auflösen von schier unmöglichen Verbrechen. Als treuer Freund und Diener ist auch Orges mit von der Partie, seines Zeichens ein Mensch, der sich in der zauberhaften Welt gut zurecht findet. 

Erkül Bwaroo selbst ist mit Hercule Poirot zu vergleichen. Natürlich habe ich keinen Film des Elfendetektivs gesehen, doch habe ich die Gesichtszüge von Hercule Poirot genau vor Augen. Auch die Wortwahl und seine Art und Weise zu denken, zu kombinieren, lassen keinerlei Zweifel zu, mit wem man es hier wirklich zu tun hat. Doch darf man die Geschichten keinesfalls als Abklatsch sehen und auch nicht als einen Affront gegen die großartige Agatha Christie! Ruth M. Fuchs ehrt – in meinen Augen – ihre Werke und ihr Tun mit ihrem Elfendetektiv. Aber eins ist Gewiss: an das Original kommt sie niemals heran! 

Doch auch in dieser Geschichte hat die Autorin gemeinsam mit ihrem Protagonisten Erkül Bwaroo es geschafft, mich in seine wundersame Welt eintauchen zu lassen und gemeinsam mit ihm in einem Mordfall zu ermitteln. Da sind – neben spannenden und auch unerwarteten Momenten – der Humor und der unverkennbare Charme des Detektivs natürlich nicht zu kurz gekommen! Bis zum Schluss habe ich mich immer gut unterhalten gefühlt und – worauf es für mich bei einem guten Krimi ankommt – der Mörder war mir keinesfalls bekannt! 

Man sollte die Geschichten von Ruth M. Fuchs von daher immer mit einem wachsamen Auge lesen, doch nicht zu engstirnig sein. Eine gewisse Portion Humor und Fantasie tun dem Leser sicherlich auch sehr gut und werden ihn von großem Nutzen sein. Lasst euch also ein auf die zauberhafte Welt, die selbst auch nicht vor Verbrechen gefeit ist und genießt einige Lesestunden und Stunden der Zerstreuung bei einem guten Buch. Erkül Bwaroo erwartet euch!

 

Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten

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