Ortwin Ramadan – Glück ist was für Anfänger

Guten Morgen ihr Lieben!

Und weiter geht es mit der nächsten Rezension von einem Buch, dessen Titel mich doch zum Schmunzeln gebracht hat: 

Ortwin Ramadan 

mit seinem Roman 

Glück ist was für Anfänger

Ortwin Ramadan Glück ist was für Anfänger

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an Coppenrath!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Coppenrath; Auflage: 1 (12. Januar 2017)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 364961765X
ISBN-13: 978-3649617655
Größe und/oder Gewicht: 15,4 x 3,5 x 21,5 cm
Preis: 16,95 € (gebundene Ausgabe)

 

Zum Inhalt:

»Das Schicksal hat mich um mein Leben betrogen! So sieht’s aus.« Maximilian knallte sein Glas auf den Tisch. Oleg zuckte nur mit den Schultern. »Immerhin hattest du mal ein Leben. Ich hatte nie eins. Bis jetzt jedenfalls.« Oleg und Maximilian kommen aus zwei verschiedenen Welten. Oleg ist gerade von der Schule geflogen und schlägt sich mit miesen Jobs durch, während Maximilian als Erbe einer Bankiersfamilie in einer großen Villa aufgewachsen ist. Aber die beiden Jungen verbindet doch eins: ihre unbändige Wut aufs Leben! Denn Maximilian hat bei einem schweren Unfall seine Eltern verloren und sitzt im Rollstuhl. Nach einem missglückten Einbruch muss Oleg plötzlich nach Maximilians Pfeife tanzen. Bis er auf einem völlig verrückten Bootstrip erfährt, was Maximilian wirklich mit ihm vorhat … Bittersüß erzähltes Jugendbuch à la »Ziemlich beste Freunde« und »Die fetten Jahre sind vorbei«.

 

Über den Autor:

Ortwin Ramadan ist Halb-Ägypter und wurde 1962 in Aachen geboren. Nach seinem Politik- und Ethnologiestudium arbeitet er als Drehbuchautor und freier Autor und wohnt am Ammersee. 

 

Mein Fazit und meine Rezension:

In dieser Geschichte treffen zwei Charaktere aufeinander, die verschiedener nicht sein können und die doch so viel miteinander verbindet: 

Oleg ist ein verwegener Bursche und hart von seiner Vergangenheit gebeutelt. Eine normale Kindheit war ihm mit einem alkoholkranken Vater und einer nervenkranken Mutter einfach nicht vergönnt und warum sollte man sich umorientieren, wenn man doch einen großen Bruder hat, der einem so viel beibringen kann? Leider nicht die Guten Dinge im Leben … Einbruch, Diebstahl und weitere Straftaten stehen auf dem Lehrplan und bestimmen so Olegs junges Leben. 

Auf einer Einbruchstour trifft er auf den an den Rollstuhl gebundenen Maximilian. Der hat bei einem Flugzeugabsturz seine Eltern und seine Gesundheit verloren – zu allem Übel aber auch seinen Lebensmut und muss sich nunmehr allein in seinem Leben zurecht finden. Obwohl „allein“ auch hier nicht ganz stimmt, denn Maximilians Eltern waren reich und so ist er es auch: reich und doch arm an Freunden und Familie, stets umgeben von Menschen und doch mit sich und seinem Schicksal allein. 

Als diese ungleichen Jungen aufeinander treffen, beginnt nicht nur für die beiden ein Abenteuer, sondern auch für den Leser! Wer den Film „Ziemlich beste Freunde“ liebt, wird dieses Buch mögen, denn im Grunde genommen findet man hier genau das wieder, was im Film dargestellt wird: zwei Charaktere unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichen Zielen und Auffassungen vom Leben, die doch voneinander lernen können, insbesondere, dass das Leben doch schön ist und wahre Wunder bereit hält! 

Ich habe bei der Geschichte wirklich an den Film denken müssen, doch kann man nicht sagen, dass der Film das Buch beeinflusst hat. Obwohl man viele Parallelen finden kann, sind doch auch Unterschiede erkennbar: so haben wir es mit diesem Buch um einen Jugendroman zu tun, der sich auch deutlich an der Sprache von Oleg erkennen lässt. Auch die Wünsche der Beiden lassen die noch nicht so ferne, aber leider nicht geratene Kindheit erahnen: Oleg träumt davon, einen großen Coup zu landen und nach Australien auszuwandern und Maximilian will mit der Yacht seines Vaters raus aufs Meer – nicht zur Weltumsegelung, sondern zum Kentern auf den Meeresgrund. Als sich die Beiden dann auch noch zusammenschließen und wirklich zu dem Segeltörn aufbrechen, sind Abenteuer und für den Leser viele humorvolle, doch auch nachdenkliche Lesestunden vorprogrammiert. 

Tatsächlich haben wir es hier mit Jugendlichen zu tun, die keine Kindheit haben durften und denen man ihren viel zu schnellen Start ins Erwachsenenleben anmerkt. Doch dabei entdecken sie, worauf es im Leben ankommt: auf jemanden, auf den man sich einfach verlassen kann und der immer für einen da ist – die wahre Freundschaft, mit der man Höhen und Tiefen erleben kann. 

Der Autor hat mit seinem Roman also nicht nur ein Jugendbuch erschaffen, das auch die ernsten Seiten im Leben darstellt, sondern ein Buch, das trotz allem noch wahre Werte wie Freundschaft, Stärke, Vertrauen und Mut vermitteln möchte. Dies alles verpackt in einer witzigen Jugendsprache, gespickt mit Abenteuern und Humor. 

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

2 Gedanken zu „Ortwin Ramadan – Glück ist was für Anfänger

  1. Tanja sagt:

    Hallo Nina,
    was für eine wundervolle Rezension! Alleine der Klappentext hat mich ja schon total angesprochen und dann kamen deine Worte zum Buch. Ziemlich beste Freunde habe ich damals gesehen. Ich mochte den Film so sehr.
    Auch das Cover sieht ja schon ziemlich genial aus.

    Sehr schöne Buchvorstellung.

    Ganz liebe Grüße
    Tanja

    • Nina sagt:

      Hallo liebe Tanja!
      Vielen Dank 🙂 Ja, mich hat das Buch auch direkt angesprochen und der Klappentext hat mich auch an die Filme erinnert! In der letzten Zeit sind ja einige Bücher und Filme zu diesem Thema erschienen und sie reißen mich einfach mit! Ich freue mich, dass ich dich neugierig machen konnte. Vielleicht steht es auch bald in deinem Regal? 😉
      Liebe Grüße
      deine Nina

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