Hera Lind – Eine Handvoll Heldinnen

Hallo ihr Lieben!

Fastnacht, Fasching, Karneval – wie auch immer man es nennen mag! – ist (fast) vorbei und da ich in dieser Zeit nicht wirklich unterwegs bin, konnte ich sie nutzen um einige Bücher zu lesen 🙂 

Hier also meine erste Rezension für heute: 

Hera Lind

mit ihrem Roman

Eine Handvoll Heldinnen

Eine Handvoll Heldinnen von Hera Lind

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an Randomhouse Verlagsgruppe / Diana Verlag!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 400 Seiten
Verlag: Diana Verlag (12. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3453358996
ISBN-13: 978-3453358997
Größe und/oder Gewicht: 11,6 x 3,5 x 18,8 cm
Preis: 9,99 € (TB) / 8,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt

Augen zu und dem Herzen folgen

Katja lebt nur für Mann, Tochter, Hund und Haushalt, und einen Job wuppt sie auch noch nebenbei. Alle halten das für selbstverständlich, und keiner dankt es ihr. Erst die originelle Nachtclubbesitzerin Erna zeigt ihr, dass man für Dienstleistungen jeder Art auch Anerkennung erwarten kann. Und so ist Erna eine von fünf Heldinnen, durch die sich Katjas Leben plötzlich ändert …

 

Ãœber die Autorin:

Hera Lind studierte Germanistik, Musik und Theologie und war Sängerin, bevor sie mit ihren zahlreichen Romanen von „Die Champagner-Diät“ und „Verwechseljahre“ bis „Eine Handvoll Heldinnen“ sensationellen Erfolg hatte. Auch mit ihren Tatsachenromanen „Der Mann, der wirklich liebte“, „Die Frau, die zu sehr liebte“ und „Kuckucksnest“ eroberte sie die SPIEGEL-Bestsellerliste. Hera Lind lebt mit ihrer Familie in Salzburg.

 

Mein Fazit und meine Rezension

Was habe ich mich mal wieder gefreut ein Buch von Hera Lind in den Händen zu halten (und auch zu verschlingen!), wie ich es von ihr gewohnt bin! Die neuen Geschichten auf wahren Begebenheiten sind zwar interessant, aber DAS HIER ist Hera Lind wie sie leibt und lebt – immer mit einem „kleinen“ Hang zur Ãœbertreibung 😉 

In diesem Buch treffen wir auf wahre Heldinnen: 

Zum einen auf Katja, die einen wahren Macho zum Ehemann hat und ihm tatsächlich unterwürfig begegnet. Auch mit ihrer 19-jährigen Tochter kommt Katja auf keinen grünen Zweig. Höchste Zeit aus dem Alltag auszubrechen und sein Leben in die Hand zu nehmen. Auf diesem „Ausbruch“ begegnet Katja verschiedenen Frauen, allesamt starke Charaktere, die ihre eigene Geschichte haben – auf ihre Art und Weise „Heldinnen“ sind – und die letzten Endes auch Katjas Leben beeinflussen. Da haben wir zum Beispiel die Berliner Bordellbesitzerin, bei der Katja kurzer Hand als Domina aushilft und dabei auf ihren Ex-Chef trifft … ob es Katja aber gelingt, aus ihrem alten Leben auszubrechen und endlich ein Leben zu führen, das ihr zusagt, fernab von ihrem Mann und ihrer selbstsüchtigen Tochter, das müsst ihr selbst herausfinden. 

Ich habe bewusst nicht allzu viel über die Geschichte geschrieben, sonst wäre das ganze Buch schon verraten. Hera Lind ist zurück in ihrem alten Metier, doch leider trieft dieser Roman nahezu vor lauter Geschichten und Schicksalen, die interessant sein sollen, den Leser aufwühlen und gleichermaßen unterhalten sollen, es aber nicht so ganz hinbekommen – da es entweder zu exotisch oder aber einfach zu unrealistisch (und übertrieben) ist! Ich könnte euch jetzt einige Beispiele aufzählen, nur dann erzähle ich hier wirklich alles! Da muss ich mich doch glatt beherrschen. 

Mir sind einige Romane von Hera Lind bekannt und ich kenne und liebe ihren Schreibstil, doch mit diesem Roman hat sie sich wirklich ein Buch geleistet, das ich einfach nicht einsortieren kann. Es sind viele Geschichten aneinandergereiht, jede soll berühren, den Leser bewegen und doch noch humorvoll sein – doch klappt es dieses Mal nicht so ganz.

Bleiben wir einfach mal bei dem Hauptcharakter Katja: eine Hausfrau, die sich von ihrem Ehemann unterbuttern lässt, der nicht nur als Macho, sondern vielmehr als Tyrann auftritt und sie – als armes Frauchen – leistet keine Gegenwehr. Dann haben wir da noch ihre Tochter, 19 Jahre alt, die von ihrer Mutter abgöttisch geliebt wird, die ihre Mutter selbst aber wie Dreck behandelt. Erst gegen Ende kommen sich Mutter und Tochter (sowie Enkeltochter) näher – allerdings in einer Umgebung, in der man es nicht erwartet hätte (Hape Kerkeling lässt grüßen!) und in der ein Säugling absolut nichts zu suchen hat. 

Alles in einem kann ich sagen: Hera Lind ist mit diesem Buch wieder weg von den Romanen, die auf einer wahren Begebenheit beruhen, hat aber hier viel zu viel Anlauf genommen, um im alten Genre zu landen und ist damit übers Ziel hinausgeschossen. Weniger (Drama) ist manchmal mehr (Geschichte) 😉 Trotz allem bin ich gespannt auf ihre nächsten Romane!

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten 

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