Blogparade „Ich verliere Neurosen!“ – oder … ich bin dann mal offline

Hallo ihr Lieben!

Heute macht die Blogparade bei mir Halt und ja, auch ich habe einige Neurosen, die es zu verlieren, verbessern oder aber einfach zu bekämpfen gilt! 

Allen voran eine, die uns wohl allen bekannt sein wird: 

Der Drang/Zwang, ständig erreichbar zu sein, Kommunikation überall, verfolgt von Handy und Internet … 

Und da stellt sich mir doch direkt eine Frage: Wie haben wir das alles vor ein paar Jahren nur ohne Handy aushalten können? Ohne ständig und überall erreichbar zu sein? Ohne WLAN?

Egal wo wir uns heute aufhalten, das Handy und somit auch das Internet sind unsere ständigen Begleiter. So auch in meinem Fall. Mit meinem Smartphone ist es leicht, mal eben Mails abzurufen, zu schauen, was es Neues auf der Welt gibt oder schnell mal eine Whatsapp an meine Freunde zu schicken, um zu hören, was es Neues gibt und abzuklären, was heute Abend gemacht wird. 

Wie zum Teufel haben wir das nur vor dem Smartphone-Zeitalter gemacht? 

Soll ich es euch verraten? Damals bin ich noch von der Schule nach Hause gekommen, Verabredungen wurden noch Mittags im Bus auf dem Weg nach Hause getroffen, eine Zeit wurde ausgemacht und alles hat funktioniert! Wir waren immer zur richtigen Zeit am richtigen Treffpunkt und wir haben auch nichts verpasst! Unsere Nachrichten bekamen wir aus dem Fernsehen oder aber aus dem Radio und nicht aus dem Internet auf ntv.de oder n24.de oder sonst wo!  Um Dinge zu recherchieren haben wir noch Lexika in die Hand genommen oder aber einfach mal nachgefragt. Einmal in der Woche war ich in der Bücherei und habe mir meine Lieblingsbücher ausgeliehen oder einfach mal geschaut, was sonst noch da war. Meine Briefe habe ich von Hand geschrieben, Emails habe ich nicht verschickt. Und wenn ich wirklich mal ins Internet wollte, dann wurde ich mit den Worten „Willkommen“ oder aber mit „Sie haben Post“ begrüßt! 😀 *ich bin alt*

Und wisst ihr was: Diese Zeit war eine sehr schöne Zeit!

Natürlich, das Smartphone und auch das Internet sollen uns einiges erleichtern oder aber auch Zeit sparen. Heutzutage laufen Recherchen (auch meine ersten) online. Da wird zuerst mal „Dr. Google“, surfen im Netz, bis wir die Antwort erhalten. Wollen wir etwas einkaufen, dann schauen wir vielleicht im Geschäft oder aber gehen – um Zeit und Geld zu sparen – direkt online und bestellen uns den Gegenstand der Begierde direkt bis vor die Haustür – warum sollen wir uns auch in die Schlange an der Kasse anstellen? 

Ich für meinen Teil fühle mich heute durch all die vielen Kommunikationsmittel und „technischen Hilfen zur Erleichterung des Alltags“ einfach nur gehetzt und zusätzlich unter Druck gesetzt. Der Drang, ständig und überall erreichbar zu sein, immer mit allen in Kontakt stehen zu müssen und DIREKT zu handeln (immerhin sieht man ja, wann man eine Nachricht verschickt hat, wann der Empfänger sie erhalten, wenn nicht sogar schon gelesen hat!) stresst mich ungemein! Natürlich möchte ich mit meinen Freunden kommunizieren, möchte mit meiner Familie reden und auch ansonsten wissen, was in der Welt so los ist, aber bitte doch nicht alles auf einmal und schon gar nicht in diesem Umfang! 

Dies sei euch versichert: 

Wenn ich mal nicht direkt zurück schreibe, dann heißt es nicht, dass ich dich als Schreiber weniger mag, sondern einfach nur, dass ich Zeit brauche, dass ich eben nicht direkt am Handy bin oder immer am Handy sein möchte, sondern einfach mal offline die Welt genießen möchte. Ich will von all dem Zwang alles wissen zu müssen und immer auf dem Laufenden sein zu müssen, WEG! Einfach mal nur das tun, was ich möchte und was mir gefällt und nicht was x-Tausend andere Leute „liken“, „teilen“ oder sonst was! 

Das soll jetzt nicht heißen, dass ich mich aus allen Social-Media-Kanälen abmelde oder aber mein Handy im Klo runterspüle, es aus dem Fenster werfe oder mit dem Auto drüber fahre, bis es endlich den Geist aufgibt … nein! Ganz und gar nicht! Ich bin erreichbar, nur nicht direkt. Ich antworte, nur nicht eben gleich. Und ich bekomme auch die neusten Nachrichten mit, vielleicht nicht übers Handy, aber vielleicht übers Radio? 

Ich habe versucht einige Tage ohne Internet, Handy und Co. auszukommen und ich kann euch sagen: es war absolut nicht leicht! Allen voran schon deshalb nicht, da ich auch an dieser Blogparade teilnehme und mich auch ab und an zu Wort melden wollte, um ein Feedback abzugeben. 😉 Und gerade in dieser Zeit ist mir aufgefallen, wie viel Input ich am Tag erhalte (Whatsapp, Mails, Anrufe) und wie viel ich davon wirklich vertragen/ertragen kann. 

Und wisst ihr was? Irgendwann war es einfach nur wunderbar, so ohne Handy und Internet. Es war regelrecht entspannend!

Ich habe gelernt, die Ruhe zu genießen, hatte mal keine technischen Geräte an, habe entweder gelesen oder mal wirklich die Dinge getan, die ich mir schon seit Ewigkeiten vorgenommen habe (endlich mal die entwickelten Fotos in das Fotoalbum zu kleben oder mal die Schränke auszumisten!).

Und in eben diesen Momenten habe ich es mal wirklich genossen, mal nicht mit allen verbunden zu sein. Und, ehrlich: wenn wirklich etwas Wichtiges passiert wäre, dann wäre auch niemand daran gehindert gewesen, mich zu erreichen – das Festnetztelefon funktioniert nach wie vor einwandfrei! 

In eben diesen Augenblicken habe ich gemerkt, wie sehr wir uns alle selbst unter Druck setzen – wie sehr ich unter Druck gesetzt wurde und mich auch größtenteils damit gestresst habe. Mein Körper muss mal runterfahren, mein Geist auch, meine Seele muss zur Ruhe kommen und ich mich wieder einmal erden.

Nach diesem kleinen Experiment habe ich für mich herausgefunden, was ich brauche, um wieder etwas ruhiger zu werden: Stille, Yoga, vor allen Dingen aber: Zeit für mich (ME-Time!) und die werde ich mir jetzt auch gönnen!

Denn JETZT IST DIE BESTE ZEIT!

So, ihr Lieben! Ich hoffe, ich konnte euch mit meinem Beitrag den ein oder anderen Denkanstoß geben … ich habe auf jeden Fall daraus gelernt.

Und um es mit den treffenden Worten von Hape Kerkeling (etwas abgewandelt) zu sagen: 

Ich bin dann mal Offline!

 

Bis bald mal wieder!

Eure Nina ♥

4 Gedanken zu „Blogparade „Ich verliere Neurosen!“ – oder … ich bin dann mal offline

  1. Kerstin Cornils sagt:

    Hej Nina,
    ein toller Beitrag. Es ist echt Wahnsinn wie schnelllebig unsere Zeit geworden ist mit Smartphone und Co. Man muss sich wirklich bewusst mal ein bisschen offline Zeit nehmen. Dein Beitrag ist dafür ein sehr guter Denkanstoß.
    LG Kerstin

    • Nina sagt:

      Hallo liebe Kerstin,
      das ist wahr und über diese Schnelllebigkeit verlieren wir das Wesentliche aus den Augen: uns selbst! Mich hat es auch überrascht wie sehr ich davon eingenommen war und was ich ohne erreichen konnte 🙂
      Leb dein Leben im Hier und Jetzt!
      Liebe Grüsse
      Deine Nina

  2. jenny siebentaler sagt:

    Tja aber so ist es leider, die meiste Jugend kennt nichts anderes mehr außer Internet und Handy und Spiele, und ich bin froh das ich da auch meinen Ausgleich gefunden habe und ich habe sowieso so gut wie kaum mein Handy bei mir wenn ich draußen bei uns im Dorf unterwegs bin oder bei oma und opa, ich bin keiner dieser Handy Menschen und da bin ich stolz drauf, denn ich kann auch ohne mein Handy leben!

    • Nina sagt:

      Hallo liebe Jenny,
      das hast du schön gesagt „ich kann auch ohne Handy leben“ – für die meisten geht es heutzutage kaum noch! Schau dich mal im Bus oder auf der Weg zur Arbeit um oder aber im Urlaub! Alles muss mit WLAN ausgestattet sein! Noch nicht mal im Restaurant hat man Ruhe davor! Wie oft beobachte ich Paare bei einem gemeinsamen Essen und beide starren aufs Handy statt mit dem gegenüber zu sprechen? Grausam! Umso besser, dass wir wissen, was gut für uns ist!
      Liebe Grüsse
      Deine Nina

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