Heike Malisic & Beate Nordstrand – Body, Spirit, Soul

Hallo ihr Lieben!

Sonntag und die nächsten Rezensionen warten auf euch. Wenn alles klappt, dann werden es drei Stück aus unterschiedlichen Genres 😉 

Beginnen werde ich mit: 

Heike Malisic & Beate Nordstrand

mit ihrem Buch

Body, Spirit, Soul

Body spirit soul

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an SCM Verlag!)

Zum Inhalt:

Nachdem die Erfolgsautorinnen mit ihrem Bestseller „Lebe leichter“ das Augenmerk vor allem auf das Wohlbefinden unseres Körpers gelegt haben, zeigen sie nun das größere Bild und ermutigen Sie dazu, ganzheitlich leichter zu leben. Denn Körper, Seele und Geist gehören zusammen. Das Herzstück dabei ist der Geist – denn wer den Sinn des Lebens gefunden hat, kennt Anfang und zugleich Ziel. Er lernt, mit sich selbst und anderen im Reinen zu leben, und weiß um das Geheimnis der Vergebung.
Sehr persönlich geben die Autorinnen an ihrem Erlebten Anteil – fast wie ein Plausch mit Freundinnen. Ein Buch für Glaubende und Suchende, voller Inspiration.

 

Über die Autorinnen:

Heike Malisic ist mit einem Pastor verheiratet und leitet zusammen mit ihrem Mann das Christliche Zentrum Agape in Appenweier. Die fünffache Mutter wohnt mit ihrer Familie in Oberkirch und arbeitet freiberuflich als Ernährungsberaterin.

Beate Nordstrand ist ebenfalls mit einem Pastor verheiratet und wohnt mit ihrer Familie in Würzburg, wo sie sich ehrenamtlich in der Frauenarbeit im „Lebendigen Wort“ engagiert. Sie ist staatlich geprüfte Diätassistentin.

 

Mein Fazit und meine Rezension

Ich habe das Buch über eine Leserunde zur Verfügung gestellt bekommen und war zu Beginn sehr neugierig. Wenn ihr meinen Blog schon etwas länger verfolgt, dann wisst ihr auch, dass ich mich sehr oft mit den Themen Achtsamkeit, Slow, Mediation und das Wohlbefinden im Allgemeinen beschäftigt habe und auch schon einige Bücher darüber gelesen habe. Von daher hat mich dieses hier auch allein von der Aufmachung her sehr neugierig gemacht!

Aufgeteilt ist es in drei Teile: Body, Spirit, Soul. 

In dem ersten Teil „Body“ lernt man mehr, auf seinen Körper zu achten und auf die Signale, die er aussendet. So ist er in der Lage, dich zu einer Pause zu zwingen, wenn du nicht selbst dazu bereit bist. Nur wer auf seinen Körper hört und die Signale frühzeitig versteht, kann einlenken und weiß, wie er seinen Körper zu behandeln hat. Dabei geht es nicht nur um Krankheiten, sondern beispielsweise auch um das Körpergewicht oder das Aussehen, über das (gerade wir Frauen) uns am meisten aufregen oder ärgern können. Hier sitzt eine Speckfalte, da ist auch was zu viel und diese Narben da sind ebenfalls nicht schön anzusehen. Doch wenn wir uns unseren Körper genauer betrachten, dann sehen wir, dass diese „Speckfalte“ da ist, um uns in Notsituationen zu helfen, der Körper baut Notrationen auf. Die vielen Falten oder Narben lassen uns sehen, was wir schon alles durchgemacht und doch überlebt haben. Unser Körper ist stark und wir sind es auch!

In dem Teil „Spirit“ gehen beide Autorinnen auf das Thema Gott, Religiosität und Glaube ein. Im Mittelpunkt von diesem Teil steht die zentrale Frage „War das schon alles?“. Jeder Mensch ist in seinem Leben auf der Suche nach etwas, dabei mag es nicht gerade um den Sinn des Lebens an sich gehen, sondern vielmehr darum, herauszufinden, ab wann man seinen eigenen Punkt der Zufriedenheit erreicht, ab wann man selbst sein „Zuhause“ gefunden hat, sich zurücklehnen kann und einfach das genießen kann, was man wirklich hat. Hierbei geht es nicht um materielle Dinge, doch könnte man auch dort angreifen. Die beiden Autorinnen zeigen in diesem Abschnitt, wie man von einem Sucher über die Frage hin zu Gott und einer möglichen Antwort gelangen kann. Wie man allein aus meiner Beschreibung herauslesen kann, ist es mir nicht geglückt. Ich weiß, dass ich auf der Suche bin und auch, was mein Ziel ist (oder Zwischenziel), doch habe ich es noch nicht erreicht. Da ich nicht so wie die beiden Autorinnen mit Gott selbst verbunden bin, konnte ich zwar ihren Ausführungen folgen, doch waren sie für mich selbst nicht passend. 

Im letzten Abschnitt „Soul“ gehen wir auf den Menschen an sich ein. Hierbei wird seine Gefühlswelt betrachtet. Wir haben herausgefunden, dass wir alle auf der Suche sind: hier stellt sich die Frage, ob wir unser Ziel allein mit den Dingen, die einen materiellen Wert haben, erreichen können oder was noch alles dazu gehört. Mich hat an diesem Abschnitt ein Teil ganz besonders beeindruckt: es geht in diesem darum, dass man nicht der seelische Abfalleimer für alle ist! Bildlich dargestellt wird es mit einem Nachbarn, der mit seiner Mülltüte zum Kaffeetrinken vorbei kommt. Man unterhält sich nett, trinkt Kaffee und genießt die Gesellschaft des anderen. Mit einem Mal steht der Nachbar auf, nimmt seinen Beutel und schüttet ihn in deinem Wohnzimmer aus. Würde diese Situation im wahren Leben auftauchen, würden wir wohl alle gleich handeln: den Nachbarn erst mal zusammenstauchen, ihn dazu anhalten seinen Müll wieder einzusammeln und ihn wohl dann vor die Tür setzen. So weit, so gut. Doch was ist mit seelischem „Abfall“? Ich bin ein kontaktfreudiger Mensch, viele Freunde, Familie und auch Verwandte kommen zu mir und erzählen mir von ihren Sorgen und ihrem Kummer. Ich höre zu, erteile Ratschläge und lasse so zu, dass sie ihren seelischen Ballast bei mir abladen. Doch damit nicht genug, sie laden nicht nur ab und ich räume weg, ich muss damit klar kommen und fertig werden und mache mich damit selbst kaputt. Manchmal muss man eben einfach mal „Nein“ sagen, dem Ganzen Einhalt gebieten und auf sich selbst acht geben. Das ist nicht nur im Hinblick auf Freundschaften und die Familie gemeint, auch in der Partnerschaft sollte darauf achtgegeben werden. Man sollte sich selbst niemals aus den Augen verlieren und auch niemals eine eigenen Bedürfnisse hinter die von anderen anstellen. Es geht hier nicht um „Egoismus“, es geht hierbei um Achtsamkeit, lebe im Hier und Jetzt und lass dich nicht ausbremsen. 

Alles in einem kann ich sagen, dass mich das Buch zum Nachdenken angeregt hat. Die vielen eingeschobenen Geschichten der Autorinnen und auch die persönlichen Dinge, die sie aus ihrem Leben erzählt haben, waren dabei sehr hilfreich und anhand vieler Beispiele konnte man das zuvor Gelesene besser verarbeiten oder aber begreifen. Schade war allerdings nur, dass hier vermehrt auf Paare eingegangen wird, die schon seit mehreren Jahren verheiratet sind und die auch Kinder haben. Gegen Ende kamen auch Singles ins Spiel, der Fokus lag im gesamten Buch aber auf der Familie und die Partnerschaft. Wie bereits eben gesagt, war der Mittelteil auch nicht ganz meins. Natürlich war mir bewusst, dass es sich um ein Buch handelt, in dem auch über die Religion gesprochen wird, aber die vielen Bibelzitate waren dann doch etwas zu viel. Als weiteren Kritikpunkt kann man aufführen, dass dieses Buch wohl eher ein Buch von Frauen und für Frauen ist, Männer werden sich darin wohl eher nicht wiederfinden, obwohl die Autorinnen das zu Beginn gesagt haben. 

Wer sich also zu diesem Themengebiet einen Ratgeber bzw. einen literarischen Führer sucht, der ist mit diesem „ganzheitlich leichter Leben“ Buch an der richtigen Adresse. Ich bin froh, es gelesen zu haben, werde auch das Gelesene verinnerlichen und den Denkanstößen folgen. 

Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten

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