Thalea Storm – Löwenflügel

Hallo ihr Lieben, 

wie ihr sicherlich schon bemerkt hat, hat mich (insbesondere auf meiner Facebook-Seite!) die Fantasywoche gefangen genommen und ich bin einfach hin und weg! Ich habe schon so viele liebe Menschen dort kennen gelernt und auch so viele wundervolle neue Bücher gesehen, Textschnipsel lesen dürfen und Trailer bewundert, dass ich es einfach nicht abwarten konnte und bereits gestern (am 1. Tag!) ein eBook auf meinen Kindle gewandert ist 😉 Dazu aber später mehr…

Jetzt möchte ich euch ein Buch vorstellen, dass ich über eine Leserunde bei Lovelybooks gewonnen habe und dem ich während dem Lesen nicht mehr entkommen konnte. 

Es geht um das Buch von 

Thalea Storm

mit dem magischen Titel

Löwenflügel

Thalea Storm Löwenflügel

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an die Autorin!)

Zum Inhalt

Leo hält sich für unnormal, denn er ist anders. Schüchtern, zurückhaltend und vielleicht ein bisschen komisch. Er lebt in seiner eigenen Welt, die keinen Platz für die Leichtigkeit des Lebens lässt.
Den Blicken und Vorurteilen der Gesellschaft ausgesetzt, versucht er, sich durchs Leben zu schlängeln und eckt dabei überall an, wo er nur anecken kann. Kaum jemand ahnt, was hinter seinem merkwürdigen Verhalten steckt, denn Leo ist krank. Psychisch krank. Er leidet unter einer Sozialen Phobie, die ihm die Teilhabe am Leben nahezu unmöglich macht. Sein Alltag ist erfüllt vom eigenen Kampf gegen sich selbst und der steten Hoffnung, irgendwie in eine Gesellschaft zu passen, die ihn nicht akzeptieren will.
Erst die quirlige, lebenslustige Maya, die hinter seine geheimnisvolle Fassade blickt, haucht ihm mit ihrer Neugierde, Aufgeschlossenheit und vor allem Toleranz, endlich wieder Leben ein. Sie nimmt ihn an die Hand und er lässt sich von ihr führen, unter dem trügerischen Gefühl von Sicherheit. Leo gibt sich Maya und ihrer Zuneigung vollends hin und ahnt dabei nicht, welche dramatischen Folgen ihre Freundschaft für ihn haben wird.
Wie schnell muss man rennen, um dem eigenen Selbst zu entkommen?
Leo und Maya. Eine herzerwärmende, emotionale Geschichte von aufregender Freundschaft, zaghafter Liebe, unsterblicher Hoffnung und dem steten Versuch, etwas passend zu machen, das einfach nicht passt.

 

Über die Autorin

Thalea Storm (geb. 1989 in Thüringen) entschied sich 2016, ihrem eigenen Traum zu folgen und ihr erstes E-Book als Selfpublisherin auf Amazon zu veröffentlichen.
Sie schreibt Bücher über das pure Leben. Ihre Geschichten sind geprägt von Liebe, Hoffnung, Angst und Träumen, hier und da mit einem Hauch von Fantasy versehen.
Thalea Storm ist es wichtig, mit jedem ihrer Bücher eine ganz bestimmte Message an ihre Leser weitergeben zu können, die diese auch nach dem Ende der Geschichte noch in sich tragen.

Schaut doch auch einfach mal auf ihrer Homepage oder ihrer Facebookseite vorbei!

 

Mein Fazit und meine Rezension

Leo ist anders – das denken nicht nur all die anderen (seine Familie mit eingeschlossen), sondern vor allen Dingen er selbst. Mit seinem sozialen Umfeld kommt er nicht klar, macht einen weiten Bogen drum herum und schlägt sich so durch sein einsames und von Ängsten geprägtes Leben … bis zu dem Tag, an dem er auf Maya trifft. Die kesse Schwarzhaarige spürt, dass mit dem unscheinbaren Leo etwas nicht stimmt, doch was? Leo übt eine scheinbar magische Anziehungskraft auf sie aus – Maya kann ihm nicht mehr ausweichen und weiß nur eins: sie muss ihm helfen! Doch wie soll man jemanden helfen, der andere Menschen um sich herum nicht ertragen kann, der keine Hilfe will und sie zurückweist? Aber Maya lässt sich nicht so einfach abschütteln und obwohl Leo es nicht möchte, verbindet die Beiden bald mehr als nur ein zartes Band der Freundschaft … 

Löwenflügel – als ich den Titel das erste Mal gelesen habe, konnte ich mir darunter einfach nichts vorstellen. Auch der Klappentext hat mir keinen Aufschluss darüber gegeben, wie ich auf diesen Titel komme – jetzt weiß ich es ! ♥ 

Maya ist selbstbewusst, weiß was sie will, ist ehrgeizig und hat ihr Ziel genau vor Augen: nach dem Abitur möchte sie ein Medizinstudium starten, die letzten beiden Schuljahre sind für sie also die wichtigsten! Doch irgendwie funkt ihr Leo dazwischen! Nicht so, wie ihr gerade denkt! Leo ist ein unauffälliger Typ, hat keine Freunde und möchte am liebsten mit dem Gegenstand verschmelzen, der gerade hinter ihm steht – manchmal dachte ich mir, ein Tarnumhang wäre für ihn nicht schlecht! Doch Scherz bei Seite! 

Leo hat große Probleme. Er leidet unter einer sozialen Phobie, kann sich also nicht in der Öffentlichkeit aufhalten und macht sich ständig Gedanken darum, was andere wohl über ihn denken mögen. Das führt soweit, dass er nicht mehr in der Lage ist, am gesellschaftlichen Leben oder auch am Leben seiner Familie, teilzunehmen. Am wohlsten fühlt er sich in seinem Zimmer, abgeschottet von der Außenwelt, allein, ohne Ängste, Übelkeit, Schweißausbrüche. Doch auch ehr muss seinen Schulabschluss schaffen und so kommt es, dass ein Lehrer Maya dazu auswählt, Leo „an die Hand“ zu nehmen und ihm zu helfen. 

Was sich anfangs als fast aussichtslos erwies – wie soll sie ihn auch an die Hand nehmen, wenn er vor lauter Angst nicht in ihrer Gegenwart sein kann, zumal sie ihn direkt anspricht und mit ihm interagieren möchte? – deutet mit der Zeit auf kleine Ziele hin. Maya schafft es wirklich zu Leo durchzudringen und ihm ein Gefühl von Geborgenheit zu vermitteln. 

Mich hat das Ganze an eine bestimmte Szene aus „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry erinnert! Maya war für mich der kleine Prinz und Leo stellt den Fuchs dar, der langsam gezähmt wurde und sich in der Gegenwart des kleinen Prinzen wohlgefühlt hat. Nur handelt es sich bei Leo nicht um einen wilden Fuchs, der gezähmt werden muss, sondern um einen Menschen, der langsam mit seiner sozialen Phobie konfrontiert werden muss – aber tut Maya ihm wirklich so gut? 

Einige Male während dem Lesen wusste ich nicht so recht, ob ich Leo für voll nehmen sollte oder nicht. Er wehrt sich so drastisch gegen Hilfe, dass ich irgendwann wie sein Stiefvater denken musste „stell dich nicht so an“. Aber es handelt sich bei Leos Verhalten nicht um eine bockige Phase eines Teenagers, sondern um eine psychische Krankheit, die einer therapeutischen Hilfe bedarf! Auch ich musste mir das während dem Lesen immer wieder klar machen und so sah auch ich Leo mit anderen Augen. 

Ich möchte euch jetzt nicht alles verraten, immerhin sollt ihr die Geschichte auch noch lesen 😉 – doch nur so viel: Maya und Leo müssen gemeinsam eine schwierige Zeit durchmachen, um zu erkennen, was wirklich wichtig für sie ist! 

Mich hat die Geschichte um Leo und Maya nachhaltig beeindruckt und auch emotional getroffen… und das nicht nur wegen dem Ende. Jetzt, nachdem ich das eBook beendet habe, weiß ich, was es mit dem Löwenflügel auf sich hat und muss bei dem Gedanken daran lächelnd an die beiden Protagonisten denken! Nicht immer ist alles so, wie es zu sein scheint…

 

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten 

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