Bernadette Calonego – Die Fremde auf dem Eis

Einen wunderschönen Nachmittag euch Lieben!

Eigentlich wollte ich mich heute der Blog-Planung voll und ganz widmen, doch irgendwie ist mir ein Buch dazwischen gekommen *g* und da konnte ich einfach nicht widerstehen! 

Es geht um den Roman von 

Bernadette Calonego

mit dem Titel

Die Fremde auf dem Eis

Bernadette Calonego - Die Fremde auf dem Eis, Roman

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an die Autorin!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 332 Seiten
Verlag: Edition M (20. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 1503940292
ISBN-13: 978-1503940291
Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 2,5 x 12,6 cm
Preis: 9,99 € (TB) / 5,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt

Valerie Blaine kann ein dunkles Kapitel in der Vergangenheit ihrer Familie nicht mehr verdrängen – den gewaltsamen Tod ihrer Mutter während einer Arktis-Expedition. Ihr Vater, einst ein berühmter Eishockeyspieler, wollte nie über die Tragödie sprechen. Aber jetzt, nach dreißig Jahren, verschlägt es Valerie als Reiseleiterin mit einer Gruppentour in die Nähe des Unglücksortes. Und in die Nähe eines verwegenen Mannes. Im Inuit-Dorf Inuvik ist jedoch ein anderer Tod in aller Munde: Die Leiche einer jungen Frau wird am Rand der Eisstraße nach Tuktoyaktuk gefunden. Einige Tage später fliehen Inuit-Jäger, die einem Eisbären auflauern, vor einer riesigen Explosion auf dem Eis des Arktischen Ozeans. Weitere beunruhigende Ereignisse folgen … die örtliche Polizei erhält Verstärkung aus der Hauptstadt, die Ermittler stoßen bei der Aufklärung der Vorfälle auf erschreckende Geheimnisse.

 

Über die Autorin

Bernadette Calonego wurde in Stans/Schweiz geboren. Sie lebt und arbeitet seit dem Jahr 2000 als Schriftstellerin und freie Auslandskorrespondentin in Vancouver/Kanada.

Unter anderem schreibt sie für die “Süddeutsche Zeitung” in München, den “Standard” in Wien, den “Tages-Anzeiger” und die “Finanz und Wirtschaft” in Zürich und eine Reihe wichtiger deutschsprachiger Medien.

Sie hat auch Geschichten in folgenden Zeitungen und Magazinen veröffentlicht: GEO, Vogue, SZ-Magazin, Neue Zürcher Zeitung, natur + kosmos, foto magazin, Börse Online, EMMA, abenteuer + reisen, Häuser, Weltwoche, das österreichische Wochenmagazin Profil u.a.
Für den Schweizer Rundfunk berichtet sie regelmäßig aus Kanada.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Valerie Blaine hütet ein Familiengeheimnis oder vielmehr ein dunkles Geheimnis, das über ihrer Familie hängt und das sie nicht lüften kann!  Während einer Expedition ist ihre Mutter auf gewaltsamen Wege ums Leben gekommen, ihr Vater, der zugegen war, berichtet jedoch nichts darüber und hüllt sich in den Mantel des Schweigens. Auch Jahre nach ihrem Tod wissen ihre drei Kinder nicht, was damals wirklich geschehen ist. 

Dreißig Jahre später kann Valerie ihrem Drang nicht nachgeben und führt eine Touristengruppe in die Nähe des Unglücksortes und gerade auf dieser Tour häufen sich sonderbare Vorfälle und leider auch Unglücksfälle; so ist die weiße Tote auf dem ewigen Eis nicht der einzige Fall, der Valerie und ihre Freunde aus dem Dorf Inuvik in Atem hält. Ein toter Schlittenhund, ein großes Eisloch und ihre verschwundene Freundin Sedna, die sich auf merkwürdige Art und Weise sehr für das Leben von Valeries Familie interessiert setzten allen Bewohnern und auch Touristen zu. Doch auch im ewigen Eis gibt es Gesetze, die eingehalten werden müssen und die auch Journalisten und neugierigen Menschen bald zur tödlichen Gefahr werden können … 

Ich habe das Buch „Die Fremde auf dem Eis“ freundlicherweise von der Autorin erhalten und ich muss sagen: die Geschichte hat voll und ganz meinen Geschmack getroffen! Bislang bin ich noch nicht in den Genuss ihrer weiteren Romane gekommen, doch ihr Schreibstil ist so fesselnd, dass ich mir das jetzt überlegen werde und mein Bücherregal um einige Weitere erweitern werde 🙂 

Gerade ihre detailgenauen Beschreibungen der Landschaft oder auch der Menschen, haben es mir sehr leicht gemacht, mich in das Buch und die mysteriöse Geschichte um Valerie und Sedna einzufinden. 

Valerie, einst eine großartige Journalistin mit ehrgeizigen Plänen, hat es nun in das ewige Eis verschlagen, um dort Touristengruppen die Schönheit dort näher zu bringen. Doch man merkt ihr an, dass sie sehr angespannt ist. Kurz vor ihrem Aufbruch mit der Gruppe erhält sie einen mysteriösen Anruf ihrer einst so engen Freundin Sedna, die sie um Hilfe bittet. Dann ist Sedna mit einem Mal verschwunden und ihre Spuren führen sie hoch in den Norden. Doch Sedna ist kein unbeschriebenes Blatt, sie führt etwas im Schilde und das gilt es herauszufinden. 

Was mich sehr fasziniert hat ist die Tatsache, dass Bernadette Calonego allein durch ihre Worte sogar eine Winterlandschaft vor meinem inneren Auge heraufbeschwören und auch die eisige Kälte in mir aufsteigen lassen konnte! Selbst mir war es zwischendurch kalt (auch wenn ich eingemummelt auf der Couch gesessen und dem Buch lesend verfallen war), die Atmosphäre hat mich einfach vollends gefangen genommen! 

Doch nicht nur das „Klima“ während dem Lesen hat mich sehr beeindruckt, sondern auch die Geschichte selbst. Obwohl nach und nach immer mehr Protagonisten aufgetaucht sind, so war es doch ein Leichtes für mich, sie auseinander zu halten und alle wieder einordnen zu können. Auch die einzelnen Vorfälle waren sehr gut gewählt und haben die Spannung während dem Lesen Aufrecht erhalten. Obwohl ich etwas skeptisch war, als es doch noch mehr Vorfälle wurden, hat sich meine Befürchtung – dass der „Rote Faden“ verloren geht – nicht bewahrheitet!

Bernadette Calonego weiß einfach, wie sie ihre Leser auf Trab hält und sie immer wieder neu in das ewige Eis ziehen kann! Eine klare Leseempfehlung von mir an euch! 

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten 

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