Regina Tödter – Entschleunigen ~ Slow durch den Alltag

Guten Abend ihr Lieben!

Seid ihr schon alle am feiern oder bereitet ihr gerade das Essen zu? Bei mir war es schon soweit (Raclette) und jetzt nutze ich die Gunst der mir verbliebenen Stunden im alten Jahr und stelle euch noch ein Büchlein vor, das ich gelesen habe. 

Mit dem Thema „Entschleunigung“ oder „Slow“ habe ich mich schon des Öfteren beschäftigt und tue es auch immer wieder. Einfach nur, weil es auch so präsent ist und da ich es in diesem Jahr wirklich zu schätzen gelernt habe. Mein Leben hat eine Kehrtwende gebraucht oder besser gesagt: eine Vollbremsung! Und eben die gönne ich mir auch gerade. 

Ein weiteres Büchlein zu dem Thema ist das von 

Regina Tödter

mit dem Titel 

Entschleunigen ~ Slow durch den Alltag

(Cover und Rezensionsexemplar mit bestem Dank an die Autorin!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 128 Seiten
Verlag: TRIAS; Auflage: 1 (21. September 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3432100698
ISBN-13: 978-3432100692
Größe und/oder Gewicht: 17,3 x 1 x 20 cm
Preis: 12,99 € (TB) / 9,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt

Entdecke das Glück der Langsamkeit

Sie wollen entschleunigen, das Leben leichter nehmen? Dann machen Sie es wie die Surfer – reiten Sie die Wellen des Alltags locker und mit dem SLOW-Prinzip. Mit den verblüffenden Tipps und inspirierenden Übungen des Glücks-Coaches gelingt das kinderleicht. Ob Zauberyoga, Flexiday oder Kritzelmeditation – so begegnen Sie Alltagssituationen gelassener. Lassen Sie sich vom SLOW-Rhythmus verführen!

– Inspirationen für einen leichteren Alltag
– Tests, Übungen, Worksheets: ausfüllen, nachdenken, umsetzen
– Genießen Sie ein Mehr an neuen Möglichkeiten

 

Über die Autorin

Regina Tödter studierte Kulturwissenschaften und Theologie an der Universität Heidelberg. Sie arbeitete anschließend in der Sportindustrie und absolvierte eine Lauf Instructor Ausbildung. Schließlich reduzierte sie ihr Hab & Gut auf 300 Sachen und ist heute als Autorin und Communication Manager im Gesundheitsbereich tätig.

 

Mein Fazit und meine Rezension

In der Hand halte ich ein dünnes, aber wunderschönes Büchlein, bei dem schon allein das Cover direkt ins Auge springt: „Entschleunigen“ steht da mit großen Lettern und ja, das brauchen wir alle! Überall um uns herum ist Hektik zu spüren, nie haben wir Zeit, immer haben wir zu tun und sind gestresst, stressen uns selbst oder lassen uns stressen. Und was dann? Gesundheitliche Schäden sind die Folge oder aber Unzufriedenheit mit sich selbst und auch mit anderen. Nichts kann uns mehr glücklich machen und: nichts geht uns mehr schnell genug! Wie oft bin ich schon im Straßenverkehr unterwegs gewesen und habe ich über die weiteren Verkehrsteilnehmer geärgert – entweder ging mir etwas nicht schnell genug oder aber ich wurde gedrängelt. Eine bittere Pille. 

Und genau so kommt es zu folgenschweren Unfällen. Wir lassen unser Leben fremd bestimmen, sind nicht mehr der Herr unserer Pläne. Natürlich kommt da Frustration auf. 

Das Wort „Langsamkeit“ ist in unserer heutigen Gesellschaft sehr negativ behaftet. Wer „langsam“ ist, nutzt seine Zeit nicht effizient, er vertrödelt sie, tut nichts nützliches oder wertvolles für die Gemeinschaft. Doch warum ist das so? 

Auch ich hatte diese Gedanken. Wollte immer „schnell hier“ und „schnell da“ was erledigen, am liebsten alles zur gleichen Zeit machen, um noch effizienter zu sein, egal ob auf der Arbeit oder aber Zuhause bei der Hausarbeit. Alles wurde nahezu gleichzeitig erledigt, doch mit welchem Resultat? War es mal fertig, war man zufrieden, doch schon kurze Zeit später stellte sich wieder das Gefühl von „vertaner Zeit“ ein. Immerhin hatte man alle Aufgaben erfüllt und konnte nun einfach mal das tun, was man vor hatte oder auch einfach mal … nichts. Doch das nichts ist auch nicht gut genug. 

Heute weiß ich, es heißt nicht „langsam“, sondern „achtsam“. Ich gehe nicht langsam durch die Straßen und stehe den Leuten im Weg, nein. Ich bin achtsam, gehe durch die Straßen und beobachte. Ich nehme meine Umgebung war und rase nicht an ihr vorbei. Ich sehe die kleinen Glücksmomente, die mich täglich umgeben und nehme sie in mich auf. Ich erfreue mich daran und habe so eine positive Lebenseinstellung. Auch Zuhause arbeite ich meine Aufgaben ab, doch auch manchmal sitze ich einfach nur auf der Couch, lese ein gutes Buch oder trinke eine Tasse Tee und tue – nichts! Nichts produktives für die Außenwelt, aber sehr produktiv für mich und mein Wohlbefinden! 

Slow ist der neue Trend, der wie ein frischer Wind durch die gehetzte Gesellschaft zieht und genau so soll das sein! 

Mit Regina Tödters kleinen Büchlein hat sie einen Ratgeber erschaffen für jeden, der noch neu in der Welt des „Slow“-Denkens ist. Dabei hat sie uns die Entschleunigung nicht nur im Zuhause erfahren lassen, sondern in alltäglichen Situationen: auf der Arbeit, im Umgang mit unseren Familien und Kindern oder unseren Freunden. Ich kenne mich bereits mit der Slow-Bewegung aus und trotzdem habe ich viele kleine nützliche Dinge mitnehmen können: beispielsweise die „Me-Time“, die Zeit für mich, die ich mir jetzt auch in meinen Kalender eintragen werde, denn nicht nur Termine mit anderen sind wichtig, sondern auch die Termine mit mir selbst! Ich bin es mir Wert, Freizeit mit mir selbst zu verbringen! 

Weiter hat sie Zeithaie erklärt und mit uns genauer betrachtet: Menschen oder Dinge, die uns einfach unsere Zeit rauben und wie wir mit ihnen umgehen. 

Mit den vielen Tabellen, Listen, Illustrationen oder einfach mal leeren Seiten wurde der Leser selbst aufgefordert nicht nur über Slow zu lesen, sondern auch sich direkt damit auseinander zu setzen und aktiv zu werden! 

Das einzige kleine Manko, das ich gesehen habe ist, dass es gegen Ende doch viel zu viel Bezug zu Kindern hatte, doch ein Problem war es nicht. Die vielen kleinen Tipps – auf Kinder bezogen – kann man umgewandelt auch für Erwachsene anwenden. 

Alles in einem kann ich sagen, dass mich dieses Büchlein erfreut hat, mir neue Anregungen gegeben hat – die ich auch gleich in die Tat umsetzen werde! – und mir wieder einmal mehr gezeigt hat, wie wichtig es ist, sich mit sich selbst zu beschäftigen und einfach mal slow unterwegs zu sein … 

Meine Bewertung: klare 5 von 5 Punkten!

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