Levin Aurel – Cherubim ~ Die Traumwanderer

Hallo ihr Lieben!

Um die Feiertage herum war es etwas ruhiger hier auf meinem Blog und zum Jahresende möchte ich euch noch ein paar Bücher vorstellen, die ich vor kurzem beendet habe. Den Anfang macht

 

Levin Aurel

mit seinem Buch

Cherubim – Die Traumwanderer

(Cover und Rezensionsexemplar mit bestem Dank an den Autor!)

Zum Inhalt:

»Der Mann musste lachen. ›Ja…mein ganzes Leben trug ich grau. Und nun wollte ich, solange es noch möglich ist, etwas ändern. Ich war es satt auf die letzten Tage! Jemand hat mal zu mir gesagt: Wenn die Farbe ausgeht, sind wir meistens selbst schuld.«

Jonah Jonson ist gewöhnlich. Seine Welt ist grau und eintönig. Seine Tage verbringt er als einfacher Arbeiter in einer der vielen Fabriken von Ferfex. Als er anfängt zu träumen – genauer gesagt: in die Träume anderer einzudringen -, glaubt er verrückt zu werden. Doch wie verrückt ist ein Leben ohne Träume?
Immer mehr verschwimmen für ihn Traum und Realität. Er sieht, wie blind er sein Leben lang war. Als er merkt, wie durchlässig die Grenzen sind und wie gefährlich das Traumwandern ist, entschließt er sich zur Flucht.

 

Über den Autor

Alexander Levin Aurel wurde 1993 in Schleswig-Holstein geboren. Mit seinen vier älteren Geschwistern ist er zwischen Rindern und Weiden auf einem Hof aufgewachsen. Nach dem Abitur begann er mit dem Schreiben. Durch seinen privaten Reiseblog und seine beiden Schwestern ist er zur Schriftstellerei gekommen.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

„Jonah Jonson ist gewöhnlich“ … so beginnt der erste Satz des Klappentextes, in meinen Augen stimmt es nicht, denn Jonah Jonson ist alles, nur nicht gewöhnlich. Die Welt des Jonah ist trist und Grau, alles ist dunkel und folgt einer monotonen Routine. Alles ist vorherbestimmt. Die Arbeit, das Leben Zuhause mit seinem Vater. Für unbestimmte und „bunte“ Zeiten sorgt einzig und allein sein Freund in der Fabrik. Und dann sind da noch seine Träume, die nicht so eintönig und trist wie sein Alltag sind. In seinen Träumen erschafft er Welten, denkt er zumindest, tatsächlich aber besitzt er das Talent ein Traumwanderer zu sein und in die Träume der anderen „eindringen“ zu können. Diese Wanderungen bescheren ihm wunderschöne Erlebnisse, doch wirft das Ganze auch seine Schattenseiten auf, denn nichts ist so wie es scheint und das Dunkle und seine Gefahren lauert überall.

Bei dem Buch handelt es sich um den ersten Teil einer Buchreihe und somit nicht nur für den Autor ein Debüt, sondern auch für den Leser, denn eben der erste Teil entscheidet, ob man weiter lesen möchte oder nicht.

Der Erzählstil des Autors hat mir sehr gut gefallen. Er hat eine Art und Weise, Dinge und Menschen zu beschreiben, dass man tatsächlich der Meinung ist, man würde neben ihnen stehen oder sie sogar anfassen. Gerade die Farben spielen in dem Roman eine große Rolle. In den ersten Kapiteln des Buches war mir, als wäre nicht nur Jonah in dieser tristen Welt ohne Farbe und voller Grau gefangen, sondern auch ich. Ich konnte das Grau, diese erdrückende, einengende Farbe, regelrecht beim Lesen spüren! Das hat mir schon mal sehr gut gefallen! Der Autor weiß einfach, wie er das Erzählte so vermitteln kann, dass es auch als eine neue Realität bei dem Leser ankommt. 

Was mir jedoch aufgefallen ist, sind die vielen ausschweifenden Erklärungen oder Erzählungen. Ab und an habe ich dabei schon den Faden verloren und musste zurückblättern um zu sehen, woran ich eigentlich bin. In einigen Passagen ist es etwas langatmig geschrieben. 

Die Geschichte der Traumwanderer oder aber der Welt, die ganze ohne Farbe ist, in der alles konform ist und jeder so wie der andere, ist mir nicht gänzlich unbekannt. Gut, die Traumwanderer kannte ich nicht, doch der Rest hat mich an einige Filme erinnert, die ich schon gesehen habe. Trotz allem hat er das Thema im Buch sehr gut umgesetzt. 

Jonah als Protagonist hat es aber leider nicht so geschafft mich zu fesseln, wie ich es erhofft habe! Obwohl man aufgrund der bildhaften Sprache mitten im Geschehen war, konnte ich mich ihm nie so wirklich annähern und auch keine Verbindung oder Beziehung aufbauen. Er hat mich einfach nicht so gepackt. 

Ein weiteres Manko war auch, dass im Laufe der Geschichte viele neue Charaktere aufgetaucht sind, die nicht nur eine Nebenrolle gespielt haben. Oftmals bestand hier Verwechslungsgefahr! Ein Verzeichnis wäre wirklich gut und ich denke auch, dass im zweiten Teil der Reihe eines dabei sein wird. 

Alles in einem kann ich sagen, dass die Geschichte als solche fesselnd ist, der Charakter des Jonah es jedoch nicht geschafft hat, mich gänzlich zu berühren. Vielleicht habe ich in Teil 2 der Reihe mehr Glück? 

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

 

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