Julia Zange – Realitätsgewitter

Hallo ihr Lieben!

Und schon folgt die nächste Rezension für den heutigen Abend! 

Es geht weiter mit 

Julia Zange

und ihrem Buch

Realitätsgewitter

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an Aufbau Verlag!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 157 Seiten
Verlag: Aufbau Verlag; Auflage: 1 (14. November 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3351036582
ISBN-13: 978-3351036584
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 1,9 x 22,3 cm
Preis: 17,99 € (gebundene Ausgabe) / 12,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt:

»Das kann nur Julia Zange: Alle zehn Jahre ein Buch schreiben, das man nicht mehr vergisst!« Maxim Biller

Marlas Leben ist ein einziges Realitätsgewitter. Wenig Sex, viel iPhone. Viel Bewegung, wenig Sicherheit. Sehr globalisiert, aber immer noch ganz schön deutsch. Marla funktioniert perfekt. Sie hat immer die richtige Maske auf. Doch plötzlich bekommt ihr hochglänzender Panzer kleine Brüche. Plötzlich ist da eine schwere Traurigkeit, die langsam von ihrem Bauch nach oben spült. Um nicht zu ertrinken, macht sie sich auf den Weg zurück in ihr Heimatdorf. Und landet schließlich auf Sylt. Eine Reise ins Erwachsenwerden und zu sich selbst.

 

Über die Autorin:

Julia Zange, geboren 1987, lebt und arbeitet seit 2006 in Berlin. 2005 gewann sie den Literaturwettbewerb Open-Mike, 2008 veröffentlichte sie ihren ersten Roman mit dem Titel Die Anstalt der besseren Mädchen. Sie ist Teil der Web-Serie Translantics. Sie arbeitet als Redakteurin bei L’Officiel und schreibt regelmäßig für Zeit Online und Fräulein. In Philip Grönings Film Mein Bruder Robert, der 2017 Kino-Premiere feiert, hat sie als Hauptdarstellerin debütiert. Außerdem organisiert sie regelmäßig die Veranstaltungsreihe Dead Poets Society im Soho House Berlin.

 

Mein Fazit und meine Rezension

Marla ist Anfang 20 und innerlich zerrissen. Sie wird von ihren Gefühlen überschwemmt und weiß nicht so richtig damit umzugehen. Beeinflusst durch die Neuerungen des Zeitalters (Handy, Kommunikation, Internet) ergibt sie sich dem Datenrausch und scheint ihr eigenes Leben nicht wirklich im Griff zu haben. Sie lässt sich treiben, ohne zu wissen, wohin der Weg sie führt. Sie scheint keinen Anschluss zu haben, keine richtigen Freunde und irgendwie ist auch alles sinnlos. 

Wenn der Leser Marla begegnet und sich mit ihrer Persönlichkeit auseinander setzt, wird er depressiv. So erging es mir. Ich konnte mich mit Marla absolut nicht identifizieren, fand die Beschreibungen, gerade was Handy, Kommunikation (Facebook, Whatsapp und co.) anbelangt, allerdings sehr genau und treffend. Wem geht es schon nicht so? Jeder scheint von diesen Dingen abhängig zu sein. 

Marla weiß allerdings nichts rechtes mit ihrem Leben anzufangen. Für mich ist sie auf allen Seiten des Buches eher dahin getrieben, ohne ein wirkliches Ziel vor Augen zu haben. Aber vielleicht hatte sie das auch gar nicht? Obwohl das Buch nur wenige Seiten umfasst, hat die Autorin es leider nicht schaffen können, mich in die Welt von Marla reinzulesen und mich auch dort gefangen zu halten. Die Geschichte war nicht fesselnd, für mich eher eine Qual es zu lesen. Das hatte ich mir anders vorgestellt. Aber vielleicht ist dieses Zeitgenössische auch einfach nichts für mich. Oder aber es ist ganz anders: entweder ist man als Leser fasziniert und von Marla total begeistert und eingenommen oder aber man empfindet das genaue Gegenteil. Die Geschichte polarisiert einfach und das ist nichts Schlechtes! 

Wer sich selbst einen Einblick in Marlas Leben und Gefühlswelt oder besser gesagt Gefühlschaos verschaffen möchte, der ist hiermit eingeladen, das zu tun. Vielleicht kann mich doch noch jemand von den positiven Seiten der Geschichte überzeugen? 😉 

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

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