Interview mit ~ Johanna Wasser ~

Guten Abend ihr Lieben!

Auf diesen Tag habe ich mich schon sehr sehr lange gefreut und *endlich* ist es soweit … das nächste Interview steht an und ich bin schon megamäßig aufgeregt!!!! ♥

Heute möchte ich euch eine sehr liebe Freundin und eine wundervolle Autorin vorstellen, die es immer wieder schafft, mich mit ihren Geschichten in die andere Welten zu entführen und nicht mehr los zulassen. Sie hat schon einige Romane geschrieben – sämtliche Rezensionen dazu findet ihr auf meinem Blog!

Erst vor kurzem vollendete sie ihre wunderbare Rainbowland-Trilogie, mit welcher sie nicht nur mich, sondern noch viele andere Leser verzaubert hat! Ein kleines Stückchen meines Herzens ist bei ihr geblieben ♥

Nun geht es aber los:

Herzlich Willkommen ~ Johanna Wasser! ~

Einen kleinen Einblick in ihr Leben hat uns Johanna Wasser bereit auf ihrer Autorenseite gegeben.

Dort findet ihr auch die von ihr bereits veröffentlichten Werke:

Die Glücks-Reihe

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Rainbowland-Trilogie

 

 

 

 

 

 

 

Jedes einzelne ihrer Bücher hat mich bislang verzaubert … vielleicht geht es euch auch so?

Doch wer steckt hinter diese bezaubernden und fantastischen Geschichten?

blog-a-holic: Hallo liebe Johanna! Erst einmal vielen lieben Dank an dich, dass ich dich interviewen darf und dir einige Fragen stellen darf. Zunächst einmal: ist es okay, wenn ich „Du“ sage?

Johanna Wasser: Lach, wie lange kennen wir uns schon? 🙂 Klar!

blog-a-holic: 😉 Liebe Johanna, bitte stelle dich deinen Lesern vor.

Johanna Wasser: Mutter von zwei kleinen Mädels, Vollzeitautorin. Ach ja, kurz vor dem 40 Geburtstag (zwei Jahre noch). Und etwas bekloppt, weil ich mich auf dieses Alter irgendwie freue.

blog-a-holic: Keine Sorge, du bist nicht bekloppt *g* Bei mir kommt bald die 3 davor und ich freue mich auch!
Du bist bereits jetzt eine – für mich und viele andere LeserInnen – erfolgreiche Autorin. War das schon immer dein größter Wunsch?

Johanna Wasser: Wunsch nicht unbedingt. Aber meine Schwester erzählt oft, dass sie schon immer wusste, dass ich Autorin werde. Ich muss sie seit frühster Kindheit abends im Bett mit Geschichten gequält haben. Ich sagte immer: „Pass auf, ich habe einen Film geguckt und der war voll spannend, den muss ich dir erzählen…“ Und dann gings los. Sie meinte dann irgendwann: Wann zum Geier, hat sie diesen Film überhaupt gucken können? Wir waren doch die ganze Zeit in der Schule, oder haben gespielt etc. Und irgendwann habe ich dann verraten, dass ich gar keine Filme guckte. Es waren Geschichten, die ich mir einfach ausdachte.

blog-a-holic: Leider muss ich dir jetzt eine Frage stellen, die Autoren zu oft hören und bei einigen auch verpönt ist: Woher nimmst du deine Inspiration zum Schreiben? Hast du eine persönliche Muse?

Johanna Wasser: Es sind meist die Orte, an denen ich bin, die mich inspirieren. Vor drei Monaten bin ich zum Beispiel in die drittälteste Stadt Deutschlands gezogen, wohne quasi direkt neben einer Ausgrabungsstätte aus der Römerzeit. Aus meinem Wintergarten schaue ich auf drei uralte Kastanienbäume. Und wenn sie im Winter nackig werden, sehe ich dahinter einen alten Stadtturm. Wunderschön! Faszinierend, inspirierend 🙂

blog-a-holic: Da haben wir wieder mal eine Gemeinsamkeit 😉 Ich komme aus der ältesten Stadt Deutschlands!
Vom Manuskript zum fertigen Buch: Wie sieht bei dir der Schaffensprozess eines Buches aus?

Johanna Wasser: Das ist sehr unterschiedlich. Manchmal gehe ich nur ein paar Wochen schwanger mit einer Idee und schreibe dann innerhalb von ebenfalls nur ein paar Wochen einen ganzen Roman nieder (Die sechste Farbe des Glücks). Dann wiederum vergehen Monate, bis sich was spannendes wieder regt. Auf jeden Fall muss die Geschichte mich verfolgen, damit ich sie rauslasse… Und meistens ist das, was nach dem Niederschreiben kommt das langwierigste. Lektorat, Testleserrunden, Lektorat, Korrektorat, Cover, Satz, Druck beauftragen. Dazwischen noch Marketing und an etwas neuem schreiben…

blog-a-holic: Ein Tag wie jeder andere – wie sieht er in deinem Leben aus?

Johanna Wasser: Ich habe Kinder, da sieht kein Tag wie der andere aus *lach*
Ne, im ernst, seit ich Mutter bin, gibt es schon Rituale, feste Zeiten – aber eben für alles, was meine Töchter betrifft. Das Schreiben und mit der Muse flirten quetsche ich dazwischen. Mal mitten in der Nacht, mal wenn meine Große im Kindergarten ist und die Minimaus ein Nickerchen ohne Mama daneben macht. (Kommt nicht sooo oft vor 😉 )

blog-a-holic: Du scheinst eine richtiger Powerfrau zu sein! 🙂 Wie lautet dein Lieblingszitat?

Johanna Wasser: Habe ich nicht. Ich mag das Leben, ich sehe alles positiv. Versuche mir meine Welt – zur Not auch -schön zu malen. Ja, vielleicht ist es ja dann doch das:

Male dir die Welt, wie sie dir gefällt oder so 🙂

blog-a-holic: Ein wirklich tolles Motto! Erinnert sehr an Pippi Langstrumpf!
Welche Person hat dich geprägt oder aber dich inspiriert?

Johanna Wasser: Geprägt hat mich – vor allem – meine Großmutter mütterlicherseits. Sie hat zehn Kinder großgezogen, war stark und eigensinnig. Mein Opa starb relativ früh und sie hat nie aufgegeben. Das find ich großartig. Auch wenn sie stur und dickköpfig war (was mich an meiner ersten Tochter manchmal in den Wahnsinn treibt) war sie ganz klar mein großes Vorbild.

blog-a-holic: Welches ist dein Lieblingsbuch?

Johanna Wasser: Der Alchemist, Der kleine Prinz. Irgendwie so banal wie genial. Ich liebe die beiden Bücher.

blog-a-holic: Das ist wahr. Insbesondere „Der kleine Prinz“ gefällt mir auch sehr gut! Hast du auch einen Lieblingsautor / eine Lieblingsautorin?

Johanna Wasser: Nein, ich lese Bücher, nicht Autoren. Deswegen finde ich für mich ganz wichtig, dass ich Bücher erschaffe, die die Menschen berühren. Nicht ich berühre, es sind – im besten Fall – meine Bücher, die es tun.

blog-a-holic: Eine sehr schöne Sichtweise!
Neben dem Schreiben ist Malen eine große Leidenschaft von dir, fließen vielleicht auch deswegen Elemente der Malerei in deine Bücher mit ein?

Johanna Wasser: Ganz bestimmt sogar. Seit ich Schreibe UND Mutter bin kann ich meist nicht so viel Malen, wie ich würde. Aber ich sehne mich sehr danach, deswegen taucht das Element der Farbe, das Malen selbst auch immer wieder auf.

blog-a-holic: Wenn du jemanden einfach mal Danke sagen möchtest – wer wäre das?

Johanna Wasser: Dem Herrgott für meine Mädchen. Und ihm auch dafür, dass er mir bei der zweiten etwas mehr Ruhe und Gelassenheit geschenkt hat.
Ansonsten bin ich im Moment am dankbarsten meiner Patentante, die mir hier einiges abnimmt. Seit ich alleinerziehend bin hat sie wohl am meisten für mich getan.

blog-a-holic: Welche deiner Protagonisten ist dein Lieblingsprotagonist und warum?

Johanna Wasser: Habe ich nicht. Sobald ich in einem Projekt bin verliebe ich mich jeden Tag neu. Mal in den/die gleiche/n Protagonisten/tin, mal immer wieder andere. Aber ich schleppe keine große Lieben mit mir herum, wenn eine Geschichte beendet ist. Gott sei Dank! Da würde ich ja ganz verrückt werden … 🙂

blog-a-holic: Also ich kann dir sagen, dass ich in jedem Buch eine Bella und eine Annie suchen werde! *g*
Man sagt, ein Autor steckt nicht nur Herzblut in seine Geschichte, sondern auch, dass in jedem seiner Charaktere auch etwas von sich selbst steckt. Trifft das auch auf dich zu? Und in welchem Protagonisten finden wir am meisten von Johanna Wasser?

Johanna Wasser: Ich bin Sophie aus „Das Glück ist ein flüchtiger Dieb“, da der Roman seinerzeit aus meinen Tagebüchern entstanden ist. Ansonsten bin ich schon ein bisschen jeder von ihnen, aber nur ein bisschen.
Die Vorstellung, ich sei Ameo dentis ist im übrigen die köstlichste 😉

blog-a-holic: Oh ja … Ameo Dentis!!! Der Lieblings-Efeu von sämtlichen Lesern! *g* 🙂 Die Vorstellung ist wirklich genial! 

Und nun zu deinen Werken! Erschienen sind bereits deine Bücher der Glücks-Reihe, angefangen mit dem Buch „Amors Glücksfall“ über „Das Glück ist ein flüchtiger Dieb“, „Rainbowland – die sechste Farbe des Glücks“ bis hin zu „Das Glück der Stille“ und dem (für mich) krönenden Abschluss durch ein Sachbuch / einen Ratgeber „Die Glücksforscherin“.

blog-a-holic: Deine Buchreihe um „Die Glücksforscherin“ sagt, worum es dir in deinen Büchern geht: das Glück für sich zu finden und zu behalten, denn jeder ist sich selbst eines Glückes Schmied. Was genau bedeutet „Glück“ für dich? Und wo findest du es?

Johanna Wasser: Heute würde ich die Frage anders beantworten, als noch vor ein paar Jahren, sogar vor ein paar Monaten. Ich glaube, nach einer langen Reise, endlich angekommen zu sein. Lustigerweise genau dort, wo ich eins gestartet bin. Mein Glück ist ein Ort. Dort, wo mein Herz ist, dort ist es. Aber dies ist eine ganz andere, neue Geschichte …

blog-a-holic: Du hast dich sehr lange mit dem Thema „Glück“ beschäftigt. Wie bist du darauf gekommen? Wer oder was hat dir den Ansporn gegeben, darüber zu forschen und zu schreiben?

Johanna Wasser: Meine Großmutter war es, bzw. genaugenommen war es ihr Tod, der es war. Ich war in eine tiefe Krise gestürzt und da ich – wie ich schon sagte – ein positiver, lebensfroher Mensch bin, wollte ich unbedingt wieder zurück an einen Punkt, wo es mir nicht mehr so weh tut. Ich weiß heute dass es eine Art posttraumatische Störung war, an der ich damals litt. Hätte ich mich damals nicht aufgemacht, wäre ich evtl. in einer Depression reingeschlittert.

blog-a-holic: In deinem Ratgeber „Die Glücksforscherin“ hast du den Menschen und dessen Naturen erforscht. Du bist auf sieben unterschiedliche Naturen gestoßen (näheres dazu findet ihr in meiner Rezension). Welche deiner erforschten Naturen stecken momentan in dir?

Johanna Wasser: Schön dass du fragst, weißt du noch, wie es damals war? Es hat sich tatsächlich verändert. Die Sucherin, die ich war, ist mittlerweile ganz eindeutig zu einer Brücke geworden und bastelt gerade daran, noch mehr von einem Glückskind in sich aufblühen zu lassen.

blog-a-holic: Ja! Die Sucherin und in meinen Augen auch schon immer eine Brücke und eine Mutter. Du hast uns alle zusammengebracht 🙂 Meine Natur ändert sich momentan auch wieder 😉
In jedem einzelnen deiner Bücher der Glücksreihe finden wir wunderschöne Geschichten über das Glück. Warum hast du diese Form gewählt, den Menschen das Glück näher zu bringen? Wieso hast du nicht „nur“ (bitte nicht abwertend verstehen!) den Ratgeber geschrieben? Was bedeuten dir deine einzelnen Romane der Glücks-Reihe? Hast du vielleicht sogar einen Favoriten?

Johanna Wasser: Die Sache mit dem Ratgeber ist einfach. Ich bin einfach keine Ratgeberin. Ich bin eine Geschichtenerzählerin, die vom Herzen hofft, mit ihren Geschichten zu inspirieren. Und ich will übers Glück schreiben, weil ich finde, dass es nicht genug davon geben kann. Glück vermehrt sich, wenn man es teilt, wenn man davon spricht, wenn man sich damit beschäftigt. Davon bin ich überzeugt.
Der Favorit im eigentlichen Sinne ist es nicht, aber meine Bella, also Die sechste Farbe des Glücks ist schon mein persönliches Herzbuch.

blog-a-holic: Nach der Reihe des Glücks hast du dich mit Annie ins Rainbowland begeben. Wir haben seit dem Jahr 2015 mit der wunderbaren Annie mit gefiebert und sind mit ihr in die sieben Welten des Rainbowlands getaucht, um ihren kleinen Bruder zurück in seine Welt zu holen. Mit dem Erscheinen des 3. Bandes „Das Erbe der Träume“ am 09.09.2016 endet die Trilogie. Ich habe jedes einzelne Buch verschlungen und befinde mich gedanklich und mit einem Stück meines Herzens immer noch im Rainbowland. Für mich als Leserin war der Abschluss sehr schwer, doch ich denke mit einem Lächeln daran zurück und weiß, ich werde die Bücher bald wieder lesen. Wie ergeht es dir als Autorin?

Johanna Wasser: Ich konnte mit einem erstaunlich leichtem Herzen loslassen. Das habe ich zuvor gar nicht vermutet. Vielleicht liegt es daran, dass das Ende der Geschichte zeitlich mit meinem Umzug in mein neues Leben zusammengefallen ist. Ich habe quasi neue Ufer angesteuert und freue mich über all das, was nun kommen wird…

blog-a-holic: Dass du so leicht los lassen konntest, bewundere ich! Bei mir schwingt immer noch eine leichte Demut mit, wenn ich daran zurückdenke und ich bin froh, dass ich die Geschichte immer wieder griffbereit zum Lesen habe 😉
Was nimmst Du aus dem Rainbowland mit? Und was verbindet dich mit der Protagonistin Annie?

Johanna Wasser: Ich bin auch eine Träumerin, wie sie es ist und genau daher werde ich wahrscheinlich mein Leben lang ein ganz großes Stück Rainbowland mit mir tragen. (In meinem Haus hängen überall Kristalle, sodass ich immer wieder Regenbogenflecken begegne 😉

blog-a-holic: Hast du nach der Rainbowland-Trilogie bereits ein neues Projekt für uns? Falls ja, wirst du uns einen kleinen Hinweis geben, in welche Richtung es gehen wird?

Johanna Wasser: Ich habe kein Projekt, an dem ich wie an Rainbowland tagtäglich sitze. Ich befinde mich aber mit mehreren Sachen in der Schwangerschaftsphase 😀
Noch weiß ich gar nicht genau, ob das wieder eine Trilogie werden wird, die sich diesmal mehr mit Elfen beschäftigen wird (und anderen bockigen Wesen), eine Zeitreisegeschichte oder aber … Von meinem dritten Kind will ich nur verraten, dass es in meiner absoluten Lieblingsstadt spielen wird.

blog-a-holic: Uiiiii … jetzt machst du mich aber neugierig!!! Ich hoffe, dass ich bald mehr darüber hören werde *g*
Was möchtest du deinen LeserInnen noch mit auf den Weg geben?

Johanna Wasser: Gar nichts 🙂 Ich bin doch keine Ratgeberin, schon vergessen? Ich hoffe, dass ich ein paar von ihnen berühren kann und ich freue mich, wenn jemand ein Buch von mir zuklappt und leise bei sich denkt: SCHÄ WARS. Was will man als Autor mehr?

blog-a-holic: Liebe Johanna, ich möchte mich für das fantastische Interview mit dir bedanken! Ich freue mich schon drauf, es für all deine LeserInnen zu veröffentlichen! Es hat mir wirklich sehr viel Spaß gemacht mit dir zu reden und dich noch besser kennen zu lernen! Vielen herzlichen Dank für deine Zeit! 🙂 ♥ Und bis auf bald mal wieder! ♥

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