Blogparade – „Mein Job – meine Welt“

Hallo ihr Lieben!

Heute macht die Blogparade von Alexandra Götze’s neuem Buch bei mir Halt.

„Mein Job – meine Welt“

oder aber auch

Ich liebe meinen Job! Dachte ich jedenfalls …

Wem ergeht es schon nicht so? Als ich die Gelegenheit hatte, mich für dieses Projekt zu bewerben, war ich doch etwas zwiegespalten. Sollte ich es wirklich wagen? Wollte ich mich tatsächlich dem einen Thema stellen? Ich hadere schon längere Zeit mit meinem Job und auch der Berufswahl.

Als Kind hatte ich verschiedene Träume: Astronautin oder Tierärztin, irgendwann kam dann auch noch die Polizistin dazu.

Die Astronautin habe ich ziemlich schnell wieder verworfen – die Mathematik hat mir da doch schlichtweg einen Strich durch die Rechnung gemacht und zwar in vielerlei Hinsicht. Also: weg damit!

Bei der Tierärztin war ich schon etwas hartnäckiger. Ich liebte Tiere schon von klein auf, hatte schon seit Beginn meines Lebens ständig Tiere um mich herum – vorwiegend Hunde und Katzen, später dann noch Zwergkaninchen und dann noch Meerschweinchen. Natürlich erfasste auch mich ziemlich schnell im Alter von ca. 12 Jahren der Wunsch, reiten zu lernen und so war ich auch oftmals auf dem Reiterhof unterwegs. Was mich jetzt letzten Endes von dem Berufswunsch abgebracht hat, kann ich euch heute gar nicht mehr so richtig sagen! Vielleicht war es die Tatsache, dass man nicht allen Tieren helfen konnte und dass einige – so weh es auch tut – ab und an doch von ihrem Leiden erlöst werden müssten und somit durch die Hand des Tierarztes einen friedvollen Tod finden würden. Irgendwann gab ich dann auch das Reiten auf (was aber nicht an den Tieren, sondern an der Lehrmethode der Reitlehrerin lag), kümmerte mich aber nach wie vor um unsere Tiere Zuhause. Auch heute kann und will ich mir ein Leben ohne Tiere nicht mehr vorstellen. Sie geben mir einfach viel zu viel! ♥ Doch leider: auch weg von der Liste!

Tja und dann war da noch die Polizistin. Die Polizistin kam mir, nachdem ich merkte, dass ich mich als Detektivin einfach nicht etablieren konnte und wählte somit einen Beruf, der angesehen war und dem doch schon etwas näher kam. Meine Faszination für Rätsel und Geheimnisse entdeckte ich auch ziemlich früh. Dieses Mal war der Auslöser ein Detektiv-Team (Trio), das mich einfach immer wieder mit in seine Geschichten riss und mich nicht mehr los ließ! Ich spreche hier natürlich von „Die drei ???“. Und ja, ich gebe es offen und ehrlich zu: ich liebe die Bücher heute noch! 😉 Auch als Polizistin ist man stets auf der Suche nach der Wahrheit mit einem sehr guten Instinkt und einem gewissen Spürsinn sowie einem großen Sinn für Gerechtigkeit. So ging es mir auch! Wie oft hatte ich Ungerechtes erlebt oder gesehen und konnte einfach nichts tun? Das wollte ich ändern! Ich hatte also große Ziele … doch auch aus denen wurde nichts.

Ich bin Rechtspflegerin, habe also ein duales Studium hinter mir und arbeitete bei Gericht und nun im Notariat. Wie ich dazu gekommen bin, fragt ihr euch? Eigentlich ist das ja nicht soooo weit weg von Polizistin, sagt ihr? Tja, ich hätte es auch niemals für möglich gehalten, dass ich einmal diesen Weg einschlagen würde. Es war auch eher ein Zufall …

Mitten in den Abiturvorbereitungen und dem ewigen hin- und herüberlegen im Hinblick auf die großen Fragen: was will ich mal werden (wenn ich noch größer und älter bin)? Was kann ich studieren? Soll ich überhaupt studieren oder wie wäre es mit einer Ausbildung? Ist Jura was für mich? Oder doch Medizin? Wo – verdammt nochmal – sehe ich MICH in 10 Jahren? Zu der Zeit war ich wirklich sehr nachdenklich und wusste eigentlich nur eins: ich hatte gar keine Ahnung, was ich tun sollte und was mich überhaupt „da draußen“ erwarten würde! Zum Glück (für mich) gab es auch damals – wie heute – die Beratungsgespräche der Agentur für Arbeit und in einem dieser Gespräche machte man mich auf den Beruf des Rechtspflegers aufmerksam. Und ja, auch ich hatte zu der damaligen Zeit noch nie etwas davon gehört. Und doch wurde es eine Option für mich.

Nach dem Abitur sind viele meiner Mitschülerinnen direkt ins Studium eingestiegen – ich wählte zunächst eine Ausbildung um zu sehen, ob es passt … es passte nicht wirklich, doch mein Weg war schon eingeschlagen: es sollte wirklich in Richtung Jura gehen. Wenige Zeit später begann ich mein Studium, zog es durch und endete in einem Amtsgericht. Nach einigen Jahren war klar: so geht es leider nicht – auch nicht aus familiären Gründen. Und so stand der erste Jobwechsel an.

In meinem kurzen Berufsleben habe ich schon einige Erfahren machen müssen – sowohl positive, als auch negative. Mir wurden Steine in den Weg gelegt, die für mich letzten Endes keine Hindernisse darstellten, sondern mir neue Wege aufzeigten, in dem ich andere beschritt! Schon bei meinem ersten Wechsel habe ich viel nachgedacht (ja, ich bin ein sehr kopflastiger Mensch!) und das Für und Wider abgewägt. Die eine und richtige, allumfassende Antwort ist mir dabei jedoch nicht untergekommen. Wie sollte sie auch?

Und hier komme ich nun auf das Buch von Alexandra Götze zu sprechen, denn genau hier setzt es an: in den Momenten, in denen man nachdenkt, einfach jede seiner Entscheidungen in Frage stellt, sich sogar selbst in Frage stellt und nur noch auf die richtige Antwort auf eine stumme Frage hofft.

Als ich den Titel gelesen habe, musste ich schon direkt inne halten: Ich liebe meinen Job – tue ich das wirklich? Liebe ich meinen Job? Stehe ich zu dem, was ich tue? Was ich gelernt habe? Hättet ihr mich vor einigen Wochen gefragt, so wäre meine Antwort sicherlich „NEIN“ gewesen. Nein, ich liebe meinen Job nicht, er geht mir auf die Nerven! Nein, ich stehe nicht zu dem, was ich tue und nein, ich hätte doch besser etwas anderes gelernt. Etwas, mit dem ich zufriedener bin, das mich vollends erfüllt und glücklich macht! Denn, wie heißt es so schön?

Tu, was du liebst und du musst nie wieder arbeiten!

JAWOLL! SO WILL ICH ES!

Das würde in meinem Fall heißen: Nina, schmeiß‘ alles hin! Vergiss, was du gelernt hast und erfülle dir deinen neuen Wunsch: schreibe, erschaffe, kreiere!

Ja, ich ♥liebe♥ das Schreiben, ich habe einen Hang dazu (merkt man das?)! Ich drücke mich gerne aus, habe Ideen, gehe ihnen nach, vervollkommne sie und lasse sie aus meinen Gedanken direkt durch meine Finger auf die Tastatur in den Computer fließen. SO soll es sein (und bitte nicht anders!). Aber … und hier ist die Krux! … womit soll ich bitteschön Geld verdienen? Auch als Autor muss man sich etablieren. Es ist harte Arbeit, man sitzt nicht nur einfach da und schreibt und das war’s! Auch nachdem das Buch zu (virtuellem) Papier gebracht wurde, ist noch eine menge Arbeit notwendig, bis es letzten Endes in einem Regal eines Buchladens zu finden ist! Und sowieso: wie soll ich die laufenden Kosten bezahlen? Was ist mit meinen monatlichen Ausgaben? Und dann hat sich dieser Gedanke aufgezwungen: willst du wirklich deinen (hart) erlernten Job aufgeben und ganz von vorne beginnen? Liegt es denn am Job oder vielleicht auch doch an dir? Waren nur die Kollegen und Chefs Schuld oder aber trifft dich auch eine Mitschuld? Natürlich nicht!

… oder vielleicht doch?

Alexandra Götze hat mich mit ihrem Job-Tagebuch wieder einmal zum Nachdenken angeregt. Meine grauen Zellen arbeiten … in vielen Passagen finde ich mich wieder, finde mein Denken wieder und möchte es endlich ändern! Ja, ich werde mit dem Schreiben beginnen (es lag doch ziemlich lange auf Eis…) und ja, ich möchte mich weiterentwickeln und endlich wieder Spaß an meinem Beruf und an meinem Leben haben. Doch (der Schock für alle!): nicht immer sind die anderen Schuld! Auch ich habe – tatsächlich – eine Teilschuld und muss das ändern! Nur, weil einige Dinge nicht so laufen, wie ich es gewohnt bin, ist es nicht gleich falsch! Nur weil die Bearbeitung von Sachverhalten nicht so läuft wie meine, heißt es nicht, dass der Ansatz falsch ist. Eben nur anders.

Ich bin ein Mensch, der ein Problem angreift und Lösungswege sucht – aber nicht nur, in dem ich Literatur wälze, sondern auch direkt diejenigen anspreche, die damit zu tun haben und darüber entscheiden! Ich kommuniziere.

Ein großes Problem von mir allerdings ist: ich konnte wohl noch nie Nein sagen … natürlich habe ich immer alles angenommen, was zu mir kam. Doch warum war dem so? Nicht, weil das NEIN ein Eingeständnis von mir war, etwas nicht tun zu können oder tun zu wollen, nein … bei mir steckt ein anderer Gedanke dahinter, den auch ich erst mal ergründen musste: hinter jeder Akte, die sich auf meinem Tisch befunden hat, die mit den Worten „hier, für dich!“ abgelegt wurde, habe ich tatsächlich den Menschen gesehen. Und ich meine jetzt nicht den Menschen, der mich für meine Leistung bezahlt, sondern den Menschen, der diese juristischen Komplexe nicht begriffen hat und dem man geholfen hat, sein gewolltes Ziel in die Tat umzusetzen. Dafür sind wir doch da, oder etwa nicht? Und genau deswegen konnte ich nie NEIN sagen – denn jede Akte, war/ist ein Mensch für mich und alle wenden sich an uns, da es nicht anders geht. Trotz allem hilft es nicht, wenn alle Problemfälle auf einen abgeladen werden und dieser eine unter der Last zusammenbricht. So kann das nicht gedacht sein!

Unter dieser Last bin ich zusammengebrochen und zwar physisch. Ich wurde öfter krank, konnte nichts mehr genießen und kam abends unbefriedigt und meist auch sauer auf den Job nach Hause. Meine Urlaube begannen mit viel Stress, noch auf dem Weg zum Auto dachte ich über alles nach, was kommen könnte, hatte ich alles richtig gemacht, ist alles vorbereitet … und stresste mich selbst am meisten damit. Natürlich kam es dann, wie es kommen musste: meist im Urlaub wurde ich krank und konnte die Freizeit nicht genießen. So auch in meinem letzten großen Urlaub. Und da entschloss ich für mich, die Reißleine zu ziehen.

Alexandra Götze hat mir mit ihrem Buch aufgezeigt, wie ich denken kann. Ich nehme bewusst das Wörtchen „kann“, denn es ist niemals ein „muss“ vorhanden. Sie zeigt wirklich nur Gedankengänge auf, ob man diese allerdings umsetzen kann (oder möchte), bleibt jedem selbst überlassen. Immerhin ging es in dem Buch um den Job von Bea, nicht um meinen. Ich kann nur einige Dinge, die dort erzählt wurden, in meinem Alltag wiederfinden und diese Anregungen an Lösungsansätzen aufnehmen und auch umsetzen.

Unter all diesen Gesichtspunkten habe auch ich mich hingesetzt und mal alles in aller Ruhe resümiert. Und was konnte ich daraus sehen? Ich hatte tatsächlich schon innerlich gekündigt und diese war für mich nicht mehr zu revidieren. Meiner innerlichen Kündigung folgte auch meine tatsächliche Kündigung. Und jetzt sitze ich hier und bereite mich auf einen neuen Arbeitsplatz vor und ich weiß schon jetzt, dort wird sich einiges ändern oder anders gesagt: dort werde ich mich ändern!

Ob es mir gelingt? Na ja, warum nicht? Ich bin zuversichtlich und glaube daran! Und meine anderen Ziele werde ich auch umsetzen 🙂

Denn – im tiefsten Innern – weiß ich: Ich liebe meinen Job! 

Wollt ihr mehr über das Buch und die Autorin erfahren? Dann schaut doch einfach mal auf ihrer Facebookseite vorbei!

Den nächsten Beitrag findet ihr morgen bei Melanie

Carine Bernard – Die Schnitzel-Jagd

Hallo ihr Lieben, 

heute habe ich euch ja schon einiges gepostet … aber es fehlen immer noch ein paar Rezensionen und jetzt gesellt sich eine weitere hinzu. 

In diesem Beitrag stelle ich euch den neusten Roman von 

Carine Bernard

mit dem Titel 

Die Schnitzel-Jagd

(Cover und Rezensionsexemplar mit bestem Dank an die Autorin!

vor und zwar die neuste Geschichte mit Molly Preston!

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Ankündigung: Blogparade „Mein Job – meine Welt“

#ichliebemeinenJob

Guten Morgen ihr Lieben!

Mein Blog wird in der nächsten Zeit öfter bei einigen Blogtouren und auch Blogparaden mit von der Partie sein 🙂 Erst vor kurzem habe ich euch eine Ankündigung zukommen lassen, mit dieser hier folgt die zweite!

Worum geht es hier? 

Wie ihr schon aus dem Titel des Buches lesen könnt, geht es um die Beschäftigung, die uns im Leben am meistern fordert: unseren Job! Wir verbringen heutzutage mehr Zeit im Büro, als Zuhause. Die Kollegen und Kolleginnen im Büro sind uns meist näher, als der eigene Partner. Und doch ist es dort nicht immer so harmonisch, wie es zu sein scheint – oder wie es sein sollte … 

Alexandra Götze zeigt uns in ihrem Buch „Ich liebe meinen Job – Dachte ich jedenfalls …“ wie die Protagonistin Bea mit ihrem Job umgeht, welche Schwierigkeiten sie zu bewältigen hat und dass man mit einer anderen Sichtweise auch das Leben im Job leichter haben kann. 

In dieser Blogparade haben sich einige Bloggerinnen von mainwunder und die Autorin selbst zusammengetan, um euch darüber zu informieren, was wir an unserem Job lieben, ob wir ihn überhaupt lieben oder ob wir vielleicht schon die ein oder andere innere Kündigung ausgesprochen haben. 

 

Und hier geht’s auch schon zu unserer Time-Line: 

 

Ich wünsche euch allen bereits jetzt viel Spaß bei unserer Blogparade! Vielleicht könnt auch ihr einige Gedanken und Tipps mit in euer Büro nehmen und dort umsetzen 😉 

Liebe Grüße
eure Nina ♥

Helen Fielding – Bridget Jones’s Baby

Hallo ihr Lieben!

Weiter geht’s, dieses mal aber mit einer Rezension von mir 🙂 Einige weitere werden noch folgen 😉 Und dann auch endlich mein Bericht mit meinen persönlichen Eindrücken von der Frankfurter Buchmesse!

Den Anfang bei den Rezensionen macht heute 

Helen Fielding

mit dem neusten Roman

Bridget Jones’s Baby

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an Penguin Verlag!)

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Marie Adams – Das Café der guten Wünsche

Guten Morgen ihr Lieben!

Weiter geht’s mit meiner ersten Rezension für heute 😉 Da ich mit dem Veröffentlichen leider in den Rückstand gekommen bin, werden heute doch ein paar Beiträge von mir erscheinen.

Zunächst beginne ich mit einem Buch, das mich allein schon vom Cover (und vom Titel!) her neugierig gemacht hat und das ich unbedingt lesen wollte! Dank der RandomHouse Verlagsgruppe und insbesondere dem Blanvalet-Verlag, wurde mir dieser Wunsch erfüllt! Ein sehr gutes Zeichen und ein wunderbarer Einstieg in dieses Buch! Die Geschichte des Buches enthält auch einen geheimen Wunsch von mir, so wunderbar umgesetzt hätte ich ihn wohl nicht, aber er geht doch schon sehr in meine Richtung. Doch genug der Vorrede!

Viel Spaß mit

Marie Adams

und ihrem Buch

Das Café der guten Wünsche

(Cover und Rezensionsexemplar mit bestem Dank an RandomHouse Verlagsgruppe, insbesondere an den Blanvalet-Verlag!)

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Interview mit ~ Wolfgang Wiesmann ~

Guten Morgen ihr Lieben,

zwei Interviews habt ihr bereits von mir erhalten und heute möchte ich euch das nächste präsentieren 🙂

Dieses Mal geht es um

Wolfgang Wiesmann

der mich mit seinem Buch „Ich liebe Dich“ sehr berührt und zum Nachdenken angeregt hat.

Zu meiner Rezension des Buches gelangt ihr hier.

Aber nun möchte ich euch nicht länger warten lassen:

blog-a-holic: Lieber Wolfgang, ich möchte mich zunächst für deine Zeit bedanken und auch nochmal dafür, dass ich dein Buch lesen durfte! Ich hoffe es ist in Ordnung, wenn ich beim „Du“ bleibe?

Wolfgang Wiesmann: Klar, gerne.

blog-a-holic: Du hast mit deinem Buch ein sehr besonderes und auch sehr starkes Thema gewählt: die Liebe. Sie ist uns allen bekannt und jeden Tag begegnet sie uns in vielerlei Formen, auch wenn wir sie zunächst nicht wahrhaben wollen. Wie genau bist du dazu gekommen über dieses für jeden bedeutsame Thema zu schreiben? Was hat dich dazu inspiriert?

Wolfgang Wiesmann: Mir fielen zwei Magazine, ein philosophisches und ein psychologisches, in die Hände. Beide hatten als Titelthema die Liebe gewählt, aber in keinem fand ich einen Autor, der sich mit dem Wesen der Liebe auseinander gesetzt hatte. Alle sprachen über die Liebe, als wäre sie allen bekannt, aber genau das stimmt eben nicht. 100 Personen schreiben 100 Versionen zur Liebe auf, wenn sie danach gefragt werden. Da aber alle Menschen, egal woher und welchen kulturellen Hintergrund sie haben, sich verlieben können, muss es eine ganz bestimmt allgemeingültige Vorstellung von der Liebe geben. Diese zu finden, war das Ziel des Buches.

blog-a-holic: Dein Buch ist kein einfacher Roman, sondern ein Ratgeber. Dies machst du auch bereits zu Beginn deutlich, in dem du den Leser zu Folgendem aufforderst:

„Begeben Sie sich beim Lesen bitte in die Rolle des Liebesforschers, der offen ist für neue Ideen und sich inspirieren lassen möchte.“

Ich habe das Buch genau aus diesem Gesichtspunkt heraus gelesen und wahrgenommen. Mit dir bin ich als Liebesforscher unterwegs gewesen und habe mich Theorien, Fragen und Entdeckungen gestellt. Wie genau hast du dich in die Rolle des Liebesforschers hinein begeben?

Wolfgang Wiesmann: Ich forschte, ohne mich auf Sekundärliteratur und Sekundärquellen zu stützen. Es ging mir darum, keine wissenschaftliche Arbeit zu schreiben, von denen ich bereits drei während meiner Studienjahre geschrieben hatte. Spannend wird die Liebe, wenn du vor einem weißen Blatt Papier sitzt und möchtest allein aus deinen eigenen Vorstellungen heraus ein Buch über die Liebe schreiben. Du fragst dich, welchen Zugang du zum Thema hast und da kommen zwei Quellen zum Vorschein: a) die Gefühle und b)  Beziehungen. Auf diesen Gebieten ist jeder sein eigener Experte, aber es kam natürlich auch darauf an, alle Menschen anzusprechen. Darin liegt der semiwissenschaftliche Charakter des Buches.

blog-a-holic: Auf deiner Reise als Liebesforscher sind dir sicherlich nicht nur Skripte, Aufsätze und sonstige Literatur begegnet, sondern sicherlich auch Menschen, mit denen du gesprochen hast. Was war dein bedeutendster Moment?

Wolfgang Wiesmann: Ich war überwältigt von der Bestätigung meiner Vermutung, dass es die Liebe, so wie sie viele Menschen denken, nicht gibt, sondern die Liebe sich im Verlieben zeigt. Es gibt keine Liebe ohne Verlieben. Diese Aussage hat bedeutende Konsequenzen und stellt auch das allgemeine Denken vieler Experten und Ratgeber infrage.

blog-a-holic: In deinem Buch hast du die Liebe aus vielerlei Blickwinkeln beleuchtet und auch ab und an in Frage gestellt. Besonders gut kann ich mich an die Erforschung des Unterschieds oder aber der Gemeinsamkeit von „Liebe“ und „Verliebtheit“ erinnern. Wie hast du diese beiden erforschen können? Wo war der Anfang?

Wolfgang Wiesmann: Der Beweis für die Behauptung: Liebe ist Verlieben und Verlieben ist Liebe, liegt an der Gleichheit der Gefühle. Dazu habe ich ein Experiment beschrieben, das jeder nachvollziehen kann.

blog-a-holic: Weiterhin hast du in deinem Buch auch anschaulich nicht nur die Liebe als Emotion beschrieben, sondern die Liebe, die uns im Alltag begegnet, auch wenn wir sie nicht direkt wahrhaben wollen. Es gibt verschiedene Formen von Liebe, die du dem Leser im Laufe deines Buches bewusst machst. War dir von Anfang an klar, dass es diese Formen und Arten von Liebe gibt oder hast du im Laufe deiner Recherchen erst selbst auch für dich noch „neue“ Arten entdeckt? Wenn ja, welche waren das?

Wolfgang Wiesman: Es gibt nur eine Liebe, aber ihre Formen sind unterschiedlich. Liebe will Form, sucht Gestaltung. Daher ist Liebe auch der Ursprung der Natur. Das Verrückte, das Verliebte machen, ist ja nichts weiter als Formgebung auf fantasievolle Weise. Da entstehen Sachen, die nicht Liebende niemals hinkriegen. Liebe ist also enorm kreativ.

blog-a-holic: Welche war die für dich bedeutsamste Entdeckung im Zusammenhang mit dem Thema „Liebe“?

Wolfgang Wiesmann: Dass es die Liebe im Anschluss an das Verlieben nicht gibt. Das wird immer noch von vielen Experten propagiert, ist aber totaler Quatsch.

blog-a-holic: Ich habe dich bereits in einer Mail vorher gefragt, wie und wo dieses Buch entstanden ist, was deine Grundgedanken dabei waren. Möchtest du das vielleicht auch nochmal den Lesern meines Blogs verraten?

Wolfgang Wiesmann: Dadurch, dass ich mich zwang, alles aus dem kreativen Raum eigener Gedanken und Gefühle zu schöpfen und nicht an den Lippen von Experten zu kleben, verstärkte ich den Prozess des Selberfindens. Das ist eine tolle Sache. Du verlässt dich einfach auf deine eigenen Erkenntnisse und machst damit weiter, bis ein zuverlässiges Gerüst aufgebaut ist. Ich hatte den Vorteil, dass ich bereits einige Romane geschrieben hatte. Das half natürlich beim Schreiben.

blog-a-holic: Wenn man hört, jemand schreibt über das Thema „Liebe“ denkt man, dass es einfach sei. Die Liebe ist zwar vielschichtig, aber nicht wirklich unergründet. Doch genau das hast du mir mit deinem Buch gezeigt. Gab es für dich während der Recherchezeit auch Phasen, in denen du mal nicht weiter gekommen bist? An denen du vielleicht länger suchen und kombinieren musstest als bei anderen Themen?

Wolfgang Wiesmann: Die Recherche beschränkte sich auf wenige Teilgebiete, wie zum Beispiel die Emotionen. Der Begriff Emotion bereitete mir Schwierigkeiten, weil er nicht eindeutig definiert ist. Manche zählen die Liebe zu den Emotionen, manche nicht. Das ärgerte mich. Ich fand dann heraus, dass die Liebe selbstverständlich eine Emotion ist und zwar die einzige Ursprungsemotion, aus der alle anderen Emotionen entstanden sind. Außerdem fiel mir das Thema Liebe zu den Eltern nicht leicht.

blog-a-holic: Und nun, da ich gefragt habe, welches das schwierigste Thema war: was ist dir besonders leicht gefallen?

Wolfgang Wiesmann: Liebe zu Kindern viel mir leicht, da ich Vater von vier Kindern bin und selber über 10 Jahre Hausmann war.

blog-a-holic: Aber jetzt weg vom Buch, hin zu deiner Person: bitte stelle dich deinen Lesern einmal vor. Wer ist Wolfgang Wiesmann? Was sind deine Hobbies? Wo lebst du?

Wolfgang Wiesmann: Ich wollte nicht immer Gesamtschullehrer bleiben. Auswandern nach Irland war für mich die größte Herausforderung. Meine Frau war einverstanden, also ging es 2000 nach Irland los. Dort habe ich an verschiedenen Schulen unterrichtet, Taxi gefahren, ein Cottage renoviert, als Sozialarbeiter gearbeitet, ein Restaurant geleitet, Akupunktur studiert und schreibe seit Jahren Bücher, meistens Krimis, die derzeit bei Verlagen liegen, sofern sie nicht schon verlegt sind.

Die Liebe hat mich als Thema immer interessiert, deswegen findet man sie auch in den Krimis wieder und in anderen Buchtiteln. Wenn ich morgen möchte und das Wetter mitspielt, könnte ich zu den Aran Islands fahren und dort mit Dusty, einem Delphin, schwimmen gehen. Aber wahrscheinlich schreib ich wieder in meiner Blockhütte und überlege, wen ich als nächstes ermorden lasse.

blog-a-holic: Mit einem Delphin schwimmen gehen ist natürlich eine wunderbare Alternative 🙂 Aber Mordopfer auf literarischer Ebene würden mir auch noch einfallen 😉
Du hast schon mehrere Bücher geschrieben und auch veröffentlicht. Wie sieht bei dir der Schaffensprozess eines Buches aus? Ist es immer derselbe Weg / Aufbau oder hast du unterschiedliche Herangehensweisen?

Wolfgang Wiesmann: Immer gleich. Ein leeres Blatt Papier. Dann kommt der Titel oben drauf und eine Struktur von einer DIN A4 Seite, die vorläufige Namen enthält und in der ich die Kernstory festhalte, dann geht es mit dem Schreiben los. Jeden Tag sieben Stunden, sieben Tage die Woche. Nach drei Monaten sind 200 Seiten fertig. Dann brauch ich weitere Zeit, um das Buch etwa fünf bis acht mal zu lesen. Dann wird es für Wochen liegen gelassen und dann erneut mehrfach gelesen und korrigiert.

blog-a-holic: Das klingt nach einer Menge Arbeit, aber auch nach sehr viel Herzblut, das in jedem deiner Bücher steckt.
Der Weg von der Idee bis hin zum fertigen Buch: wie lange dauert es bei dir, bis ein Werk veröffentlicht wird? Welche Erfahrungen hast du bisher gemacht?

Wolfgang Wiesmann: Veröffentlichung ist ein grausames Thema. Da fällt man als Neuling meistens in ein tiefes depressives Loch. Du schreibst mit Herz und arbeitet hart, sechs Monate lang und niemand will es haben, nur Absagen. Spätestens beim dritten oder vierten Buch beginnen die Selbstzweifel echt nachteilig zu werden. Dann gibt es von mir nur einen Rat: entweder aufhören oder weitermachen. Hört sich blöd an, ist aber so. Es gibt kaum echten Trost. Autor sein ist anfangs eine echte harte Nummer, sicher nichts für Feiglinge.

blog-a-holic: Vielen Dank für diese offene Antwort und auch den Ratschlag!
Welcher Charakter hat dich geprägt oder inspiriert?

Wolfgang Wiesmann: Ich bin in Fey Amber verliebt. Sie ist meine Münster Krimi Kommissarin und sieht einfach toll aus, jedenfalls stell ich mir das so vor. Leider hat der Verlag, bei dem die Münster Krimis lagen, Pleite gemacht und so suche ich nun einen neuen Verlag für dieses Krimis. Sie sind also im Moment nicht erhältlich.

blog-a-holic: Ich wünsche dir viel Glück, dass du bald einen Verlag für deine Münster Krimis findest!  Fey Amber macht mich auf jeden Fall neugierig 🙂
Zu guter Letzt: möchtest du deinen Lesern noch eine Botschaft mit auf den Weg geben?

Wolfgang Wiesmann: Was die Liebe betrifft, so ist es oft so, dass man glaubt jemanden nicht mehr zu lieben, aber wenn man genau hinsieht, liebt man ihn doch.

 

blog-a-holic: Ich bedanke mich recht herzlich für deine Zeit und für die Beantwortung der Fragen! Mich hat dein Buch sehr berührt und nach dem Lesen gehe ich immer noch als Liebesforscherin durch die Welt und schaue, wo ich sie überall im Alltag erblicken kann. ♥

 

Frankfurter Buchmesse – ich komme! 

Hallo ihr Lieben! 

Das Beste zum Schluss … morgen früh geht’s für mich auf die Frankfurter Buchmesse 🙂 Das letzte Mal war ich vor über 10 Jahren dort und ich bin schon sehr gespannt!!! Und natürlich aufgeregt! Denn wenn alles klappt, treffe ich dort einige meiner Lieblingsautoren! 

Bilder zur Messe und ein Bericht darüber folgen in den nächsten Tagen! 

Ist denn von euch auch jemand vor Ort?! Schreibt mir doch einfach! Vielleicht sieht man sich ja! 

Bis dahin… viele liebe Grüße,

eure Nina ❤️

Ankündigung: Blog-Tour zu „Liebe ist kein Duett“

Hallo ihr Lieben!

Ich freue mich sehr, euch bereits heute auf eine wunderbare Blogtour Aufmerksam zu machen, die bald los gehen wird!!!

Zur Veröffentlichung des neuen Romans „Liebe ist kein Duett“ von Heike Fröhling, hat sich die Autorin mit einigen Bloggern zusammengetan und eine fantastische Blogtour geplant! Auch ich darf mit dabei sein und freue mich schon sehr darauf, euch dieses zauberhafte Buch vorzustellen.

*Ein kleiner Hinweis von mir: schaut euch doch mal genauer auf der Ankündigungsseite von Heike Fröhling um! Dort findet ihr wunderschöne Wallpaper!*

Hier findet ihr schon einmal die Daten zur Blogtour (die genauen Links folgen noch!):

  • Freitag, 28.10.  ~ Ann-Sophie Schnitzler: ausführliche Buchvorstellung + Leseprobe aus der Mitte des Romans
  • Samstag, 29.10.  ~ Jasmin Rotert: Interview mit der Autorin und auch mit Carolin, der Hauptfigur des Romans
  • Sonntag, 30.10. ~  Alexandra M. Richter: In das Buch reinhören – vorgelesen
  • Montag, 31.10. ~ Patricia Nossol: Hintergrundinformationen zum Buch
  • Dienstag, 1.11.  ~ Rena Schiffer: Thema “alleinerziehende Mutter”
  • Mittwoch, 2.11. ~ Blog-a-holic – : Verlosung von Taschenbüchern
  • Donnerstag, 3.11. ~ Stefanie Steger: Der Weg zum Cover
  • Freitag, 4.11. ~ Claudia Tramann: Thema “Perfektionismus”

Wie ihr sehen könnt, erwarten euch viele Neuigkeiten, interessante Themen und auch Überraschungen, die sich nicht mehr toppen lassen!

Also: lasst euch die Blogtour nicht entgehen und seid mit dabei!!!

 

Liebe Grüße,

eure Nina ♥

Yvonne Eisenring – Ein Jahr für die Liebe

Hallo ihr Lieben!

Heute stelle ich euch ein Buch vor, das auch mit dem Thema „Liebe“ zu tun hat. Erst vor kurzem durfte ich das Buch von Wolfgang Wiesmann mit dem Titel „Ich liebe dich!“ lesen und rezensieren, von daher war mir das Thema noch recht präsent. Doch wem geht es schon nicht so? Die Liebe umfängt uns in vielen Formen und ist unser ständiger Begleiter, auch wenn wir sie nicht direkt wahrnehmen können oder manchmal auch nicht wollen.

Was hat also Yvonne Eisenring aus dem Thema gemacht? Schaut doch einfach mal selbst!

Yvonne Eisenring

mit ihrem Buch

Ein Jahr für die Liebe

1 Jahr, 12 Länder, 50 Dates

(Cover und Rezensionsexemplar mit bestem Dank an Orell Füssli Verlag!)

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