Wolfgang Wiesmann – Ich Liebe Dich

Hallo ihr lieben Blog-a-holics!

Heute widme ich mich einem Thema, das uns tagtäglich begegnet und auch bewegt; begegnet in verschiedenen Formen und Arten, bewegt immer in Gedanken, aber vor allen Dingen auch im Herzen.

Es geht um das Thema: Liebe!

Vor geraumer Zeit hatte ich das Glück ein Buch eines Autors zu Rezensionszwecken zu erhalten, das sich ausschließlich mit dem Thema „Liebe“ befasst und zwar auf unterschiedliche Art und Weise. Der Autor selbst war mir zuvor nicht bekannt, doch hat mich eine liebe Freundin auf weitere Werke von ihm Aufmerksam gemacht und so wurde ich natürlich neugierig auf mehr.

Zunächst möchte ich mich bei dem Autor für das Rezensionsexemplar und die Worte dazu bedanken!  Also nochmal: Vielen herzlichen Dank!

Und hier ist es auch schon:

Ich liebe Dich

von Wolfgang Wiesmann

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an den Autor!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 154 Seiten
Verlag: Marsh & Marsh; Auflage: 1. (23. November 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN – 10: 3945295475
ISBN – 13: 978-3945295472
Größe und/oder Gewicht: 15,4 x 1,7 x 21,6 cm
Preis:  12,60 € (gebundene Ausgabe)

 

Zum Inhalt:

Liebe als Verlieben zu verstehen, kann Ihr Leben grundlegend verändern. Wenn Sie dann auch noch zwischen falscher und wahrer Liebe unterscheiden können, erhalten Sie praktische und theoretische Wegweiser für eine positive Entwicklung eigener Vorstellungen. Kreative Ideen und innovative Konzepte, wie sie Ihnen hier begegnen, lassen die Liebe in einem neuen Licht erscheinen. Machen Sie sich auf Überraschungen gefasst. Die Liebe war noch nie so spannend wie in diesem Buch.

 

Zum Autor:

Wolfgang Wiesmann, Dipl. Ing. und Gesamtschullehrer, ist seit 40 Jahren mit der Kinderärzti Angelika Wiesmann verheiratet. Sie haben vier gemeinsame Kinder. Im Jahr 2000 wanderte die Familie nach Irland aus. Wiesmann unterrichtete dort im Alpha-Projekt der Steiner Schule, an einer Sonderschule in Ennis und an einem Community College im historischen Killaloe. Einige Jahre war er als Sozialarbeiter für das National Council for the Blind of Ireland angestellt. Nach dem Studium der Traditionellen Chinesischen Medizin arbeitet Wiesmann als selbstständiger Therapeut und psychologischer Berater. Seit 2009 widmet er sich auch dem Schreiben von Romanen und Sachbüchern.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Das hier wird nun keine „alltägliche“ Rezension werden, wie ihr sie von mir kennt. Aber auch nur aus dem Grund, da es sich bei dem Buch auch nicht um eine vom Autor erfundene und mit Worten zum Leben erweckte Geschichte handelt, sondern um ein Sachbuch.

Um ehrlich zu sein, wusste ich nicht, was mich erwarten würde. Wie sollte man auch ein Sachbuch über das allgegenwärtige und große Thema „Liebe“ aufbauen? Wie erforscht man die Liebe? Und was kann man darüber schreiben – immerhin bauen die Recherchen immer auf subjektiven Gedankengängen und Beobachtungen auf? Kann man bei diesem Thema eigentlich auch objektiv bleiben? Ja, ich war sehr gespannt auf das Buch und konnte mir beim besten Willen nicht vorstellen, wie man zum Thema „Liebe“ Nachforschungen anstellen konnte. Aber Wolfgang Wiesmann hat mich eines Besseren belehrt.

Im Inhaltsverzeichnis finden wir folgende Gliederung:

  • Einleitung
  • Teil 1 – Expedition zur Liebe
  • Teil 2 – Praxis Liebe.

Die Einleitung hat Wolfgang Wiesmann sehr schön gewählt. Er erklärt, warum er das Buch verfasst hat, dass es sich nicht nur um eine reine wissenschaftliche Abhandlung handelt, sondern um seine eigenen Erfahrungen und Recherchen, die er betrieben, ausgewertet und zusammengefasst hat. Ein Satz ist mir dabei im Gedächtnis geblieben:

„Begeben Sie sich beim Lesen bitte in die Rolle des Liebesforschers, der offen ist für neue Ideen und sich inspirieren lassen möchte.“

Und für eben diesen Tipp war ich sehr froh, denn aus dieser Sichtweise habe ich dann auch begonnen, das Buch zu lesen und seinen aufgestellten Thesen zu folgen.

Im Moment mag sich das Ganze ziemlich wissenschaftlich und vielleicht sogar „trocken“ anhören, aber das ist es absolut nicht! Mit vielen Beispielen aus dem Alltag und vielen Denkanstößen schafft es Wolfgang Wiesmann, den Leser mit in seine Recherchen einzubinden und ihn zum Nachdenken anzuregen.

Zum Einstieg im ersten Teil wählt er das Thema „Liebe als Emotion“. Die Liebe als Gefühl ist uns allen bekannt. Es geht hier nicht nur um die reine „Verliebtheit“ (Achtung: auch hier wird ein Unterschied zwischen Verliebtheit und Liebe gemacht!), um die vielen Millionen Schmetterlinge im Bauch, die heftig flattern, wenn es uns erwischt, sondern auch um die gegenseitige Liebe, die Mutterliebe, die Liebe zwischen Geschwistern, innerhalb der Familie oder auch die Nächstenliebe. Es gibt so viele unterschiedliche Arten von Liebe, die mir vorher nicht bewusst waren, doch wenn man genau hinsieht, dann erkennt man, dass uns die Liebe umgibt – und zwar immer und überall.

Im zweiten Teil begegnet uns dann die Liebe im Alltag. Wo finden wir sie? Ist sie auch im Streit mit dem Partner vorhanden oder ist sie dort vielleicht gänzlich ausgeschaltet? Was wissen Kinder über die Liebe und wie begreifen sie diese?

Oftmals habe ich das Buch beiseite legen müssen, um das Geschriebene auch verinnerlichen zu können und um selbst auch darüber sinnieren zu können.

Was ist die Liebe für mich? Wie gehe ich mit ihr um? Ist sie ein „reines Gefühl“ für mich? Oder ist es doch tiefgreifender? Wie umgibt mich die Liebe und wie befasse ich mich mit ihr? 

Nicht nur diese Fragen sind mir während dem Lesen in den Sinn gekommen, auch viele weitere! Doch alle hier aufzuzählen, würde nicht nur die Rezension, sondern auch den Beitrag sprengen … und ich möchte euch nicht dazu bringen, das Buch zu meiden, sondern – im Gegenteil – euch einen Anstoß dazu geben, sich doch auch mit dem Thema „Liebe“ zu befassen und vielleicht auch zu diesem Buch zu greifen.

Dieses Buch ist für mich keine „leichte Kost“ gewesen. Mehrfach habe ich das Lesen unterbrechen und selbst rekapitulieren müssen. Manchmal war es wirklich nicht leicht, dann wieder den Faden aufs Neue aufzunehmen und weiter zu lesen, doch ich habe es immer wieder geschafft. Wolfgang Wiesmann hat recht, wenn er sagt, dass man das Buch als Liebesforscher in die Hand nehmen und lesen muss. Ich habe ach dementsprechend lange gebraucht, um das Buch zu lesen und zu verinnerlichen.

Mich hat das Buch und das Thema sehr fasziniert und auch unbewusst gefesselt. Ich achte nun mehr darauf, was Liebe für mich ist, wie ich sie wahrnehme oder auch selbst aussende und ab und an erwische ich mich tatsächlich doch dabei, die einzelnen Theorien von Wolfgang Wiesmann durch eigene Beobachtungen nachweisen zu wollen …

Einzig und allein die Aufteilung hat mich immer wieder aus der Bahn und aus dem Lesefluss geworfen, da hätte ich mir mehr Gliederung (auch mit Hilfe von beispielsweise Ziffern oder aber auch Hervorhebungen) gewünscht. Doch das tut dem Thema kein Abbruch.

Das Buch von Wolfgang Wiesmann hat mich sehr bewegt und mir wieder einmal gezeigt, wie wertvoll die Liebe und vor allen Dingen, die Gegenwart von Liebe ist!

Ich kann das Buch weiteren Liebesforschern sehr empfehlen!

Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten

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