Sandra Girod – Manchmal will man eben Meer

Hallo ihr Lieben,

und wie versprochen geht es auch schon weiter mit der nächsten Rezension. Dieses Mal handelt es sich wieder um ein anderes Genre und gehört eher der Unterhaltung an – natürlich in die Frauenliteratur, doch auch Männer sind herzlich willkommen 😉

Zu diesem Buch habe ich heute eine besondere Verbindung aufgebaut, da es mich doch sehr an meinen Sommerurlaub von vor zwei Monaten erinnert hat! Ich will definitiv zurück ans Meer!!!!

Aber jetzt möchte ich euch nicht länger auf die Folter spannen!

Weiter geht’s mit dem Roman von

Sandra Girod

mit dem Titel

Manchmal will man eben Meer

(Cover und Rezensionsexemplar mit bestem Dank an Blanvalet Verlag und die Randomhouse Verlagsgruppe!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 352 Seiten
Verlag: Blanvalet Verlag (25. Juli 2016)
Sprache: Deutsch
ISBN – 10: 3764505575
ISBN – 13: 978-3764505578
Größe und/oder Gewicht: 13,4 x 3,5 x 21,6 cm
Preis:  14,99 € (TB) / 11,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt:

Manchmal braucht man im Leben ein bisschen frischen Wind!

Für ihre vierjährige Tochter würde die Journalistin Yola Wolkenstein alles tun – eine Mutter-Kind-Kur in Cuxhaven stand allerdings nie auf ihrer Liste von Dingen, die man im Leben unbedingt mal gemacht haben muss … In der Kurklinik an der Nordsee trifft Yola andere Mütter, bei denen auch nicht immer alles rosig läuft. Aber davon muss man sich ja nicht gleich unterkriegen lassen! Gemeinsam stellen sich die Frauen ihren Problemen und finden unkonventionelle Lösungen. Als sie beschließen, es auf einem Rockkonzert mal wieder richtig krachen zu lassen, nimmt der Abend jedoch einen ungeahnten Lauf …

 

Über die Autorin:

Sandra Girod, geboren 1963 und aufgewachsen in Schleswig-Holstein, ist Journalistin und arbeitete unter anderem für die BZ, Petra, Für Sie und als Leitende Redakteurin bei Laura. Nach Nenn mich nicht Hasi! ist Manchmal will man eben Meer ihr zweiter Roman. Sandra Girod lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern in Hamburg.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Ich will wieder an die Nordsee … ich will zurück nach Westerland! *sing* Oh ja! Mit diesem Buch wurden meine wunderbaren Urlaubserinnerungen wieder an die Oberfläche zurückgeholt und ich habe Meer-Weh und Fernweh wie nie zuvor! Ich gebe es zu: ich liebe ♥ die Nordsee! Und von daher war dieses Buch auch das perfekte Buch für mich! Nun gut, am Anfang war ich doch etwas skeptisch … immerhin war ich tatsächlich erst vor ein paar Monaten selbst an der Nordsee gewesen und darunter auch einige Male in Cuxhaven, die Kulisse, an dem die Geschichte spielt, ist mir also vertraut – hat die Autorin also tatsächlich Einzelheiten aus einem selbst erlebten Urlaub (bzw. aus einer selbst erlebten Mutter-Kind-Kur an der Nordsee) beschrieben oder waren es doch eher „nur“ Buchrecherchen?

Nein, Sandra Girod war vor Ort! Sie kennt die Nordsee, das raue Meer, die Gezeiten, die Menschen und auch die wunderschönen Farben, die man dort findet! ♥ Jap, mich hat sie vollends gefangen genommen und mit einem wehmütigen Seufzer erzähle ich euch nun von der mitreißenden Geschichte:

In der Geschichte von Sandra Girod treffen wir auf die Journalistin Yolanthe – genannt Yola – Wolkenstein, die zu Beginn mit ihrer vierjährigen Tochter Janelle (auch liebevoll Wölkchen genannt) in ihrem alten VW-Bus in Richtung Nordsee unterwegs ist, genauer: zur Kurklink für Mutter-Kind-Kuren nach Cuxhaven. Yola ist alles andere als entspannt und Zeit für eine solche Auszeit vom Zuhause und vom Job hat sie eigentlich auch nicht, doch für ihr Wölkchen und deren Gesundheit tut sie eben alles. Doch der Kulturschock lässt nicht lange auf sich warten: kaum in Cuxhaven angekommen, findet sie sich in einem Wirrwarr aus Kindergeschrei, Mutterflüchen und kreischenden Möwen wieder. Hier soll sie drei Wochen verweilen, Ruhe finden, sich selbst auch als Frau und einzelnen Menschen wieder erleben und die Gesundheit ihrer Tochter fördern? Das kann ja heiter werden! Und genau das wird es auch – erst recht für den Leser 😉 !

Yola trifft in der Mutter-Kind-Kurklinik auf die verschiedensten Mutter-Typen: auf die schrille Güler, die nicht nur ihren Frieden finden, sondern auch Pfunde verlieren möchte, die stille Eva, die heimlich in ihren Chef verliebt ist und die endlich eine Nacht mit ihm verbringen möchte, das Glückskind Viola, die – als sie schwanger war – in ein Wachkoma gefallen ist und die ersten fünf Lebensjahre ihrer Tochter nicht miterleben konnte und dann wieder aufgewacht ist und sich langsam zurück ins Leben und in den Alltag gekämpft hat, und noch viele mehr! Es  ist eine bunte Mischung aus Frauen aller Klassen, mit den unterschiedlichsten Berufen und Ansichten – und die beste Truppe aller Zeiten!

In Cuxhaven werden nicht nur Herzen geheilt, Pfunde verloren, Essgewohnheiten umgestellt, sondern auch Freundschaften geschmiedet, die sicherlich für die Ewigkeit sind.

Yola war anfangs eine Einzelkämpferin und fühlte sich inmitten all der starken und fordernden Frauen unwohl, doch mit der Zeit lernt sie jede einzelne von ihnen besser kennen und erkennt, dass auch jede von ihnen ihr eigenes Kreuz zu tragen hat; sei es in der Partnerschaft oder im Beruf, keine von ihnen ist vollkommen zufrieden nach Cuxhaven gelangt.

Ich habe mich während dem Lesen vor lauter Lachen auf dem Boden gekugelt, habe mit den Mädels Angry Birds am Strand bekämpft, bin mit ihnen im Watt gewandert und habe im Wasser zu Techno-Rhythmen geboxt und jede von ihnen habe ich lieb gewonnen. Und schon wenige Tage später verflogen die Sorgen, die man von Zuhause mit an die Nordsee gebracht hat und man hat endlich zu sich selbst gefunden. Mehr als einmal wäre ich zu gerne mit in die Geschichte gesprungen und hätte auch an der „Alten Liebe“ den großen Schiffen beim Auslaufen zugesehen oder wäre mit der Fähre nach Neuwerk gefahren. An all die wunderschönen Orte kann ich mich noch sehr gut erinnern und auch an die Durchsagen an der „Alten Liebe“, die (fast) jedes einzelne Schiff angekündigten und etwas darüber erzählten.

Am liebsten hätte ich einfach nur meine Tasche gepackt, hätte in Cuxhaven in der Kurklinik angerufen und einen Platz gesucht (ein Kind hätte ich schon irgendwoher bekommen!) und wäre sofort abgereist! Ja, ich will wieder an die Nordsee – und nach diesem Buch weiß ich auch ganz genau warum! 🙂

Diese Geschichte handelt nicht nur von Yola und ihrer Tochter, sondern von vielen liebenswerten Menschen mit ihren Kindern, die alle zur richtigen Zeit am richtigen Ort waren und die in diesen drei Wochen eine Veränderung in ihr Leben gebracht haben, die sie so schnell nicht mehr vergessen werden!

Ich kann Yola und ihre lieben Freundinnen mit ihren rasanten und durchgeknallten Abenteuern einfach nur weiterempfehlen! Aber lest selbst 🙂

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten (mit Sternchen *!)

4 Gedanken zu „Sandra Girod – Manchmal will man eben Meer

  1. Tanja sagt:

    Das klingt nach einem tollen Buch! Da will ich alleine aufgrund deiner Rezension wieder nach Cuxhaven und einen Kaffee an der ‚Alten Liebe‘ mit einer lieb gewonnenen Freundin trinken. Dieses Buch muss ich lesen 🙂

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