Catharine Shepherd РDer Puzzlemörder von Zons

Hallo ihr Lieben,

es war einige Wochen doch recht still auf meinem Blog und das aus gutem Grund. Nur eben diesen werde ich jetzt hier nicht breit treten ūüėČ Im Gegenteil, heute Abend m√∂chte ich euch noch¬†das ein oder andere Buch vorstellen und vielleicht sogar mit meinen Rezensionen eure Neugierde auf mehr (B√ľcher) wecken!

Also, los geht’s mit

Catherine Shepherd

und ihrem Roman

Der Puzzlemörder von Zons

(Cover und Rezensionsexemplar mit bestem Dank an Kafel-Verlag!)

Zum Inhalt:

 

Zons 1495:¬†Eine junge Frau wird gesch√§ndet und verst√ľmmelt aufgefunden. Offensichtlich war sie Opfer des Rituals eines perversen M√∂rders geworden. Eigentlich ist das kleine mittelalterliche St√§dtchen Zons, das damals wie heute genau zwischen D√ľsseldorf und K√∂ln am Rhein liegt, immer besonders friedlich gewesen. Doch seitdem der K√∂lner Erzbischof Friedrich von Saarwerden dem St√§dtchen die Zollrechte verliehen hatte, tauchte immer mehr kriminelles Gesindel auf. Bastian M√ľhlenberg von der Zonser Stadtwache ist geschockt von der Brutalit√§t des M√∂rders und verfolgt seine Spur ‚Äď nicht ahnend, dass auch er bereits in den Fokus des Puzzlem√∂rders geraten ist‚Ķ

Zons 2012:¬†Die Journalismus-Studentin Emily kann ihr Gl√ľck kaum fassen! Sie darf eine ganze Artikelserie √ľber die historischen Zonser Morde schreiben. Doch mit Beginn ihrer Reportage scheint der mittelalterliche Puzzlem√∂rder von Zons wieder lebendig zu werden, als eine brutal zugerichtete Frauenleiche in Zons aufgefunden wird. Kriminalkommissar Oliver Bergmann nimmt die Ermittlungen auf. Erst viel zu sp√§t erkennt er den Zusammenhang zur Vergangenheit. Verzweifelt versucht er die Puzzleteile des M√∂rders zusammenzuf√ľgen, doch der T√§ter ist immer einen Schritt voraus‚Ķ

 

√úber die Autorin:

Die Thriller-Autorin Catherine Shepherd (K√ľnstlername) wurde 1972 geboren und lebt mit ihrer Familie in Zons am Rhein. Catherine Shepherd hat Wirtschaftswissenschaften an der Universit√§t Gie√üen studiert und nach Ihrem Abschluss als Diplom-√Ėkonomin in einer D√ľsseldorfer Bank gearbeitet.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Ich habe das Buch im Rahmen einer Leserunde erhalten und ja, das Cover hat mich doch direkt angesprochen! Nein, ich mutiere jetzt nicht zur reinen „Coverk√§uferin“ ūüėÄ Aber auch ich, darf mich doch mal auf das Cover st√ľrzen?

Die Geschichte als solche hat sich auch interessant angeh√∂rt und ich war vor allen Dingen auch neugierig, wie die Autorin Vergangenheit und Gegenwart in das Buch bringen wollte, ohne den Leser zu verwirren oder aber den „roten Faden“ der Geschichte w√§hrend dem Hin- und Herspringen in den Zeitlinien zu verlieren.

Alles beginnt in der Gegenwart. Die Autorin f√ľhrt uns zun√§chst an die Protagonistin Anna heran, die in dem mittelalterlichem Ort Zons wohnt und sich in einer Winternacht auf einem Spaziergang befindet. Anna ist dabei schwerm√ľtig und h√§ngt ihren Gedanken nach, dabei ahnt sie nicht, was sie bald erwarten wird. Im Dunklen der Nacht trifft sie auf einen wundersch√∂nen Unbekannten, der sie wohlbehalten nach Hause bringt und schon treffen wir auf das erste R√§tsel, denn der sch√∂ne Unbekannte, soll uns bald vorgestellt werden.

Als N√§chste wird uns Emily, die beste Freundin von Anna und Journalismus-Studentin, vorgestellt. Sie recherchiert f√ľr einen Artikel in den alten Stadtarchiven von Zons √ľber eine Mordserie, die vor √ľber 500 Jahren stattgefunden hat, doch was sie nicht wei√ü: auch heute noch √ľbt der damalige M√∂rder einen gro√üen Einfluss auf sein Umfeld aus.

Von der Gegenwart geht es dann auch 500 Jahre zur√ľck in die Vergangenheit, in eben jene Zeit, in der die grauenhaften Morde an den Frauen stattgefunden haben. Jede von ihnen wurde brutal ermordet, gesch√§ndet und dann zur Schau gestellt. Alle Opfer weisen auf ihrem K√∂rper einen blutigen Code auf. Doch was hat es damit auf sich? Welches Ziel verfolgt der M√∂rder? Und: k√∂nnen die Ermittler den Code knacken und die n√§chsten Opfer retten?

Was mir hier besonders gut gefallen hat, war die Tatsache, dass man als Leser nicht nur Einblick in die Gedanken und das Handeln des Wachmannes der Zonser Stadtwache¬†Bastian erh√§lt, sondern auch einen sehr guten und auch tiefen Einblick in die Taten des M√∂rders selbst. Mehr als einmal habe ich regelrecht atemlos dem Katz-und-Maus-Spiel der Wachposten der Stadt und dem M√∂rder „zugesehen“ – ein reines Lesen war hier nicht mehr m√∂glich, da mich die Autorin nach einer Weile in die Geschichte mit hineingezogen hat und ich tats√§chlich nicht nur ein Zuschauer, sondern ein Mitspieler war.

Doch das ist noch nicht alles … w√§hrend Emily mit Hilfe ihrer Freundin Anna weitere Recherchen √ľber die vergangenen Morde anstellt, geschehen auch in der Gegenwart Morde, die dem Ermittler Oliver das Blut in den Adern gefrieren lassen. Und eines eint die Morde aus fr√ľherer Zeit mit denen, aus dieser: sie alle weisen dasselbe Muster auf. Hat hier ein Trittbrettfahrer seine Finger im Spiel? Oder aber ist der M√∂rder von einst wieder auferstanden und vollendet sein blutiges Werk?

Catherine Shepherd versteht es, mit einer fl√ľssigen und spannenden Schreibweise, den Leser zu fesseln. Auch die Zeitspr√ľnge als solche – von der Gegenwart in die Vergangenheit – hat sie sehr gut gemeistert. Sie hat nicht nur die Handlungsstr√§nge auseinander halten und dem Leser nahe bringen k√∂nnen, auch die Sprache, die sie im Mittelalter angewendet hat, war passend und zeugt einmal mehr davon, dass sie sich mit ihrem Genre auseinander gesetzt hat und sich auch mit der Geschichte m√ľhe gegeben hat. Manchmal wusste ich auch nur mithilfe der Sprache, in welcher Zeitebene ich mich gerade befand!

Ein weiterer Pluspunkt waren auch die kurzen Kapitel. Man ist zwar sehr oft zwischen den unterschiedlichen Zeitlinien hin- und hergesprungen, doch war es leicht, den Anschluss zu halten. Etwas verwirrt war ich nur, als es darum ging, den Bastian aus dem Mittelalter in dem Bastian der Gegenwart zu sehen … das war f√ľr meine Begriffe als Krimi- und Thriller Leserin und Fan doch etwas zu „hoch“ gegriffen und auch weit her geholt, obwohl es die Geschichte abgerundet hat. Mich konnte es nicht √ľberzeugen und mir ist bis jetzt auch noch kein plausibler Grund eingefallen, *ACHTUNG SPOILER!!!!!! weswegen Bastian in die Gegenwart kommen sollte, um Anna zu retten*.

Letzten Endes kann ich jedoch f√ľr mich sagen, dass der Roman kein reiner Kriminalroman ist, sondern auch in der Kategorie „Fiction“ zu zuordnen ist. Meinen Geschmack hat sie damit leider nicht getroffen und von daher wird es auch kein weiteres Buch der Zons-Reihe auf meinen Kindle schaffen. Es war jedoch auch f√ľr mich eine Abwechslung, mal eine andere Art eines Kriminalromanes zu lesen und zu entdecken, wie sehr man dieses Genre ausweiten kann.

 

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

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