Anna Paredes – Alle Farben des Himmels

Guten Morgen ihr lieben Blog-a-holics!

Bei strahlendem Sonnenschein und einem wunderschönen blauen (und wolkenlosen) Himmel, möchte ich euch noch ein Buch vorstellen, bevor auch ich mich auf nach draußen mache 😉

Es geht um das Buch von

Anna Paredes

mit dem Titel

Alle Farben des Himmels

(Cover und Rezensionsexemplar mit besten Dank an blanvalet Verlag!)

Zum Inhalt:

New York, 1897. Ein tragisches Unglück beendet jäh die Familienidylle der Malerin Margarita und des Fotografen Daniel. Hals über Kopf muss die junge Frau eine schwere Entscheidung treffen: Nach sieben unbeschwerten Jahren entschließt sie sich, mit ihren beiden kleinen Kindern nach Costa Rica zu reisen, um dort Zuflucht auf der familieneigenen Kaffeeplantage zu suchen. Doch ist hier noch das Zuhause, das Margarita einst so liebte? Sie spürt, sie ist nicht mehr dieselbe, die einst von dort aufbrach, um sich ihren Traum vom Künstlerdasein zu erfüllen. Margarita will einen Neuanfang wagen. Aber darf sie auch auf ein neues Glück hoffen?

Über die Autorin:

Anna Paredes wurde in Köln geboren. Sie liebt Reisen in ferne Länder und einzigartige Städte. In dem Roman »Alle Farben des Himmels« erzählt sie, wie das Leben der Protagonisten ihrer Costa-Rica-Saga weitergeht. Hierfür hat sie einen anderen, nicht minder faszinierenden Schauplatz gewählt: New York in den Jahren kurz vor 1900, der Zeit des Gilded Age. Die gelernte Volkskundlerin hat mehrere historische Romane unter Pseudonym veröffentlicht. Nach einem vierjährigen Aufenthalt in Belgien lebt die Autorin heute in Hamburg.

Mein Fazit und meine Rezension:

Ich gebe es zu … dieses Buch war (fast) nur eine reine „Cover-Entscheidung“ gewesen. Das wundervolle Cover – nichts Eintöniges, sondern farbenfroh, doch auch nicht zu überladen; ein Cover, das einfach eine Alltagssituation zeigt und bei dem ich auch dachte, das ich das Schlagen der vorüberfliegenden Vogelflügel hören würde, den Wind durch die Bäume streifen hören würde un das Wasser sanft plätschern hören würde, wenn denn ein Stein oder ein Getier auf es trifft, vielleicht noch der entfernte Verkehr, der durch die Bäume zu mir herüberrauscht – aber mehr auch nicht. All das habe ich wahrgenommen, als ich das aller erste mal das Cover gesehen hatte und die Worte „wie gemalt“ kamen mir da auch in den Sinn. Wie schön war es da, im Klappentext zu lesen, dass es um eine junge Malerin und ihren Ehemann, einen Fotographen, geht? Es also tatsächlich etwas mit Kunst zu tun hat? Ja, das Buch war von Anfang an wie für mich gemacht 🙂 Und dann lag es auch schon vor mir …

Anna Paredes als Autorin war mir zuvor noch gänzlich unbekannt, doch habe ich mich anhand der im Anhang des Buches vorgestellten weiteren Bücher schlau gemacht und herausgefunden, dass Sie eine Costa-Rica-Serie geschrieben hat, die viele Menschen verzaubert hat! Dieses Buch, die Geschichte von Margarita und Daniel ist der vierte Band dieser Serie und doch vollkommen unabhängig von den anderen Bänden zu lesen. Sonst hätte ich auch Schwierigkeiten bekommen 😉

Das junge verheiratete Paar Margarita und Daniel lebt in New York, dort haben sie sich ihren Traum einer glücklichen Familie erfüllt. Daniel arbeitet als Fotograph bei einer großen Zeitung und Anna sieht ihren beiden Kindern Lilly und William beim Aufwachsen zu. Doch leider endet diese schöne Familienidylle jäh als das tragische Unglück passiert und Margarita entschließt sich mit ihren beiden Kinder auf die Kaffeeplantage ihrer Familie zu fliehen: zurück nach Costa Rica!

Aus früheren Büchern von Anna Paredes müsste man eben diese Plantage jetzt kennen – es werden auch einige Andeutungen in diese Richtung gemacht, doch auch ohne die vorherigen Bücher zu kennen merkt man, dass sich die junge Frau verändert hat und ihr „altes“ Leben in Costa Rica abgeschüttelt hat. Jetzt gilt es für Margarita sich wieder dort einzufinden, um dort mit ihren Kindern glücklich zu werden. Doch wird sie es schaffen? Nach einigen Schicksalsschlägen und harten Kämpfen gelingt es Margarita jedoch einen eigenen Weg in ihrer neuen, alten Heimat zu finden …

Da ich euch nicht zu viel über den Inhalt des Buches verraten möchte – denn genau einige Schicksalsschläge könnten eine Richtung der Geschichte erahnen lassen – kann ich euch nur dieses hier sagen: die Autorin versteht sich darauf, die Kunst darzustellen und die unterschiedlichen Protagonisten in ihren jeweiligen künstlerischen Metiers aufleben zu lassen. So erlebt man nicht nur die Fotographie, sondern auch die Malerei und in Margaritas Mutter auch den Tanz. Es werden viele starke Frauen vorgestellt, die erst durch viele schwere Zeiten und harte Kämpfe zu dem geworden sind, was sie heute sind. Mehr als einmal hat mich die Geschichte nicht einfach so gehen lassen. Ich habe mit Margarita gefühlt, war mit ihr dazu gezwungen New York und ihr neues, schillerndes Leben aufzugeben, um nochmal in die alte Heimat zurück zu kehren und sich dort den alten Ängsten und Zwängen zu stellen. Doch Margarita ist über sich selbst hinausgewachsen, ist nicht mehr das Kind von damals, sondern eine reife und junge Frau mit Verantwortung für sich und ihre beiden Kinder und das lässt sie auch spüren.

Anna Paredes hat eine Gabe, ihre Sprache fließen zu lassen und ebenfalls so malerisch zu gestalten, dass man sich inmitten von San José stehen sieht und dem Treiben zuschaut.

Der Roman ist eine Geschichte, die im allgemeinen dahinplätschert – große Spannung und mehrere Wendungen gibt es nicht, doch geht es hier auch um eher um die Familie und das Gefühl der Heimat. Wo ist Heimat und wie erschaffe ich mir eine neue Heimat? Geht das überhaupt? Diese Fragen bringt und Anna Paredes mit ihrer Geschichte näher und vielleicht wage ich es sogar nach dieser Geschichte, mir die ersten drei Bände der Costa-Rica-Serie anzuschaffen, um direkt von Anfang an dort einzutauchen …

Meine Bewertung: 4 von 5 Punkten

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