Fiona Kawazoe – Für immer und Sushi

Hallo ihr Lieben!

Weiter geht’s mit einem Buch, das ich als eBook lesen durfte! Gefesselt hatte mich direkt der Klappentext und – zugegeben – auch das schöne, bunte Cover 🙂 Eine Geschichte, in der fremde Kulturen aufeinanderprallen … was kann es Schöneres geben? Mich hat sie zumindest sehr interessiert!

Es geht um das eBook / Buch von

Fiona Kawazoe

mit dem Titel

Für immer und Sushi

(Cover und Rezensionsexemplar mit bestem Dank an digital publishers Verlag!)

Zum Inhalt:

Vanessa hat ein Problem: Doch als sie ihrer besten Freundin davon erzählt, hat diese schnell eine Lösung parat … Kurz darauf findet sich Vanessa in Tokyo wieder. Allein, ohne Japanisch-Kenntnisse, mit einem Job als Au-Pair, der sie an ihre Grenzen bringt und einer Unterkunft, in der sie unmöglich bleiben kann. Damit nicht genug, wird sie schon bald von der Halbjapanerin Saki für ihren interkulturellen Hilfsdienst eingespannt und freundet sich mit einem Mann an, für den sie weit mehr als Freundschaft empfindet. Und schon bald läuft alles auf die eine Frage hinaus: Gehen oder bleiben?

Über die Autorin:

Da Fiona Kawazoe, geboren 1987 bei Frankfurt am Main, schon früh eine große Leidenschaft für das Schreiben hegte, absolvierte sie noch während der Schulzeit einen zweijährigen Schreiblehrgang. Damals schrieb sie vor allem Fantasy-Kurzgeschichten und konnte bis 2007 durch die Teilnahme an Wettbewerben drei Kurzgeschichten in Anthologien veröffentlichen.

Nach der Schulzeit studierte sie Englisch, begann später außerdem ein Psychologiestudium und schrieb ihre ersten Romane. Unter ihrem anderen Pseudonym Fiona Winter veröffentlichte sie 2012 den Fantasy-Roman Götterbund und den Vampirroman Vampirjägerin incognito als E-Books bei Amazon. 2013 kamen der Frauenroman Liebster Mitbewohner und der Thriller Endloses Spiel hinzu.

Die Arbeit an Für immer und Sushi? begann Fiona Kawazoe vor etwa zwei Jahren, als sie selbst noch in Tokyo lebte und dort als Sprachlehrerin arbeitete.

Seit April 2014 lebt sie mit ihrem japanischen Mann in Frankfurt, arbeitet als freiberufliche Übersetzerin und an ihren Romanen.

 

Hier findet ihr ein Interview mit der Autorin.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Vanessa – genannt Vani – hat ein großes Problem, doch welches das ist, wird dem Leser zunächst nicht offenbart. Stattdessen erfährt man, dass sie vor eben diesem Problem regelrecht nach Japan (genauer: Tokyo) flüchtet, um dort eine Stelle als Au-Pair anzutreten und auf zwei kleine Kinder aufzupassen, die kein Wort Deutsch sprechen … und Vani eben kein Wort Japanisch. Doch hier stehen sich im Alltag nicht nur fremde Kulturen gegenüber, es treffen regelrecht Welten aufeinander, zwischen denen eine Brücke geschlagen werden muss. Schnell stellt Vani fest, dass die japanische Arbeitsgewohnheit nicht mit der der Deutschen zu vergleichen ist und sie sich eher von ihrer Gastmutter ausgenutzt als gebraucht fühlt. Doch Vani stellt sich der Herausforderung und zieht aus dem Haus der Gastfamilie aus, um sich bei der quirligen Halb-Japanerin Saki ein Zimmer zu nehmen. Saki ist tatsächlich das japanische Mädchen, das wir Deutschen uns immer vorstellen: schräg, quirlig, wenn nicht sogar etwas aufdringlich und ziemlich auf- bzw. abgedreht. Ich persönlich hätte wohl als ihre Mitbewohnerin ziemlich schnell wieder das Weite gesucht! Aber Vani ist härter im Nehmen und bleibt dort. Nach einiger Zeit findet sie in Saki auch eine richtige Freundin. Doch Saki hat noch mehr zu bieten: auf ihrem persönlichen Blog bietet sie einen interkulturellen Hilfsdienst an für Probleme aller Art (wobei hier das „aller Art“ seriös gemeint ist!). Eine nette Geste, wenn man bedenkt, wie viele Ausländer auch in Japan leben und arbeiten, doch so recht will ihr Geschäft nicht laufen. In der Geschichte findet man einzelne Blog-Einträge von Saki, die den Leser jedoch einfach nur verwirren, als das sie ihn in irgendeiner Art und Weise helfen würden. Saki spannt Vani schließlich ein, um den Blog ins Englische zu übersetzen und Vani nimmt die Arbeit dankend an, nachdem ihre Au-Pair stelle doch ziemlich rabiat von einer fast Vollzeit-Stelle auf eine 3-Stunden-die-Woche-Stelle gekürzt wird. Der interkulturelle Hilfsdienst erweckt jedoch nicht so das Aufsehen, wie Saki das gerne hätte. Sie schreibt zwar fleißig an ihrem Blog und veröffentlicht Geschichten, aber Hilfe leisten tut sie damit in meinen Augen nicht. Als sich jedoch endlich jemand für diesen Dienst meldet, ist ausgerechnet Vani alleine vor Ort, da sich Saki im Kurzurlaub befindet, und muss es alleine meistern. Irgendwie geht das Ganze dann schief und läuft nicht so ab, wie sich das alle Beteiligten vorgestellt haben.

Weiter geht’s mit Vani und ihren Erfahrungen in Tokyo: Sakis bester Freund Takuya tröstet Vani über ihre Trauer und Probleme hinweg, bei denen man auch noch nach der Hälfte des Buches nicht wirklich weiß, worum es konkret geht. Doch auch der japanische Takuya birgt Geheimnisse und so wird aus einer anfänglichen Flamme schnell nur noch kalte Glut.

Als Vani dann auch noch von dem Spontanbesuch ihrer besten Freundin Alex aus Deutschland überrascht wird, wird mir bewusst, warum Vani geflüchtet ist: Alex ist sehr auf sich eingeschlossen und buttert Vani in meinen Augen eher unter … kaum ist sie da, ist Vani unwichtig und ihre Probleme auch (wobei sich später herausstellt, woraus die Probleme bestehen und was genau passiert ist, dass sie schlussendlich in Japan landet).

Vani als Hauptcharakter kann ich auch nach Beendigung des Buches nicht so recht einschätzen. Sie bleibt fast bis zum Schluss ein Rätsel, da man einfach keine Ahnung hat, was sie nach Japan getrieben hat. Ab und an ist sie mir auch ziemlich unsympathisch.

Saki ist quirlig und mir viel zu aufgedreht – wie schon gesagt, lange hätte ich es nicht in einer Wohnung mit ihr ausgehalten!

Alles in einem kann ich sagen, dass es eine amüsante Geschichte über eine Kultur ist, die ich bislang noch nicht so gekannt habe. Ich habe weder dort Urlaub gemacht, noch bin ich sonst wie mit der Kultur und den Menschen von Japan in Berührung gekommen. Was ich aber sagen kann: obwohl ich das Buch nur gelesen habe, konnte ich die Hektik, den Stress und die Ausstrahlung der Leute regelrecht spüren. Mir war es teilweise unangenehm von den überfüllten Straßen, Läden und Bahnen zu lesen. Die Geschichte als Solche hat mich auch nicht wirklich berührt, ab und an hat mir der rote Faden gefehlt (zumal der interkulturelle Hilfsdienst und der Blog sehr oft erwähnt wurden, aber in der Geschichte meist eine Nebenrolle spielten) und es hat nach einer Weile auch keinen Spaß mehr gemacht, das Buch zu lesen. Doch trotz allem kann ich sagen, dass die Autorin einen sehr bildhaften Schreibstil hat, der detailgenau ist und dem Leser die einzelnen Orte vor seinem inneren Auge entstehen lässt.

Mein Fazit: eine teilweise amüsante, doch auch sehr hektische Geschichte, weiter empfehlen kann ich sie jedoch nur den Lesern, die tatsächlich Japan-begeistert sind.

 

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

 

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