Leonie Haubrich – Je schwĂ€rzer die Nacht

Hallo meine Lieben!

Heute ist es endlich soweit!!! Der neue Thriller von Leonie Haubrich erscheint 🙂

Und zwar dieser hier:

Je schwÀrzer die Nacht

(Cover und Rezensionsexemplar mit bestem Dank an die Autorin!)

Zum Inhalt:

Eine Forscherin wird tot aufgefunden, daneben ihre drogensĂŒchtige Tochter Pia mit einem Messer in der Hand. FĂŒr die Polizei ist es ein klarer Fall, fĂŒr die AnwĂ€ltin Stefanie Beck ergeben sich aber bei genauerem Hinsehen viele Fragen. Ihre Mandantin Pia kann sich an nichts erinnern. Ist es Amnesie, Schock, oder eine LĂŒge? Stefanie beginnt zu recherchieren. Bald entpuppt sich das scheinbare Familiendrama als Albtraum ohnegleichen – mit ĂŒbermĂ€chtigen Gegnern, die vor nichts zurĂŒckschrecken. Stefanie bleibt nicht viel Zeit, denn irgendjemand will auch sie zum Schweigen bringen.

Über die Autorin:

Mit ihrem Wunsch, Schriftstellerin zu werden, schaffte es Leonie Haubrich immer wieder, sich das Leben selbst schwer zu machen. Warum nicht einfach nach dem abgeschlossenen Germanistikstudium etwas „VernĂŒnftiges“ arbeiten? Doch das Leben ist nicht dafĂŒr da, um das zu tun, was alle tun. Man kann die Sterne nicht vom Himmel holen. Aber wenn Leonie Haubrich einmal 80 Jahre alt ist und ĂŒber das Meer blickt, möchte sie sich sagen können, dass sie es wenigstens versucht hat.

Doch bei einem Versuch ist es nicht geblieben. Jahrelang war Leonie Haubrich als Journalistin fĂŒr Frauenzeitschriften tĂ€tig. Sie veröffentlicht als Selfpublisherin und auch als Verlagsautorin. Mit ihrem Mann, drei Kindern und sechs Katzen lebt sie in Wiesbaden, wenn sie sich nicht wie so hĂ€ufig zwischen unterwegs, querfeldein und Schreibflow befindet.

Mein Fazit und meine Rezension:

Die aufrĂŒhrerische Teenagerin Pia steht unter Mordverdacht. Sie soll ihre Mutter auf brutalste Art und Weise das Leben genommen haben – mit dem Messer in der Hand und blutverschmiert sitzt sie in der Blutlache neben dem leblosen Körper ihrer Mutter. Doch war sie es wirklich? Oder war sie vielleicht doch bloß zur falschen Zeit am falschen Ort? Pia hat keinerlei Erinnerung mehr an die Tat. Sie weiß nur eines: sie hat ihre Mutter nicht ermordet, doch die Indizien sprechen gegen sie. Noch nicht einmal ihr Vater, kann ihr glauben. Wenige Zeit spĂ€ter wird auch dieser in Handschellen abgefĂŒhrt – ihm wird vorgeworfen seine AffĂ€re misshandelt und vergewaltigt zu haben. Auch hier sprechen die Indizien und auch das Opfer gegen ihn. Vater und Tochter sitzen im GefĂ€ngnis – eine Verurteilung rĂŒckt immer nĂ€her und die Chance auf eine Verteidigung und einen Freispruch immer mehr in weite Ferne. Doch Stefanie, AnwĂ€ltin und Pflichtverteidigerin von Pia, setzt alles daran, dass sie einer Verurteilung entgehen kann und kĂ€mpft fĂŒr Pia und auch fĂŒr ihren Vater Victor, mit dem sie viel mehr zu verbinden scheint, als nur dieser eine Fall … aber wird es ihr gelingen oder holt sie ihre eigene schreckliche Vergangenheit wieder ein? Mehr darĂŒber lest ihr in Leonie Haubrichs neuem Thriller!

Wie ihr sicherlich schon wisst, kenne ich bislang alle Thriller, die Leonie Haubrich verfasst hat. Ich bin ein Fan der „ersten Stunde“ und werde es wohl auch immer bleiben. Mit ihrem Schreibstil schafft es die Autorin einfach, mich als Leserin direkt in das Geschehen mit einzubeziehen. Zu Beginn der Geschichte sucht Stefanie Pia im GefĂ€ngnis auf. Nach und nach wird dem Leser klar, was Schreckliches vorgefallen ist und fĂŒr welche Tat Pia angeklagt wird: sie soll ihre eigene Mutter brutal erstochen haben; ihre Mutter, die ihr – trotz dem Pia weggelaufen ist und nun seit einigen Wochen auf der Straße lebt – beigestanden und um sie gekĂ€mpft hat. Doch Pias Erinnerung an die Tat ist nicht vorhanden und anstelle von entlastenden Aussagen, findet man scheinbar nur Beweise fĂŒr ihre Schuld.

Ihr wundert euch ĂŒber das Bild? Es ist Teil eines Gewinnspiels in Form einer virtuellen Schnitzeljagd, die am 19.7. HIER startet 🙂

Die tote Lorna Jawlewsky war in der Medizinforschung hoch angesehen und stand kurz vor ihrem grĂ¶ĂŸten Durchbruch: der Entdeckung eines Medikaments, das den Krebs heilen soll. Hat ihr Tod vielleicht doch was mit dieser Entdeckung zu tun? Stecken vielleicht doch Neider hinter ihrem plötzlichen Ableben? Vielleicht ein Kollege?

Mit jedem weiteren Kapitel in dem Buch erfĂ€hrt der Leser mehr Einzelheiten ĂŒber Lornas und auch Pias Leben – und findet immer mehr TatverdĂ€chtige.

Was beispielsweise ist mit ihrem treusorgenden und trauernden Ehemann Victor? Soll er seine Frau ermordet haben? Eventuell aus Habgier, da sie die Gutverdienende in der Familie war und auf deren Leben eine hohe Lebensversicherung ausgesetzt war? Oder aus Neid, weil sie an einer großen Entdeckung arbeitete und ihn nicht mit einbezog und er „nur“ der Hausmann war und als Lehrbeauftragter arbeitete? Immerhin finden wir heraus, dass er in seiner Ehe nicht glĂŒcklich war und schon seit lĂ€ngerem eine AffĂ€re hatte …

Oder befinden wir uns auf einer ganz kalten FĂ€hrte und der große Unbekannte hat sich Lorna als zufĂ€lliges Opfer ausgesucht?

Es gibt viele verschiedene Spuren, die in der Geschichte aufgezeigt werden und jede einzelne fĂŒhrt uns zu einem anderen TĂ€ter.

Auch Stefanie entdeckt die einzelnen Spuren und geht ihnen nach, doch dabei gerĂ€t auch sie ins Visier der Ermittlungen, bis man auch ihr einen Totschlag anhĂ€ngen will … schafft sie es, ihre eigene Unschuld zu beweisen? Und was ist mit Pia und Victor? Bleiben beide im GefĂ€ngnis? Vielleicht unschuldig? Oder sind sie doch schuldig und haben in einem heimtĂŒckischen Mordkomplott die Frau umgebracht, die ihnen am meisten bedeutet hat?

Fragen ĂŒber Fragen … und genau das ist es, was ich an dem Schreib- und ErzĂ€hlstil der Autorin liebe! Man findet einen roten Faden, meint genau zu wissen, wer der TĂ€ter ist und auch sein Motiv deutlich zu erkennen und – PUFF – auf einmal ist auch er verschwunden, da sich neue HandlungsstrĂ€nge auftun, die die ganze Zeit ĂŒber parallel zu laufen scheinen. Und schon wieder beginnt die Suche und das Ermitteln von vorne. Irgendwann dann im Laufe der Geschichte kristallisiert sich ein neuer TĂ€ter heraus „DAS ist er“ meint man und ist sich schon siegessicher – bis man sich langsam aber sicher dem Ende der Geschichte nĂ€hert und man von Leonie Haubrich wieder einmal gezeigt bekommt, dass auch diese Vermutung total Fehl am Platze war. Den Überraschungsmoment hat Leonie Haubrich – wie auch in all ihren Thrillern zuvor – eindeutig auf ihrer Seite! Und auch ich habe es nicht geschafft, den wahren TĂ€ter zu enttarnen.

Genau DAS ist es, was einen guten Thriller ausmacht: man liest nicht nur einfach eine Geschichte und findet als allwissender Leser heraus, wer die Tat warum begangen hat, sondern man ermittelt mit den ErmittlungskrĂ€ften und versucht selbst den Tathergang zu rekonstruieren, um das Motiv zu entdecken. Nur SO gelingt es, die Leser bei der „Stange“ zu halten und ihnen nicht die Lösung bereits im zweiten Kapitel auf einem Silbertablett zu prĂ€sentieren.

Mir hat es wieder einmal gezeigt: Leonie Haubrich versteht ihr Handwerk und mich als ihren Fan, wird sie so schnell nicht verlieren!

 

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

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6 Gedanken zu „Leonie Haubrich – Je schwĂ€rzer die Nacht

  1. Kerstin Cornils sagt:

    Hej,
    fĂŒr mich war „Je schwĂ€rzer die Nacht“ das erste Buch von Leonie Haubrich. Wie du bin ich jetzt aber auch zum Fan geworden. Jetzt wĂŒnsche ich mir nur noch mehr Zeit zum Lesen 😉
    LG Kerstin

    • Nina sagt:

      Hi Kerstin 🙂
      Leonie Haubrich hat einfach einen markanten Schreibstil und ich liebe ihn!!! Du kannst gerne mal bei mir schauen 🙂 Alle anderen BĂŒcher habe ich bislang auch von ihr 😉 Zumindest die Thriller! Meine absoluten Favoriten sind die ersten beiden „Am Anfang war Stille“ und „Der Zweite“! Schau doch mal rein 🙂

      Liebe GrĂŒĂŸe,
      deine Nina

  2. Doris sagt:

    Servus,
    Tolle Rezi zu „Je schwĂ€rzer die Nacht“. FĂŒr mich war das Buch, das erste von Leonie Haubrich. Ich wĂŒnsche dir eine ganz schöne Zeit. LG Doris

    • Nina sagt:

      Hi Doris 🙂
      Danke fĂŒr das Kompliment, ich gebe mir auch immer viel MĂŒhe – doch bei Leonie Haubrich ist das gar nicht notwendig: da fließen die Worte einfach so aus meinem Kopf!!! 🙂 FĂŒr dich war es auch das erste Buch von ihr? Na dann schlage ich mal vor, dass du auch die anderen Thriller von ihr liest 😉 Von allen findest du Rezensionen in meinem Blog 🙂

      Liebe GrĂŒĂŸe,
      deine Nina

    • Nina sagt:

      Hallo Carmen!
      Vielen Dank fĂŒr deine Kommentar! Ich wĂŒnsche dir viel GlĂŒck bei dem Gewinnspiel 🙂 Bitte vergiss nicht, den Lösungssatz direkt an Leonie Haubrich zu senden!
      Liebe GrĂŒsse
      Deine Nina

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