Theresia Graw – Glück ist nichts für schwache Nerven

Hallo ihr lieben Blog-a-holics!

Ich melde mich hier von der wunderschönen Nordsee und habe tatsächlich ein Plätzchen mit etwas Empfang gefunden, um mich kurzzeitig einzuwählen 😉

Heute Abend möchte ich euch noch schnell eine Rezension veröffentlichen. Es handelt sich um den Roman von

Theresia Graw 

mit dem Titel

Glück ist nichts für schwache Nerven(Cover und Rezensionsexemplar mit bestem Dank an RandomHouse Verlagsgruppe!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 448 Seiten
Verlag: Blanvalet Taschenbuch Verlag (16. Februar 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3442383250
ISBN-13: 978-3442383252
Größe und/oder Gewicht: 12,5 x 4 x 18,5 cm
Preis: 9,99 € (TB) / 8,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt:

Dieses Leben ist vom Umtausch ausgeschlossen…

Valentina ist zornig. Ihre Scheidung ist drei Tage und siebeneinhalb Stunden alt, ihre neue Kollegin hatte den kürzeren Rock an und hat ihre Beförderung eingesackt, und anstatt ihr beizustehen, ist ihre beste Freundin in den Flitterwochen auf Mauritius, und ihre Hippiemutter kämpft in Brasilien gegen die Abholzung des Urwalds. Doch dann fällt Valentina durch Zufall ein Hinweis auf ihren unbekannten Vater in die Hände. Als sich ihr die Chance bietet, sich inkognito in seinen Haushalt einzuschleichen, ergreift sie diese – und erfährt, dass das Glück manchmal seltsame Wege geht und Venedig immer eine Reise wert ist.

 

Über die Autorin:

Theresia Graw, geboren 1964, studierte Germanistik und Kommunikationswissenschaften. Als Journalistin war sie für verschiedene Radiosender tätig und arbeitet heute als Nachrichtenredakteurin beim Bayerischen Rundfunk in München. Theresia Graw hat bereits mehrere Kinderbücher veröffentlicht. Nach »Das Liebesleben der Suppenschildkröte« ist »Glück ist nichts für schwache Nerven« ihr zweiter Roman für Erwachsene.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Valentina hat einfach Pech. Pech in der Liebe, Pech im Beruf und obwohl sie jetzt in dieser schlimmen Zeit Freunde braucht, so befindet sich ihre beste Freundin in den Flitterwochen – wohingegen Valentina mit ihrer Scheidung kämpft – und ihre Mutter im Urwald in Brasilien … das Ausmaß ihrer verkorksten Vergangenheit, der Familie und auch des beruflichen Werdegangs wird dem Leser jedoch erst bewusst, als sich dieser mit ihr bei der Psychologin befindet. Ein armseliges Leben führt sie da und ja, Valentina ist definitiv zu bedauern. Nach den ersten Seiten dachte ich nur noch „Ach du meine Güte, wie kann man der Frau denn helfen? Kann es nicht endlich mal besser werden?“ Und ja, es wird besser – auch, wenn es sich nicht direkt Valentina oder dem Leser offenbart, denn: das Leben ist wie eine Pralinenschachtel – und oftmals befindet sich auch viel Glück darin! So auch in Valentinas Fall, denn mit Hilfe der Pralinenschachtel findet sie endlich heraus, wer ihr Vater ist. Vielleicht kann sich jetzt doch noch etwas Normalität in ihr Leben stehlen? Als Pflegekraft getarnt trifft Valentina nach 37 Jahren auf ihren Vater, ihr Glück scheint vollkommen – doch wie will sie ihm das beibringen? Ein Versteckspiel ohnegleichen beginnt, in welchem nicht nur Valentina an ihre Grenzen kommt, sondern auch ihr Vater um einige Erfahrungen reicher und auch glücklicher wird. Vielleicht findet Valentina so nicht nur einen Vater, sondern gewinnt eine ganze Familie? Wer weiß das schon … ich, als Leser! Und ihr könnt es auch sehr leicht erfahren 😉

Ich kenne den Schreibstil der Autorin bereits aus ihrem Buch „Das Liebesleben der Suppenschildkröte“ (eine Rezension hierzu findet ihr auch auf meinem Blog!). Mir war von Anfang an klar, dass es sich bei dem Buch nicht um eine Schmunzette handeln würde, sondern um einen humorvollen und doch mit einem Spritzer Ernsthaftigkeit angefüllten Roman, den man so schnell nicht mehr aus der Hand legen kann. Valentina habe ich direkt von Anfang an in mein Herz geschlossen und auch den alten Enzinger. Ja ich habe mit Valentina gelitten, habe mich mit ihr „auf die Couch“ zur Psychologin gelegt und mir ernsthaft überlegt, wie eine einzelne Person nur so viel negatives erleben kann. Valentina tat mir richtig Leid! Umso mehr hat es mich erfreut, dass sie doch mit Hilfe eines Zufallsfundes etwas Licht in ihre sonst so düstere und geheimnisumwobene und vor allen Dingen vaterlose Vergangenheit werfen konnte.

Valentinas Mutter hat mir auch sehr gut gefallen. Einfach verschroben, doch authentisch – passend zu Valentina! Und im Nachhinein lässt sich ihr Verhalten auch sehr gut nachvollziehen. Der Architekt Enzinger als alter und gehandicapter Kauz hat es mir anfangs nicht leicht gemacht, doch auch ihn hatte ich mit der Zeit ins Herz geschlossen.

Zwischendurch musste ich selbst noch nach Luft schnappen und das Buch ab und an zur Seite legen, denn eins ist garantiert: wenn man einmal damit begonnen hat, dann kann man es nicht mehr so einfach aus der Hand legen! Ich habe es doch innerhalb kürzester Zeit geschafft und kann mit Fug und Recht behaupten: Theresia Graw hat es geschafft mich mit ihrer neuen Geschichte zu fesseln, in den Urlaub zu entführen (in dem ich mich gerade befinde) und mich meine Reise nach Venedig von vor über 10 Jahren erneut erleben und vor meinem inneren Auge aufleben zu lassen! Dafür kann ich mich einfach nur bedanken und allen anderen (künftigen) Lesern da draußen sagen: schnappt euch das Buch und lasst euch von Theresia Graw über die wundervolle Kulisse des Starnberger Sees bis hin nach Venedig entführen, um die Vergangenheit von Valentina zu erkunden und für sie eine neue Zukunft zu erschaffen!

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

2 Gedanken zu „Theresia Graw – Glück ist nichts für schwache Nerven

  1. Tanja sagt:

    Huhu Nina,

    du stellst immer Bücher vor, zu denen ich von meinem Leseverhalten her eigentlich nicht greifen würde. Dann lese ich deine Inhaltsangabe und bin sofort in das Buch verliebt. Alleine die Charaktere und die Story haben mich schon sofort gefangengenommen.
    Die Neidszene über den kürzesten Rock hat mich gleich zum Schmunzeln gebracht und dann noch die verrückte Mutter.
    Ich habe von der Autorin noch nichts gelesen. Sobald ich mal eine Leselücke habe, muss ich das glaube ich, unbedingt mal nachholen!

    Ganz liebe Grüße Tanja :o)

    • Nina sagt:

      Huhu liebe Tanja!
      Na das freut mich doch 🙂 So soll es schließlich auch sein! Ich war – bevor ich zu Lovelybooks kam – auch nicht sooooo viel in anderen Genres unterwegs – meist nur beim Kriminalroman 😉 Aber ich habe schon so viele neue Autoren und tolle Geschichten kennen gelernt, da kann ich einfach nicht anders 🙂 Bislang hat es auch immer sehr gut geklappt. Okay, ab und an hat es meinen Geschmack auch mal nicht getroffen, aber das ist doch eher selten 😉
      Aber die Bücher von Theresia Graw kann ich dir einfach nur empfehlen! Bald kommt auch ein neues von ihr raus!!!

      Liebe Grüße,
      deine Nina 🙂

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