Monika Detering – Wer liebt, stirbt zweimal

Hallo ihr Lieben,

lang, lang ist’s her, seitdem meine letzte Rezension gekommen ist – die tägliche Migräne hat mich leider ausgebremst, da ist Lesen einfach nicht möglich und schreiben schon gar nicht! Heute Abend geht es mal wieder etwas aufwärts und deswegen möchte ich diese glückliche und schmerzfreie Zeit doch mal nutzen und euch ein neues eBook vorstellen:

Monika Detering

mit

Wer liebt, stirbt zweimal

(Cover: mit bestem Dank an Amazon!)

Zum Inhalt:

Sommer auf Langeoog. In einem Haus auf der Insel bricht Feuer aus. Nach den Löscharbeiten entdeckt der Brandmeister ein totes und ein schwer verletztes Mädchen. Die Kommissare Carla Bernstiel und Gerrit Blau finden weder Papiere noch die Handys der Opfer. Das Haus gehört Eleonore Bracht. Die Frau ist nicht aufzufinden, bis sich jemand daran erinnert, dass sie am Bodensee weilt.
In Bremen versucht Mira Hauser vergeblich, ihre Tochter Jördis auf dem Handy zu erreichen. Sie ist beunruhigt, denn die Erreichbarkeit war eine der Bedingungen für diesen Urlaub auf Langeoog…

Über die Autorin:

Monika Detering arbeitete als Puppenkünstlerin mit zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland, war als freie Journalistin tätig und entschied sich später für das belletristische Schreiben. Sie veröffentlicht Romane, Krimis und Kurzgeschichten, schreibt solo, aber auch im Team mit dem Autor Horst-Dieter Radke. Sie ist Mitglied bei den „Mörderischen Schwestern“ und den „42erAutoren“.

Mein Fazit und meine Rezension:

Man sollte vorsichtig sein, wenn es um neue Bekanntschaften geht. Insbesondere dann, wenn es sich um eine neue heimliche Liebschaft handeln könnte…

Wer kann es nicht nachvollziehen? Jördis ist jung, hübsch und geht (leider naiv) einer heimlichen Schwärmerei nach. Der Angebetete ist älter als sie, literarisch versiert, steht mitten im Leben und hat eine besondere Ausstrahlung, die so anziehend ist, dass Jördis sich von ihm nicht fernhalten kann. Ein gemeinsamer Urlaub mit ihrer Freundin Ilka, führt sie nach Langeoog in das Haus ihrer Großmutter. Es scheint ein spaßiger Urlaub – nur unter Freundinnen zu werden – doch leider wird der von dunklem Rauch und Feuer überschattet … Eins der beiden Mädchen stirbt, das andere wird schwer verletzt. Für die Eltern der beiden Mädchen beginnt eine Tortur und für die Kommissare der Insel auch – wo das ansonsten so anheimelnde Idyll nie durch solche grausamen Taten durchbrochen wird. Für die drei ermittelnden Kommissare beginnt eine wahre Odyssee: wer hat die Mädchen gesehen? Wer kann Aussagen zu ihrem Verbleib und ihren Besuchen machen? Und wer wurde Zeuge der Tat und kann einen Täter entlarven. Fragen über Fragen, die es in der wunderbaren Landschaft der Nordseeinsel zu ergründen gilt.

Ich persönlich konnte mich in das Buch sehr gut einfinden. Die Insel wird traumhaft beschrieben, trotz dem schrecklichen Vorfall, der passiert ist. Mein liebstes Urlaubsziel ist die Nordsee und so verwundert es auch nicht, dass mir weder die detailgetreuen Landschaftsbeschreibungen der Autorin, noch das Miteinander der Leute untereinander oder aber der Kommissare nicht gestört hat. Im Gegenteil, ich habe mich an die Nordsee zurück versetzt gefühlt mit all ihrem Charme und Tücken!

Die drei Charaktere der Kommissare sind mir allerdings im Laufe der Geschichte ab und an negativ aufgefallen, da ständige Reibereien oder aber das Gerede über Essen schnell den Eindruck der Langatmigkeit erwecken konnten. Doch das Geheimnis über die Gedichte und auch die Ermittlungen bezüglich dem Todesfall haben es wieder wett gemacht! 🙂

Besonders gut hat mir gefalle, dass die Autorin nicht nur aus einer Sichtweise erzählt hat, sondern den Leser den Einblick in mehrere Schicksale und Gedanken der Protagonisten ermöglicht hat. So lernt man ziemlich früh den Täter kennen, ohne eigentlich einen Namen oder eine richtige Figur vor Augen zu haben.

Jördis und Ilka werden ebenfalls wunderbar vorgestellt. Als Freigeister, Jugendliche, Rebellen und junge Erwachsene erkunden sie die Welt, ohne auf lauernde Gefahren zu achten. Für eine von beiden endet dies tödlich.

Die Geschichte als solche weist einen guten Erzählfluss auf, der nicht zu rasant, aber auch nicht zu langatmig ist. Als Leser kann man dem Erzählten sehr gut folgen und bleibt immer auf dem aktuellen Ermittlungsstand der Kommissare. Ab und an dachte ich mir, dass viele Köche den Brei verderben: zwei hätten es sicherlich auch getan, nur wären wohl dann einige zynische und auch lustige Erzählmomente außen vor gewesen – ich erinnere mich an *ACHTUNG SPOILER* eine „nackte Tatsache“, die auf der Insel für Aufruhr gesorgt hat 😉

Alles in einem kann ich sagen, dass die Geschichte es Wert ist, gelesen zu werden und auch eine tolle Lektüre für zwischendurch ist. Sie weckt Urlaubsgefühle und -sehnsüchte und hat mich (für wenige Stunden, aber immerhin!) zurück zur Nordsee gebracht! 🙂

Mein Fazit: 4 von 5 Punkten

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