Antonia H. Jacob – Der Tag, an dem ich Papa im Auto vergaß

Hallo ihr Lieben!

Der Titel klingt aber merkwürdig, oder? Gebt zu, ihr seid neugierig und genau deswegen habt ihr den Beitrag angeklickt! Und wisst ihr was? Es hat sich auch gelohnt! 🙂

Jetzt möchte ich euch ein Buch vorstellen, das auch mich genau mit diesem Titel gefesselt hat. Was genau will sie mit dem Titel? Wie kann man nur seinen Vater im Auto vergessen? Vielleicht war sie einkaufen, er im Wagen und sie hat es nicht mehr gemerkt? Hat ihn eingeschlossen? Hmm … gute Frage, doch lest doch bitte selbst:

Antonia H. Jacob

mit

Der Tag, an dem ich Papa im Auto vergaß

(Cover: mit bestem Dank an dot.Books!)

Zum Inhalt:

Turbulent, charmant und romantisch: die rasante Komödie „Der Tag, an dem ich Papa im Auto vergaß“ von Antonia H. Jacob jetzt als eBook bei dotbooks.

Jeder hat mal einen schlechten Tag, aber schlimmer als das, was Sandra passiert, kann es kaum kommen. Sie hat die Urne ihres Vaters im Kofferraum eines Mietwagens vergessen. Leider bemerkt sie dieses kleine Missgeschick erst, als sich der Wagen bereits mit Sandras Vater auf dem Weg nach Berlin befindet. So lernt sie den sympathischen Studenten Tom kennen und bittet ihn, sie bei etwas ganz Besonderem zu unterstützen: die letzten Wünsche ihres Vaters zu erfüllen – wenn auch post mortem. Zumindest denkt sie das, denn was Sandra nicht weiß: Ihr Vater mischt auch aus dem Jenseits noch ordentlich mit und hat seine Finger bei so allerhand im Spiel …

 

Über die Autorin:

Antonia H. Jacob, geboren 1968, war nach dem Studium der Betriebswirtschaftslehre in Aachen als Projektleiterin, Account Managerin und Geschäftsführerin beschäftigt. Seit 2005 ist sie als selbständige Unternehmensberaterin und Interim-Managerin mit den Schwerpunkten Marketing und Vertrieb tätig. Antonia H. Jacob lebt mit ihrem Mann und ihren drei Söhnen in Vaals, dem „niederländischen Vorort“ von Aachen.

Und nun mein Fazit und meine Rezension:

Leben, lieben, lachen … und sterben.

Schon in jungen Jahren planen wir, was geschehen soll, wenn wir einmal nicht mehr sind. Wir setzen fest, wer unser Hab und Gut erhält, wer uns beerbt.

Einige wenige aber planen auch, wie sie zur letzten Ruhe gebettet werden möchten. Zu eben diesen Menschen gehört … nein … gehörte Sandras Vater. Oskar hat seine letzte Ruhe genauestens geplant und auch seine letzte Reise.

Sandra fährt mit einem Leihwagen nach Holland, um dort die Überreste ihres Vaters aus dem Krematorium abzuholen, doch Oskar kennt seine Tochter und er wäre nicht er, wenn nicht auch seine letzte Reise nach seiner Weise laufen sollte. Und so kommt es, wie es kommen muss: Sandra vergisst die Urne ihres Vaters im Leihwagen und dieser ist – wie zu erwarten war – auch schon auf dem Weg nach Berlin mit einem neuen Mieter. Der junge Student Tom hält Sandra zunächst für verrückt: wer fährt schon die Überreste seines Vaters in einem Wagen spazieren und vergisst die dann auch noch? Doch ein Blick in den Kofferraum bestätigt Sandras Aussage.

Und so beginnt für Oskar seine letzte, aber dennoch spannende Reise: nach Berlin über Birkenfeld bis hin in die Toskana … zurück in die Vergangenheit hin zu Geheimnissen, die tief vergraben waren.

Doch Sandra kommt diesem Geheimnis auf die Schliche und erfährt mehr über ihren Vater, ihre Familie und ihre eigene Zukunft.

Antonia Jacob beschreibt eine Geschichte, die jedem passieren könnte. In jeder Familie gibt es Reibereien, Streitigkeiten, Diskussionen und auch Geheimnisse. Doch, dass auch die Verstorbenen die Geschicke der Lebenden in den Händen halten und auch noch von der „anderen Seite“ aus die Fäden ziehen, das hätte wohl niemand vermutet. Doch woher wollen wir das wissen?

Der flüssige und amüsante Schreibstil von Antonia Jacob fesselt den Leser bis zur letzten Seite, auch wenn das Ende für mich etwas zu abrupt kommt und die mühselig aufgebaute Geschichte damit im Nachhinein dämpft.

 

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

 

4 Gedanken zu „Antonia H. Jacob – Der Tag, an dem ich Papa im Auto vergaß

  1. Tanja sagt:

    Hallo Nina,
    das Cover hat mich irgendwie gleich an David Safiers Werke erinnert (von denen ich bis auf eine Ausnahme sehr angetan war).
    Die Autorin scheint ihr Abenteuer ebenfalls mit einer Prise Humor zu verfeinern. Das Buch hört sich trotz des Kritikpunktes sehr interessant an.

    Ganz liebe Grüße Tanja :o)

    • Nina sagt:

      Hallo liebe Tanja!

      Das stimmt – das Cover erinnert tatsächlich an die Aufmachungen seiner Bücher, nur sind seine doch um einiges besser 😉 *ohne die Autorin niedermachen zu wollen*
      Humor kommt in dem Buch nicht zu kurz und auch nicht die „oh mein Gott, wie kann sie nur?“-Momente oder die, in denen man sich als Leser nur fremdschämt und mit dem Kopf schüttel oder aber vor lauter Lachen auf dem Boden liegt … es ist einfach alles dabei … wenn nur nicht dieses verflixte Ende wäre … geht es nur mir so, oder aber können dir auch die „falschen“ Enden das Buch verhageln?!

      Liebe Grüße,
      deine Nina 🙂

      • Tanja sagt:

        Huhu Nina,

        ich habe bei deiner Rezension auch überlegt, welches Buch mir mit dem Ende so alles vermasselt hat. Mir ist spontan keines eingefallen, bei dem ich die Resthandlung gut fand.

        Ohhh, es gab mal eines ich weiß nicht mehr genau wie es hieß. Da gefiel mir schon die ganze Geschichte nicht. Ich habe da gehofft, dass wenigstens das Ende noch was aus dem Buch rausholt. Das war dann aber nochmal doppelt so schlecht. Da war ich damals richtig wütend. ;o)

        Aber ein Buch, was ich gut fand und was nur das Ende heruntergerissen hat… da fehlt mir gerade noch ein Beispiel. Ich gebe dir aber Bescheid, wenn mir eins einfällt oder zwischen die Finger fällt. Bestimmt muss ich dann sofort an unsere Unterhaltung denken :o)

        Ganz liebe Grüße Tanja

        • Nina sagt:

          Hallo liebe Tanja!

          Na dann kram mal weiter in deinem Bücherregal und deinem Gedächtnis 😉 Mir fällt noch was ein! Und zwar „Das Seehaus“ von Kate Morton. Die Geschichte war einfach toll! Von Anfang … bis das Ende kam … das war leider nicht mein Fall *g* Das hat die Geschichte im Nachhinein abgeschwächt – aber Gott sei Dank nicht ganz verdorben.

          Liebe Grüße,
          deine Nina

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