Johanna Wasser – Das Glück ist ein flüchtiger Dieb

Und weiter geht’s mit Johanna Wasser und

Das Glück ist ein flüchtiger Dieb

(Cover: mit bestem Dank an die Autorin!)

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 284 Seiten
Verlag: Amazon Media EU S.à r.l.
Sprache: Deutsch
ASIN: B00IPIGT40
Preis: 9,99 € (TB) / 4,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt:

Welchem Plan folgt die Liebe? Welchen Weg beschreitet das Glück?

Als dem erfolgsversessenen Werbeagenturchef Steffen durch einen Irrtum die Reisetagebücher seiner seit Monaten verschwundenen Nachbarin Sophie in die Hände fallen, ahnt er nicht zu welchen Taten ihn diese noch verleiten werden.

Zunehmend fasziniert taucht er in Sophies Leben ein, geht gedanklich mit ihr auf Reisen und fasst bald einen verhängnisvollen Plan, der ihrer beider Leben zusammenführen und von Grund auf verändern wird.

Dies ist eine Geschichte über das Glück und über das Schicksal, über das Weggehen und über das Ankommen, über das Lügen und über das Trauern.

 

Über die Autorin:

Johanna Wasser ist 1978 auf der Seidenstrasse geboren und im Rheinland aufgewachsen. Die letzten vierzehn Jahre verbrachte sie in München und auf Reisen, wo sie auch das Schreiben für sich entdeckte.

Im Februar 2014 erschien ihr Debüt „Amors Glücksfall“ (romantische Komödie), das schnell begeisterte Stimmen fand, in März 2014 folgte der dramatische Liebesroman „Das Glück ist ein flüchtiger Dieb“, der es innerhalb weniger Tage bis auf Platz 9 der Amazon Kindle Charts schaffte. Im Dezember 2014 erschien ihr dritter Roman „Die sechste Farbe des Glücks“, ein All Age – Jugendroman, der es bis auf Platz 7 der Kindle Charts schaffte.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Was ist der „perfekte Roman“? Gibt es diesen überhaupt? Und wie wird er gestaltet?

Wenn man mich jetzt, nachdem ich dieses Buch gelesen habe, dies fragen würde, so wäre meine Antwort: dieser Roman ist nahezu perfekt. Denn er weist all das auf, was ein Leser erwartet: der Einstieg in eine Geschichte, die zunächst etwas nebulös scheint, sich dann jedoch weiter wandelt und erahnen lässt, was geschehen wird, um dann im letzten Moment doch noch das Unerwartete heraus zu lassen.

Johanna Wasser hat mit diesem Roman gezeigt, dass man als Leser doch nicht erahnen kann, wie ein Buch enden wird oder gar wie das Happy End einer Geschichte aussehen wird.

In diesem Buch lernt man Steffen kennen, einen arbeitsliebenden Jungunternehmer, der erfolgreich ist und die Geschicke seiner Firma gut leitet. Er scheint alles in seinem Leben erreicht zu haben und doch merkt man, dass er nicht glücklich und zufrieden ist mit dem, was er hat.

Eines Tages findet er vor seiner Tür ein Paket stehen und öffnet es, ohne sich den Adressaten genauer anzusehen. Er findet darin zwei Bücher, einen Rucksack und einen Seidenschal. Zunächst vermutet er in dem Paket ein Geschenk seiner Freundin und weiß nichts so recht damit anzufangen, bis er seinen Fehler erkennt und bemerkt, dass das Paket für seine Nachbarin Sophie Lukas gegenüber ist und es fälschlicherweise an ihn geliefert wurde. Doch seine Neugier übermannt ihn und so greift er nach dem ersten Buch und beginnt zu lesen. Er hält in den Händen ein Tagebuch, verfasst von seiner Nachbarin, die unterwegs auf einer Reise ist und ihr Gepäck voraus geschickt hat.

Er verliert sich immer tiefer und tiefer in der Geschichte und lernt auch so seine Nachbarin immer besser kennen. Sophie schreibt von ihren Erlebnissen im Alltag und auch davon endlich aus diesem Trott auszubrechen – bis sie es eines Tages wirklich tut! Sie geht den Weg, den schon viele vor ihr gegangen sind und auch noch viele gehen werden: den Weg des Schicksals, der Erleuchtung und der Befreiung – den Jakobsweg, Santiago de Compostela!

Steffen begleitet sie auf ihrer Reise und fühlt mit ihr. Immer tiefer fühlt er sich in die Geschichte verwickelt und macht selbst während dem Lesen eine Wandlung durch. Als er das Ende des letzten Tagebuches erreicht hat, scheint er ein anderer Mensch zu sein, mit geklärtem Blick und geschärften Verstand. Er möchte Sophie die Bücher zurück geben.

Eines Tages jedoch erfährt er, dass seine Nachbarin Sophie bei einem Flugzeugunglück ums Leben gekommen ist. Geschockt über diese Nachricht will er ihr Vermächtnis am Leben erhalten und klammert sich an ihre Geschichte. Wie nah er ihr doch ist, obwohl er sie gar nicht kennt! Ein langer und nervenaufreibender Konflikt in seinem Inneren beginnt, bis jedoch endlich ein klarer Sieger daraus hervortritt: sein Ehrgeiz und sein Sinn für Erfolg! Steffen möchte die Tagebücher von Sophie als die seinen veröffentlichen.

Aber ob das gut geht? Ob ihm das gelingt? Und was ist mit Sophie? Ist sie wirklich umgekommen?

Auch der Leser fühlt mit Steffen und Sophie mit und wird im Inneren regelrecht zerrissen, als es um diesen Kampf geht. Mir ging es zumindest so.

Doch das Unverhoffte passiert und Sophie steht eines Tages nach der Veröffentlichung vor ihm. Steffen ist hin- und hergerissen zwischen Glück, Erleichterung und Angst. Ob sie etwas bemerkt?

Begleitet Steffen und Sophie auf ihrer Reise auf dem Jakobsweg und finde auch selbst die Wahrheit, die auf diesem liegt. Denn auch hier gilt: der Weg ist das Ziel und Johanna Wasser hätte es nicht besser verpacken können!

Ein lesenswertes und ergreifendes Buch, das mich bis zur letzten Sekunde gefesselt hat 🙂

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

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