Anneliese Mackintosh – So bin ich nicht

Guten Morgen ihr Lieben!

An einem schönen sonnigen Tag (raus mit euch an die frische Luft und Sonne tanken!), möchte ich euch noch ein Buch vorstellen, das nicht gerade auf meiner Wellenlänge gelegen hat … vielleicht mag es den ein oder anderen von euch ansprechen?

Anneliese Mackintosh

mit

So bin ich nicht (Gretas Storys)

(Cover: mit bestem Dank an Random House Verlag!)

Zum Inhalt:

Wie weit muss man gehen, um neu beginnen zu können?

Greta will nur Liebe, Glück, Mittag essen mit Margaret Atwood und endlich einen echten Orgasmus. Aber vor allem möchte sie ihren Vater zurück, mit dem Trinken aufhören und einmal mit der gutaussehenden Frau mithalten, die immer neben ihr auf dem Laufband läuft und T-Shirts trägt mit Schriftzügen wie »Gut ist das Gegenteil von Großartig«. Sie wünscht sich ein normales Verhältnis zu ihrer Mutter und dass ihre Schwester aufhört zu versuchen, sich umzubringen. Sie würde am liebsten nie mehr Kleidung tragen, nie wieder Fleisch essen oder Milch trinken und für radikale politische Ideen kämpfen. Sie würde gern mehr sie selbst sein. Sie würde gern weniger wollen. Denn immer wenn sie etwas erreicht, wird ihr etwas anderes genommen.

 

Über die Autorin:

Anneliese Mackintosh ist Absolventin der Universität von Nottingham und hat einen Master in Creative Writing. 2012 war sie auf der Shortlist des Bridport Short Story Prize. Mackintosh ist Mitgründerin von Words Per Minute (Wörter pro Minute), der beliebtesten literarischen Clubnight in Schottland. Sie lebt in Manchester. So bin ich nicht ist ihr erstes Buch auf Deutsch. Es war unter den Best Books 2014 in The Guardian, The Herald und The Scotsman und gewann den Green Carnation Prize.

 

Und nun mein Fazit und meine Rezension:

Als ich den Klappentext gelesen habe, war mir klar, dass es kein Buch wie jedes andere ist. Und ja, ich habe mich auch aufs Lesen gefreut, nur wusste ich bis dahin nicht, was genau mich erwarten sollte!

Der Schreibstil der Autorin ist kompromisslos, authentisch (in einigen Details zu authentisch) und geradeheraus.

Wenn man den Klappentext liest denkt man sich „Oh ja, wir steigen also in das Leben von Greta ein, lernen mit ihr leben, lieben und lachen“ – oder so in der Art. Schaut man dann noch das Cover an merkt man, dass es wirklich aufs Wesentliche reduziert wurde. Kein großartiges Farbchaos, keine versteckten Hinweise auf die Geschichte, nicht wirklich viel zum hineininterpretieren. Eben minimalistisch und doch ansprechend. Vielleicht hätte ich da schon ahnen können, was auf mich zukommt.

Greta erzählt aus ihren einzelnen Kapiteln im Leben und die sind randvoll mit Geschichten über Sex (oder ihre Anfänge darüber), Alkohol(exzesse), ihre Freunde, Liebschaften und ihre Trauer über den zu frühen Tod ihres Vaters. Die Trauerbewältigung ist bei ihr in vielen Kapiteln vorhanden. Auf unterschiedlichste Art und Weise nähert sie sich ihr, lässt sich von ihr umarmen, wehrt sich, denkt zurück an die Zeiten mit ihrem Vater, aber lässt auch nicht die dunklen Kapitel aus dem letzten Lebensabschnitt ihres Vaters aus. Nicht alles ist rosig. Sterben ist nicht schön. Schon gar nicht, wenn man von Paranoia heimgesucht wird und hinter allem und jedem das Schlechte vermutet. Natürlich hat sie diese Zeit stark mitgenommen und wohl auch in ihrem weiteren Leben geprägt. In meinen Augen nicht zum Positiven. Ich war mehr als geschockt über einige (nicht nur) literarische Ausgüsse von ihr – vielleicht, weil ich einfach nicht so bin?

Und so kommen wir auch auf den Titel des Buches „So bin ich nicht“ – ich kann mit Bestimmtheit sagen: ich habe das Buch gelesen, habe die Gedanken der Protagonistin (und auch der Autorin) und deren Geschichte kennen gelernt und ich kann gewiss behaupten: so bin ich nicht! Und das mag wohl auch einer der Gründe sein, weswegen mir das Buch nicht sonderlich gut gefallen hat. Als es sich dem Ende näherte, war ich wirklich sehr froh drum. Klar, einige witzige oder einfach nur geistreiche Szenen waren vertreten, doch  nicht solche, die mich als Leser dazu bewegen könnten, das Buch erneut in die Hand zu nehmen oder es weiter zu empfehlen. Am Ende musste ich mich wirklich zwingen, die restlichen Kapitel zu lesen.

 

Meine Bewertung: 2 von 5 Punkten

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