Andrea Hackenberg – Schnucken gucken

Hallo ihr Lieben!

Und weiter geht’s – ihr seht, heute bin ich recht fleißig! Das schöne Wetter nutze ich gleich aus, erst mal möchte ich euch noch ein paar Bücher ans Herz legen.

Jetzt eines von:

Andrea Hackenberg

mit 

Schnucken gucken

(Cover: mit bestem Dank an Droemer Knaur Verlag!)

Zum Inhalt:

„Sie stand immer auf der Seite der Schwachen und Entrechteten. Jetzt steht sie knietief im Dispo: Billi Sander, Umweltaktivistin und frisch gefeuerte Enthüllungsreporterin, landet da, wo sie nie wieder hinwollte: zu Hause in der Heide. Um wieder zu Geld zu kommen, heuert Billi im Feuilleton der Lokalzeitung an. Unter Laienschauspielern, Freizeit-van Goghs und korrupten Landespolitikern stellt sie schließlich fest: Die Heide ist tatsächlich eine Kulturlandschaft. Und ihr Exfreund sieht besser aus, als sie ihn in Erinnerung hatte …“

Über die Autorin:

Andrea Hackenberg, Jahrgang 1973, studierte Geisteswissenschaften und arbeitete danach bei einer Tageszeitung in Lüneburg als Journalistin. Nebenbei machte sie eine Ausbildung zur Kosmetikerin, bevor sie in ihren eigentlichen Beruf zurückkehrte. In Celle und im Landkreis Gifhorn arbeitete sie zunächst als Lokal-Reporterin und wechselte dann ins Mode- und Beauty-Ressort einer Frauenzeitschrift nach Süddeutschland. Heute ist sie als Redakteurin für ein Fachmagazin in Frankfurt am Main tätig.“

Mein Fazit und meine Rezension:

Diese Rezension beginne ich mal anders. Nicht, wie meine anderen Rezensionen, denn dieses Buch ist auch nicht so wie die anderen Bücher, die ich bereits gelesen und rezensiert habe.

Aufmerksam auf dieses Buch bin ich geworden – ganz Frau – durch die Aufmachung. Ich habe zunächst nur Pink gesehen und dann dieses süße Schaf! Da ich selbst auch einen kleinen Faible für Schafe habe, habe ich doch mal näher reingeschaut und mir dann die kleine Vorschau angeschaut – und: ich war Hin und Weg! 😀 Im positiven Sinne natürlich! Drei Frauen, drei Geschichten und – eine Leiche! Was soll ich schon dazu sagen? Ja, es hat mich einfach sehr interessiert, okay, ich stand geradezu in Flammen und deswegen war ich auch richtig glücklich, als mir gesagt wurde, dass ich unter den Testlesern sei! Wow! Was für ein Gefühl! Und was für eine lange und ungeduldige Wartezeit, bis ich das Buch dann endlich in meinen Händen hielt!

Doch dann war es soweit!
Packung auf und voilà! Da war es 🙂 Ein wunderbarer Einband! Obwohl ich mich trotz allem immer gefragt habe, was es mit dem Titel auf sich hat. Doch das hat sich dann im Buch erklärt 😉

In dem Buch „Schnucken gucken“ von Andrea Hackenberg geht es um drei Frauen einer Familie: Antonia, die Mutter, die junggeblieben ist und der noch immer einiges aus ihrer Vergangenheit nachhängt, ihre Tochter Franziska, bekannte Partygängerin, die ihr Leben genießt und sich leider mit ihrer diagnostizierten Kleptomanie selbst Steine in den Weg legt, und Sybille – genannt Billi – die vom Land in die Großstadt Berlin geflohen ist, um dort als Journalistin ein neues Leben anzufangen und die voll und ganz zu ihren Überzeugungen steht – mögen sie auch noch so zwielichtig durchgesetzt werden …

Dann gibt es da noch Manolo, einen gutaussehenden Mann, den Billi schon seit Kindertagen kennt und der schon immer eine Rolle in ihrem Leben gespielt hat; dessen Ehefrau Kathi, die einiges auf dem Kerbholz hat, obwohl sie nach Außen hin einen anderen Anschein verspricht und auch noch Bernd, den Polizisten.

Die Geschichte findet in der Heide statt, auf dem beschaulichen Land, wo man nur etwas ist, wenn man sich selbst beweisen kann und eine reine Weste hat. Klar, dass Antonia dort mit ihrer Vergangenheit keinen guten Stand hat.

Nun habe ich etwas über die Charaktere verraten, hier Näheres zur eigentlichen Geschichte:

Antonia, die ein Heidespa eröffnen möchte, erhält eines Tages unerwarteten Besuch von ihrer Tochter Billi – wieder einmal ist ein Job aufgrund ihrer schusseligen Art abhanden gekommen – genauso wie die Kamera, auf der Billi das Beweismaterial für eine gewaschene Story besessen hat. Damit Billi wieder Fuß fassen kann, erlangt sie mit Hilfe ihrer Mutter einen Posten als Kulturjournalisten in der ortsansässigen Zeitung. Leider kein Sprungbrett für eine gute Karriere, aber besser als nichts. Zu allem Übel ist auch noch Manolo, mit dem sie vor 17 Jahren eine heiße Nacht verbracht hatte, ihr Vorgesetzter und der ist alles andere als froh, sie wieder zu sehen. Denn auch sie hat Spuren in seinem Leben hinterlassen … Wohin das Ganze aber noch führt, was die Eröffnung des Spas mit einer Leiche und was Rollenspiele mit der Enthüllung eines politischen Eklats zu tun haben, das müsst ihr selbst heraus finden …

Ich habe hier nur einen kleinen Einblick in eine sehr gut erzählte und durchdachte Geschichte gegeben, die ich wirklich jedem empfehlen kann. Sie ist amüsant, witzig und so erzählt, dass man selbst in der Heide steht und den Schnucken zugucken kann …

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

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2 Gedanken zu „Andrea Hackenberg – Schnucken gucken

  1. Tanja sagt:

    Huhu Nina,
    ich kann ja total nachvollziehen, dass dich dieses Cover angesprochen hat. Als Kind mochte ich Pink nicht so. Im Alter fahre ich voll darauf ab. Auch das Schaf spricht mich gleich an. Lediglich der Titel ist nicht so meins. Deine Rezension dafür umso mehr. Das hört sich nach einem amüsanten und konfliktreichen Plot an.

    Ganz liebe Grüße Tanja :o)

    • Nina sagt:

      Hallo liebe Tanja!

      Ja, das Pink hat mich anfangs auch etwas gestört, aber nach einer Weile hat es doch gepasst 🙂 Und das Schaf ist doch einfach zum Kunddeln!!!! *da ich sowieso einen Faible für Schafe habe* *g*
      Den Titel fand ich anfangs auch befremdlich, da ich mir nichts drunter vorstellen konnte – doch im Buch wird es erklärt: „Schnucken gucken“ ist im Norddeutschen sowas wie hier „auf die Pirsch gehen“. Das hat dann schon gepasst 😉

      Viele liebe Grüße,
      deine Nina

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