Rebecca Maria Salentin – Schuld war Elvis

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch ein Buch vorstellen, mit dem ich es nicht sehr leicht hatte. Zunächst hat mich der Titel angesprungen

Schuld war Elvis

(Cover: mit bestem Dank an C. Bertelsmann Verlag!)

von

Rebecca Maria Salentin

Ich habe zuvor noch nichts von ihr gelesen – geschweige denn von ihr gehört, doch als ich dann auch noch dieses simple und doch ansprechende Cover gesehen habe und dann noch den Klappentext gelesen habe, musste ich es einfach drin stöbern.

 

Infos zum Buch:

Taschenbuch: 512 Seiten
Verlag: C. Bertelsmann Verlag; Auflage: 1. Aufl. (9. März 2015)
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3570102122
ISBN-13: 978-3570102122
Größe und/oder Gewicht: 14,1 x 4,3 x 21,8 cm
Preis: 19,99 € (gebundene Ausgabe) / 15,99 € (eBook)

 

Zum Inhalt:

Ein Eifeldorf, ein Fachwerkhaus und eine kunterbunte Großfamilie

Inmitten einer Großfamilie, deren Mitglieder ebenso stur wie lebenslustig sind, wird in den Siebzigerjahren das Mädchen Hebron geboren.

Den eigenwilligen Namen verdankt sie ihrem Vater, der sich nach der Zeugung in seine Heimat Israel abgesetzt hat. Überhaupt hatte ihre Mutter Meggy Pech mit den Männern: Vom örtlichen Friseur bekommt sie Zwillinge. Der hätte sie gern geheiratet – wäre er nicht bei einem Autorennen ums Leben gekommen. Der Vater ihres Sohnes Francis ist ein katholischer Mönch, und Ben Omars Erzeuger Hadschi ist ein Rastafari mit Hundehaufenfrisur, dem seine Haschplantage wichtiger ist als die Kindererziehung, während Meggy die Familie ernährt. Die bunte Schar bewohnt ein windschiefes Fachwerkhaus in einem biederen Eifeldorf.

Da Hadschi verschwunden ist, muss Hebron sich um die kleinen Geschwister kümmern. Als sie daran fast zerbricht, reist sie nach Israel, um ihren Vater zu finden …

 

Über die Autorin:

Rebecca Maria Salentin, geboren 1979 in Eschweiler, aufgewachsen in der Eifel, lebt in Leipzig. Sie hat selbst jüdische und katholische Wurzeln und stammt aus einer Großfamilie. Die Autorin las beim Open Mike und nahm am Klagenfurther Literaturkurs teil. Ihr erster Roman „Hintergrundwissen eines Klavierstimmers“ ist bei Schöffling erschienen und erregte große Aufmerksamkeit. In Leipzig betreibt sie in einem alten Zirkuswagen das Sommercafé ZierlichManierlich.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

Der Roman „Schuld war Elvis“ ist kein gewöhnlicher Roman. Das sieht man schon als Leser auf den ersten Blick, wenn man sich dem Klappentext widmet und auch das Cover näher betrachtet. Soweit – so gut! Denn normal kann jeder 🙂

Was Rebecca Maria Salentin jedoch hier als Autorin abliefert ist eine Familienchronik eines ganz besonderen Stammbaumes:
Hebron – eine uneheliche Tochter von Maggie – macht sich auf die Suche nach ihrem Vater, in einer Zeit, in der es als uneheliches Kind nicht leicht ist und schon gar nicht als Mutter, die mehrfach verheiratet war, Kinder von verschiedenen Männern hat, die alle nach und nach auf unterschiedliche Weise verschwunden sind. Allein die Namensgebung in dem Roman beweist dem Leser, was „damals“ alles möglich war und nicht möglich sein durfte. Ein uneheliches Kind war verpönt, egal ob in der eigenen Familie oder im Umfeld.
Doch die Geschichte dreht sich nicht allein um Hebron. Nein, dieser wird zwar eine besondere Aufmerksamkeit zu teil, doch tatsächlich geht es hier um Hebrons Familie, ihren Werdegang und ihre Entwicklung.
Im ersten Moment fühlt sich der Leser nicht nur von der Fülle an Informationen, die auf ihn einstürzen, erschlagen, sondern auch von den Namen, die – Zeile für Zeile – auf ihn warten. Praktisch ist: Rebecca Maria Salentin hat eine Erleichterung im Buch eingefügt: den Familienstammbaum, der sämtliche Personen aufführt und so deren Verbindung untereinander/zueinander/miteinander wiedergibt. Eine wahrliche Hilfe! Anfangs habe ich noch recht oft hin- und her geblättert, um den Namen und der Geschichten Herr zu werden.

Man kann über dieses Buch einiges sagen:
Dass es viele Personen enthält, dass diese viele Schicksale erlebt haben, dass alle miteinander verbunden sind und alle trotz allem Eins sind.
Doch eins kann man nicht sagen: dass das Buch irgendwann langweilig war oder man es unterbrechen wollte – wenn, dann nur, um die Informationen sacken zu lassen.

Das Buch ist kein „normales“ Buch, obwohl der Begriff „normal“ auch gerade im Buchgenre nicht definiert werden kann. Es ist keine „leichte Kost“, es verrät schon mehr und gibt dem Leser manchmal Eindrücke, auf die er sicherlich auch verzichten könnte – und ich gehörte auch zu denen – doch alles in einem kann ich das Buch empfehlen und zwar gerade weil es so ist und nicht anders.

Meine Bewertung: 3 von 5 Punkten

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