Maren Graf – Der Todschreiber

Weiter geht es mit ein wenig Spannung – gut, nicht nur ein wenig Spannung: einem ganzen Buch voll Spannung!

Maren Graf

mit

Der Todschreiber

(Cover: mit bestem Dank an Gmeiner Verlag!)

Zum Inhalt:

Eine Reihe von Selbstmorden bereitet Kriminalkommissarin Lena Baumann Kopfzerbrechen. Eigentlich scheinen die Fälle eindeutig zu sein, doch die mysteriösen Briefe ohne Absender, die bei den Toten gefunden wurden, geben Lena Rätsel auf. War es wirklich Selbstmord? Je tiefer Lena in die Ermittlungen eintaucht, desto mehr überkommt sie das Gefühl, dass sich jemand in die Köpfe der Opfer eingeschlichen hat.

Über die Autorin:

Maren Graf wurde als echtes Nordlicht in Schleswig geboren und verbrachte ihre Kindheit an der Ostsee rund um Kiel. Nach dem Abitur studierte sie Deutsch und Philosophie auf Lehramt. Seit 2011 arbeitet sie an einem Gymnasium und lebt mit ihrem Mann und zwei Söhnen in ihrer neuen Heimat Paderborn. Neben ihrer Lehrtätigkeit schreibt sie vorwiegend Kurzgeschichten und Krimis. Mit dem »Todschreiber« erscheint ihr Debütroman im Gmeiner-Verlag.

Mein Fazit und meine Rezension:

Hypnose durch Worte – das ist allseits bekannt und wird auch in der Medizin zur Traumabewältigung eingesetzt. Der Proband wird dadurch erneut in das traumatische Geschehen zurück versetzt, um es zu erleben, aus anderen Blickwinkeln zu begutachten und zu verarbeiten.
Hypnose durch das bloße geschriebene Wort, war mir bislang nicht bekannt. Doch auch als Leser lernt man immer wieder dazu!

Lena Baumann – Kriminalbeamtin mit selbst einigen Problemen in ihrem privaten Umfeld – plagen neue Fälle. Innerhalb kürzester Zeit werden zwei Suizide gemeldet. Die Opfer scheinen auf den ersten Blick nichts miteinander gemein zu haben, doch Lena vermutet mehr dahinter. Einige Unstimmigkeiten bringen sie dazu, den Tatort des ersten Suizides genauer unter die Lupe zu nehmen und der guten Arbeit der Kollegen sei Dank, findet sie nicht nur auf einem Foto einen Hinweis, dieser wird ihr auch fast zeitgleich ins Büro gebracht. Unscheinbar lag unter einem Schrank ein Blatt Papier, ein Brief an den Toten, dessen Worte Lena Baumann noch mehr verwirren, aber sie auch zu der Annahme leiten, dass hier kein bloßer Suizid aus Verzweiflung heraus vorliegt. Lena ist sich sicher: hier geschah ein Mord! Ihre Theorie verfolgend, bleibt Lena an dem Fall und so findet sich auch am zweiten Tatort ein Hinweis auf einen weiteren mysteriösen Brief. Doch was genau wollte der Briefeschreiber? In welchem Verhältnis stand er zu den beiden Opfern? Und warum wurden bereits psychisch labile Menschen in den Tod getrieben, wo sie doch auf dem Weg der Besserung und auf der Rückkehr in ein normales Leben waren?

Fragen über Fragen, die Lena und ihre Kollegen verwirren, sie aber noch hartnäckiger und vehementer ermitteln lassen, bis sich eine Spur vor ihnen auftut, die sie nicht nur weitere Opfer des mysteriösen Briefeschreibers – von der Presse „der Todschreiber“ getauft – finden lässt, sondern zugleich auch Lena selbst ihre eigene Zerbrechlichkeit vor Augen führt, bis hin zu einer tödlichen Falle.

Allein der Titel lässt hinter dem Roman ließ etwas richtig Gutes vermuten! Und man wird auch nicht enttäuscht! Zunächst kam mir der Gedanke „wie kommt man auf so eine Geschichte?“, doch mit jedem Wort, jedem Satz und jeder Seite, die ich gelesen – nein, regelrecht verschlungen! – hatte, wurde ich von eben dieser immer mehr und mehr gefesselt, bis mir gar nichts anderes mehr übrig blieb, als das Buch in einem Rutsch durchzulesen! Mir war es gar nicht mehr möglich, das Buch aus der Hand zu legen, denn ich war mitten im Geschehen, habe mit Lena ermittelt und habe sogar die Briefe vor meinen eigenen Augen gesehen und genau DAS macht einen guten Kriminalroman aus! Es geht nicht nur um Leichen und Ermittler, es geht um die Geschichte dahinter, um den Grund und den Nervenkitzel. An einigen Stellen hatte mich die Autorin sogar soweit, dass ich selbst ein Kribbeln gespürt habe, als ich die Briefe an die Opfer gelesen habe. Ich kann nur sagen: ein sehr gelungenes Buch und ich hoffe, dass die Autorin ihren Schreibstil und ihre Geschichten so beibehält! Für mich ist klar: sobald ein neues Buch von ihr erscheint, wird sich auch das auf meinen Kindle begeben.

Ich empfehle das Buch sehr gerne weiter!

 

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*