Alexandra Potter – Heute schon geträumt?

Nun möchte ich euch ein richtig tolles Buch vorstellen … und hier gebe ich offen und ehrlich zu: es war überwiegend ein Cover-Kauf!

Alexandra Potter

mit

Heute schon geträumt?

(Cover: mit bestem Dank an Goldmann Verlag!)

Zum Inhalt:

Eine wunderbare romantische Komödie für alle, die das Träumen noch nicht verlernt haben …

„Hätte ich nur früher schon gewusst, was ich heute weiß“, denkt sich Charlotte Merryweather oft. Nie hätte sie etwas mit diesem Nichtsnutz angefangen, der ihr dann das Herz gebrochen hat. Sie hätte viel besser auf ihre Figur geachtet und ihr Geld nicht für so viele unnütze Dinge ausgegeben. Kein Wunder, dass sie begeistert ist, als sie nun mit Anfang dreißig ihrem früheren Ich begegnet und die Chance hat, all ihre Jugendsünden rückgängig zu machen. Aber ist ihr jetziges Leben als Geschäftsfrau im Dauerstress wirklich so perfekt? Vielleicht könnte ja die heutige Charlotte etwas von der unbeschwerten früheren lernen …

 

Über die Autorin:

Alexandra Potter wurde in Bradford, West Yorkshire, geboren. Sie hat mehrere Jahre in Los Angeles gelebt und als Journalistin für Hochglanzmagazine wie „Elle“, „Vogue“ oder „OK!“ gearbeitet. Inzwischen konzentriert sie sich voll und ganz auf das Schreiben und lebt in dem Londoner Stadtteil Notting Hill.

 

Mein Fazit und meine Rezension:

So in etwa kam es mir vor, als ich die letzten Seiten des Romans von Alexandra Potter gelesen habe … war es Traum oder Wirklichkeit? Die Frage stellt sich nicht nur die Protagonistin, sondern auch der Leser. Eine tatsächliche Auflösung wird nicht erfolgen, doch trotzdem passt es zur Geschichte.

Der Roman handelt von Charlotte einer ehrgeizigen und erfolgreichen PR-Managerin im Alter von 31 Jahren. Ihr Alltag wird geprägt vom Termindruck, den vielen Aufgaben und Verpflichtungen – egal ob beruflich oder privat – und der scheinbar nicht vorhandenen Zeit. Doch sie wird jäh in ihrem normalen Leben unterbrochen, als sie auf ihr jüngeres Ich – das ich von vor 10 Jahren – trifft und dieses Ich ist das genaue Gegenteil von der jetzigen Charlotte. Lottie, 21 Jahre, ist quirlig, spontan, direkt und verlässt sich auf ihr Bauchgefühl. Zunächst will Charlotte dieses zweifelhafte Treffen nicht wahrhaben, doch dann sieht sie darin eine zweite Chance. Eine zweite Chance das wieder gut zu machen oder aber ungeschehen zu machen, was sie bereits erlebt hat und was sie geprägt hat. Also schreibt sie eine Liste  mit all den Dingen, die sie an der jungen Lottie ändern will. Sie wird ihre Lehrerin und versucht sie vor Problemen fern zu halten. Doch auch trotz aller Anstrengungen gelingt dies ihr nicht. Zu guter Letzt muss Charlotte feststellen, dass ihr jüngeres Ich weitaus weiser ist als sie denkt. Und so wird die einstige Lehrerin zur Schülerin und muss lernen, dass das Leben nicht allein aus Eile und Arbeit besteht, sondern dass man auch mal spontan sein muss und seinem Bauchgefühl folgen muss. Sie folgt der unbeschwerten Leichtigkeit der Jugend und lässt nach und nach die alten Muster und Marotten fallen, die sie zu der jetzigen Erwachsenen gemacht haben. sie lernt das Leben erneut zu genießen und darauf einzugehen. Die Fehler muss sie machen, sodass sie daraus lernen kann und ihre Erfahrungen sammeln kann. Denn nicht deren Vermeidung ist das Ziel, sondern deren Beschreitung. Ihr wird regelrecht ein Spiegel vorgehalten: so sieht sie sich zunächst als weise, ältere und lebenserfahrenere Charlotte, die mitten im Leben steht und alles vorzuweisen hat, was man sich wünschen kann (Erfolg im Beruf, eine tolle Wohnung, ein charmanter Freund, eine tolle Figur) … doch dann ändert sich das Bild und sie merkt, wie zerbrechlich das Ganze doch ist und wie schnell alles einer Änderung unterliegen kann. Sie wird in sämtlichen Bereichen ihres Lebens mit Problemen konfrontiert, die gegen Ende des Romans zugespitzt werden und den Leser regelrecht an die Lektüre fesseln. Ein unverhofftes Ereignis schafft es dann endlich sie „zur Vernunft zu bringen“ und die gemachten Erfahrungen umzusetzen. So kann man von einem Happy End sprechen.
An machen Stellen ist die Geschichte etwas langatmig verfasst. Trotz dem flüssigen Schreibstil neigt man dazu einige Passagen zu überspringen, da sie für die eigentliche Geschichte nicht relevant sind, doch dies gibt sich im letzten Teil des Buches. Der Leser wird in die Geschichte rein gezogen, er kann sich in die Protagonistin rein versetzen und fühlt mit ihr. Die Geschichte an sich ist humorvoll und unterhaltsam geschrieben. Ich habe das Buch innerhalb eines Tages ausgelesen, da ich es nicht mehr zur Seite legen konnte. Und auch wenn die Autorin im gesamten Buch ziemlich oft die Redewendung „Im Bruchteil einer Sekunde“ verwendet hat – ist es doch so charmant geschrieben, dass ich mich schon auf den nächsten Schmöker von ihr freue.

Ich kann das Buch nur sehr empfehlen!

Und – jetzt mal ehrlich – wer möchte nicht einmal seinem früheren Ich begegnen um ihm die ein oder andere Schusseligkeit auszureden? 😉

 

Meine Bewertung: 5 von 5 Punkten

 

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